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Eisenbahnquerschwelle.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Eisenbahnquerschwelle, die aus abwechselnden Lagen von Blechtafeln und Tafeln aus faserigem oder anderem geeigneten biegsamen Material besteht. Diese Tafeln werden durch Druck vereinigt, durch welchen die Schwelle die geeignete Gestalt erhält.
Die Erfindung besteht in der neue nachstehend beschriebenen Verbindung von starrem und biegsamem Material. In der Zeichnung ist Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der vorliegenden Querschwelle, Fig. 2 ist eine Endansicht der vorliegenden Querschwelle in der Kiesbettung und eine Seitenansicht zweier an der Stossstelle verbundener Schienen, die auf der QuerschweHe aufliegen. Fig. 3 ist ein vergrösserter Querschnitt der vorliegenden Querschwelle.
In der Zeichnung bezeichnet 5 ein Stahlblech von geeigneter Breite und Dicke und 6 eine Stofflage, die aus Filz, Tuch oder starkem Papier bestehen kann, welch letzteres mit Teer oder gleichwertigem Material überzogen ist. Es sind mehrere Schichten von Metall und biegsamem Stoff in gleicher Anzahl und von gleicher Breite vorhanden, welche abwechselnd übereinander gelegt werden, bis die erforderliche Dicke erreicht ist und wobei Immer Papier und Blech voll auf Fug gelegt werden. Durch einen zylindrisch ausgebildeten Dorn wird dem Schwellen körper die röhrenförmige Gestalt gegeben und dieser erhält eine Länge, die der Länge der fertigen Schwelle gleich kommt.
Der hohle Schwellenkörper wird dann an zwei einander gegenüberliegenden Stellen abgeflacht, indem man ihn zwischen einem Paar Walzen hindurchgehen lässt, wodurch die Gestalt der Schwelle geändert wird, so dass sie parallel Seitenwände und eine entsprechende Dicke erhält, aber der ganzen Länge nach hohl bleibt. Dem Schwellenkörper kann man zwei weitere parallele Seitenwände geben, indem man den hohlen, ans blattartig geschichtetem Material, bestehenden Körper wieder zwischen zwei in geeignetem Abstand voneinander stehenden Walzen hindurchgehen lässt. Dadurch erhalt man eine hohle Querschwelle recht- eckigen Querschnittes.
Bei der Formgebung werden die Kanten des Schwellenkörpers ab- gerundet, damit das Material weder Risse bekommt noch Bruch erleidet und die Quer- st-hwelle an allen Stellen ihres Hohlkörpers die volle Festigkeit beibehält.
Eine entsprechende Anzahl von Nieten a werden zwecks dichten Anschlusses von
Stahlblech und biegsamen Material in Löcher eingesetzt, die in Abständen voneineinander in den Wänden des Schwollenktlrpers vorhanden sind. An der Wand A des Schwellen- körpers können Löcher b angobracht sein, wie Fig. 1 zeigt, welche so gelegen sind, dass sie Bolzen und Sehienenschrauben zur Befestigung der Schienen G oder Schienenstühle aufnehmen können.
Beim Verlegen dieser hohlen Quprschwellen wird Schotter F dicht in jede Schwelle gestopft und die Schwellen werden dann in geeigneten Abständen in dem Unterbau ein- gebettet, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Die Schotterfüflung F hat den Zweck, die Schwellen abzusteifen, so dass die oberen Wände derselben den Druck schwerer über das Gleis G fahrender Züge aushalten können und weiters auch die Schwellen in der Bettung an ihrer
Lage festgehalten werden.
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Die vorstehend erläuterte Verbindung elastischer Stahlbleche und biegsamer Tafeln von faserigem, biegsamem Material verleiht den Schwellen hinreichende Elastizitltt, damit sie die Stösse aufnehmen können, welche beim Befahren d (s Gleises auf sie ausgeübt werden. Dies erhöht die Dauerhaftigkeit der Bahn und der sie befahrenden Wagen.
Ein weiterer Vorteil der vorstehend beschriebenen Ausbildung der Querschwellen besteht darin, dass durch die Einlagen jedem Stahlblech dar entsprechende Grad von Elastizität verliehen wird.
Die Abmessungen und das Gewicht der vorliegenden Querschwelle können ent- sprechend dem von ihr zu tragenden Gewicht vergrössert werden. Die Belastung der vorliegenden Schwelle findet in der Faserrichtung des Bleches statt, d. i. in der Richtung der grössten Festigkeit.
Die vorteilhafte Anordnung des die vorliegende Querschwelle bildenden Materials gestattet eine Verringerung des Gewichtes, so dass die Schwellen billig erzeugt werden können. Werden sie durch einen geeigneten Überzug vor Oxydation geschützt, so erweisen sie sich als sehr dauerhaft.