AT6740U1 - Schmuckstein, insbesondere zur verzierung von textilien - Google Patents
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Abstract
Schmuckstein, insbesondere zur Verzierung von Textilien, welcher auf seiner Rückseite mit einem Schmelzkleber beschichtet ist, wobei auf den Schmelzkleber (2) eine vorübergehende Haftung mit der Unterlage vermittelnder Haftkleber (3) aufgetragen ist.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Verbindung von Glassteinen mit Textil, Leder u. dgl. erfolgt üblicherweise in der Form, dass die Steine mit einem Schmelzkleber versehen sind und durch Aufbügeln mit dem Untergrund verbunden werden. Das hat den Vorteil, dass die beschichteten Steine nicht klebrig und daher gut manipulierbar sind. Das Aufbringen in Form eines Musters ist aller- dings nur einfach, wenn die Steine musterförmig auf einer von der Vorderseite der Glas- steine abziehbaren Folie angeordnet sind (vgl. AT 360 627B). Die Herstellung eines Musters aus einzelnen Steinen ist hingegen schwierig, da diese leicht auf der Unterlage verrutschen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Steine mit einem Haftkleber zu versehen. Diese Mass- nahme hat sich jedoch nur dort durchgesetzt, wo ein Schmelzkleber überhaupt nicht in Frage kommt, beispielsweise beim Aufbringen von Steinen auf die menschliche Haut. Die mit dem Haftkleber versehenen Steine sind schwer manipulierbar und müssen daher einzeln beschichtet werden (vgl. EP 1 013 476 A1). Die Erfindung geht zwar vom bewährten Prinzip des Schmelzklebers nicht ab, möchte die Befestigung einzelner Steine bei der endgültigen Fixierung durch das Aufbügeln aber erleichtern. Dies wird dadurch erreicht, dass auf den Schmelzkleber vorübergehende Haftung mit einer insbesondere textilen Unterlage vermittelnder Haftkleber aufgetragen ist. Wie erwähnt, hat die Beschichtung von Glassteinchen mit Haftkleber den Nachteil, dass die Steinchen nicht mehr lose in einer Verkaufspackung eingefüllt werden können, weil sie dort die untereinander verkleben würden. Zudem sind für das einzelne Beschichten musterförmig angeordneter Steinchen mit Haftkleber vorgesehenen Einrichtungen eind aufwändig, da für jedes Muster eine gesonderte Auftragungsschablone geschaffen werden muss. Beide Nachteile lassen sich im Rahmen der Erfindung vermeiden, welche ja den Zweck hat, einzelne beschichtete Steine zur Bildung von Mustern zur Verfügung zu stellen. Die Steine können in einem einheitlichen Raster, beispielsweise einem Rechteckraster, auf einer Folie angeordnet und vertrieben werden. Eine solche Tragfolie kann gleichzeitig als Hilfsmittel für die Beschichtung der Steine dienen, wie anschliessend anhand der Zeichnung näher erläutert wird. Fig. 1 stellt die Draufsicht auf einen Schmuckstein 1 dar, Fig. 2 den zugehörigen Querschnitt; Fig. 3 ist die Draufsicht auf eine zur Beschichtung der Steine dienende Folie. <Desc/Clms Page number 2> Jeder Stein 1 ist mit einem Schmelzkleber 2 beschichtet. Die hiefür üblichen Materialien sind dem Fachmann geiäufig. Solche Schmelzkleber werden üblicherweise bei einer Temperatur in der Grössenordnung von 170 C mittels einer Walze auf die mit ihrer Rückseiten 4 parallel zueinander angeordneten Steine 1 mittels einer Auftragswalze aufgetragen. Nach dem Abkühlen sind die Steine nicht klebrig und könnten daher gemeinsam in Säckchen abgefüllt werden. Zur Verarbeitung der Steine 1 ist es jedoch notwendig, diese in einem gewünschten Muster auf der zu dekorierenden Unterlage aufzubringen, auf der sie leicht verrutschen. Um dies zu vermeiden, ist die erfindungsgemässe Anbringung eines Haftklebers 3 zusätzlich zum Schmelzkleber 2 auf den Steinen vorgesehen. Auch die verwendbaren Typen von Haftklebers sind dem Fachmann in grosser Zahl bekannt. Problematisch ist jedoch, wie erwähnt, das individuelle Beträufeln der kleinen Steinchen mit dem noch flüssigen Kleber und die Tatsache, dass man mit dem Haftkleber beschichtete Steinchen nicht mehr problemlos in Säckchen abfüllen kann. Um dieses Problem zu lösen, sieht man, wie in Fig. 3 dargestellt, eine Folie 5 vor, auf welche ein Raster von pünktchen- förmigen Ansammlungen von Haftkleber 3 aufgebracht wird. In den Haftkleber werden die Steine 1 eingedrückt, worauf sich der Haftkleber verfestigt. Die Folie besteht aus einem Material, von dem sich der fertige Stein leicht ablösen lässt, beispielsweise aus Silikonpapier. In den Vertrieb gelangen Folien 5 mit darauf rasterförmig angeordneten Steinen 1, welche vom Verbraucher einzeln abgelöst und vorläufig mit einer Unterlage verbunden werden können. Die zunächst gewählte Anordnung lässt sich noch leicht verändern bzw. verbessern. Wenn feststeht, in welcher Anordnung die Steine mit dem Untergrund verbunden werden sollen, werden sie in üblicher Weise aufgebügelt. Die hiezu verwendete Schmelztemperatur liegt bei etwa 120 , also einer Temperatur, bei welcher sich der Haftkleber zersetzt und im wesentlichen nur der Schmelzkleber wirksam ist.
Claims (2)
- Ansprüche : 1. Schmuckstein, insbesondere zur Verzierung von Textilien, welcher auf seiner Rückseite mit einem Schmelzkleber beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Schmelzkleber (2) vorübergehende Haftung mit einer insbesondere textilen Unterlage vermittelnder Haftkleber (3) aufgetragen ist.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Schmucksteinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass auf eine Folie (5) rasterförmig verteilte Ansammlungen von Haftkleber (3) auf- gebracht werden, in welche mit Schmelzkleber beschichtete Steine (1) eingedrückt werden, wobei sich ein Teil des Haftklebers (3) mit dem Schmelzkleber (2) verbindet.
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