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Die Mrtindung betrifft eine Verbesserung an solchen Schlössern, deren mehrtouriger Schliessriegel durch einen Haupt-und Nebenschlüsse ! zu verschieben ist. Derartige Schlösser werden beispielsweise in Krankenhäusern dazu benützt, den Wärtern vorrübergebend den Zugang zu den Kranken unmöglich zu machen. In solchem Falle erhalten die Krankenwärter einen Schlüssel, mit dem nur die erste Schliesstour ausgeführt werden kann, wogegen der Aufsicht führende Arzt einen Schlüssel (Hauptschlüssel) erhält, welcher beide Touren des Riegels schliesst.
Bei diesen bekannten Schlössern wird der Gebrauch unterschiedlicher Schlüssel dadurch vorgeschrieben, dass die zweite Tour des Schliessriegels durch eine dünne Metallplatte abgedeckt wird und der in den Händen des Arztes befindliche Schlüssel an entsprechender Stelle einen Einschnitt erhält, der bei den Schlüsseln nicht vorgesehen ist, die sich in den Händ6n der'''ärter befinden.
Mit derartigen Mitteln lassen sich beispielsweise in Krankenhäusern Übergriffe von seiten der Wärter nur bei fortgesetzter Kontrolle der Schlüssel verhüten, denn, da sich die über der zweiten Schliesstour befindliche Decke am Schlüssolbart bemerkbar macht, so fällt es nicht schwer, den als teilweisen Mittelbruch im Schlüsselbart auftretenden Einschnitt mit der Feile anzubringen, was ausserdem noch dadurch erleichtert wird, dass hiezu nur notwendig ist, einen Teil des Bartmaterials eben in Form eines Einschnittes zu entfernen.
Gemäss vorliegender Erfindung wird das Anpassen des einfachen Schlüssels für die zweite Schliesstour zur Unmöglichkeit gemacht, oder doch mindestens derart erschwert, dass mit einer solchen Möglichkeit nicht gut gerechnet werden kann. Ausserdem hinterlässt die Einrichtung, welche für die zweite Schliesstour die Benützung eines besonderen Schlüssels zur Notwendigkeit macht, an dem einfachen Schlüssel nicht die geringsten Spuren, so dass dem Besitzer des einfachen Schlüssels jeder Anhalt fehlt, an welcher Stelle des Schlüsselbartes und in welcher Form die Veränderung vorgenommen werden muss.
Die Erfindung besteht darin, dass der Schliessriegel mit mehreren, beispielsweise zwei, Zuhaltungen versehen wird, von denen die eine nur bei der zweiten Schliesstour wirksam wird und mit ihrer unteren Bahn erheblich hinter die Schliessbahn der anderen für beide Sch1iesstouren zu benützenden Zuhaltung zurücktritt, dass sie beim Gebrauch des einfachen Schlüssels von diesen überhaupt nicht berührt und deshalb die Zuhaltung nicht ausgehoben wird.
In der Zeichnung ist das Schloss in verschiedenen Arbeitsstellungen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt den in Ruhe befindlichen Schliessriegel, Fig. 2 die Stellung der Zuhaltungen und des Schliessriegels während des Schliessens der ersten Tour mit dem einfachen Schlüssel, Fig. 3 den zweimal geschlossenen Riegel mit der ausgehobenen unteren Zuhaltung, Fig. 4 den einfachen und Fig. a den Hauptschlüssel.
Der Schliessriegel a trägt in gleicher Weise wie bei Chubbschlössern einen Zapfen b, mit welchem die Zuhaltungen zusammenarbeiten. Die Zuhaltungen d, 9 schwingen um die feste Achse h und werden durch Federn f nach jedegmaligein Gebrauch in ihre Ruhelage zurückbewegt. Die obere Zuhaltung d sichert durch Einfallen in den Stift b den Schliessriegel a nach jeder Schliessbewegung. Die untere Zuhaltung g dagegen wird nur wirksam
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vor und nach der zweiten Schliessbewegung, d. h. ei ist bet ihr die erste Zuhaltungstoor fortgelassen (Fig. 3).
Infolgedessen kann Xi ! dem einfachen Schlüssel (Fig. 4) die erste
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bedarf, der entsprechend der zurückliegenden Schliessbahn der Zuhaltung g am Bart mit einer Erhöhung t versehen ist (Fig. 3 und b). Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Schlosses im allgemeinen können, da ein Mittelbruch in dem Schlüsselbart nicht vorhanden ist, Einschnitte für Reifen eingearbeitet werden, ohne dass die Widerstandsfähigkeit dee Schlüsselbartes beeinträchtigt wird.