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Die Tausenderanzahl der Stiche, welche ein Stickereimuster enthält, bildet bekanntlich die Grundlage für die Berechnung der Arbeitslöhne und ist daher auch zum Teil mit massgebend für die Berechnung des Preises der fertigen Stickerei. Man hat, um die Stiche zu zählen, bisher in der Weise verfahren, dass man an jeder Stickmaschine einen Zählapparat anbrachte der selbsttätig die Anzahl der Umdrehungen der Maschinenhauptwelle angab, welche Umdrehungen bekanntlich gleich sind der Anzahl der Stiche des Musters, weil bei jeder Wellenumdrehung ein Stich erzeugt wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein hin und her tragbarer Wickel-und Stichzählapparat, welcher den Zweck hat, von einer Jacquardkarte die darauf enthaltenen Stiche zu zählen. Wird alsdann die so ermittelte Stichzahl auf die Karte aufgeschrieben, ist also die durch sie zu erzeugende Stichanzahl ein-für allemal glaubhaft festgelegt, so erübrigt es sich selbstverständlich, an jeder Stickmaschine, worauf das Jacquardmuster gestickt werden soll, nochmals mittels eines besonderen Zählapparates die Stichzahl zu ermitteln.
Es wird auf diese Weise nicht nur das ganze Zählverfahren vereinfacht und verbilligt, sondern die Preise und Löhne, welche auf ihr beruhen, können schon vor Beginn des Stickvorganges festgelegt werden und nicht erst nachträglich, wie es bisher meist geschah bzw. geschehen musste.
Da in grossen Stickereien dieser Apparat aus einem Arbeitssaal in den anderen getragen werden soll, so ist er auf ein einfaches, leichtes Maschinengestell gesetzt, um beliebig fortbewegt werden zu können.
Der Apparat dient gleichzeitig ausser dem Zählen der Stiche noch dem Zwecke, die von der Kartenschlagmaschine kommende Karte umzuwickeln, was ja sonst auch notwendig ist. Der Zählvorgang mittels des Apparates erfordert also nicht etwa eine Arbeitszeit für sich, sondern vollzieht sich gewissermassen nebenbei, während des ohnehin notwendigen
Umwickelns der Karte. Die Karte wird nämlich von der Kartenschlagmaschine so aufgewickelt, dass der Kartenanfang im Inneren der Rolle steckt, während doch die entgegengesetzte Wickelrichtung diejenige ist, mit welcher die Rolle auf den Stickautomaten gebracht werden muss, d. h. der Kartenanfang muss am Umfang der Rolle sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. I im Aufriss und Fig. 2 im Grundriss.
Auf dem Ständer 1 ist die Wickelrolle 2 mit ihrer Handkurbel 3 drehbar gelagert.
Die mit Stiften 4 versehene Zählwalze 5 sitzt lose drehbar auf der festen Achse 6 und wird beständig durch die Kraft der Feder 7 gebremst. Auf der Walze 5 ruht durch ihr
Gewicht lose auf die Leitrolle 8. welche dadurch mitangetrieben wird, dass die auf ihrem
Umfange befindlichen Löcher auf die Stifte 4 der Walze 5 greifen. Mit der Walze 5 ist das Zahnl'ädchen. 9 starr verbunden, welches in das Zahnrädchen 10 des Zählwerkes 11 eingreift. Auf einem ausserhalb der Vorrichtung befindlichen Dorn 12 ist die abzuwickelnde und zu zählende Kartenrolle 13 lose drehbar aufgesteckt.
Die Karte läuft von der Rolle 13 in der Richtung der eingezeichneten Pfeilspitzen über die Leitwalze 8 um die Zählwalze 5 herum nach der Wickelrolle 2, wenn man den
Apparat durch Drehen an der Kurbel. ? in Gang setzt. Hiebei greifen die Stifte 4 in die
Trieblöcher der Karte ein, so dass die Zählwalze 5 zwangläufig gedreht wird. Ihre Drehung wird durch die Räder. 9 und 10 auf das Zählwerk 11 übertragen. Vie Rädssrübersetzung ist so gewählt, dass das Zählwerk 11 die Anzahl der Stiche anzeigt, welche in der durch- laufenden Karte enthalten sind.
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