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Man nimmt Abfallkautschuk, beispielsweise alte Radreifen von Automobilen oder alte vulkanisierte Kautschukwaren, gleichgiltig ob sie fremde Beimischungen, wie Gewebe (bei alten Radreifen) oder Schmutz, enthalten und zerkleinert ihn durch Schneiden, Reissen, Zerreiben oder anderweitige Operationen, wodurch er in Pulver oder mehr oder weniger feine Teilchen verwandelt wird, und hierauf erwärmt man ihn unter Umrühren auf eine entsprechend hohe Temperatur und erhält ihn auf derselben solange, bis der Abfallkautschuk schmilzt. Diese Temperatur beträgt etwa 300 C, kann sich aber innerhalb ziemlich weiter Grenzen ändern.
Das Erwärmen wird am besten unter Umrühren oder Mischen des Materials in einer Mischmaschine von irgend einer geeigneten Konstruktion durchgeführt, bis die ganze Masse möglichst homogen ist. Man kann mit dem Abfallkautschuk vor, während oder nach dem Erhitzen bis zum Schmelzen desselben auch irgend welche geeignete Stoffe. die als Füllmittel oder zu anderen Zwecken dienen sollen, vermischen. Will man beispielsweise eine harte Masse erzielen, so kann man ein Gemisch von Abfallkautschuk und Asbest wie folgt verwenden.
Vor, während oder nach dem Schmelzen des Kautschuks bei der angegebenen hohen Temperatur kann man mit demselben Asbest in fein verteiltem Zustand (mit oder ohne Zusatz von frischem Kautschuk und anderen Stoffen) vermischen und. nachdem der Kautschuk ge- schmolzen und die Masse in den homogenen Zustand übergeführt worden ist, wird mit dieser plastischen Masse (nachdem man sic etwas abkühlen iess) Schwefel vermischt. Sodann wird dieses Gemisch aus der Mischmaschine genommen und in irgend einer geeigneten Weise geformt und vulkanisiert, das Gemisch oder die plastische Masse kann auch in geeignete Kautschuk- mischvomchtungen, z.
B. die bekannten Kautschukmischwalzen, geschafft werden (wo frischer Kautschuk in sie einverleibt werden kann. worauf das Gemisch geformt und vulkanisiert wird).
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bevor man sie aus der Mischmaschine entfernt, unter Umrühren entweder auf die Vulkallisier- temperatur oder aber soweit steigern, dass die Masse schliesslich zerfällt oder hart und körnig wird. Hierauf nimmt man die Masse aus der Mischmaschine und gibt ihr in heissen Formen die gewünschte Gestalt. Diese letztere Behandlungsweise bietet den Vorteil, dass die Gegenstände nach dem Pressen oder Formen sofort aus der Form genommen werden können und beim Formen selbst sehr glatt werden und Glanz annehmen.
Man kann auch der geschmolzenen Masse von Abfallkautschuk auch frischen Kautschuk unter Unirühren und dann dieser Mischung Schwefel zusetzen, worauf das ganze nach irgend einer der vorstehend beschriebenen Weisen weiterbehandelt werden kann
Verarbeitet man Abfallkautschuk, so ist der Zusatz von frischem Kautschuk für gewisse Zwecke von Vorteil-
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werden.
Nachdem der Schwefel der geschmolzenen Masse zugesetzt worden ist und bevor man die Temperatur in der Mischmaschine wieder steigert, kann eine Abänderung platzgreifen, indem man dann die plastische Masse aus der Maschine nimmt und zu Tafeln auswalzt oder sonstwie in eine geeignete Form bringt, worauf man sie in eine gewöhnliche Vuikanisiervorrichtung bringt und dort in irgend einer geeigneten Weise vulkanisiert.
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In dieser Weise hergestellte Gegenstände haben sehr bemerkenswerte Eigenschaften.
Die Menge Schwefel hängt von der Beschaffenheit des herzustellenden Gegenstandes ab.
Man kann 4 bis 25 Gewichtsprozent des in der Masse vorhandenen Kautschuks an Schwefel zusetzen.
Der bei Ausführung der vorliegenden Erfindung verwendete Schwefel wird, wie beschrieben, gewöhnlich der geschmolzenen Kautschukmasse zugesetzt, bevor die letztere die Mischmaschine verlässt. Obgleich der Zusatz piner gewissen Schwefelmenge sich unter verschiedenen Umständen als notwendig herausstellt, so kann doch in manchen Fällen die verwendete Schwefelmenge sehr gering sein, es kann beispielsweise die verwendete Schwefelmenge bloss etwa 2 oder gar nur 1 Gewichtsprozent, der Masse betragen, zu der sie hinzugefügt wird.
und in jenen Fällen, wo der Schwefeizusatz nicht für erforderlich erachtet wird, kann er gänzlich entfallen, ohne vom
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gekennzeichnet, dass vulkanisierter oder nicht vulkanisierter Kautschuk unter beständigem Umrühren bei einer Temperatur von etwa 300 C geschmolzen und, nachdem die Masse sich hinreichend abgekühlt hat, Schwefel zugesetzt wird, worauf die Masse geformt und vulkanisiert wird.