AT7121U1 - Grabmal - Google Patents
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Abstract
Ein Grabmal (1) besitzt eine Sockelplatte (5) und zwei von dieser nach oben abstehende Säulen (7) mit längslaufenden, aufeinander zu weisenden Nuten (9). In die Nuten (9) ist eine zwischen den Säulen (7) angeordnete Platte (11) zur Aufnahme von Beschriftungen eingeschoben. Von der Sockelplatte (5) steht als Bodenverankerung (3) des Grabmals (1) ein Ankerrohr (19) ab, das in einem Pfahlfundament (21) verankert ist.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Grabmal mit Bodenverankerung mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 1. Grabmale üblicher Bauart werden vorwiegend aus Steinen gefertigt und weisen eingemeisselte Beschriftungen auf. Sollen nun, z. B. bei Familiengräbern, zusätzliche Namen auf dem Grabstein eingemeisselt werden, muss der Stein in die Werkstatt des Steinmetz gebracht und nach dem Bearbeiten (Ergänzen der Beschriftung) erneut versetzt werden. Dies erfordert den kostenintensi- ven Einsatz von Maschinen und Arbeitszeit. Um die Standsicherheit des Grabmals zu gewährleisten, ist wegen des hohen Gewichts von Grabsteinen eine aufwändige und teure Fundamentierung nötig. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde ein Grabmal mit einer Beschriftungsfläche zu schaf- fen, die ohne das Grabmal vom Grab entfernen zu müssen, austauschbar oder ergänzbar ist. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Grabmal gelöst, welches die in Anspruch 1 genannten Merkmale aufweist. Der Erfindung liegt weiters die Aufgabe zu Grunde die aufwändigen Fundamentierungen her- kömmlicher Grabmale, die beispielsweise frostfrei gegründete Streifenfundamente (Tiefe 1,0 m) oder je nach Bodenbeschaffenheit und Region Pfahlgründen bis über zwei Meter Tiefe erfordern, damit die nötige Standsicherheit gewährleistet ist, zu vereinfachen. Dieser Teil der erfindungsgemässen Aufgabe wird mit einem Grabmal gelöst, welches die Merk- male von Anspruch 8 aufweist. Durch die Ausbildung des erfindungsgemässen Grabmals kann dieses mit der erforderlichen Standsicherheit durch die Bodenverankerung gemäss Anspruch 10 mit nur einer Pfahlbohrung (Tiefe beispielsweise 0,8 m) dauerhaft verankert werden. Mit der Erfindung wird eine einfache und kostengünstige Ausführungsform eines Grabmals zur Verfügung gestellt, das ohne den eingangs geschilderten Aufwand das Austauschen oder Ergän- zen von Grabinschriften erlaubt. Des Weiteren erlaubt es die erfindungsgemässe Ausgestaltung eines Grabmals die Ausführung des Grabmals über Generationen an den gestalterischen Zeitgeist anzupassen, beispielsweise indem verschieden Beschriftungsflächen in Form von (austauschbaren) Plattenelementen verwen- det werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass bedingt durch das geringe Gewicht des er- findungsgemässen Grabmals eine einfache und kostengünstige Verankerung des Grabmals mög- lich ist. Bei Entsorgen des Grabmals sowie der gegeben ebenfalls vorgesehenen Pfahlgründung des- selben sind das geringe Gewicht wie auch die leichte Zerlegbarkeit des Grabmals ebenfalls von Vorteil. Die Erfindung erlaubt es auch ein Grabmal statt aus Stein aus anderen Werkstoffen wie Glas und Metall, z. B. hoch legierten Stählen oder Kombinationen von Werkstoffen auszuführen. Weitere Einzelheiten und Merkmale sowie Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nach- stehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, die in den Zeichnungen dargestellt sind. Es zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Grabmals in Draufsicht, Fig. 2 das Grabmal aus Fig. 1 von vorne gesehen, Fig. 3 eine andere Ausführungsform des erfindungs- gemässen Grabmals in Draufsicht, Fig. 4 das Grabmal aus Fig. 3 von vorne gesehen, Fig. 5 a, b und c in verschiedenen Ansichten, die Säulen der Ausführungsform des Grabmals von Fig. 3 und 4, Fig. 6 a, b und c in verschiedenen Ansichten die Säulen des Grabmals gemäss Fig. 1 und 2, Fig. 7 in Draufsicht ein Grabmal mit Pfahlfundament, Fig. 8 das Grabmal mit Pfahlfundament von links der Fig. 7 aus gesehen, Fig. 9 das Grabmal mit Pfahlfundament von unten der Fig. 7 aus gesehen und die Fig. 10 bis 12 in verschiedenen Ansichten ein Horizontalrohr mit Ankerrohr der Bodenverankerung des erfindungsgemässen Grabsteines. Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform weist ein Grabmal 1 eine Sockelplatte 5 auf, von der nach oben zwei Säulen 7 abstehen. Auf den einander zugekehrten Seiten besitzen die Säulen 7 längslaufende Nuten 9, in die eine Platte 11 als Beschriftungsplatte eingeschoben ist, sodass die in Gebrauchslage im Wesentlichen lotrecht ausgerichteten, seitlichen Ränder der Platte 11 in den Nuten 9 angeordnet sind. Es ist ersichtlich, dass die Platte 11 jederzeit ohne sonstige <Desc/Clms Page number 2> Arbeiten am Grabmal herausgezogen und restaurierend oder konservierend behandelt, sowie falls erforderlich mit weiteren Beschriftungen versehen werden kann. Auch das Einsetzen der behandel- ten, ergänzten Platte 11 kann problemslos erfolgen. Als Werkstoffe für die Säulen 9 und die Platte 11 können Edelstahl, Glas, Stahl, Messing oder Bronze ebenso zum Einsatz kommen, wie beliebige andere Werkstoffe wie beispielsweise auch Kunststoffe und Kunststeine. Ebenso kann der Sockel 5 aus einem der genannten Werkstoffe bestehen, wobei es möglich ist die einzelnen Teile dieses Grabmals 1 aus unterschiedlichen Werk- stoffen, beispielsweise aus Kombinationen von oben genannten Werkstoffen herzustellen. Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform, die im Übrigen der in Fig. 1 und 2 gezeig- ten Ausführungsform des Grabmals 1 entspricht, sind die Säulen 7 mit rundem Querschnitt (statt wie bei Fig. 1 mit quadratischen Querschnitt) ausgebildet. Die Säulen 7 mit ihren längslaufenden Nuten 9 sind für die Ausführungsform von Fig. 1 und 2 beispielhaft in Fig. 6 a bis 6 c und für die Ausführungsform von Fig. 3 und 4 beispielhaft in Fig. 5a bis 5c dargestellt, wobei die Fig. 5b und 5c zeigen, dass die oberen Endflächen der Säulen 7 schräg ausgerichtet sein können. In den Fig. 7 bis 12 ist die Bodenverankerung 3 des erfindungsgemässen Grabmals 1 beispiel- haft gezeigt. In der Sockelplatte 5 des Grabmals ist ein Horizontalrohr 15 eingebettet, das an seinen Enden mit Endplatten 17 versehen ist (sieh Fig. 10 bis 12). Ein von der Sockelplatte 5 abstehendes mit dem Horizontalrohr 15 verbundenes Ankerrohr 19 wird in einem Pfahlfundament 21 verankert, wie dies in Fig. 8 und 9 gezeigt ist. So ist auf einfache Weise ein sicherer Halt und eine sichere Verankerung des erfindungsgemässen Grabmals 1 ge- währleistet. Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt werden: Ein Grabmal 1 besitzt eine Sockelplatte 5 und zwei von dieser nach oben abstehende Säulen 7 mit längslaufenden, aufeinander zu weisenden Nuten 9. In die Nuten 9 ist eine zwischen den Säulen 7 angeordnete Platte 11zur Aufnahme von Beschriftungen eingeschoben. Von der Sockelplatte 5 steht als Bodenverankerung 3 des Grabmals 1 ein Ankerrohr 19 ab, das in einem Pfahlfundament 21 verankert ist. ANSPRÜCHE : 1. Grabmal (1) mit Beschriftung und Bodenverankerung (3), gekennzeichnet durch wenigs- tens zwei von einer Bodenplatte (5) oben abstehenden Säulen (7), zwischen denen we- nigstens eine Platte (11 ) angeordnet ist.
Claims (1)
- 2. Grabmal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (11) mit ihren seitli- chen Rändern in Nuten (9) in den Säulen (7) aufgenommen ist.3. Grabmal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (7) Prismen sind.4. Grabmal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (7) quadratische Prismen sind.5. Grabmal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (7) Zylinder sind.6. Grabmal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (7) Kreiszylinder sind.7. Grabmal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (7) und die zwischen diesen angeordnete Platte (11) aus Baustahl, hoch legiertem Stahl, Glas, Stein oder Messing oder einer Kombination dieser Merkstoffe bestehen.8. Grabmal nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Boden- verankerung von der Bodenplatte (5) auf der den Säulen (7) gegenüberliegenden Seite ein Ankerrohr (19) absteht.9. Grabmal nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerrohr (19) mit einem Horizontalrohr (15) verbunden ist, und dass das Horizontalrohr (15) in der Sockelplatte (5) eingebettet ist.10. Grabmal nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenverankerung <Desc/Clms Page number 3> (3) weiters ein Pfahlfundament (21) umfasst, in welches das Ankerrohr (19), das von der Sockelplatte (5) nach unten absteht, eingreift.11. Grabmal nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Enden des Horizontalrohres (15) Endplatten (17) verbunden sind.12. Grabmal, dadurch gekennzeichnet, dass die Endplatte (17) in den Schmalseiten der So- ckelplatte (5) liegen.13. Grabmal nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Bodenplatte (5) abgekehrten Endflächen der Säulen (7) zur Bodenplatte (5) unter einem spitzen Winkel geneigt sind.HIEZU 4 BLATT ZEICHNUNGEN
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