AT48486B - Verfahren zur Darstellung von Homologen der 1-Amino-Benzol-4-arsinsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Homologen der 1-Amino-Benzol-4-arsinsäure.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Homologen der 1-Amino-benzol-4-arsinsäure. 
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 dargestellt ; ebenso haben   Monnet, Reverdin & E. Nölting (Ber. 12 [1879],   S. 445) mit Ililfe von Arsensäure aus Toluidine dargestellt. In allen diesen Fällen wirkte Arsensäure nur als   Oxydationsrnittel,   ohne dass hiebei eine substituierende Wirkung der Arsonsäure auf die Toluidine in Frage kam. 



   Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass bei der Einwirkung von   Arsensuuro   auf o- und m-Toluidin sowie auf p-Xylidin stets auch neben   Farbstoffbindung   ein Eingriff der Arsensäure in den Kern stattfindet und so   Homologe   der l-Aminobenzol- -4-arsinsäure gebildet werden, die sich aus dem Reaktionsgemisch leicht abscheiden lassen, 
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 Teilen des   Amins   erhitzt, lässt sich sogar ein   erheblicher   Teil der Basen in die Arsin-   sii. uren überfuhren. Die   so gewonnenen Verbindungen haben folgende Konstitution : 
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Es sind farblose, in heissem Wasser leicht, in kaltem Wasser schwerer lösliche Säuren, welche gut kristallisierende Salzo liefern. Mit salpetriger Säure behandelt, liefern sie Diazoverbindungen.

   Sie zeigen analoge Wirkungen auf Mikroorganismen, wie die 1-Amino- 
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 Wirkungen. 



     Beispic ! I : In   einem mit Destillationsvorrichtung versehenen, im Ölbad befindlichen Rührkessel worden   D0   0 kg o-Toluidin vorgewärmt. Bei etwa 5000 Innentemperatur werden unter Rühren und weiterem Heizen allmählich 24 kg pulverisierte Arsensäure eingetragen.   Man heizt unter bestandigem Rühren   weiter in der Weise, dass nach etwa einer Stunde die Innentemperatur 165 bis 1680 C beträgt. Es destilliert Wasser und etwas Toluidin ab. Die Temperatur des   Ölbades   wird weiter gesteigert und während einer Stunde so gehalten, dass die innere Temperatur 185 bis   1900 C beträgt.

   Nun lässt   man abkühlen und drückt dann den kesselinhalt bei 150 C in kaltes Wasser, neutralisiert mit Lauge und macht mit Kalkmich, Barytwasser oder dergl. stark alkalisch, worauf man das über- 
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 oder länger stehen, wobei die 1-Amino-2-methylbenzyl-4-arsinsäure rein ausfällt. Zur weiteren Reinigung wird das Rohprodukt in wenig heissem Wasser und der zur genauen Neutralisation erforderlichen Menge Natronlauge gelöst und die gegebenenfalls mit etwas Tierkohle geklärte Lösung mit dem   P/2fachen   Vulumen Alkohol versetzt. Das Natronsalz fällt kristallinisch aus ; es ist in Wasser sehr leicht, in Alkohol ziemlich schwer   löslich,   in Benzol, Äther dagegen unlöslich.

   Aus der konzentrierten wässerigen Lösung des Natronsalzes lässt sich durch Zusatz von Salzsäure die freie, in kaltem Wasser ziemlich schwer lösliche   l-Amino-2-methylbenzol-4-arsinsäure   abscheiden. Sie kristallisiert aus heissem Wasser in Nadeln, die bei 194 bis   1950 C schmelzen. Sie   sind in Alkohol schwer löslich, 
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 und Alkalikarbonaten. Die 1-Amino-2-methylbenzol-4-arsinsäure lässt sich diazotieren und liefert mit den gebräuchlichen Komponenten Azofarbstoffe, die den entsprechenden Sulfanilsäurefarbstoffen ähnlich sind. 



     Beispie ! II   : Arsensaures o-Toluidin wird unter Rühren einige Stunden auf 170 bis 1900 C erhitzt. Die Schmelze wird mit heisser Natriumkarbonatlösung ausgezogen und aus der filtrierten und erkaltete Lösung die l-Amino-2-methylbenzol-4-arsinsäure   (1-Methyl-2.     5-arsanilsäure)   durch Versetzen mit Salzsäure bis zur schwach kongosauren Reaktion gefällt. 



   Die in analoger Weise aus m-Toluidin hergestellte Amino-3-methylbenzol-4-arsinsäure kristallisiert aus Wasser in vierseitigen Säulen ; sie schmilzt bei   ISO" ('. Die   ebenso aus 
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 in sechsseitigen Plättchen und schmilzt wasserfrei bei   2150 C.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Homologen der 1-Aminobenzol-4-arsinsäure, darin bestehend, dass man die Arseniate von 0- oder rn-Toluidin, sowie von p-Xylidin (NH2:CH3:CH3 = 1:2:5) als solche oder in Gegenwart eines Überschusses der Basen erhitzt und die hiebei entstandenen Homologen der l-Aminobenzol-4-arsinsäure aus dem Reaktionsgemisch durch Behandeln der Schmelze mit Alkali- oder Erdalkalihydroxyden odp1'Alkalikarbonaten und Mineralsäuren abscheidet.
AT48486D 1907-07-19 1909-03-10 Verfahren zur Darstellung von Homologen der 1-Amino-Benzol-4-arsinsäure. AT48486B (de)

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