-
Zwirnmaschine Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung der den
Gegenstand des Hauptpatentes 544485 bildenden Zwirnmaschine, bei welcher die Zwirnspindel
und die Wickelspule gemeinsam angetrieben werden, mit dem besonderen Kennzeichen,
daß der Antrieb der Zwirnspindel vorn Antrieb der Wickelspule durch ein Zusatzgetriebe
abgeleitet ist, das sich in einem am Getriebekasten nachgiebig (z. B. entgegen einer
Feder) verschwenkbar gelagerten Gehäuse befindet.
-
Das Hauptpatent hat eine zwangläufige Verbindung der beiden Antriebe
zum Gegenstand, um ein stets gleiches Drehzahlverhältnis von Zwirnspindel und Wickelspule
und dadurch ein gleichmäßiges Zwirnen zu erzielen.
-
Uni hierbei die Anzahl der Drehungen des Fadens auf die Längeneinheit
verändern zu können, treibt gemäß vorliegender Erfindung die Triebwelle über ein
an der Maschinenstirnseite angeordnetes Wechselgetriebe ein drehbar darauf gelagertes
Antriebsmittel für die Wickelspule an.
-
Dies ermöglicht in hehr einfacher Weise ein Wechseln der Räder des
Wechselgetriebes und damit eine Veränderung der Drehzahl der Wickelspule, so daß
dementsprechend eine stärkere oder schwächere Zwirnung durchgeführt werden kann.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar, und
zwar zeigen Fig. i einen Aufriß mit teilweisem Schnitt, Fig. = eine Stirnansicht
der Fig. i und Fig. 3 einen Teilschnitt des Getriebes von oben gesehen.
-
Die an eine nicht gezeichnete, den Antrieb der Maschine vermittelnde
Gegenscheibe anlind abschaltbare Antriebsscheibe 3 ist auf der hierzu im Getriebekastenq.
begrenzt axial verschiebbar gelagerten Welle 5 befestigt. Die Welle 5 überträgt
ihre Drehung durch ein Ritzel 6 auf ein Zahnrad7, auf dessenWelle7' die Antriebswalze
8 für die Mitnahme der Aufwickelspule 9 angeordnet ist. Die Wikkelspule 9 ist in
einen v erschwenkbaren Tragbügel io eingesetzt, welcher durch Federkraft gegen die
Antriebswalze 8 gedrückt wird.
-
Die Welle 7' überträgt ihre Drehung mittels Stirnräder 35, 36 auf
eine Hilfswelle 37 und von da aus über Stirnräder 38, 39 auf die Antriebswalze 8,
mit welcher das Rad 39 fest verbunden ist. Die Antriebswalze 8 ist durch eine auf
die Welle 7' aufgeschobene Büchse 40 mit einem Ritzel i i fest verbunden, welches
so die Drehung derAntriebswalze8 mitmacht. Das Ritzel i i treibt seinerseits das
Zahnrad 12 einer Welle 13 an, auf welcher die Hubscheibe 14 für die Hinundherbewegung
der
im Getriebekasten 4 gelagerten Fadenführungsstange 16,
17 sitzt. Die Fadenführerstange 16 trägt einen Mitnehmer 15, der in die Hubscheibe
14 eingreift.
-
Außen am Getriebekasten 4 ist ein Gehäuse 18 angeordnet, welches mittels
gegenüberstehender Lagerzapfen einerseits am Getriebekasten 4 und anderseits an
einem an diesem befestigten Träger 2 1 schwenkbar gelagert ist. Durch eine Bohrung
erwähnter Lagerzapfen geht die mit der Antriebsscheibe 3 ausgerüstete Welle 5 hindurch,
die innerhalb des Gehäuses 18 durch ein Schraubenrad mit einer auf der im Gehäuse
8 gelagerten Spindel. 24 vorgesehenen Schnecke im Eingriff steht. Dadurch wird von
der Welle 5 die Spindel 24 mit der Fadenlieferspule zwangläufig angetrieben. Der
von der Lieferspule 27 ablaufende Faden 28 wird durch Leitkörper zu dem hin und
her gehenden Fadenführer 17 geleitet, wobei der Faden gedreht wird.
-
Die Drehzahl der mit der Antriebswelle 5 gekuppelten, den Mitnehmer
der Fadenlieferspule 27 bildenden Spindel 24 ist ein für allemal gegeben. Dagegen
kann durch Auswechseln des Räderpaares 35, 36 gegen andere Übersetzungsräder die
Drehzahl der die Wikkelspule 9 antreibenden Walze 8 geändert werden, wobei gleichzeitig
ohne weiteres die Bewegungsgeschwindigkeit des hin und her gehenden Fadenführers
17 geändert wird. Das Auswechseln des Räderpaares 35, 36 kann nach Freilegen eines
für gewöhnlich mittels eines Deckels 41 abgeschlossenen Zuganges vorgenommen werden.
Eine weitere Möglichkeit der Veränderung der Antriebsgeschwindigkeit der Antriebswalze
8 und des Fadenführers 17 zur Drehzahl der Spindel 24 bzw. der Lieferspule 27 ist
noch durch Auswechseln des Räderpaares 38, 39 gegeben.