AT50992B - Kompensationsvorrichtung für Gangregler bei Uhren. - Google Patents

Kompensationsvorrichtung für Gangregler bei Uhren.

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AT50992B
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Frederic Ecaubert
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Frederic Ecaubert
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Description


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 EMI2.1 
 
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   Erfindungsmerkmal   der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5. Mit dem wahren   Stützpunkt odeur   neutralen Punkt   istdio Stelle   auf der Länge des Armes A gemeint, welche sich bei allen Temperaturschwankungen in derselben Entfernung vom Mittelpunkt des   Rädchens befindet.   



   Es ist bisher irrtümlicherweise angenommen worden, dass dieser neut, rale Punkt genau 
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 augenscheinlich, dass sich der Punkt bei einer Ausdehnung der Stange L vom Mittelpunkt des Rades entfernt, so dass er nicht der wahre oder dauernde Stützpunkt ist. Der wahre Stützpunkt wird sich, wenn die Stange L einen wesentlichen Ausdehnungskoeffizienten besitzt, nicht an der Stelle b, sondern zwischen dieser und dem gowicht W befinden. Diese Stelle lässt sich leicht bestimmen, wenn die Ausdehnungskoeffizienten der Stange L und der Speiche H und die Länge 
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 verbindet, bekannt sind. 



   Das Erkennen der Existenz des wahren Stützpunktes zum Unterschiede von dem mechanischen Stützpunkt und die Leichtigkeit, die genaue Lage des ersteren zu bestimmen, ermöglicht es, die Justierung eines Unruherädchens bei einem gegebenen Zeitmesser auf genauer mathematischer Berechnung aufzubauen, im Gegensatz zu der unwissenschaftlichen oder rein 
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 werden kann. 



   Die Grösse der Kompensation des Unruherädchens hängt von der Grösse der Bewegung des Gewichtes W ab, welche unter der Einwirkung von Temperaturschwankungen nach dem Mittelpunkt des Rades zu und von ihm fort stattfindet. Bei der Benutzung von Metallen, wie Stahl und Messing, wurde festgestellt, dass der wahre Stützpunkt zu weit von dem   mechanischen   Stützpunkt b entfernt ist und infolgedessen dem Gewicht W zu nahe, als   dass die   erforderliche   Grösse   der Kompensation erzielt werden könnte. Daher werden Stoffe gewählt, bei denen der wahr'   Stützpunkt dem mechanischen   Stützpunkt näher liegt, was nur bei solchen Stoffen der Fall ist, deren Ausdehnungskoeffizienten in einem wesentlich grösseren Verhältnis als 2 : 3 stehen.

   Für Quarz mit einem Ausdehnungskoeffizienten von beinahe 0 deckt sich der wahre Stützpunkt ungefähr mit dem Punkt b. In   Rücksicht   auf die äusserst geringen Einzelgewicht bei einem Unruherädchen   (5/10      < /)   
 EMI3.4 
 vorteilhaft anwendbar bei dünnen   Taschenuhren   als bei einer schwereren Gattung von Uhren, beispielsweise bei Hundert-Tag-Uhren.

   Es kann nämlich einerseits die entwickelte Flichkraft bei   schr leicht gebauten Uhren genügen, um den Arm A von dem Punkt b zu entfernen, wenn die Entfernung zwischen den Punkten b und a schr gering und das zwischen ihnen befindliche Material   bis unter die Festigkeitsgrenze geschwächt ist, während andererseits die   Entfernung   zwischen den Punkten a und b nicht   vergrössert werden kann. ohne   dass die Grösse des Kompensationsgewichtes W entsprechend wächst und infolgedessen das   Gesamtgewicht   des Rädchens die oben erwähnte Grenze von 5 g überschreitet. 



   Dagegen kann bei einer   Ausführungsform,   wie sie beispielsweise die Fig. 4 oder 5 zeigen, in denen jedes passive Glied tatsächlich eine Schne des Radumfanges bildet, die Entfernung zwischen den Punkten   a   und b   beträchtlich vergrössert werden, ohne   dass notwendigerweise auch die   Grösse der Gewichte I)'wächst. Insbesondere   für eine doppelt wirkende Anordnung nach Fig.   4   und 5 ist   leicht zu erkennen, dass, wenn   die passiven Glieder aus Glas bestehen, der zwischen den Punkten a und b liegende Bogen des Radumfanges bei den Fig. 1 und 3 ungefähr 60 beträgt, 
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 EMI4.1 
 

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 magnetisch. 



   Der Erfindungsgogenstand kann auch bei Torsionspendeln aller Art, wie sie beispielsweise für 400 Tage gehende Uhren vorwendet worden, in Anwendung gebracht worden ; desgleichen   ist auch die Verwendung für Schw ; t1gungspendcln möglich. '  
Bei der vorliegenden Erfindung können für das passive Glied des Kompensationsreglers solche Stoffe, wie Glas oder Quarz, verwendet werden, welche neben den grossen Vorzügen eines 
 EMI5.2 
 beanspruchungen eine so geringe Widerstandsfähigkeit besitzen, dass sie für den praktischen Gebrauch im allgemeinen ungeeignet sind und eben nur dann verwendet werden können, wenn sie allein Druckbeanspruchungen unterworfen werden. Dieses Ergebnis ist bisher niemals erreicht worden, da in den Fällen, in welchen der Versuch gemacht ist, Glas oder ähnliche Stoffe zu verwenden, das Gewicht immer von dem Glas getragen wurde.

   Infolgedessen war das Glas Zugoder anderen seine Zerstörung bewirkenden Beanspruchungen unterworfen, welchen er nicht widerstehen konnte. Bei dem Erfindungsgegenstande wird das Gewicht dagegen immer von 
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 erstrebende Beanspruchungen zuverlässig ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Kompcnsationsvorrichtung für   Gangregler bei Zeitmessern unter Benutzung   von Gliedern 
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 mit verhältnismässig niederem bzw. zu vernachlässigendem Ausdehnungskoeffizienten (z. B. Quarz, Glas oder dgl.) zwischen Gliedern mit relativ hohem Ausdehnungskoeffizienten derart eingespannt    ist., dass   es bei Temperaturschwankungen als relativ unveränderliche Länge wirkt, um die die Gruppierung dieser Glieder im Sinne der   Kompensation   stattfindet.

Claims (1)

  1. 2. Kompcnsationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Glieder mit zu vernachlässigendem Ausdehnungskoeffizienten ständig nur einer Druck- beanspruchung ausgesetzt sind. EMI5.5
    4. Kompensationsvorrichtung nach Anspruch l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung oder Zusammenziehung der Glieder mit hohem Ausdehnungskoeffizienten zum Teil von Federn aufgenommen werden kann. EMI5.6
AT50992D 1909-10-23 1909-10-23 Kompensationsvorrichtung für Gangregler bei Uhren. AT50992B (de)

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