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Erfindungsmerkmal der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5. Mit dem wahren Stützpunkt odeur neutralen Punkt istdio Stelle auf der Länge des Armes A gemeint, welche sich bei allen Temperaturschwankungen in derselben Entfernung vom Mittelpunkt des Rädchens befindet.
Es ist bisher irrtümlicherweise angenommen worden, dass dieser neut, rale Punkt genau
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augenscheinlich, dass sich der Punkt bei einer Ausdehnung der Stange L vom Mittelpunkt des Rades entfernt, so dass er nicht der wahre oder dauernde Stützpunkt ist. Der wahre Stützpunkt wird sich, wenn die Stange L einen wesentlichen Ausdehnungskoeffizienten besitzt, nicht an der Stelle b, sondern zwischen dieser und dem gowicht W befinden. Diese Stelle lässt sich leicht bestimmen, wenn die Ausdehnungskoeffizienten der Stange L und der Speiche H und die Länge
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verbindet, bekannt sind.
Das Erkennen der Existenz des wahren Stützpunktes zum Unterschiede von dem mechanischen Stützpunkt und die Leichtigkeit, die genaue Lage des ersteren zu bestimmen, ermöglicht es, die Justierung eines Unruherädchens bei einem gegebenen Zeitmesser auf genauer mathematischer Berechnung aufzubauen, im Gegensatz zu der unwissenschaftlichen oder rein
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werden kann.
Die Grösse der Kompensation des Unruherädchens hängt von der Grösse der Bewegung des Gewichtes W ab, welche unter der Einwirkung von Temperaturschwankungen nach dem Mittelpunkt des Rades zu und von ihm fort stattfindet. Bei der Benutzung von Metallen, wie Stahl und Messing, wurde festgestellt, dass der wahre Stützpunkt zu weit von dem mechanischen Stützpunkt b entfernt ist und infolgedessen dem Gewicht W zu nahe, als dass die erforderliche Grösse der Kompensation erzielt werden könnte. Daher werden Stoffe gewählt, bei denen der wahr' Stützpunkt dem mechanischen Stützpunkt näher liegt, was nur bei solchen Stoffen der Fall ist, deren Ausdehnungskoeffizienten in einem wesentlich grösseren Verhältnis als 2 : 3 stehen.
Für Quarz mit einem Ausdehnungskoeffizienten von beinahe 0 deckt sich der wahre Stützpunkt ungefähr mit dem Punkt b. In Rücksicht auf die äusserst geringen Einzelgewicht bei einem Unruherädchen (5/10 < /)
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vorteilhaft anwendbar bei dünnen Taschenuhren als bei einer schwereren Gattung von Uhren, beispielsweise bei Hundert-Tag-Uhren.
Es kann nämlich einerseits die entwickelte Flichkraft bei schr leicht gebauten Uhren genügen, um den Arm A von dem Punkt b zu entfernen, wenn die Entfernung zwischen den Punkten b und a schr gering und das zwischen ihnen befindliche Material bis unter die Festigkeitsgrenze geschwächt ist, während andererseits die Entfernung zwischen den Punkten a und b nicht vergrössert werden kann. ohne dass die Grösse des Kompensationsgewichtes W entsprechend wächst und infolgedessen das Gesamtgewicht des Rädchens die oben erwähnte Grenze von 5 g überschreitet.
Dagegen kann bei einer Ausführungsform, wie sie beispielsweise die Fig. 4 oder 5 zeigen, in denen jedes passive Glied tatsächlich eine Schne des Radumfanges bildet, die Entfernung zwischen den Punkten a und b beträchtlich vergrössert werden, ohne dass notwendigerweise auch die Grösse der Gewichte I)'wächst. Insbesondere für eine doppelt wirkende Anordnung nach Fig. 4 und 5 ist leicht zu erkennen, dass, wenn die passiven Glieder aus Glas bestehen, der zwischen den Punkten a und b liegende Bogen des Radumfanges bei den Fig. 1 und 3 ungefähr 60 beträgt,
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magnetisch.
Der Erfindungsgogenstand kann auch bei Torsionspendeln aller Art, wie sie beispielsweise für 400 Tage gehende Uhren vorwendet worden, in Anwendung gebracht worden ; desgleichen ist auch die Verwendung für Schw ; t1gungspendcln möglich. '
Bei der vorliegenden Erfindung können für das passive Glied des Kompensationsreglers solche Stoffe, wie Glas oder Quarz, verwendet werden, welche neben den grossen Vorzügen eines
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beanspruchungen eine so geringe Widerstandsfähigkeit besitzen, dass sie für den praktischen Gebrauch im allgemeinen ungeeignet sind und eben nur dann verwendet werden können, wenn sie allein Druckbeanspruchungen unterworfen werden. Dieses Ergebnis ist bisher niemals erreicht worden, da in den Fällen, in welchen der Versuch gemacht ist, Glas oder ähnliche Stoffe zu verwenden, das Gewicht immer von dem Glas getragen wurde.
Infolgedessen war das Glas Zugoder anderen seine Zerstörung bewirkenden Beanspruchungen unterworfen, welchen er nicht widerstehen konnte. Bei dem Erfindungsgegenstande wird das Gewicht dagegen immer von
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erstrebende Beanspruchungen zuverlässig ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Kompcnsationsvorrichtung für Gangregler bei Zeitmessern unter Benutzung von Gliedern
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mit verhältnismässig niederem bzw. zu vernachlässigendem Ausdehnungskoeffizienten (z. B. Quarz, Glas oder dgl.) zwischen Gliedern mit relativ hohem Ausdehnungskoeffizienten derart eingespannt ist., dass es bei Temperaturschwankungen als relativ unveränderliche Länge wirkt, um die die Gruppierung dieser Glieder im Sinne der Kompensation stattfindet.