AT56888B - Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perspektivischen Zeichnen. - Google Patents

Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perspektivischen Zeichnen.

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Description


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  Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perapektivischen zeichnen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Veranschaulichung der Regeln der Perspektive für den   Zeichellunterricht.   Die Vorrichtungen bestehen aus einer Grundplatte, auf der eine zweite, als Bildebene dienende Platte senkrecht aufgestellt befestigt oder   umklappbar   angeordnet ist. Die die Bildebene darstellende Platte besteht aus einem Spiegel. Vor der Bildebene können sich verschiedene darzustellende Figuren oder Körper befinden, wobei die auf die Bildebene gezeichneten Hilfslinien oder Bilder die Übereinstimmung der richtig konstruierten perspektivischen Darstellung mit dem Original zu   kontrollieren'gestatten.   Bei einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist die spiegelnde Platte durch eine durchsichtige Platte bekannter Art ersetzt. 



   Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorrichtung mit spiegelnder Bildfläche in axonometrischer Darstellung, die Fig. 2 und 3 veranschaulichen Einzelheiten der perspektivischen Bilder und Fig. 4 stellt eine Vorrichtung mit durchsichtiger Bildfläche dar. 



   Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte   1,   von deren Rand sich eine an der Vorderseite mit einem Spiegel belegte Platte 2 senkrecht nach oben erstreckt. An der Platte 2 sind senkrecht von dieser vorragende   Stäbchen 3, 4, 5,   6,7 befestigt. Bringt man das Auge vor einen beliebigen Punkt der Bildfläche, z. B. vor dem Punkt O1, so sieht man. dass sich das Auge in diesem Punkte wiederspiegelt. Man bemerkt aber auch, dass sämtliche   Stäbchen   die gleiche Richtung haben, wie die Verbindungslinien der Durchstosspunkte der   Stäbchen   J bis 7 mit dem Punkte   0,. Dies ist   aus Fig. 2 deutlich zu ersehen, nach der sich die die Fortsetzung der   Stäbchen   bildenden Spiegelbilder mit den Verbindungslinien genau decken.

   Dasselbe gilt für jeden beliebigen Punkt der Bildfläche, da die zur Bildebene senkrechten Linien ihren Fluchtpunkt stets im Augpunkt haben. Bringt man also das Auge vor den   Augpunkt O2,   so verlaufen sämtliche Punkte nach diesem usw. Befindet sich der Augpunkt oberhalb der Stäbchen, z. B. im   Horizont H l'so   laufen alle Linien nach oben. Bringt man das Auge in die Höhe eines tieferliegenden Horizontes H2, so verschwinden die Parallelen in diesem Horizont, so dass hiedurch die Regeln bezüglich der Lage des Horizontes leicht erläutert werden können. 



     Zur Erklärung   des Sehens mit beiden Augen sind auf der Bildfläche im   Horizont 111,   zwei 
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 dem die Fortsetzung desselben bildenden Spiegelbild. Mit beiden Augen sieht man beide Bilder   gjetchzeitig. Dasselbe gilt   auch bezüglich aller übrigen Stäbchen.   em   nicht nur von den Linen. sondern auch von den Körpern eine richtige Vorstellung 
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 genommen, so verlaufen alle zur Bildebene senkrechten Stäbe des Gerippes nach diesem Punkte. Brmgt man das Auge vor einen in der Mittelebene des Wüfels liegenden Punkt   C,   so verlaufen alle   Linien symmetrisch zu der durch   diesen Punkt gehenden Achse, der optischen Achse des Würfels. 



     An einem Punkt D5   des   Horizontes//g   ist eine mit einem Ring versehene Schnur 9 befestigt. 
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 die strichlierte Lime angedeutet ist. derart, dass sie den Durchstosspunkt 10 des einen Würfelstabes   tnit dem Punktet verbindet, so deckt sich   der Faden,   falls 05 der Augpunkt   und   C. Ds   die Augdistanz ist. mit der Diagonale 10, 11 im Spiegelbild. Bringt man den Faden 9 in eine andere Lage. so kann er mit entsprechenden anderen Diagonalen zur Deckung gebracht werden. 



   Zur   Yeransehaulichung   der Augdistanz befindet sich am Vorderrand der Grundplatte ein Dropter 12 bekannter Art. Genau gegenüber der   Hchauäfinung   des Diopters, in gleicher Höhe mit derselben, befindet sich auf der Bildebene die lotrechte Drehachse für einen wagerechten Arm 13, 
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 eingezeichnet. Die Diagonale 21, 23 ist bis zur Bildebene fortgesetzt, die sie im Punkte   26   trifft. 



  Eine vom   Distanzpunkt Z) g   ausgehende Schnur 26 kann, wenn sie in der Richtung Dg, 25 gespannt wird, bei richtiger Wahl des Augpunktes und der Augdistanz mit dem Spiegelbild der Diagonale zur Deckung gebracht werden. 



   Bei der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung ist auf der Grundplatte   1   eine durchsichtige Scheibe 27 bekannter Art, z. B. aus Glas, umklappbar gelagert. Um die Scheibe in der lotrechten Lage feststellen zu können, sind Anschläge   40   mit Federn 41 vorgesehen, die in entsprechende Rasten einschnappen können. Das Bild, z. B. ein Quadrat   28,   29, 30, 31 mit einem eingeschriebenen Kreis ist vor der Bildebene auf der Grundfläche aufgezeichnet. Im gleichen Abstand hinter der Bildebene ist ein gleiches Quadrat 32, 33, 34,   36   gezeichnet, um zu zeigen, dass die Konstruktion sowohl vor als auch hinter der Bildebene   durchgeführt   werden kann. Der   Horizont , der   Augpunkt 09 und der Distanzpunkt D9 sind durch die Lage des Diopters bestimmt. 



   Die nach den bekannten Regeln der Perspektive auf die Bildebene gezeichnete Figur 36, 37. 



  38, 39 muss sich bei richtig aufgestellter Bildebene, vom Diopter aus gesehen, mit dem Bilde 32, 33, 34,   3. 5   vollständig decken. 



   Das Diopter 12 ist in einem Schlitz 42 der Grundplatte gelagert und kann derart umgeklappt werden, dass es ganz in diesen Schlitz zu liegen kommt, was beim Transport von Vorteil ist. 



   In der Zeichnung ist der Einfachheit halber immer nur von der   Augpunktperspektive   die   Redid.   Es ist aber selbstverständlich, dass bei zur Bildebene schräg verlaufenden Kanten der darzustellenden Figuren oder Körper die Regeln der Perspektive in ganz ähnlicher Weise zur 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perspektivischen Zeichnen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer als Grundebene dienenden Platte (1) eine die Bildebene darstellende spiegelnde Platte   (2)   angeordnet ist, auf der die perspektivischen Hilfslinien oder Bilder gezeichnet sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor einer als Spiegel ausgebildeten Bildfläche parallele, zur Bildfläche senkrechte Stäbe (3, 4, 5, 6, 7) angeordnet sind, um den Augpunkt veranschaulichen zu können.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Bildfläche yin der Entfernung der beiden menschlichen Augen nebeneinander zwei Augpunlcte (g. O) bezeichnet sind, um das Sehen mit beiden Augen erklären zu können.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich vor der Bildfläche das Gerippe (8) eines geometrischen Körpers befindet.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den Distanzpunkten entsprechenden Punkten der Bildebene Schnüre (9, 26) befestigt sind, mit deren Hilfe die Diagonalen aufgesucht werden können.
    6. Vorrichtung nach den AnsprÜchen 1 und2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche (1) mit geometrischen Figuren bemalt ist, die sich in der Bildebene (2) spiegeln.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Veranschaulichung des Distanzpunktes ein im Augpunkt der Bildebene um eine lotrechte Achse drehbar gelagerter Arm (13) vorgesehen ist, dessen Länge der Augdistanz entspricht.
    8. Vorrichtung nach Anspruch l, bei welcher statt einer spiegelnden Platte eine durchsichtige Platte angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die die Bildebene darstellende und das perspektivische Bild tragende Platte (27) auf der Grundplatte (1) um eine wagerechte Achse drehbar gelagert und in der aufrechten Lage feststellbar ist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass das Diopter (12) in einem EMI2.3
AT56888D 1911-07-10 1911-07-10 Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perspektivischen Zeichnen. AT56888B (de)

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