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Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perapektivischen zeichnen.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Veranschaulichung der Regeln der Perspektive für den Zeichellunterricht. Die Vorrichtungen bestehen aus einer Grundplatte, auf der eine zweite, als Bildebene dienende Platte senkrecht aufgestellt befestigt oder umklappbar angeordnet ist. Die die Bildebene darstellende Platte besteht aus einem Spiegel. Vor der Bildebene können sich verschiedene darzustellende Figuren oder Körper befinden, wobei die auf die Bildebene gezeichneten Hilfslinien oder Bilder die Übereinstimmung der richtig konstruierten perspektivischen Darstellung mit dem Original zu kontrollieren'gestatten. Bei einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist die spiegelnde Platte durch eine durchsichtige Platte bekannter Art ersetzt.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorrichtung mit spiegelnder Bildfläche in axonometrischer Darstellung, die Fig. 2 und 3 veranschaulichen Einzelheiten der perspektivischen Bilder und Fig. 4 stellt eine Vorrichtung mit durchsichtiger Bildfläche dar.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte 1, von deren Rand sich eine an der Vorderseite mit einem Spiegel belegte Platte 2 senkrecht nach oben erstreckt. An der Platte 2 sind senkrecht von dieser vorragende Stäbchen 3, 4, 5, 6,7 befestigt. Bringt man das Auge vor einen beliebigen Punkt der Bildfläche, z. B. vor dem Punkt O1, so sieht man. dass sich das Auge in diesem Punkte wiederspiegelt. Man bemerkt aber auch, dass sämtliche Stäbchen die gleiche Richtung haben, wie die Verbindungslinien der Durchstosspunkte der Stäbchen J bis 7 mit dem Punkte 0,. Dies ist aus Fig. 2 deutlich zu ersehen, nach der sich die die Fortsetzung der Stäbchen bildenden Spiegelbilder mit den Verbindungslinien genau decken.
Dasselbe gilt für jeden beliebigen Punkt der Bildfläche, da die zur Bildebene senkrechten Linien ihren Fluchtpunkt stets im Augpunkt haben. Bringt man also das Auge vor den Augpunkt O2, so verlaufen sämtliche Punkte nach diesem usw. Befindet sich der Augpunkt oberhalb der Stäbchen, z. B. im Horizont H l'so laufen alle Linien nach oben. Bringt man das Auge in die Höhe eines tieferliegenden Horizontes H2, so verschwinden die Parallelen in diesem Horizont, so dass hiedurch die Regeln bezüglich der Lage des Horizontes leicht erläutert werden können.
Zur Erklärung des Sehens mit beiden Augen sind auf der Bildfläche im Horizont 111, zwei
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dem die Fortsetzung desselben bildenden Spiegelbild. Mit beiden Augen sieht man beide Bilder gjetchzeitig. Dasselbe gilt auch bezüglich aller übrigen Stäbchen. em nicht nur von den Linen. sondern auch von den Körpern eine richtige Vorstellung
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genommen, so verlaufen alle zur Bildebene senkrechten Stäbe des Gerippes nach diesem Punkte. Brmgt man das Auge vor einen in der Mittelebene des Wüfels liegenden Punkt C, so verlaufen alle Linien symmetrisch zu der durch diesen Punkt gehenden Achse, der optischen Achse des Würfels.
An einem Punkt D5 des Horizontes//g ist eine mit einem Ring versehene Schnur 9 befestigt.
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die strichlierte Lime angedeutet ist. derart, dass sie den Durchstosspunkt 10 des einen Würfelstabes tnit dem Punktet verbindet, so deckt sich der Faden, falls 05 der Augpunkt und C. Ds die Augdistanz ist. mit der Diagonale 10, 11 im Spiegelbild. Bringt man den Faden 9 in eine andere Lage. so kann er mit entsprechenden anderen Diagonalen zur Deckung gebracht werden.
Zur Yeransehaulichung der Augdistanz befindet sich am Vorderrand der Grundplatte ein Dropter 12 bekannter Art. Genau gegenüber der Hchauäfinung des Diopters, in gleicher Höhe mit derselben, befindet sich auf der Bildebene die lotrechte Drehachse für einen wagerechten Arm 13,
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eingezeichnet. Die Diagonale 21, 23 ist bis zur Bildebene fortgesetzt, die sie im Punkte 26 trifft.
Eine vom Distanzpunkt Z) g ausgehende Schnur 26 kann, wenn sie in der Richtung Dg, 25 gespannt wird, bei richtiger Wahl des Augpunktes und der Augdistanz mit dem Spiegelbild der Diagonale zur Deckung gebracht werden.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung ist auf der Grundplatte 1 eine durchsichtige Scheibe 27 bekannter Art, z. B. aus Glas, umklappbar gelagert. Um die Scheibe in der lotrechten Lage feststellen zu können, sind Anschläge 40 mit Federn 41 vorgesehen, die in entsprechende Rasten einschnappen können. Das Bild, z. B. ein Quadrat 28, 29, 30, 31 mit einem eingeschriebenen Kreis ist vor der Bildebene auf der Grundfläche aufgezeichnet. Im gleichen Abstand hinter der Bildebene ist ein gleiches Quadrat 32, 33, 34, 36 gezeichnet, um zu zeigen, dass die Konstruktion sowohl vor als auch hinter der Bildebene durchgeführt werden kann. Der Horizont , der Augpunkt 09 und der Distanzpunkt D9 sind durch die Lage des Diopters bestimmt.
Die nach den bekannten Regeln der Perspektive auf die Bildebene gezeichnete Figur 36, 37.
38, 39 muss sich bei richtig aufgestellter Bildebene, vom Diopter aus gesehen, mit dem Bilde 32, 33, 34, 3. 5 vollständig decken.
Das Diopter 12 ist in einem Schlitz 42 der Grundplatte gelagert und kann derart umgeklappt werden, dass es ganz in diesen Schlitz zu liegen kommt, was beim Transport von Vorteil ist.
In der Zeichnung ist der Einfachheit halber immer nur von der Augpunktperspektive die Redid. Es ist aber selbstverständlich, dass bei zur Bildebene schräg verlaufenden Kanten der darzustellenden Figuren oder Körper die Regeln der Perspektive in ganz ähnlicher Weise zur
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Veranschaulichung beim Unterricht im perspektivischen Zeichnen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer als Grundebene dienenden Platte (1) eine die Bildebene darstellende spiegelnde Platte (2) angeordnet ist, auf der die perspektivischen Hilfslinien oder Bilder gezeichnet sind.