AT58152B - Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Präparates aus Tuberkelbazillen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Präparates aus Tuberkelbazillen.

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   Durch die Arbeiten von R. Koch ist es bekannt, dass man wertvolle Präparate zur Bekiimpfung der Tuberkulose dadurch gewinnt, dass man die getrockneten Tuberkelbazillen   durch chemische oder mechanische Wirkung abtötet und   aufschliesst.   Dieses Verfahren wird   schon seit mehreren Jahren praktisch ausgeübt. Umfangreiche Untersuchungen haben nun' ergeben, dass die auf diese Weise hergestellten Präparate wegen bedeutender Schädigung der echten Tuberkuloseantigene nicht den vollen, erhofften, immunisatorischen Effekt ergaben. ! Erst in neuerer Zeit ist es gelungen, experimentell im Blute tuberkulöser Individuen die bei Heilung der Tuberkulose in Betracht kommenden Immunstoffe zu erkennen und quantitativ zu bestimmen.

   Damit ist es ermöglicht worden, über den therapeutischen Wert der einzelnen Präparate Vergleiche anzustellen.   



   Es wurde nun gefunden, dass, wenn man zur Abtötung der Bazillen noch schonender verfährt, der erzielte immunisatorische Effekt ganz bedeutend erhöht werden kann.   Das     Verfahren, welches diesen unerwarteten, technischen Effekt ermöglicht, besteht darin, dassi man Tuberkelbazillen durch Filtrat'. n und gründliches Waschen mit steriler Kochsalz-   lösung von allen Bestandteilen der Nährbouillon gründlich befreit und diese Bazillen zunächst eine Woche lang in einem   luftverdünnten   Raum über wasserentziehenden Mitteln : trocknet und sie dann solange im Exsikkator vor Licht geschützt aufbewahrt, bis sie ! allmählich ihre Entwicklungsfähigkeit und Tierpathogenität verloren haben.

   Die in dieser Weise veränderten Tuberkelbazillen worden dann mit   physiologischer Kochsalzlösung zu ;   geeigneten Emulsionen verarbeitet, welch letztere direkt zur Therapie der Tuberkulose   Ver-   wendung finden. 



   B e i s p i e l: Teuberkelbazillen werden auf geeignetem, flüssigem Nährboden, zum bei- spiel einer Nährbouillon, bestehend ans Glyzerin, Fleischoxtrakt und Pepton,   gezüchtet. Nach ;   üppiger Entwicklung der   Kulturen werden d) e Bazillon   auf einem Filter gesammelt und mit steriler   Kochsalzlösung   gut ausgewaschen. Die gewaschenen Bazillen werden auf flachen,
Glasschalen oder Glasplatten in   dünner Schicht ausgebreitet. Die Ulasschalen oder-platten   werden sodann in   Vakunmexsikkatoren   tiber konzentrierte Schwefelsäure oder andere : wasserentziehende Mittel gebracht und verbleiben hier etwa eine Woche lang, bis die'
Bazillen vollständig trocken geworden sind.

   Dann werden die getrockneten Tuberkelbazillen in flachen offenen Schalen in Exsikkatoren vor Licht geschützt aufbewahrt. Nach einigen
Monaten oder Jahren wird das Material auf Entwicklungsfähigkeit der Bazillen durch Übertragung kleiner Mengen auf geeignete Nährböden und auf Tierpathogenität durch   Verimpfen   an Meerschweinchen geprüft. Erst dann, wenn beide Versuche negativ ausfallen, d. h. kein Wachstum der   Baztllen   beobachtet werden kann, wird zur weiteren Verarbeitung 
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