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Rechenmaschine.
Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung in der Bedienungsweise sowie eine Sicherstellung des regelrechten Gebrauches der Vorrichtung zum Ausrechnen von Elektrizität, Gasund Wasserverbrauchskosten nach Patent Nr. 64659 und somit eine weitere Vervollkommnung jener Rechenmaschine. Gemäss der Neuerung ist sowohl für die gegenseitige Kupplung der beiden Gruppen von Zahlenrollen (2 bis 4 und 17 bis 19), auf welche zunächst der Subtrahend eingestellt wird, als auch für die gegenseitige Kupplung der beiden Gruppen von Zahlenrollen (2 bis 4 und 21 bis 23), auf deren eine der Minuend eingestellt wird, während auf der anderen zugleich die
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der gegebenen Faktoren (Differenz und Einheitspreis) erzielten Produkt hinzuzuzählen ist, nur ein einziger Handhebel vorgesehen, so dass Verwechslungen von Einzelhebeln.
welche falsches Rechnen oder gar Beschädigungen des Triebwerkes der Maschine zur Folge haben können, ver-
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bunden, dass er bei seiner Zurückführung in die Anfangslage diese Zahlenrollen selbsttätig in die wirkungsbereite Lage bringt, d. h. wieder mit den Rollen (2 bis 4) kuppelt, auf welchen der Subtrahend zuerst eingeschaltet wird, während er durch umgekehrte Betätigung, also beim Vorwärtsschalten, die übrigen Rollengruppen im Sinne fehlerfreier Rechnungen miteinander in Verbindung bringt.
In weiterer Ausbildung der Neuerung ist die Vorwärtsschaltung des Hebels sodann zu einer selbsttätigen Sperrung der Maschinen1.'llrbel nutzbar gemacht worden mit dem Endzweck, die Betätigung der Multiplikationsvorrichtung, also die Ausführung der Multiplikation. nicht eher zu gestatten, als bis die für dieselbe erforderlichen Faktoren auch tatsächlich eingestellt bzw. von der Maschine durch Rechnung ermittelt und als körperliche Zahlenwerte festgelegt worden sind.
Sind andererseits diese Zahlenwerte eingestellt, so werden durch eine der eigentlichen Vorwärts- drehung vorhergehende Rückwärtsdrehung der Kurbel die zur Muttiplikttlon nicht erforderlichen Zahlenrollen, soweit sie noch nicht ausgeschaltet sind, selbsttatig ausser Tätigkeit gesetzt, während die darauffolgende Vorwärtsdrehung der Kurbel in bekannter Weise dann die Multiplikation ausführt. Die Neuerung enthäit ferner einige andere Vereinfachung und Platzerspamis anstrebenden Verbesserungen der bekannten Maschine, wie sie im folgenden beschrieben und in den Ansprüchen näher festgelegt sind.
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kurz dargestellten Neuerung ; es zeigen
Fig. 1 eine Ansicht bzw.
Längsschnitt derselben (Schnitt nach Linie A-B der Fig. 2) mit zum Teil fortgelassenen Zahlenrollen, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1, Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 in anderer Stellung, Fig. 4 einen teilweisen Grundriss zu Fig. 3, Fig. 5 einen Teil der Fig. 4 in anderer Stellung, Fig. 6 die in anderer Ebene liegenden Triebwerksteilc
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gehäuses auf der Achse 1 lose gelagert, und zwar jeder der erwähnten Teile 172, 173 für sich.
Der Hebel 172 ist in seinem Nebenteil als Scheibe 172'ausgebildet und greift mit einem Ansatz 230 in einen Schlitz 231 des Segmentes. Er hat ferner zwei Nocken 232 und 233, mit welchen er einenauf der Achse 234 gelagerten Winkelhebel 235 verstellen kann. Der Arm 23s1a des Winkelhebels ist an einem Ende gabelförmig und hat dort eine Abschrägung 236, die sich beim Aufwärts- bewegen des Armes 235a unter den Bund 237 der Achse 20 für die Zahlenrolle 19 schiebt.
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tra. gung der Bewegung der Einstellung der den Minuenden (neuer Zählerstand) anzeigenden Zahlenrollen auf die die Differenz zwischen neuem und alten Zählerstand oder den einen der Faktoren des durch Ausmultiplizieren zu ermittelnden Produktes darstellenden Zahlenrollen erforderlich sind.
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An dem ausserhalb der Wand I gelagerten Ende jeder Ubertragungsradachse 239 ist ein Knopf 240 befestigt, der aussen an der Maschine sichtbar ist. Auf der Achse 239 ist das Ubertragungsrädchen 26 lose drehbar, während das Übertragungsrädchen 26a, welches die Bewegung der Einstellung des Minuend (zweiter Zählerstand) von der Zahlenrolle 4 auf die Zahlenrolle 23 vermittelt, auf der Achse 239 undrehbar und verschiebbar angeordnet ist. Das Rad 26 steht ständig mit dem Zahnkranze 13 der Zahlenrolle. 4 in Eingriff. Seine Nabe ist an der Seite gezahnt und greift mit dieser Verzahnung in ein entsprechend verzahntes Kronenrad 241, das lose auf der Achse 239 und mit einem Vierkant zugleich verschiebbar auf der Achse 242 des Knopfes 210 sitzt.
Eine Feder 243 hält das Kronenrad 241 stets gegen die gezahnte Nabe des Rades 26 gedrückt. während eine am entgegengesetzten Ende der Achse 239 angeordnete Feder 244 die Nabe 26h des Übertragungsrädchens 26a stets gegen das Segment 173 gedrückt hält (Fig. 2 und 4).
Ähnlich verhält es sich mit den Übertragungsrädchen 24. 5 (Fig. 5), welche die Einstellung
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Von diesen Rollen ist im gezeichneten Beispiel der Einfachheit halber jeweils auch nur eine Rolle 168 bzw. 146 sowie ein Übertragungsrad 245 dargestellt. Letzteres ist auf der Achse 246 lose drehbar angebracht, welche von der Wand 1I, in der sie mit dem einen Ende gelagert ist. ausgeht, während sie mit ihrem anderen Ende in der Wand IF ruht. Sie wird hier mit einem ausserhalb der Wand Il liegenden Bund 246'durch eine sich gegen die Wand III stützende Feder 247 ebenfalls gegen das Segment 173 gedrückt.
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desselben anlangt und das Segment ein kleines Stück mitnimmt, und zwar bis in die Stellung nach Fig. 3. Dabei schiebt der Ansatz 232 des Hebels 172 den anliegenden Arm des Winkelhebels 235 nach aufwärts und somit den Arm 23 nach abwärts.
Infolgedessen gibt dieser die Achse 20, welche ebenfalls unter Federwirkung steht, frei, so dass sie durch den Federdruck in ihrer Längsrichtung verschoben wird und der Zahnkranz der Zahlenrolle 19 ausser Eingriff mit dem Übertragungsrädchen 16 kommt. Der auf der Rolle 19 eingestellte (alte) Zählerstand bleibt dann sichtbar.
Gleichzeitig ist zufolge der Mitnahme des Segmentes 173 durch den Hebelansatz 230 die erste Aussparung 173'des Segmentes der Nabe 26b des auf der Achse 239 befindlichen Übertragungsrädchens 26a gegenübergestellt worden, so dass die Nabe infolge des Druckes der Feder 244 in die Aussparung des Segmentes 173 hineingedrückt wird, ihr Rad 26a sich also achsial verschiebt und mit dem Zahnkranz der Zahlenrolle 23 in Eingriff kommt. Jetzt wird, und zwar nach vorher- gegangener Einstellung des ersten Faktors (Einheitspreis) für die Multiplikation auf den hiefür bestimmten Zahlenrollen (in dem Stammpatente mit 181 und 182 bezeichnet, in der vorliegenden Zeichnung nicht dargestellt) durch Drehen des Knopfes 240 auf der Zahlenrolle 4 der Minuend (neuer Zählerstand) eingestellt.
Die neue Verstellung dieser Zahlenrolle hat dann die Weiterschaltung der Zahlenrolle 23 zur Folge, da diese jetzt mit der ersteren gekuppelt ist. Die gleichzeitige Drehung beider Zahlenrollen 4 und 23 ergibt in bekannter Weise die sichtbare Einstellung der Differenz zwischen Minuend und Subtrahend auf der Rolle 23 oder, was dasselbe ist, den für die Multiplikation erforderlichen zweiten Faktor. Die Einstellung der Rolle 23 hat ferner, wie aus dem Patente Nr. 64659 bekannt geworden ist, eine Einstellung von besonderen Stufenscheiben zur Folge, welche zur Ausführung der Multiplikation der erzielten Differenz als ersten Faktor mit dem Einheitspreis des Verkaufsgegenstandes als zweiten Faktor dienen.
Lag bei der Stellung des Hebels 172 nach Fig. 1 die Nabe 26b des Übertragungsädchens 26a gegen den unvertieften Teil des Segmentes 173 an, derart, dass die Feder 239 gespannt war, so liegt bei der gleichen Stellung des Hebels 172 die Achse 246 des Übertragungsrädchens 245 mit ihrem am einen Ende befestigten Bund 246'in einer der Vertiefungen 173'des Segmentes, so dass die Achse 246 unverschoben und die Feder 247 ungespannt ist. Die Bewegung des Hebels 172 aus der Lage nach Fig. 1 in die Stellung nach Fig. 3 hat dann ausser den oben beschriebenen
Wirkungen zur Folge, dass der Bund 246'der Achse 139 aus seiner Vertiefung im Segment 773 heraustritt und an dem unvertieften Teil desselben zur Anlage gelangt (siehe Fig. 5).
Dabei wird die Achse 246 in ihrer Längsrichtung verschoben, und es kommt das Ritzel 245 mit dem Zahnkranz der Zahlenrolle 168 einerseits und dem Zahnkranz der Zahlenrolle 146 andererseits in Eingriff, wobei die Feder 247 der Achse 246 gespannt wird. Wenn nun auf der Zahlenrolle 146 der erste Faktor
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in den Weg des Hebels 172 legt (Fig. 7), so dass sich dieser nicht weiterdrehen kann und somit auch die Kurbel gegen weiteres Rückwärtsdrehen gesperrt ist, also nur ihre Vorwärtsdrehung zur Ausführung des noch erforderlichen Multiplikationsvorganges möglich ist, was zur richtigen Handhabung der Maschine auch erwünscht ist.
Andererseits hat die kurze Rückwärtsdrehung des Segmentes 173 bewirkt, dass die Nabe 26b des Übertragungsrädchens aus ihrer Aussparung im Segment 173 heraus und der Bund 246' der Achse 246 von der unvertieften Aul3cnftäche des Segmentes in eine der Vertiefungen 173'
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Nach dem Ausrücken der Übertragungsrädchen 245 und 26a kann die Kurbel in der Pfeilrichtung (Fig. 6) links herumgedrebt werden, wodurch die Achse 103 infolge der bekannten Kupplung auf ihr ebenfalls gedreht und die Multiplikation mittels der Kurvenscheiben, Tauchstifte, Stufenscheiben usw. ausgeführt wird. Zu gleicher Zeit hat sich der Hebel 257 rechts herum wieder in die Stellung nach Fig. 6 zurückgedreht, dabei die Scheibe 258 mitgenommen und die Erhöhung 262 unter den Bund des Stiftes 260 geschoben, 80 dass dieser in seine Öffnung in der Wand I1 wieder zurücktritt und die Sperrung des Hebels 172 aufgehoben ist.
Dieser kann jetzt ohneweiters in seine alte Lage zurückgebracht werden, wobei sein zweiter Nocken 233 zugleich den Winkelhebel 235 wieder in die Stellung nach Fig. 1 bringt und letzterer die Achse 20 mit der Zahlenrolle 19 wieder einschaltet, d. h. in der Längsrichtung verschiebt, so dass die Rolle 19 mit Zahnkranz 16 und dieser mit dem Zahnkranz der Rolle 4, also die Rollen 19 und 4 unter sich wieder eingeschaltet sind. Die Verzahnung 172"des Hebels 172 hat dabei auch das Zahnrad 248 umgekehrt wie zuvor gedreht und letztereres die Zahnstange 249 wieder nach unten verschoben, wodurch das Rad 250 und somit auch der Exzenter 252 betätigt und der Bügel 253 mit dem Stift 254 vorwärtsgeschoben ist.
Letzterer greift demnach wieder zwischen die Zähne eines der Räder 220, wodurch die Kurbel solange am Vor- und Rückwärtsdrehen gehindert ist, bis der Hebel 172 erneut nach abwärts bewegt wird.
PATENT-AN'SPRÜCHE :
1. Rechenmaschine nach dem Patente Nr. 64659, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung der den Subtrahenden zur Schau stellenden Zahlenrollen mit den den Minuenden anzeigenden Zahlenrollen einerseits und die Kupplung der letzteren mit den die Differenz zwischen Minuend und Subtrahend sichtbar machenden Zahlenrollen andererseits lediglich von der Wechselbewegung des Schalthebels (172) und dem von ihm beeinflussten Segment (17. 3) in Abhängigkeit gebracht ist, indem der Hebel in der Anfangslage die Subtrahendrollen (19) durch Längsverschiebung ihrer Achse (20) im Eingriff mit den Minuend-Zahlenrollen (4) bzw.
deren Vorgelege hält, beim Vorwärtsbewegen den Zusammenhang dieser Rollen unter sich aber löst und dafür die M1I1uend-ZahlenrolJen (4) mit den Differenz-Zahlenrollen (23) durch Längsverschiebung der Vorgelege dieser in gemeinsamen Antrieb versetzt, wobei in derselben Weise zugleich die
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dem durch die Multiplikation zu erzielenden Produkt hinzuzuzählen ist, selbsttätig herbeigeführt wird.