AT53017B - Verfahren zur Darstellung von Oxydations- oder Dampffarben auf Anilinschwarzgrund. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Oxydations- oder Dampffarben auf Anilinschwarzgrund.

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AT53017B
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Carl Pilz
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Erzielung von Farbtönen, die von Schwarz verschieden sind, auf mit   Anilinschwarz   grundierten pflanzlichen Textilmaterialien aller Art (Gewebe, Garne und Ketten) ; das Verfahren besteht darin, dass auf die in üblicher Weise grundierte und hernach getrocknete Ware eine Druckfarbe aufgedruckt wird, die aromatische Aminoverbindungen enthält. 



   Es ist bekannt, bei der Anwendung von   Anilinschwarz   in der Färberei und   Druckerei   
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   ss-Naphtylamin,     m-Nitranilin   und p-Phenylendiamin vorgeschlagen worden ; diese Liste liesse sich noch durch   Hinzufügung   von Toluidin, Benzidin, Dianisidin u. a. vergrössern. 



   Es wurde nun gefunden, dass aromatische Aminoverbindungen andererseits befähigt sind. die Schwarzbildung überhaupt hintanzuhalten und andere Farbwirkungen zu erzeugen, wenn sie auf mit Anilinschwarzklotz präparierte Ware   aufgedruckt und sodann behufs   
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   getränkt wäre.   



   Insoweit es sich um die   Darstellung brauner Töne handelt, dürfte   es wohl dieselbe Erscheinung sein, die die Amine zur Verhinderung des   Vergrunens   des Anilinschwarz   brauchbar macht,   dort mithin als beförderndes Mittel für die Bildung des Schwarz wirksam ist - und die sich bei dem vorligenden Verfahren zur Verhinderung der Schwarabildung betätigt : Die Herbeiführung der   Unvergrünlichkeit   wird wohl eben nur dadurch bewirkt, dass die sich auf Kosten der Anilinschwarzfarbe bildende Komplementärfarbe das entstehender Grün deckt. 



   Es zeigt sich also, dass es im   allgemeinen   nur eine Frage   der Mengenverhältnisse     em kann.   ob   durch   den Zusatz der Aminoverbindungen eine Vertiefung des Schwarz oder ein von Schwarz abweichender Farbton hervorgerufen wird. Mischt man die Aminoverbindungen in   grisseran   Mengen bei, als dies zur Neutralisation des grünen Stiches nötig ist,   so überwiegt   der andere Ton   und   an Stelle des Schwarz entsteht eine vom   Schwarz abweichende Oxydationsfarbe. Die erforderlichen Mengen, welche naturgemäss für   die einzelnen Aminoverbindungen nicht die gleichen sein können, sind jedoch verhältnismässigimmernochgering. 



   Es werden mithin alle jene Amine, die als Mittel zur Erhöhung der   Unvergrünlich-     keit     dienen können,   auch für das vorliegende Verfahren mehr oder minder in Betracht 
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 Toluylendiamin und ihre Homologen entweder als aalzsaure Verbindungen oder auch als Basen verwendet. Im allgemeinen sind die m-und o-Verbindungen für das Verfahren brauchbarer als die p-Verbindungen. 



   Als Ausführungsbeispiele seien die folgenden erwähnt :
Auf die mit Anilinschwarzklotz in üblicher Weise präparierte und hernach getrocknete Ware wird eine Druckfarbe aufgedruckt, die ausser der VerdIckung ohne sonstige Reserve im Liter 40 bis 60   9 0- oder m-Amidophenol   oder salzsaures m-Toluylendiamin enthält. 



  Nach kurzem Dämpfen entsteht an den bedruckten Stellen ein schönes Braun, welches   r, ich   mit den   Anilinschwllrzreserven   (Weiss-und Buntreserven) ebensogut reservieren lässt wie das Anilinschwarz. Hiedurch werden ganz besonders echte und eigenartige Wirkungen erzielt, wie dies bisher in so einfacher Weise nicht möglich war. 



   Von gewissen Basen, wie z. B. vom Benzidin,   itranilin,     p-Phenylendiamin.     p-Amidophenol   und selbst vom m-Amidophenol ist es bereits bekannt, dass sie ein Braun erzeugen, wenn sie ähnlich wie   Anilinsehwarz   oxydiert werden. Bei dieser Erscheinung handelt es sich um die Oxydation der Basen allein, als Selbstfarbe auf weisser Ware, wobei dieser Farbe Oxydationsmittel und saure Salze oder in Dampf sauer werdende Salze zugesetzt werden müssen. Gemäss der vorliegenden Erfindung hingegen werden die aromatischen Aminoverbindungen als Zusätze zu einer Druckfarbe verwendet, die auf eine in ganz normaler Weise mit gewöhnlichem Anilinschwarz z.

   B.   Prud'bomme-Schwarz   vorher grundierte Ware aufgetragen wird, an den bedruckten Stellen die Schwarzbildung verhindert und an Stelle des Schwarz eine andere Oxydationsfarbe setzt. Hier dienen die aromatischen Aminoverbindungen als eine neue Reserve gegen Anilinschwarz unter gleichzeitiger Fixierung der aus ihnen sich   bildenden Oxydationsfarbe,   so zwar, dass durch einen einzigen Dämpfprozess ein   zweifärbiger   Effekt erzielt wird ; besonders wichtig ist hiebei, dass zur Erzielung weiterer Effekte dieselben Reserven verwendbar sind, wie für Anilinschwarz allein.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Oxydations-oder Dampffarben auf Anilinschwan. grund, dadurch gekennzeichnet, dass auf die in üblicher Weise mit Anilinschwarz grundierte und getrocknete Ware behufs Erzielung andere Farbtöne vor der Entwicklung der Grundierung eine Druckfarbe aufgedruckt wird, weiche aromatische Aminoverbindungen bzw. Derivate derselben enthält.
AT53017D 1910-12-19 1910-12-19 Verfahren zur Darstellung von Oxydations- oder Dampffarben auf Anilinschwarzgrund. AT53017B (de)

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