AT60119B - Verfahren zum Unschädlichmachen von stückigen Kalkeinlagerungen in Ziegelwaren. - Google Patents

Verfahren zum Unschädlichmachen von stückigen Kalkeinlagerungen in Ziegelwaren.

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AT60119B
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   Zur Unschädlichmachung stückiger Kalkeinlagerungen im Ton, die nach dem Brennen Abplattungen und   Zersprengen   der Ziegel verursachen, hat man ausser der mechanischen Zerkleinerung auch bereits chemische Verfahren benutzt. So ist in Anlehnung an das bekannte, jedoch mit vielen Nachteilen verbundene Tauchen vorgeschlagen worden, die sprengende Wirkung durch Behandlung mit Wasserdampf im Brennofen zu beseitigen, Dieses Verfahren versagt bei gröberen bzw. energisch löschenden   Kaikkörnern.   Solche KalkpuppenerleidennämlichauchbeiderHydratisationmitüberhitztemWasserdampfso starke und plötzliche Raumvergrösserungen, dass selbst ganz hart gebrannte Ziegel der   Sprengkraft nicht widerstehen.   



   Der Erfinder hat nun festgestellt, dass gewisse Gase bei massenhafter Entwickelung   1n Brennofen die   noch glühenden Kalkstücke in einen inerten Zustand überführen, so dass sie später weder mit Wasser noch mit Dampf reagieren. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Emführung solcher Chemikalien in den glühenden Ofen. die Salzsäure und salpeter säure bzw. deren Zersetzungsprodukte entwickeln, also ausser den Säuren 
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 heben der Sprengkraft des Kalkes, nie gemacht worden. Bei dem anderen erwähnten Verfahren kamen die Säuren nicht in den Ofen, sondern wurden nur die Rohziegel eingetaucht. 



   Es ist vorteilhaft, derartige Saizf zu uehmen, die keine schädlichen, z. B. die Färbung 
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 Tiegel bzw. andere passend gestaltete Gefässe, die mit den Lösungen gefüllt werden, ein. 



  Letzterer Weg ist bei empfindlichen Tonwaren angebracht, die leicht zu   Kuhlrissen   neigen. 



  Salzsäure und   Salpetersliure   werden meistens zusammen oder nacheinander benutzt. Die erforderliche Menge hängt von dem Gehalt der Ziegel an Stlickkalk ab. 



   Man kann   auch die Säure bereits als Dampf   einleiten oder die Zersetzungsprodukte der vorgeschlagenen Salze einführen. Die Vernichtung der Reaktivität des gebrannten   Kalkes   dürfte darauf beruhen, dass zunächst Verbindungen mit den Sänreradikalen   ent-   stehen. die später zersetzt werden, wobei sich dann der Kalk als inerter Körper abscheidet. 



   Um das sicher zu erreichen, ist die Durchführung des Verfahrens bei periodischen oder kontinuierlichen Öfen etwas verschieden. Bei   erstoren worden die Lösungen nach   Beendigung des Garbrandes eingegeben. Zweckmässig geschieht das vor dem   Feuerstäcder,   

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 die Nachglat die erwünschte Umsetzung bewirkt. 



   Bei ununterbrochen   betriebenen, ö < en, wie   dem Ringofen, werden die Zusätze vor dem völligen Garbrande gemacht. Im   Anschluss daran   wird der Zug etwas gedrosselt und weiterhin nach einiger Zeit in der üblichen Weise   fortgebrannt.   



   Bei dem beschriebenen Vorgehen können die Dämpfe den Ziegelscherben ganz durchdringen und so werden alle Kalkpuppen vollständig unschädlich gemacht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Unschädlichmachen   von stückigen Kalkeinlagerungen in Ziegelwaren, dadurch gekennzeichnet, dass die glühenden Ziegel im Brennofen mit Salzsäure und Salpetersäure oder Lösungen von Salzen dieser'Säuren behandelt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ammonsalze Verwendung finden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zug im Ofen nach der Zuführung der Lösungen gedrosselt wird.
AT60119D 1912-03-08 1912-03-08 Verfahren zum Unschädlichmachen von stückigen Kalkeinlagerungen in Ziegelwaren. AT60119B (de)

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