DE145274C - - Google Patents

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DE145274C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus
    • G03B27/32Projection printing apparatus, e.g. enlarger, copying camera
    • G03B27/52Details
    • G03B27/68Introducing or correcting distortion, e.g. in connection with oblique projection

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Vergrößerungsapparat mit zwangläufiger Verbindung von Negativbrett und Träger der lichtempfindlichen Platte zum Zweck der Wiederaufrichtung der gestürzten Linien eines verzerrten Bildes und betrifft eine besondere Art einer solchen Verbindung.
Die zwangläufige Verbindung der beiden Rahmen ist auf folgenden Erwägungen gegründet:
I. Um die Schärfe oder richtige Einstellung des Bildes in allen Fällen zu bewahren, sobald man die beiden Rahmen gleichzeitig zwecks Aufrichtung der gestürzten Linien neigt, müssen die Ebene des Negativs, dessen Linienkonvergenz berichtigt werden soll, und die Ebene des Bildes sich in derjenigen Ebene schneiden, die normal zur optischen Achse des Ojektivs gerichtet ist und durch das optische Zentrum des Objektivs hindurchgeht.
Der Beweis dieser Behauptung ist in nachfolgendem an Hand der Fig. 4 gegeben:
Als Ebene der Figur sei die wagerechte Ebene angenommen, die durch die optische Achse X.Z1 des Objektivs des Apparates hindurchgeht: O sei das optische Zentrum; F und F1 seien die Brennpunkte; O Y die Schnittlinie der senkrecht zu XX1 gerichteten, durch O gehenden Ebene; FP, F1 P1 die Schnittlinien der Brennebenen. C und C1 seien die Schnittpunkte der auf der Ebene des Papiers senkrecht zu denkenden Achsen/ um die sich der vordere und hintere Rahmen drehen. Diese Punkte liegen, wie vorausgesetzt wird, zum Objektiv im Abstand von Bild und Objekt, sind also konjugierte Punkte auf der optischen Achse.
C H sei die Schnittlinie der Ebene des Negativs, die so weit verlängert ist, daß sie O Y (in H) schneidet. Der Apparat muß dann so konstruiert sein, daß der hintere Rahmen die Stellung C1 H einnimmt.
Die Ebenen C H und C1 H stehen dann zum Objektiv in dem Verhältnis von Bildebene und Objektebene, derart, daß ein Punkt M der einen Ebene sich in einem Punkt M1 der anderen abbildet und umgekehrt.
Da C und C1 konjugierte Brennpunkte sind, so sind diese beiden Stellungen durch die bekannte Gleichung verbunden:
wobei f — OF, ρ = O C und p1 = O C1 ist.
Bei Multiplikation der beiden Seiten dieser Gleichung mit ρ ergibt sich
I-,4
/ ^
_P_
P
f
P_
p—f P
CF CO
FO
OC1
Bezeichnet D den Schnittpunkt von C H mit der zugehörigen Brennebene, so ist
CD CF
DH ~
Demnach ergibt sich
CD CO
DH
OC1
ίο Die beiden Dreiecke DCO und HCC1 sind also einander ähnlich und die Seiten DO und HC1 sind zueinander parallel.
Jetzt sollen die Abschnitte auf dem Strahl M O M1, der die durch F gehende Brennebene in .F1 schneidet, betrachtet werden.
MF1 _ MD
F1O DH
Andererseits ist
MD MO
DH OM1
Daraus folgt
MF1 MO
KO OM1
und hieraus ergibt sich z\vischen den Punkten M und M1 das Verhältnis der konjugierten Bildpunkte in der oben angenommenen Form α).
2. Errichtet man nun die Lote α dy und b dl (Fig. 3) auf den Geraden α d und b d, welche die Schnittlinien der Ebenen der beiden Rahmen in der Ebene der Figur bilden und sich auf der senkrecht zu a b gerichteten Geraden d c schneiden, so ist die Gerade dl c1, welche auf α b in einem derart gewählten Punkte errichtet ist, daß be1 = ac ist, der geometrische Ort für die Schnittpunkte d1 der Lote α d1 und b dl.
Diese Behauptung wird folgendermaßen bewiesen:
Die Dreiecke bed und b cx d1 sind einander ähnlich, da sie rechtwinklig sind und gleiche Winkel d und b haben. Daraus folgt:
I.
bcl ~crdl
cd Tc"
Ebenso sind die Dreiecke α c d und α c1 d1 einander ähnlich, da sie rechtwinklig sind und gleiche Winkel d und α haben. Demnach ergibt sich
cd
2.
α cl
cldl ac
Dividiert man die beiden Gleichungen i. und 2. Glied für Glied, so erhält man:
ac1 be
a cL Tc~
b c1 ac
be1 _ ac1 + bcx ac b c -j- a c
ab ab
Demnach ist
a c1
be
oder es ist, was dasselbe ist,
α c = b c1.
Der Punkt c1 ist also fest und das Lot cl dl ist demnach der gesuchte Ort der Punkte d1. ■
Die eigenartige zwangläufige Verbindung der beiden Rahmen bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Apparat ist die praktische Anwendung des letzteren geometrischen Gesetzes.
Der auf dieser Erkenntnis beruhende, zur Aufhebung gestürzter Linien dienende Vergrößerungsapparat ist auf beifolgender Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch den Apparat.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt durch den Apparat.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Rahmen, von denen der eine das zu korrigierende Negativ, der andere die lichtempfindliche Platte trägt, durch lichtundurchlässige Bälge mit dem das Reproduktionsobjektiv aufnehmenden Mittelbrett verbunden. Das Mittelbrett ist vorteilhaft auf einer Platte befestigt, die dem Apparat als Grundplatte dient; der vordere und hintere Rahmen sind in der Mitte ihrer Grundflächen mittels eines Schraubenbolzens auf der Grundplatte drehbar gelagert. Die Drehung des Rahmens erfolgt zweckmäßig um eine senkrechte Achse. Infolge dieser Anordnung können die Organe, die die relative Winkelstellung des vorderen und hinteren Rahmens bestimmen, sicher und einfach an der Grundplatte des Apparates festgestellt werden.
Der in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Apparat gestattet eine Vergrößerung
2,75
im Verhältnis —
1
Es ist a. der Drehpunkt des vorderen Rahmens, b der Drehpunkt des hinteren Rahmens und c der optische Mittelpunkt des Objektivs. Jeder Rahmen ist mit einer Schiene ef versehen, die aus einem mitten an seiner Grundfläche angebrachten und senkrecht zu seiner Ebene gerichteten Metallband bestehen kann. Jede Schiene besitzt einen Führungsschlitz g bezw. h. Ein Bolzen i, der mittels einer Schraube mit gerändeltem Kopf j auf der Linie cl d{ entsprechend der schematischen Darstellung in Fig. 3 verschoben werden kann, hat in den Schlitzen der Schienen Führung und bewirkt eine gleichzeitige Drehung der Rahmen in konjugierten Winkeln entsprechend der vorher erläuterten Theorie.
Bei Handhabung des Apparates hat man nur eine Bedingung zu erfüllen, nämlich die gestürzten Linien des Gegenstandes auf dem Bilde in eine parallele Lage zu bringen. Um dies zu bewirken, braucht man, nachdem das Klischee in seinem Rahmen in die richtige Stellung gebracht ist, nur eine Mattscheibe in dem Reproduktionsrahmen anzuordnen, auf dieser Mattscheibe das von dem Objektiv
ίο gelieferte Bild zu beobachten und die Mattscheibe so lange zu neigen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist, d. h. bis die gestürzten Linien des Gegenstandes auf dem Bilde parallel sind. Zur Erleichterung dieser Operation ist es zweckmäßig, auf der Mattscheibe ein aus zwei Reihen von Graden gebildetes Netz herzustellen, die zu den Seiten des rechteckigen Rahmens parallel gerichtet sind.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i.
    Reproduktionskamera mit zwangläufiger Verbindung der um parallele, die optische Achse senkrecht schneidende Achsen drehbaren Bild- und Objektrahmen zur Korrektur stürzender Linien, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der zwangläufigen Führung, daß sich die Ebenen von Bildrahmen und Objektrahmen stets in der optischen Mittelebene des Objektivs schneiden.
  2. 2. Reproduktionskamera der unter 1. geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, daß Bildrahmen und Objektrahmen mit Ansatzschienen (e f) versehen sind, die auf den Ebenen der Rahmen in deren Achsen senkrecht stehen und mit Schlitzen (g h) in einem senkrecht zur optischen Achse verschiebbaren Gleitstück geführt werden, dessen Führungsbahn die optische Achse so schneidet, daß der Abstand des Schnittpunktes von dem Schnittpunkt der Achse des zugehörigen Rahmens gleich ist dem Abstand des optischen Mittelpunktes des Objektivs von dem Schnittpunkt der Achse des anderen Rahmens.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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