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Knopf ochnähmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Knopflochnähmaschine, mit der man verriegelte Knopflöcher herstellen kann, deren Kanten durch eine Perlstichnaht gebildet sind und die an einem oder an beiden Enden nach Wunsch entweder durch einen flachstich- oder durch einen Perlstichriegel verriegelt sind.
Hiebei steht mau unter Perlstiche solche Stiche, bei denen die Verschlingungsstellen der Fäden auf die obere Seite des Stoffes zu liegen kommen, während unter Flachstichen solche Stiche gemeint sind, bei denen die Verschlingungsstellen von oben nicht sichtbar sind. sondern
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Es sind bereits Maschinen zur Herstellung von Knopflöchern mit Perlstichnaht, welche durch Flachstichriegel verriegelt sind. bekannt, bei denen eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche die Einwirkung einer Federspannvorrichtung auf den Oberfaden derart regelt, dass die der Perl-
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wirken ; in solchem Falle wird die Hilfs- oder Nebenspann.orrichtung nach Vollendung einer jeden Kantenstichgruppe oder nach dem Benähen beider Knopflochkanten gelöst und dadurch die gesamte Spannung des Oberfadens zwecks Herstellung eines Flachstichriegels vermindert.
Um nun mit derselben Maschine einerseits Knopflöcher mit Flachstichriegel und andererseits solche mit Perlstichriegel herstellen zu können, ist gemäss der Erfindung an dem Organ. welches die Hilfsspannvorrichtung beeinflusst, ein Anschlag angeordnet, welcher so verstellt werden kann, dass er sich entweder in dem Bewegungsbereich eines die Veränderung der Schwingweite der Nadel verursachenden Hebels oder ausserhalb desselben befindet, und dass dem- entsprechend dieser Hebel bei meinem Ausschlag zwecks Bildung der Riegelstiche das Organ zur Beeinflussung der Hilfsspannvorrichtung entweder betätigt oder unbeeinflusst lässt, so dass entweder im ersten Fall ein Flachstiehriegel oder im zweiten Fall ein Perlatichriegel gebildet wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Ansicht einer Knopflochnähmasuhine von bekannter Bauart
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für die HUfsspannvorrichtung und die Führungsorgane für den Oberfaden.
Die Maschine zeigt den üblichen Mechanismus zur seitlichen Ausschwingung der Nadel während der Bewegung des Stof. Jvorschubes unter der Einwirkung einer Vorschubscheibe und ihrer bekannten Antriebsvorrichtung. Dieser Mechanismus besitzt unter anderem einen Hebel 58,
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Neben der Hauptspannvorrichtung, die durch die Spannscheiben 80 gebildet, wird, welche auf dem Bolzen 81 aufgesteckt sind und mittels der Feder 82 zusammengepresst werden, ist eine
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punkt zwischen die Scheiben 68 greift. Dieser Hebel 73 dreht sich um einen Schraubzapfen 72, der in einem Age des Tragkörpers 65 sitzt.
. Bei den bisher bekannten ähnlichen Konstruktionen war die Einrichtung so getroffen, dass das untere Ende des Organes, welches dazu diente, die Hilf8spannvorrichtung zu lösen, unmittelbar in dem Bewegungsbereich eines beweglichen Teiles der Nadelschwingungsvorrichtung verlegt war, 80 dass unmittelbar beim Beginn der Ricgelstichbildung das die Hilfsspannvorrichtung lösende Organ in Tätigkeit trat und die Spannacheiben dieser Vorrichtung voneinander trennte.
Im Gegensatz hiezu ist gemäss der Erfindung an dem unteren Ende des die Lösung der Hilfsspannvorrichtung bewirkenden Hebels 73, 75 vermittelst einer Klemmschraube 76 eine geschlitzte Platte 78 verstellbar befestigt, deren Ende zu einem seitlichen Anschlag 79 ausgebildet ist, gegen den die vordere Kante des oberen Armes des Hebels 58 anschlagen kann.
In der Stellung der Teile nach Fig. 1 ist die Anschlagplatte 78, 79 zwar ausser Berührung mit, dem Hebel 58, aber innerhalb des Bewegungsbereiches des letzteren, so dass dieser, indem er beim Beginn der Ricgelstichbildung vorwärtsachwingt, gegen die Anschlagplatte 78, - 79 anstösst. Hiedurch wird der Lösungshebel 73 um seinen Drehpunkt so geschwungen, dass sein freies Ende 74 zwischen die Hufsspannscheiben 68 greift, um auf diese Weise die gesamte Spannung auf dem Oberfaden bei der Bildung der Riegelstiche zwecks Herstellung von Flachstichen zu verringern.
Wird dagegen die Schraube 76 gelöst und die Anschlagplatte 78 soweit zurückgestellt, dass ihre Anschlagkante 79 ausserhalb des Bewegungsbereiches des Hebels 58 zu liegen kommt, so bleibt der Hebel 73, 75 durch die Bewegung des Hebels 58 unbeeinflusst und die Einwirkung der Hilfsspannvorrichtung auf dem Oberfaden bleibt aufrecht, so dass ein Perlstichriegel hergestellt wird.
Im übrigen ist die Arbeitsweise der Maschine völlig übereinstimmend mit derjenigen der bekannten Knopflochnähmascbinen, mit der einzigen Ausnahme, dass man es je nach der Einstellung der Anschlagplatte 78, 79 in der Hand hat, die Hilfsspannvorrichtung während der Bildung des Riegels zu lösen oder bei ihrer einmal festgesetzten Spannung zu belassen.
Bei der Bestimmung der Spannung der beiden Spannvorrichtungen muss darauf gesehen werden, dass die Hauptsp9. nnvorrichtung so emgestellt wird, dass der durch sie auf den Oberfsden ausgeübte Zug eben genügt, um die Verschlingungen des Ober-und des Unterfadens in den Stoff zu verlegen, um auf diese Weise die gewünschten Flachstiche zu erzeugen. Andererseits muss die Hilfsspannvorrichttng so eingestellt werden, dass sie in geschlossenem Zustande eine Zusatzspannung auf den Oberfaden ausübt, die genügt, dass der Unterfaden unter der Einwirkung lles Fadenaufnehmers vollständig durch den Stoff hindurchgezogen wird, so dass eine Perlstichnabt gebildet wird.
Bei dem Benäben des Knopflochrandes befindet sich der obere Arm des Hebels 58 in seines rückwärtigen Stellung und die Hilfsspannvorriohtung wirkt voll auf den Oberfaden ein, so dass eine Perlstichnaht an dem Knopflochrand gebildet wird. Befindet sich nun die Anschlagplatte 78, 79 in ihrer vorgeschobenen Stellung, so wrd beim Anschlag des Hebels 58 gegen die Platte, d. h. beim Beginn der Riegelstichbildung, die Hilfsspannvorrichtung durch das freie Ende 74 des Hebelarmes 73 gelöst, so dass die Verschlingungen des Ober-und Unterfadens zur Bildung der Riegelstiche innerhalb des Stoffes zu liegen kommen ; es wird also in diesem Falle ein Flachstichriegel gebildet.
Wird dagegen die Anschlagplatte 78, 79 vollständig zurückgestellt, so wird, ohne dass irgend ein anderer Teil des Mechanismus verstellt zu werden braucht, eine Perlstichnaht um den ganzen Rand des Knopfloches einschliesslich der Riegel gebildet, so dass also die Naht rings um das Knopfloch ein vollständig gleiches Aussehen hat.
Da naturgemäss die Einwirkung der oben erwähnten zwei Spannvornchtungen auf den Faden sehr genau festgesetzt werden muss, ist es von Wichtigkeit, dass die Lage dieser Teile nach deren genauer Einstellung nicht gestört wird. Gemäss der Erfindung können nun Knopflöcher liait Verriegelungen der einen oder der anderen genannten Art gebildet werden, ohne irgend welche Verstellungen an den Spannvorrichtungen vornehmen zu müssen.