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Vorrichtung zum Waschen und Ausspülen der Wäsche mit Benzin.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Vorrichtung zum Ausspülen der Wäsche mit Benzin nach Patent Nr. 38722 und bezweckt, diese Vorrichtung unter Beibehaltung des Grundgedankens der Klärung des gebrauchten Benzins in einem Klärtrichter und des Ausschleuderns der Wäsche im Behandlungsbehälter selbst 80 auszugestalten, dass die Wäsche in dem gleichen Behälter nacheinander in verschiedenen Benzinbehältern behandelt werden kann. Die so ausgestaltete Vorrichtung gestattet demnach ein Waschen und ein Spülen der Wäsche in demselben Behälter sowie deren Ausschleudern im Behälter und die Klärung des gebrauchten Benzins.
Diese Arbeitsweise der Vorrichtung wird dadurch ermöglicht, dass der geschlossene Behandlungsbehälter, statt nur mit einem, mit zwei oder mehr geschlossenen Klärtrichtern versehen und zwischen diese und den Behälter einerseits ein Mehrweghahn oder dgl. zum Ablaufen- lassen des Benzins aus dem Behälter in den einen oder anderen Klärtrichter, anderseits eine Pumpvorrichtung zur Überfiihrung des Benzins aus dem einen oder anderen Klärtrichter in den Be- handlungsbehälter eingeschaltet ist.
Hat man somit die Wäsche in einem Benzinbad gewaschen, so genügt es, durch Ofinen des erwähnten Hahnes das Benzin in den hiefür bestimmten Klärtrichter ablaufen zu lassen, wo es sich wieder klären kann, worauf mittels der Fördervorrichtung aus einem anderen Trichter frisches oder geklärtes Benzin in den Behandlungsbehälter überführen kann, um ein Ausspülen der Wäsche in einem zweiten Benzinbad vorzunehmen usf., je nach der Anzahl der vorhandenen Klärtrichter oder der gewünschten Anzahl Benzinpassagen der Wäsche.
Dabei wird nach jedem in dieser Weise vorgenommenen Waschen oder Spülen die Wäsche, wie beim Stammpatent, in einer in dem Deckel oder einem anderen Teil des Behälters gelagerten Schleudertrommel ausgeschleudert.
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hier auch als Waschtrommel dienen kann. a ist der Wasch-und Spülbehälter, der mittels eines aufklappbaren Deckels b und eines hydraulischen Abschlusses dicht abgeschlossen ist. Im Deckel b ist die Schleudertrommel c gelagert, deren Welle mit einem Handrad d versehen ist und mit einer Bremse zum sofortigen Stillsetzen der Trommel ausgestattet werden kann.
Die Schleudertrommel c kann hier zugleich als Waschtrommel dienen und wird dann mittels des Handrades d hin-und hergeschwungen, um der Wäsche gewissermassen eine Art Walkbewegung zu erteilen. Sie ist etwa in vier Abteilungen unterteilt (Fig. 2) und im Mantel und in den Scheidewänden durchbrochen bis auf die als Schöpfschaufeln c dienenden vollen Wandteile, vermöge deren beim Hin-und Herschwingen der Trommel das im Behälter a befindliche Benzin geschöpft
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Nachdem die Trommel c bei benzinfreiem Behälter a mit Wäsche beschickt und dieser durch Niederklappen des Deckels b dicht geschlossen worden ist, wird das Benzin aus dem einen
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die richtige Spiegelhöhe zu stehen kommt.
Jetzt wird die Trommel vermittelst des Handrades d hin-und hergeschwungen, so dass die in das Benzin tauchende Trommel vermittelst der Schöpfschaufeln e vom Benzin schöpft und über die Wäsche schüttet. Ist die Wäsche in dieser Weise genügend gewaschen, so wird durch öffnen des Hahnes f das verunreinigte Benzin in den Klärstichter g ablaufen gelassen und die Ware in der Schleudertrommel c ausgeschleudert, der Hahnf dann wieder geschlossen und hierauf das klare Benzin aus dem Klärtrichter gl vermittelst der Pumpe k in den Behälter a hineingepumpt, darauf in gleicher Weise wie vorhin ein Ausspülen der Wäsche vorgenommen, während mittlerweile das Benzin im Klärtrichter g Gelegenheit hat, sich wieder zu klären.
Die Wäsche wird also mehrere Male nacheinander mit. klarem Benzin behandelt, d. h. gewaschen und gespült, ohne dass man den Behälter a zu öffnen braucht und diese Behandlung kann sich so oft wiederholen, als Klärtrichter vorhanden sind, wobei natürlich nach jedem dieser Arbeitsvorgänge die Wäsche in der Trommel c ausgeschleudert wird. Ist schliesslich die Spülung der Wäsche genügend weit vorgeschritten und der Behälter a durch Ablaufenlassen des zuletzt gebrauchten Benzins in den betreffenden Klärtrichter entleert worden, so wird die Wäsche, ohne den Behälter a zu öffnen, durch rasche Umdrehung der Trommel c bis zur Trocknung von neuem ausgeschleudert, wobei das ausgeschleuderte Benzin einfach in den einen oder anderen Klärtrichter abfliessen kann.
Hierauf kann bei geschlossenem Hahn f die reingespülte Wäsche aus den Trommelabteilungen herausgenommen und durch schmutzige Wäsche ersetzt werden.
Wie ersichtlich, kann die vorliegende Vorrichtung zum Waschen, Spülen und Ausschleudern der Wäsche, sowie zur fast vollständigen Wiedergewinnung des Benzins unter Klärung benutzt werden. Dieselbe Trommel kann zum Waschen und Spülen, sowie zum Ausschleudern benutzt werden und die Arbeitsweise der Vorrichtung vollzieht sich bis auf das Umfüllen der Benzinbäder gewissermassen kontinuierlich. Da sich sämtliche Arbeitsvorgänge bei gänzlich geschlossenem Apparate abwickeln, so wird neben der Vermeidung von Feuersgefahr auch jegliche Benzin- ausdünstung nach aussen verhindert, was für den bedienenden Arbeiter in hygienischer Hinsicht von weittragender Bedeutung ist.
Die Schleudertrommel könnte statt von Hand auch motorisch bewegt werden.