<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
abwärts, bis letzteres seinen Sitz erreicht hat. Dadurch wird die Zufuhr der Druckluft abgeschnitten. Die Spannung der in den Bremszylinder eingetretenen Druckluft entspricht dann der Anziehungskraft des Elektromagneten.
Wird die Anziehungskraft des Elektromagneten durch Verstärkung des Stromes erhöht, so wird das Ventil 19 wieder gehoben und es strömt von neuem Druckluft in die mittlere Kammer 10 ein, bis wieder Gleichgewicht zwischen den beiden entgegengesetzt wirkenden Kräften eintritt.
Jeder Stromstärke entspricht somit ein ganz bestimmter Luftdruck im Bremszylinder. Wird der elektrische Strom verringert, so sinkt die Anziehungskraft des Elektromagneten und es überwiegt nun der auf dem Kolben 12 lastende Luftdruck, der nun den Kolben abwärtstreibt. Dadurch wird der Kanal 16 vom Ventil 20 frei und die Druckluft kann ins Freie entweichen. Der Luftdruck sinkt somit, bis der Druck auf den Kolben 12 von der Zugkraft des Elektromagneten überwunden und der Kolben wieder in die Höhe gezogen wird. Diese Aufwärtsbewegung wird unterbrochen, sobald der Abschluss des Austrittskanales 16 durch das Ventil 20 stattfindet. Wird der elektrische Strom vollständig unterbrochen, so geht der Kolben 12 in die unterste Lage und es kann nun alle Druckluft aus dem Bremszylinder entweichen. In diesem Zustande ist die Bremse vollständig gelöst.
Auf diese Weise hat es der Führer in der Hand, jede gewünschte Bremsung einzustellen und durch Verändern der Stromstärke die Bremswirkung zu verstärken oder u schwächen, ohne dass dazu ein Lösen der Bremsen erforderlich ist. Da die einzelnen Bremsvorgänge nur von der Stärke des elektrischen Stromes abhängen, so treten sie bei allen Wagen gleichzeitig und mit gleicher Wirkung ein. Die Steuerung der Bremsen durch den elektrischen Strom ermöglicht es, die Hauptleitung 1 während der Bremsung unter Druck zu belassen und infolgedessen können während der Bremsung die Hilfsluftbehälter aufgefüllt werden. Diese Auffüllung geschieht selbsttätig durch das Funktionsventil 3.
Die Selbstwirkung der Bremsen ist trotzdem vorhanden, da im Falle der Druckverringerung in der Hauptleitung die Bremsen durch die dann eintretende- Wirkung des Funktionsventiles 3 und des Doppelrückschlagventiles 5 in Tätigkeit gesetzt werdt'n.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisches Steuerventil für Luftdruckbremsen als Zusatzvorrichtung zum Luftsteucr- ventil, gekennzeichnet durch einen Steuerkolben (12), der einerseits unter der Zugkraft t'mes Elektromagneten, andererseits unter dem Drucke der auf den Bremskolben wirkenden Druckluft steht und ein Wechsel ventil (19), das die Verbindung zwischen Hilfsluftbehälter und Brems zylinder herstellt ; steuert, so dass jeder Stromstärke ein ganz bestimmter Druck im Bremszylinder entspricht, der weder durch den Kolbenhub noch durch den Druck im Hilfsluftbehälter oder in der Hauptleitung beeinflusst werden kann.
EMI2.1