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Zur Beseitigung des Temperaturfehlers bei magnetelektrischen Tachometern (WirbelstromTachometer) hat man bisher das magnetische Feld verändert, indem man den Luftspalt des Magnetsystems veränderte oder durch magnetische Nebenschlüsse das Feld beeinflusste. Jede Änderung der Feldstärke erfordert aber eine längere Zeitdauer, bis ein bestimmter Wert erreicht ist. Das Magnetsystem muss sich gewissermassen in magnetischer Beziehung erst beruhigen. Bei Temperaturschwankungen kann also das Feld nicht in gleichem Masse folgen, wodurch Fehler entstehen. Ferner sind die magnetischen Eigenschaften sogar ein und derselben Stahlsorte ausserordentlich verschieden, wie aus der Magnetisierungskurve ersichtlich, aus welcher auch eine sehr unregelmässige Veränderung der magnetischen Induktion im Stahl erkennbar ist.
Man hat auch durch Veränderung der Lage des Leiters zum Magnetsystem die Kraftlinienzahl, welche den Leiter durchdringt, verändert. Hiebei entstehen, ebenso wie bei der Veränderung des magnetischen Feldes, Ungenauigkeiten in der Regelung infolge der relativ grossen und unreelmässigen Veränderung der Kraftlinienzahl bei relativ kleiner Veränderung der Lage des Leiters bzw. des magnetischen Körpers.
Zur Vermeidung dieser Nachteile sollen gemäss der Erfindung zur Kompensierung des Temperaturfehlers magnetelektrischer Tachometer unter Anwendung eines wärmeemphndlichen Körpers (nämlich eines Wärmereglers wie z. B. einer Ätherkapsel, eines Matallthermostat oder dgl.) folgende einzeln oder kombiniert verwendbareEinrichtungen getroffen werden, bei m eichen entweder
1. der Abstand der magnetischen Polenden von der Drehachse des Magnetsystems durch den wärmeempfindlichen Körper verändert wird oder
2. das Übersetzungsverhältnis des Antriebs durch den wärmeempfindlichen Körper ver- ändert wird oder
3. der Abstand der Teilstellen des Anzeigewerka, z.
B. der Skala, der Kontaktstellen fur Relais oder dgl. durch den wärmeempfindlichen Körper verändert wird oder
4. das zur-Messung des Drehmoments des Anzeigekörpers dienende Gewicht in seinem Abstand von der Drehachse des Anzeigekörpers durch den wärmeempfindlichen Körper ver- ändert wird oder
5. die Feder an der Zug-und Druckseite durch eine die wirksame Federhinge mit Hilfe eines wärmeempfindlichen Körpers veränderte Vorrichtung festgehalten wird.
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die in Fig. l und 2 dargestellten Magnete e von der Drehachse entfernt und bei abnehmender Temperatur der Achse nähert. Hiedurch erhält das durch die Temperaturschwankung veranderte Drehmoment des Anzeigekörpers wieder seinen, der betreffenden Ueschw1l1digkelt entsprechende 11 Wert.
Es wird hiebei das zwischen den Magneten e und der Eisenscheibe ml hegende Fehl, HI welchem sich der Leiter s befindet, nicht verändert.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen Mittel, den Temperaturfehler dadurch zu kompensieren. dass das Übersetzungsverhältnis des Antriebs des Tachometers verändert wird.
Nach Fig. 3 beeinflusst eine auf der Achse ? sitzende Atherkapsel, welche aus dem Körper h der Membrane i und dem den Raum k füllenden Äther besteht, eine zweiteilige Schnurscheibe v, vue so dass ihr wirksamer Durchmesser verändert wird. Eine zweite Schnurscheibe d dient zum Antrieb des Magnetsystems e mittels der Schnur w, welche aus einer Drahtspirale bestehen kann.
In ähnlicher Weise erfolgt die Veränderung des Übersetzungsverhältnisses bei der Ausführung nach Fig. 4. Hier wird der wirksame Durchmesser der Friktionsscheibe v durch die achsiale Verschiebung der Friktionsscheibe d, welche mittels Feder an die Membrane i der Ätherkapsel gedrückt wird, verändert.
Die Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die Atherkapsel festliegt. Die Bewegung
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auf die zweiteilige Schnurscheibe v, einstellen kann.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 erfolgt die Einstellung der Bewegung der Membrane i auf die zweiteilige Schnurscheibe t ?, durch die Schrauben z, welche die mit Schneiden versehenen Muttern radial veischieben. Die auf der Achse festsitzende Ätherkapsel trägt die Hebel, welche gegen die Wirkung der Zentrifugalkraft ausbalanciert sein können, und auf welche die Schneide l der Membrane i drückt. Durch die Schrauben z kann man die Hebelarmlänge und dadurch die Bewegung der Membrane i auf die zweiteilige Schnurscheibe v,'Vl einstellen.
Die Fig. 7 veranschaulicht eine Ätherkapsel mit zwei Membranen. Die mit Schneide 1 versehene Membrane t wirkt auf das zu verstellende Element, während die Membrane i1 zur
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oder dgl. durch Temperaturschwankung entsprechend der durch diese verursachten Abweichung des Anzeigekörpers verändert.
Beim Temperaturwechsel wird sich bei gleicher Geschwindigkeit und unter sonst gleichen Umständen der Ausschlag des Zeigers verändern. Durch die gleiche Veränderung der beweglichen Skala wird ein Fehler in der Anzeige der Geschwindigkeit vermieden.
Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel.
Die als Teilstriche 1 ausgebildeten einzelnen Glieder 2 sind auf dem Ring 3 verschiebbar
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der Nut 7 der zwischenliegenden Glieder gleiten, verbunden sind.
Das Glied 8 ist an dem Ring 3 befestigt. Der wiirmeempftndlícne Körper 9 ist an dem Ende 10
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Ankers zusammenfällt, verbunden. An dem Hebel 12 ist das Glied 14 und das eine Ende 15 der
Feder 16 befestigt, deren zweites Ende mit der Achse des Ankers verbunden ist.
Ist z. B. die Geschwindigkeit gleich Null und der Teilstrich 17 des Gliedes 14 der Nullpunkt der Skala, so wird bei einer Temperaturschwankung der mit dem Anker verbundene Zeiger 18 auf dem Nullpunkt 17 stehend, sich mit diesem bewegen. Die die Bewegung des Hebels 12 auf den Anker und Zeiger 18 übertragende Feder 16 bleibt natürlich biebei der Nullstellung ent sprechend vollkommen spannungslos.
Durch die nach Art der Nürnberger Schere wirkenden Hebel 5 (Fig. 9) wird eine proportionale Bewegung der mit den Hebeln 5 zwangläufig verbundenen einzelnen Teilstriche 1 erreicht, ent- sprechend der durch Temperaturschwankung verursachten Abweichung des den Anzeigekörper bildenden Ankers. Es ist natürlich gleichgültig, welcher Teil des ans den Gliedern 2 und Hebeln) bestehenden Systems bewegt wird. Bei dem in Fig. 8 und 9 veranschaulichten und beschriebenen Ausführungsbeispiel, nach
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zusammenfällt, ist bei jeder Temperatur die Skala in Bezug auf die vertikale Achse symmetrisch.
Dasselbe ist auch der Fall, wenn der Teiistrieh des Gliedes 8 der Nullpunkt ist, wobei die beiden Seiten der Skala, z. B. auch die Drehrichtung anzeigen können. hiebei muss aber das Ende 1.) do Feder 76 vom Hebel 12 entfernt und am Gehäuse befestigt werden.
Ist der Teuatrich des am Ring 3 befestigten Gliedes 19 der Nullpunkt, so wird das Ende 1J der Feder 76 am Gehäuse befestigt. Das Skalenglied 14 hat dann die grösste Verstellbarkeit.
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ersetxen können.
Man kann auch die zwangläufig bewegten Glieder 2 und Stäbe 21, 22 in sinngemässer Weise durch eine aus elastischem Material bestehende Skala ganz oder teilweise ersetzen.
Die Einrichtung ist ferner anwendbar für Skalen mit unterdrücktem Nullpunkt sowie für mit Anschlägen, Kontakten usw. versehene Vorrichtungen, welche Skalen analog sind.
Di Fig. 11 veranschaulicht eine Einrichtung, bei welcher die Feder des Tachometers durch ein Gewicht erset2t ist, dessen Schwerpunkt in seinem Abstand von der Drehachse des Anzeige- körpers durch einen warmeempnndlichen Körper verändert wird,
Mit dem auf der Achse des Anzeigekörpers sitzenden Körper 30 ist das eine Ende eines wärmeempfindlichen Körpers 31 verbunden, während das ahdere Ende mit dem Gewicht 32 befestigt ist. Mit der Temperatur verändert sich der Abstand des Schwerpunktes des Gewichts von der Drehachse 33 des Anzeigekörpers entsprechend dem durch die Temperaturschwankung veränderten Drehmoment.
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reicht, dass der ausgeschaltete Teil der Feder in keiner Weise an der Biegung teilnimmt.
Die Anzeige ist unabhängig von der Beanspruchung der Feder und somit unabhängig von der Geschwindigkeit des Apparates. Dadurch, dass der wirksame Teil der Feder an der Einspannstelle kontinuierlich festgehalten wird, sind Erschütterungen ohne Einfluss. Es ist ferner die Möglichkeit gegeben, die Feder von der Nullstellung nach beiden Richtungen zu beanspruchen, so dass die Drehrichtung des Apparates angezeigt werden kann. Die der Nullstellung entsprechende Form des ausgeschalteten Teils der Feder bleibt bei jeder Geschwindigkeit konstant, wodurch fehler- hafte Verstellung des Zeigers vermieden wird. Mit der Einrichtung wird eine gleichmässige Regulierbarkeit erzielt.
Das eine Ende 34 der Schraubenfeder 3S ist gemäss der Erfindung am Gehäuse befestigt. während das andere Ende 36 mit dem Anzeigekörper 37 verbunden ist. Auf dem Ende. 38 der Schraube J9 ist ein als Mutter ausgebildeter Ring 40 befestigt und das Ganze mit den Gewinde
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feder 35 versehen sein.
Die Fig. 13 zeigt die Anwendung einer Blattfeder. Gemäss der Erfindung ist die Feder
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Ausser Schrauben- oder Blattfedern kann jede andere Art, Federn verwendet werden. Besonders zweckmässig haben sich Schrauben- und Blattfedern erwiesen, da bei diesen
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ändert wird.
3. Einrichtung zur Kompensierung des Temperaturfehlers magnetelektrischer Tachometer
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dass der Abstand der Teilstellen des Anzeigewerkes. z. B. der Skala oder der Kontaktstellen für Relais durch den wärmeempfindlichen Körper verändert wird.
4. Einrichtung zur Kompensterung des Temperaturfehlers magnetelektrischer Tachometer
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: J. Einrichtung zur Kompensierung des Temperaturfehlers magnetetektrischer Tachometer unter Veränderung der Federlänge mit Hilfe eines wärmeempfindlichen Körpers (Wärmeregler), gekennzeichnet durch eine mit dem wärmeempfindlichen Körper gekuppelte Hülse, welche mit einer Ausnehmung für den Durchtritt der Feder versehen ist.
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