AT54884B - Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels.
Die Verwendung von Naphtolen zur Herstellung von Desinfektionsmitteln ist bereits bekannt.
Es hat sich nun nach vorliegender Erfindung gezeigt, dass die Desinfektionskraft der Naphtole gesteigert werden kann, wenn Halogenatome in das Naphtolmolekül eingeführt werden, und dass äusserst wirksame Desinfektionsmittel erhalten werden, wenn man bis zu vier Halogenatome einführt.
Man hat allerdings bereits Halogen in Phenole und in Naphtalin eingeführt und eine gesteigerte Desinfektionskraft gegenüber den Ausgangsprodukten bemerken können. Dabei musste aber auch der Nachteil mit in Kauf genommen werden, dass die Giftigkeit, der unangenehme Geruch und Geschmack sowie ätzende Wirkungen zunahmen.
Demgegenüber hat man die überraschende Tatsache gefunden, dass Halogen-ss-Naphtole, die nicht mehr als vier Halogenatome im Molekül enthalten, sowohl die günstige gesteigerte Desinfektionskraft ohne Verstärkung der üblichen Nebenerscheinungen aufweisen, als auch dass sie praktisch geruchlos und gegenüber den halogenierten Phenolen oder Naphtalinen von verhältnismässig geringer und für den Gebrauch hinreichender Ungiftigkeit sind. Daher stellt die Anwendung der halogenierten Naphtole als praktisch geruchlose, ungiftige und kräftige Desinficientia einen wesentlichen Fortschritt dar.
Die Halogennaphtole, insonderheit das Di-, Tri-und Tetrabrom--Naphtol, sind an sich in Wasser unlösliche Körper. Sie lösen sich aber in Kali-bzw. Natronlauge unter Bildung der entsprechenden Alkalisalze. Diese Lösungen sind aber an Licht und Luft sehr zersetzlich, so dass sie sich zur Verwertung als Desinfektionslösungen nur eignen, wo sofortiger Verbrauch erfolgt. Auch die alkoholischen Lösungen lassen sich nur für ganz beschränkte Zwecke verwenden, da sie eine starke Verdünnung mit Wasser nicht vertragen. Es ist der Erfinderin nun gelungen, alkoholische Lösungen herzustellen, die sich mit Wasser in jedem Verhältnis zu einer klaren Lösung verdünnen lassen, und diese Verdünnungen sind mehrere Tage beständig.
Man erzielt diesen Erfolg durch Zusatz von kohlensauren Alkalien zu dem mit Glyzerin versetzten Alkohol.
EMI1.1
20 l Glyzerin, 30 l Alkohol, 10 l Holzgeist,
5 Wasser werden gemischt.
Die mit Wasser hergestellten Verdünnungen sind klar, soweit nicht bei Verwendung harten Wassers Abscheidung von Kalziumkarbonat eintritt. Sie halten sich, namentlich in verschlossenen, das Ahdunsten des Alkohols verhindernden Gefässen und in zerstreutem Licht, tagelang, so dass ihrer Verwendung als Desinfektionsmittel und insonderheit Antiseptikum bei Wundbehandlung nichts im Wege steht.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man halogenierte Naphtole, welche nicht mehr als vier Halogenatome enthalten oder ihre Salze in einen) alkalischen Lösungsmittel auflöst.
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Claims (1)
- 2. Das Verfahren nach Anspruch 1 in der Weise ausgeführt, dass man als alkalisches LösungsmitteleinealkoholischeSeifenlösunganwendet. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE54884X | 1909-05-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT54884B true AT54884B (de) | 1912-08-10 |
Family
ID=5628172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT54884D AT54884B (de) | 1909-05-24 | 1910-05-17 | Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT54884B (de) |
-
1910
- 1910-05-17 AT AT54884D patent/AT54884B/de active
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