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Einrichtung zur Sicherung von Zügen auf Stationsgeleisen gegen Anfahren durch Folge- oder Segenzüge.
Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin, zur Wahrung der Sicherheit von auf Stationsgleisen verweilenden Zügen nicht nur den Verkehrsbeamten oder den Weichenwächter, sondern auch das Begleitungspersonal des verweilenden Zuges und ausserdem die Verwendung besonderer Signale zur Gestattung des Verweilens der Züge auf den Einfahrtsgleisen heranzuziehen.
Bei den bisher in Gebrauch stehenden Sicherungseinrichtungen war es besonders bei Zügen. weiche längere Zeit in der Station verweilten, möglich, dass durch die Vergesslichkeit des Beamten
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werden konnte, wodurch dieser Zug gefährdet wurde. Durch Verwendung der hier näher be- schriebenen Erfindung lässt sich dieser tbelstand beseitigen.
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möglich sind. Alle Schlüssel, die für ein Gleis bestimmt sind. stehen untereinander derart in Abhängigkeit, dass immer nur einer aus dem Zentralschloss entfernt werden kann.
Die beiden Einfahrtsignale A und B (Fig. 2) sind normal in ihrer Hallage gesperrt und können vom Stellwerke aus nur vermittelst eines entsprechenden Fahrstrassenschlüsaels (der
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In grösseren Stationen, wo mehrere Stellwerke und ein mit diesen elektrisch oder mechanisch verbundener Stationsapparat zur Verwendung gelangen. wird die Sperrung der einzelnen Einfahrten am Stationaapparat selbst vorgenommen, so zwar, dass im Stationsapparat eine Einfahrt
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und kann erst wieder nach erfolgter Rückstellung bzw. nach erfolgter "Halt"-Stellung der in Betracht kommenden Signale abgezogen werden.
Hiebei ist es gleichgiltig, ob die Einstellung der Fahrten durch Knebel oder eine die Gleisanlage darstellende Gleisplatte (Schubknöpfe oder Kette) erfolgt. Übernimmt nun auch in diesem Falle das Zugsbegleitungspersonal den betreffenden Gleisschlüssel behufs Auslösung des vorgeschriebenen Signalmittels, so ist dem Beamten abermals das Einstellen einer Einfahrt auf dieses besetzte Gleis benommen. In Fig. 3 ist eine solche Einrichtung für Knebelstationsapparate dargestellt. Die Knebel sind in diesem Ausführungsbeispiele durch auf die Fahrstrassenschieber einwirkende Schlösser al'bl, a2'b2 gesperrt. Das zugehörige Zentralschloss hat dieselbe Einrichtung wie das durch Fig. 1 dargestellte.
Soll eine bestimmte Einfahrt auf ein Gleis freigegeben werden, so muss mit dem dieser Einfahrt entsprechenden, dem Zentral schloss entnommenen Fahrstrassenschlüssel das gleichbezeichnete Schloss am Stationsapparate umgesperrt und der Schieber mit dem betreffenden Knebel in der entsprechenden Richtung verschoben werden ; hiedurch wird der Fahrstrassenschlüssel im Apparate arretiert. Nun folgen die gewöhnlichen Handhabungen. Sind diese vollzogen und nach erfolgter Einfahrt des Zuges zurückgenommen, so wird der verschobene Fahrstrassenschieber wieder in seine Normallage zurückgestellt und dadurch auch der Fahrstrassenschlüssel wieder frei, welch letzterer nun einem Zugsbegleiter zur weiteren Handhabung übergeben werden kann.
Die Fig. 4 zeigt die Durchführung der Fahrstrassensperre an einem Stationsapparate, bei welchem die Einstellung der Fahrten auf einer Gleisplatte entweder mittels Schubknöpfen oder Einstellketten erfolgt. Auch hier sind sämtliche Einfahrten normal gesperrt und werden, wie bei den vorbeschriebenen Apparaten, mittels der im Zentralachlosae (nach Fig. 1) vereinigten Fahrstrassenschlüssel freigegeben. Die weitere Handhabung entspricht genau der vorbeschriebenen Anlage. In der Figur sind die freigegebenen Einfahrten durch Schraffierung des das Gleis darstellenden Kanales kenntlich gemacht.
Die bisher beschriebenen Einrichtungen werden nun noch dadurch ergänzt, dass man den Fahrstrassenschlüssel nicht unmittelbar an das Zugsbegleitungspersonal übergibt, sondern mit ihm erst ein transportables Signal freimacht und erst dieses übergibt. Es wird die allgemeine Verfügung getroffen, dass kein Zug ein Einfahrtsgleis bemtgt halten darf, wenn ihm hiezu durch ein eigenes transportables oder feststehendes Signal nicht speziell die Erlaubnis zum Verweilen erteilt wird.
Diese Signale können die Nummerbezeichnung des betreffenden Gleis und die Aufschrift : "Verweilen des Zuges in Gleis Nr.... erlaubt"tragen und als leicht tragbare Laternen ausgeführt sein, die man beispielsweise am Zuge aufhängen kann. Man vereinigt sie zweckmässig auf einer Tafel, die gleichzeitig mit Schlössern ausgerüstet ist, welche den betreffenden Fahrstrassenschlüssel solange arretiert behalten, bis der Schlüssel, mit welchen die Laterne (Signal) untrennbar verbunden ist, wieder im Schlosse umgesperrt und durch Entfernen des Fahrstrassen- schlüssels arretiert wurde. Die Schlösser auf der Signaltafel sind so eingerichtet, dass eine Laterne (Signal) durch jeden zu dem betreffenden Geleise gehörenden Fahrstrassenschlüssel freigemacht werden kann.
Es können auch an transportabler Signale feststehende Signale oder Kennzeichen neben den einzelnen Gleisen Verwendung finden, welche normal den Begriff,, Verweilen des Zuges in
Gleis Nr..... verboten"signalisieren und erst durch Einführen des betreffenden Fahrstrassen- schlüssels das Signale,, Verweilen des Zuges in Gleis Nr....... ist erlaubt" sichtbar machen und den Fahrstrassenschlüssel während dieser Zeit arretieren, bis durch irgend einen Schlüssel oder
Stecher, welcher sich ill Händen des Zugpersonales befindet, die Rückstellung des Signales und
Freigabe des Fahrstrassenschlüssels ermöglicht wird.
Der dieser Erfindung zugrundeliegende Gedanke lässt sich ohneweiters auch auf die Sicherung des Verschubverkehres in Stationen mit Stellwerksanlagen ausdehnen. Zu diesem Zwecke ist am Stations- oder Steilwerksapparate ein Schloss angebracht, mit welchem man sämtliche Ein- und Ausfahrten, welche den Verschub gefährden würden, zu sperren in der Lage ist. Normal befindet sich der mit,. F" bezeichnete Schlüssel, welcher zu dieser Generalsperre bestimmt ist, im Apparate und ist nur dann freizubekommen, wenn sämtliche in Betracht kommende Fahr- strassen oder Signale gesperrt sind.
Mit dem Verschubschlüssel wird eine Laterne (Signal), welche (welches) sich ebenfalls auf der vorerwähnten Signaltafe'befindet, freigemacht und dem Verschubsleiter übergeben. Diese
Laterne trägt eine Aufschrit wie Verschub erlaubt'oder dgl. Solange diese Laterne gebraucht wird, bleibt der Verschubschlüssel im Schlosse auf der Signaltafel arretiert. Es wird die allgemeine
Vorschrift erlassen, dass ohne Sichtbarmachung dieses speziellen Verschubsignales keine Verschub- bewegung vorgenommen werden darf.
Wird die Verschublateme an ihrem Ort auf der Signal- tafel zurückgebracht und der mit ihr verbundene Schlüssel im Schlosse umgesperrt, so wird der
Verschubschlüssel wieder frei und er kann behufs Auflösung der Generalsperre wieder in den
Stations- oder Stellwerksapparat emgeführt werden.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Sicherung von Zügen auf Stationsgeieisen gegen Anfahren durch Folge- oder Gegenzug, gekennzeichnet einerseits durch an den Zentralstell-bzw. Freigabe-apparaten angebrachte Fahrstrassensperrvorrichtungen. weiche die Einstellung einer Einfahrt nur dann ermöglichen, wenn das zu dem betreffenden Gleis gehörige, die Sperrung auflösende Sperrorgan (Schlüssel.
Stecher oder dgl.) nach vorhergehender Verriegelung aller feindlichen Sperrwerkzeuge in die jeweilig in Betracht kommende Fahrstrassensperrvorrichtung eingeführt ist und andererseits durch einen Sperrwerkzeug-und Signalverwahrer, vermittelst welchem ein das Verweilen des Zuges auf einem Stationsgleis gestattendes Gleisdeckungssignal nur dann freigegeben oder sichtbar gemacht werden kann, wenn das dem betreffenden Gleis entsprechende Sperrorgan aus der Fahrstrassensperrvorrichtung entnommen und in den zugehörigen Sperrwerkzeugverwahrer eingeführt wurde, wo es solange festgehalten bleibt, bis das Gleisdeckungssignal nieder rückgestellt ist.
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