<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Erzeugung elektrischer Schwingungen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Anordnung zur Erzeugung eines pulsierenden Hochfrequenzsttomess durch einen beliebigen Schwingunggserzeuger. z. B. eine Funkeostreeke, einen Lichtbogen, eine Qureckksilberlampe oder dgl. und insbesondere durch einen aus zwei parallelen Metaiiplatten in sehr kleinem Abstande bestehenden Lepel' schen Schwingungserzeuger. wobei jedoch die Pulsationen nicht durch eine Wechselstrommaschine oder einen Unterbrecher hervorgerufen werden. sondern durch denselben Schwingungserzeuger in Verbindung mit einem Duddellkreise.
Die einfachste Anordnung dieser Art ist ein Schwingungserzeuger (Fig. 1. g). dem in bekannter weise ein Kreis von schneller Frequenz, bestehend aus dem Kondensator' und der Spule l, parallel liegt, und dem ausserdem ein Kreis langsamer Frequenz parallel geschaltet wird.
EMI1.1
reiner wechselstrom ist, die Tonhöhe der schnellen Schwingungen (wie sie z. B. von einem integrierenden Detektor aufgenommen wird) doppelt so hoch ist, wie im zweiten Falle. Es zeigt sich, dass es für den Zutzeffekt und die Reinheit des Tones am günstigsten ist wenn man die eiektriM-hen VerhiUtnisse des SchwingungskrMes so wählt, dass die Amplitude des Dudellstromes ungefähr gleich, jedenfalls nicht viel grösser als die des Gleichstromes wird.
Um dies zu erreichen, werden nötigenfalls in den Duddeiikreis dämpfende Regnierwiderstände ( < f, Fig. 2) eingefügt.
<Desc/Clms Page number 2>
Wird statt Gleichstrom Wechselstrom von langsamer Frequenz verwendet, so sind die Verhältnisse im Wesentlichen dieselben, nur pulsiert die Intensität der ganzen Erscheinung mit dieser noch langsameren Periodenzahl. Der vom Empfänger aufgenommene Ton gleicht dann dem einer Schrillpfeife oder einer Rasselglocke.
In vielen Fällen wird es erwünscht sein, die Zahl der Pulsationen ändern zu können ; dies kann in bekannter Weise durch Änderung der Kapazität oder der Selbstinduktion oder beider zusammen des langsam schwingenden Kreises erfolgen. Die gleichzeitige Erzeugung schneller und langsamer Schwingungen in einem Generator bewirkt meistens ein regelmässigeres Arbeiten desselben, so dass die Einrichtung aus diesem Grunde allein, ohne Ausnutzung der Pulsationen, vorteilhaft sein kann. Die Pulsationen können z. B. in der drahtlosen Telegraphie und Telephonie in bekannter Weise zu einer Art der Abstimmung des Empfäuges benützt werden, die unabhängig von der Abstimmung auf die schnellen Schwingungen ist.
Für die drahtlose Telegraphie auf Grund der vorliegenden Erfindung wird man, wenn mit Telephon empfangen werden soll, die Zahl der langsamen Schwingungen so wählen, dass sie einem gut hörbaren Tone entspricht ; es kann dabei ein integrierender Detektor ohne besondere Unterbrechungsvorrichtung verwendet werden. Als mechanisch abgestimmter Teil kann die Membran des Telephons dienen.
Auch drahtlose Telephonie ist mit der beschriebenen Anordnung möglich, sofern nur die langsamere Schwingungszahl an der Grenze der hörbaren Töne oder jenseits derselben liegt.
Die Beeinflussung der Stärke der ausgesandten Schwingungen kann dabei auch im Kreise der langsamen Schwingungen erfolgen.
Ein besonderer Vorteil der Einrichtung besteht in der Möglichkeit, mehrere Telegramme bzw. Gespräche durch einen gemeinsamen Luftdraht auszusenden. Dies kaI1jl nämlich dadurch erfolgen, dass den schnellen Schwingungen gleichzeitig zwei oder mehrere Pulsationen aufgezwungen werden, von denen jede einer telegraphischen Verbindung entspricht.
Ebenso ist es möglich, mit einem einzigen Luftdrahte mehrere in dieser Weise abgestimmte Telegramme oder Gespräche getrennt, zu empfangen, sei es, dass dieselben von verschiedenen
Sendern oder s on einem Mehrfachsender der beschriebenen Art kommen.
EMI2.1
1.
Einrichtung zur Erzeugung elektrischer Schwingungen für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie und Telephonie unter Verwendung eines mit Gleichstrom oder technischem Wechselstrom gespeisten Schwingungserzeugers (Funkenstrecke, Lichtbogen, Quecksilberdampflampe usw.), an welchen zwei oder mehrere Schwmgungskreise angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schwingungskreis, oder eine Gruppe solcher, verhältnismässig langsame Schwingungen, wie sie etwa einem gut hörbaren Tone entsprechen, der andere, oder eine andere Gruppe von Schwingungskreisen, Schwingungen von höherer Frequenz erzeugt, wobei durch richtige Wahl der Verhältnisse den schnellen Schwingungen Pulsationen, der Periode der langsamen Schwingungen entsprechend, aufgezwungen werden.