AT59370B - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz.Info
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Description
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körper gebracht wird. Letzteres Verfahren eignet sich für die Verarbeitung von Quarz um deswillen nicht, weil jede Vorformung des Schmelzkörpers ausserhalb des Schmelzofens den Formling soweit abkühlt, dass er zur weiteren Verarbeitung ungeeignet wäre. Dieser Umstand verbietet es z. B. auch, den Formling, wie es für Glas vorgeschlagen worden ist, in eine Presse zu bringen und den gas-oder dampferzeugenden Fremdkörper gleichzeitig mit dem Vorstossen eines Stempels in die Quarzmasse zur Formbarkeit verwerten zu können.
Die Art der zur Anwendung kommenden Fremdkörper kann eine höchst mannigfaltige sein. Sie können z. B. bestehen aus einer Hülle, Kapsel oder Pille, aus mehr oder minder leicht verbrennbaren Stoffen, wie Papier, Pappe, Leder, Stanniol, Asbest usw. die eine eingeführte vergasende Flüssigkeit wie Wasser, Eis, Kohlensäure, Kohlenwasserstoffe, Öle und dgl. enthalten oder aber der Fremdkörper besteht aus in der Hitze zerfallenden Salzen, wie Chlornatrium, Soda usw. oder die Flüssigkeit ist in gebundener Form in ihm enthalten, wie bei Erdfrüchten, Rüben, Kartoffeln und dgl.
Bringt man derartige Mittel, nachdem die Quarzmasse in z. B. mehrteilige Formen, die vorzugsweise aus Metall hergestellt sind, gelegt worden ist, mit Hilfe geeigneter Mittel. z. B. eines mit einem Stäbchen oder einem Vorschubkolben versehenen Rohres rasch in. auf oder unter den Verarbeitungskörper, so entwickeln sich infolge der hohen Temperatur des letzteren sehr rasch gespannte Gase aus dem Fremdkörper, dehnen die sie umgebende Quarzmasse aus und treiben sie fest und mit allseitig gleichmässigem Drucke gegen die Wandungen der Form.
Die letztere besteht, wie das in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsbeispiel zeigt, aus zwei Hälften. einer unteren a und einer oberen b. Beide Hälften können lose oder z. B. gelenkig
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Einspannen in einer Presse so gegen den unteren bewegt werden können, dass ein genau passender hzw. zentraler Eingriff gewährleistet wird. Die aufeinanderstossenden Flächen der Formhälften a, b besitzen zweckmässig vorspringende Berührungsleisten c, d oder aber Schnittkanten, d. h. solche Vorsprünge, die während der Bewegung der Formhälften messer-oder scherenartig scharf aneinander vorbeigleiten.
Der Bearbeitungskörper e soll so bemessen sein, dass er die Formsenkungen f überbrückt. also Auflage auf den Stossflächen hat oder die vorspringenden Berührungs-oder Schnittleisten c, d noch ein Stück überragt, so dass die Höhlung m von den letzteren zugekruffen werden kann.
Wird nun in den teigartigen, zähen Bearbeitungskörper etwa mittels eines angespitzten Holz- oder dgl. Stäbchens h die in Dampf oder Gas verwandelbare Pille i. z. B. ein Kartoffel- stü ('kchen etwa his zur Mitte der Höhlung m eingeführt und dann schnell und mit starkem Druck die obere auf die untere Formhälfte gesenkt, so kneifen die Stossflächen Berührungs- oder Schnittleisten c. d den Hearbeitungskörper an den von ihnen getroffenen Stellen zusammen, drücken ihn flach zusammen oder schneiden seine übergehenden Enden ganz ab.
Dabei aber findet allseits ein Schliessen der offenen Stellen der Höhlung tn des Bearheitungskörpers statt (siehe Fig. 2).
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Berührung vereinigen und durch die zähe, stark adhärierende Eigenschaft der teigartigen Quarz- masse sieh zu einem homogenen Ganzen vereinigen.
Im Augenblicke des Schliessens der Höhlung 111 wird die Spannung der sich aus der in sie
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,ägen. Aufschleifen oder dgl. von den Schalen oder Tiegeln entfernt.
Die in den Formsenkungen enthaltene Luft wird beim Auftreiben des Körpers e z. B. durch in den Hodenwandungen der Formhälften enthaltene kleine Abzugslöcher r entfernt.
Natürlich können die Formhälften auch so eingerichtet sein, dass statt eines, mehrere ge- schiossene, aber durch Verbindungsstücke n zusammenhängerde Hohlkörper entstehen, die dann später durch Entfernen der Verbindungsstücke zu einzelnen Hohlkörpern oder nur Hohlkörperteilen zerlegt werden.
Auf diese Weise lassen sich Tiegel, Schalen, Flaschen, sogar Röhren und viele andere. im Laboratorium oder in der Technik erforderliche und bisher aus Glas, Metall, Tonerde usw. hergestellte Gegenstände anfertigen.
Will man die Formgebung der herzustellenden Gegenstände nicht durch die Formwandungen selbst festlegen, so lässt sich dies ebenfalls unter Anwendung des ungefähr zylindrische oder
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von einem Hilfsgerät erfasst und in die Höhe gezogen worden ist, wird von oben oder unten her die Pille eingeführt und unmittelbar darauf beide Enden, z. B. mittels einer scherenartig wirkenden Zange zusammengekniSen, so dass sich die zentrale Öffnung des Bearbeitungskörpers beiderseits schliesst
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Der Druck der sich aus der Pille entwickelnden Gase oder Dämpfe treibt den Körper alsdann birn-oder kugelförmig auseinander.
Durch richtige Bemessung der Stärkenverhältnisse des Bearbeitungskörpers, eventuell auch durch mit dem Aufblasen erfolgendes Ziehen und an einem seiner Enden erfolgendes Abbiegen desselben lassen sich auf diese Weise mit Leichtigkeit Retorten,
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Quarzsand oder einer anderen Form der Kieselsäure durch Schmelzen eine zum Aufblasen geeignete vorläufige Gestalt gibt. den Formling ogleich in Berührung mit einem in der Hitze Gase oder Dämpfe erzeugenden Stoffe bringt und ihn durch Abschliessen der Gase oder Dämpfe nach aussen hin aufbläst.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einführen der gaserzeugenden Fremdkörper (i) in eine Höhlung (m) des Verarheitungskörpers (e) das Schliessen der Höhlung durch Wiedervereinigen und Zusammenpressen der durch die Höhlung getrennten Quarzmasse selbst stattfindet.3. Verfahren nach Anspruch I und 2. dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammenschliessen der die Pille aufnehmenden Höhlungen gleichzeitig durch den Schhessvorgang der aus mehreren EMI3.2
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