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Gautschprosse für Papier-und ähnliche Maschinen.
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Diese beiden Anordnungen konnten jedoch deshalb in der Praxis keinen Eingang finden, weil die Saugwalze von der Gautsche zu weit entfernt gelagert ist, wodurch die Wirkung der Gautsche stark beeinträchtigt wird. Zunächst hat die zu weit entfernte Lagerung der Saugwalze zur Folge, dass die Papierbahn die obere Gautschwalze nur über einen kurzen Bogen berührt, wodurch die äusserst wichtige Wirkung der sogenannten Vorgautsche wesentlich vermindert wird.
Letzteres ist aber auch noch deshalb der Fall, weil infolge der nahezu unvermeidlichen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen der Saug-und der Gautschwalze leicht ein Durchhängen der Papierbahn eintritt, so dass der Berührungsbogen der letzteren auf der oberen Gautschwalzo noch mehr verkürzt wird.
Ausserdem liegt die Papiorhahn auch auf der Saugwalze nur über einen kleinen Teil des Umfanges der letzteren auf, so dass nur Saugwalzen mit schmaler Saugkammer, die aber für eine genügende Entwässerung des Papieres unzureichend sind, verwendet werden können Diesem Umstand durch Einschalten einer zwischen Saugwalze und Gautschpresse vorgesehenen tiefer gelagerten Zwischenwalze zwecks Ver- grösserung des Berührungsbodeus der Papirrbahn auf der Saugwalze begegnen zu wollen, (D. R. P. Nr. 100107) ist praktisch undurchführbar, da die Papierbahn unstreitig an der Zwischen walze haften bleiben und auf sie aufgewickelt werden wird.
Diese Nachteile sind gemäss vorliegender Erfindung dadurch wirksam vermieden, dass die Saugwalze entweder an die obere Gautschwaize angepresst oder in nächster Nähe derselben angeordnet ist und dabei entweder von der Gautschwalze oder dem Sieb mitgedreht oder aber besonders angetrieben wird, so dass einerseits durch Aufliegen der Papierbahn über einen verhältnismässig grossen Teil des Umfanges der oberen Gautschwalze die Wirkung der sogenannten Vorgautsche erhöht, andererseits die bei einer durch Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Saug- und Gautschwalze verursachten Durchhängung der Papierbahn auftretende schädliche Einwirkung auf die Vorgautsche auf ein Mindestmass beschränkt wird.
Bei der bekannten Anordnung der Saugwalze musste diese ausschliesslich von einem eigenen Antriebe betrieben werden, wodurch es unmöglich war, die Geschwindigkeit der Saugwalze und jener der Gautschpresse vollkommen genau gleich einzustellen. Die neue Anordnung ermöglicht, dass die obere Gautschwa) ze oder das Sieb die Bewegung der Saug- walze bewirkt, so dass dieselbe die richtige Geschwindigkeit erhält. Der vorgesehene Antrieb ist nur zur Unterstützung der Wirkung der Gautschwalze oder des Siebes vorhanden.
Durch diese Anordnung der Saugwalze die hier gewissermassen einen Bestandteil der Gautschpresse bildet, wird erst die praktische Verwendbarkeit der heute üblichen Saugwalzen mit breiter Saugkammer für schnellaufende Papiermaschinen ermöglicht, wodurch auch noch die nachstehend angeführten Vorteile erzielt werden.
Vor allem wird das Papier, bevor es zwischen die beiden Gantschwall. en gelangt, zunächst durch die Einwirkung der Saugwalze und dann durch die erhöhte Vorgautsche
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Heizdampf erforderlich ist und infolgedessen eine Ersparnis an Brennmaterial erzielt wird. In weiterer Folge kann auf der gteiohen Anzahl Trockenzylinder eine grössere Papier- menge als früher getrocknet werden, wodurch die Leistungsfähigkeit der Maschine ohne Vergrösserung ihrer Trockenpartie erhöht wird. Infolge der stärkeren Entwässerung der Papierbahn vor Eintritt zwischen die beiden Gautschwalzen können dickere Papiere als bisher auf der Maschine erzeugt werden.
Nachdem das Papier trockener als bisher in die Nasspressen gelangt, wird schliesslich auch eine erhebliche Ersparnis an Presssslzen erzielt.
Auf der Zeichnung ist eine gemäss der vorliegenden Erfindung eingerichtete Gautschpresse in einer beispielsweisen Ausführungsform in Seitenansicht schematisch veranschaulicht.
Die beiden Gautschwalzen a und b sind in voneinander getrennten Ständern, und zwar die untere Welle a in den Ständern c, die obere Walze b aber in den an den Ständern d drehbaren Hebeln e gelagert. Unmittelbar vor den Gautschwalzen ist die Saugwalze f angeordnet, die entweder an die obere Gautschwalze angepresst ist und dann von dieser oder gesondert angetrieben wird, oder die Saugwalze ist wie gezeichnet in nächster Nähe der Gautschwalze gelagert und wird dann entweder gesondert angetrieben oder von dem Sieb g allein mitgenommen, das über die Saugwalze f zwischen den Walzen a und b hindurch und unter der Spannwalze h geführt ist. Die Gautschwalzen und die Saugwalze können auch in einem gemeinsamen Ständer gelagert werden.