AT52844B - Verfahren zur Herstellung von reinem β-Anthrachinonylharnstoffchlorid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von reinem β-Anthrachinonylharnstoffchlorid.Info
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Description
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Aminoanthrachinone Phosgen einwirken lässt und die so erhaltenen Karbonylchloride mit Alkohol behandelt. Eine Herstellung der reinen Karbonylchloride, insbesondere des ss-Anthra chinonylharstoffchlorids ist dort nicht angegeben, vielmehr fehlt dieser Bemerkung offensichtlich der positive Inhalt, so zwar, dass, wie festgestellt wurde, nach üblichen Methoden aus #035-Aminoanthrachinon überhaupt kein reines Harnstoffchlorid zu erhalten ist, dass aber, wie überraschender Weise gefunden wurde, aus ss-Aminoanthrachinon infolge eines im Ilinblieli auf das Verhalten anderer Basen anormalen Rt' :
iktionsver ! aufs und nur unter unvorhersehbaren Bedingungen das ss-Anthrachinonylharnstoffchlorid als solches herstellbar ist. Nach Analogie mit aromatischen Aminen sollten bei der Einwirkung von Phosgen auf Aminoanthrachinone nicht reine Anthrachinonylharnstoffchloride, sondern Gemische von diesen mit den salzsaun'r,
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.. Bull. de la Société chimique", neue Reihe, 25, Seite 251) die Reaktion in der Weise :
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Uicse Reaktion ist bekanntlich eine typische (vergl. auch z. D. Ber., 23, Seite
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Da das hiebei zu erwartende Gemisch von in indifferenten Lösungsmitteln unlöslichem bzw. sehr schwer löslichem Chlorid und unlöslichem, salzsaurem Aminoanthrachinon nicht trennbar ist, so muss es nach Analogie auf diesem Wege nicht gelingen, ein reines Harnstoffchlorid zu erhalten. Dies trifft auch tatsächlich unter gewöhnlichen Verhältnissen zu.
Leitet man z. B. in eine Suspension von ss-Aminoanthrachinon in Toluol in der Kälte Phosgen ein oder gibt man eine benzolische Suspension von ss-Aminoanthrachinon zu einer Lösung von Phosgen in Benzol, so erhält man, wie festgestellt wurde, ein Gemisch von salzsaurem ss-Aminoanthrachinon und Harnstoffchlorid, welches sich durch Lösungsmittel nicht trennen lässt und deshalb zu einer Reihe von Umsetzungen unbrauchbar ist.
Diesen Reaktionsverlauf festzustellen, gelingt mittels des Farbstoffs, der zufolge dem Patente Nr. 47522 aus dem reinen ss-Anthrachinonylharnstoffchlorid und Anilin erhalten
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kristallisieren mit viel Nitrobenzol als solches erkennen, auch lässt es sich direkt durch Verküpung des Gemisches und Ausfärbung auf der Faser erkennen. Denn während der -Anthracbinonylphenylharnstoff in sehr klaren, gelben Tönen auf Baumwolle und Wolle färbt, färbt obiges Gemisch in rotiichgfiben und unechten Tönen, was sich insbesondere bei der W o1lfärbung zeigt.
Trotzdem gelingt es überraschender Weise, das ss-Anthrachinonylharnstoffchlorid als solches in reinem Zustande, also nicht in Mischung mit salzsaurem ss-Aminoanthrachinon, aus -Aminoantbrachinon und Phosgen zu gewinnen, und zwar unter folgenden einheitlichen neuen Gesichtspunkten.
Es wurde nämlich gefunden, dass bei längerer Einwirkung des Phosgens in der Kälte, besonders auch bei Anwendung eines Überschusses oder rascher bei Einwirkung des Phosgens in der Wärme, das salzsaure ss-Aminoanthrachinon allmählich aus der anfänglichen Reaktions- massc verschwindet. Es zeigte sich ferner, dass auch bei der Einwirkung von Phosgen auf eine Suspension von salzsaurem ss-Aminoanthrachinon in Nitrobenzol (weniger rasch in Toluol), sich ebenfalls allmählich unter langsamer Entbindung von Salzsäure ss-Anthrachinonylharnstoffchlorid bildet.
Diese Erscheinungen hängen vielleicht damit zusammen, dass sich
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Anaiysenzahln und liefert mit Anilin glatt den rein gelben -Anthrachinonylphenylharnstoff. Das Verfahren gestaltet sich somit in der Weise, dass man Phosgen so lange bzw.
unter solchen Bedingungen auf -Aminoanthrachinon oder salzsaures ss-Aminoanthrachinon einwirken asst, dass das salzsaure ss-Aminoanthrachinon gänzlich oder wenigstens im wesent- lichen aus der Reaktionsmasse verschwunden ist, was sich an einer Probe durch Aufarbeitung
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theoretischen Menge an Phosgen auskommen, wenn man die Einwirkung von Phosgen auf ss-Aminoanthrachinon, vornehmlich in Nitrobenzol, in der Wärme, bis zu Temperaturen von etwa J UU C und noch etwas höher ausführt, ohne dass sich im letzteren Falle wesentliche Mengen ss-ss-Dianthrachinonylharnstoffe bilden. Auch letzteres ist gänzlich überraschend, weil nicht anzunehmen war, dass ein ss-Anthrachinonylharnstoffchlorid eine derartige Beständigkeit aufweisen würde.
Auch hätte die Einwirkung des Phosgens auf ss-Aminoanthrachinon in der Weise statttinden können, wie es gemäss der französischen Patentschrift Nr. 397444 unter Anwendung einer hohen Reaktionstemperatur (Kochpunkt des Nitrobenzols) geschehen soU. nämlich unter Bildung von ss-ss-Dianthrachinonylharnstoff.
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Beispiel I : In eine kalte Suspension von 200 g ss-Aminoanthrachinon in 2 kg Nitrobenzol leitet man unter Rühren einen beträchtlichen Überschuss von Phosgen ein und lässt so lange rühren, bis eine abgesaugte Probe, mit Anilin umgesetzt, in der Küpe auf Wolle und Baumwolle rein gelb färbenden ss-Anthrachinonylphenylharnstoff liefert. Das erhaltene grauweisse Produkt wird abgesaugt und mit Tetrachlorkohlenstoff gewaschen und im Vakuum getrocknet.
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Verlaufe mehrerer Stunden etwas mehr als die berechnete Menge Phosgen ein.
Das abgesaugte, mit Tetrachlorkohlenstoff nachgewaschene Produkt ist rein.
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Wendet man an Stelle von Nitrobenzol beispielsweise Toluol an, so verläuft die Umsetzung zum Harnstoffchlorid ganz ausserordentlich viel langsamer und ist meist erst nach etwa 20 Stunden vollendet.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von reinem -Anthrachinonylharnstoffchlorid, darin bestehend, dass man Phosgen auf -Aminoanthrachinon oder saixsaures Aminoanthrachinon (vornehmtich in NitrobenzollQsung) entweder in der Kälte im Überschuss oder in der Wärme bis zu Temperaturen von etwa 1000 C, und zwar ohne oder mit Anwendung eines Phosgen- überschusseseinwirkenlässt.
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