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SelbsttätigerFlüssigkeitsmessermitzweiteiligemKippgefäss.
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wird. Die nachteiligen Einflüsse von Zapfenreibungen in den verschiedenen Hebeldrehpunkten, Erschütterungen, Stösse und dergl. sollen bei der vorliegenden Anordnung nur in sehr geringem Masse zur Geltung kommen.
Das zweiteilige Kippgefäss, welches entweder zwei fest mit demselben verbundene oder zwei je für sich noch drehbar angeordnete Kammern enthält, ist im Gegensatz zu den bekannten
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dem Gefäss aus in einen kleinen Füllkasten. dessen Boden durch ein \'entil geschlossen gehalten wird, welches in geeigneter Weise durch eine Hebelanordnung mit Gegengewichten mit besagter
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übertragung die Lage eines Anschlages derart beeinflusst, dass die Kippgefässe nun in solcher Lage arretiert ; werden, dass dieselben bei ihrer Kippung stets mit der gleichen Flüssigkeitsmenge
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angeordnet sein. mit welchem die Abflussleitung verbunden ist. Die Seitenplatten sind an der Oberseite durch ein kreisförmiges Brückenstück 36, welches in der Mitte einen Kamm 4 besitz* :.
(Fig. I und 5). und an der Unterseite durch Bolzen 37 miteinander verbunden. An den Enden des Kammes ist je eine Nase-5 vorgesehen und in der Mitte des Kammes sind zwei Prcilstifte f ;
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des Behälters 13 ist eine Verteilrinne 11 angeordnet, von welcher zwei senkrechte Zuleitungs- rohre 14 oberhalb der Trichter 12 ausmünden. Verteilrinne 11 und Behälter 13 stehen durch ein an einem Hebel 15 beweglich aufgehängtes Ventil 16 miteinander in Verbindung.
An dem Gestell, welches zwischen den Behältern 3 und 13 angeordnet ist, sind in geeigneter Weise Verbindungsstücke 17 vorgesehen, auf welchen je eine Klinke 18 drehbar gelagert ist. In der Ruhelage liegt die Klinke auf einer am Verbindungsstück 17 angeordneten Unterlagplatte (Fig. 6). Ferner ist auf jedem Verbindungsstück ein Hebel 19 auf Schneiden gelagert, dessen kurzer Arm hakenförmig umgebogen ist und gegenüber einem an der Klinke 18 angeordneten Anschlagstift 20 liegt, während dessen langer Arm ungefähr in der Mitte mit einem Fanghaken 21 versehen ist und am Ende ein Zeugstange 22 trägt (Fig. 1).
Ausserdem ist an jedem Verbindungsstücke 17 (Fig. 6) ein teilweise mit Quecksilber gefülltes, geschlossenes Rohr 25 drehbar angeordnet, welches mit der Mitte des kurzen Armes des Hebels 19 in Verbindung steht, an welcher Stelle noch Gegengewichte 33 vorgesehen sind.
In dem Behälter 3 ist ferner ein Füllkasten 24 an Zapfen, welche in Schlitzen des Behälters geführt werden, in senkrechter Ebene verschiebbar gelagert (Fig. 1 und 3). Der Boden desselben besitzt eine Ausflussöffnung, welche durch ein Ventil 25 verschlossen gehalten wird. Das Ventil selbst ist an der Zugstange 22 aufgehängt.
Der Apparat arbeitet in folgender Weise : Es möge der obere Behälter 13 mit Flüssigkeit gefüllt, das Ventil 16 gehoben sein und die Kippvorrichtung sich in der in Fig. 1 gezeichneten
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Fliesst nunmehr Flüssigkeit von dem oberen Behälter 13 durch die Verteilrinne und die beiden Zuleitungsrohre 14, so gelangt sie durch die beiden Trichter 12 in das Gefäss 8, welches sich nun allmählich füllt. Das Gewicht der Kippvorrichtung 1 ist derart ausgeglichen, dass schon nach einer kleinen Füllung eines der Gefässe, der Schwerpunkt derart verlegt wird, dass ein Umkippen der Kippvorrichtung erfolgen müsste, wenn nicht die Klinke 18 dieses verhinderte.
Das Gleichgewicht ist also aufgehoben, die Kippvorrichtung 1 behält aber ihre Lage. während das Gefäss 8 sich so weit um den Zapfen 34 dreht, bis ein Anschlag eine weitere Drehung
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frei von dem zugehörigen Prellstift 6, wodurch nunmehr durch die Gewichte 5. ? der linke Hobel 19 gedreht wird. Das Ventil, 3j und der Füllkasten 24 zur linken Seite werden hiedurch ebenso wie
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Klinke < S'zum Anlegen gebracht wird.
Es befindet sich somit das linke Gefäss 9 unterhalb der beiden Zuleitungsröhren 14 und es wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Das Ventil 16 soll während der Bewegungen der Kippvorrichtungen die Flüasigkeitszufuhr absperren. Zu diesem Zweck ist der Hebel 15 mit dem Zapfen 2 unter Einschaltung einer besonderen Vorrichtung in Verbindung gebracht, welche ausserhalb des Behälters 3 angeordnet ist (Fig. 3 und 7).
Dieselbe besteht im wesentlichen aus einem Gestell 26 (Fig. 7) welches zwei senkrecht nach unten hängende Kulissen 27 enthält. An dem Hebel 15 ist eine Zugstange 28 vorgesehen, an
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stück enthält zwei Rollenpaare 30 und 31, von denen die Rollen 30 innerhalb der Kulisse, die Rollen 31 jedoch ausserhalb derselben liegen und von einer an einem der Zapfen 2 angeordneten Daumenseheibe 32 bewegt werden können. Ferner ist der Radius des Kulissenkreises ebenso gross w ie die Entfernung der beiden Rollen 30.
Die Wirkung dieser Anordnung ist nun folgende : Bei geöffnetem Ventil befindet sich das Gleitstück 29 in der in Fig. 7 gezeichneten Lage, so dass die rechte Rolle 30 in der höchsten Lage
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kommt (in Fig. 7 strichpunktiert dargestellt).
Das Ventil J6 wird daher sofort beim Anfange der Drehung der Kippvorrichtung freigegeben und sich schliessen. Durch die weitere Drehung des Zapfens 2 wird die Daumenscheibe 32 mit der rechten Rolle 31 in Berührung kommen und dieselbe abwärts drücken, wodurch die rechte Rolle 30 gesenkt wird. Die linke Rolle 30 behält aber ihre Lage. Indem die Stange 28 nunmehr abwärts gezogen wird, wird das Ventil 16 sich öffnen. Das Ventil sperrt also nur während der Kippbewegung die Flüssigkeitszufuhr selbsttätig ab.
Damit nun der Flüssigkeitsmesser stets die nämliche Menge Flüssigkeit abmisst, unabhängig davon ob die zu messende Flüssigkeit schnell oder langsam zufliesst, ist die folgende Anordnung getroffen :
Oberhalb des Behälters 13 ist ein kleinerer Behälter 38 an zwei Ketten aufgehängt, welche über die auf der Welle 39 befestigten Kettenräder 40 geführt sind und am anderen Ende ein Gegengewicht 41 tragen (Fig. 4). Der Boden des Behälters 38 ist schwach trichterförmig gestaltet und ist mit mehreren Durchbohrungen versehen, in welche aufrechtstehende Rohre 42 von vor
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die Rohre 42 abführen können.
Das Einflussrohr 43 endet in ein breites Rohr 44, welches in den Behälter 38 hineinragt und in welchem eine Kappe 45 angeordnet ist. Die Welle 39, welche in dem Gestell 46 gelagert ist, trägt an jedem Ende ein Exzenter 47, auf welchen beiden Exzentern zwei rechtwinklig gebogene Bügel 48 und 49 aufliegen (Fig. 2). Der äussere Bügel J8 ist drehbar um die beiden Bolzen 50 und trägt an jedem seiner beiden freien Enden eine frei herabhängende Stange-51. an deren Ende eine verstellbare Mutter angeordnet ist. Auf ähnliche Weise ist der innere Bügel J. 9 drehbar um die beiden Bolzen 52. während gleichfalls jedes seiner beiden freien Enden eine frei herabhängende Stange 53 trägt.
Ersichtlich sind die beiden Drehpunkte 50 für den Bügel 48
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der anderen Seite derselben angeordnet (Fig. 2). Die Stangen 51 bezw. 53 reichen bis zu den an beiden Seiten der beiden Gefässe 5 und 9 befindlichen Allsschlägen 54 bezw. 55, an welcher Stelle die Seitenplatten der Kippvorrichtung ausgespart sind.
Die Wirkung dieser Anordnung ist nun folgende : Die durch das Rohr 4*3 zufliessende Flüssigkeit verteilt sich über die Kappe 45 und gelangt über diese an den Umfang im Behälter 38. steigt darin empor und fliesst durch ein oder mehrere der Rohre 42 in den Behälter 13.
Es ist ersichtlich, dass, je mehr Flüssigkeit durch das Rohr 43 zufliesst, der Flüssigkeitsspiegel im Behälter 38 steigt und desto mehr Rohre 12 die Flüssigkeit wieder aus dem Behälter 38 abführen. sowie dass der Behälter 38, dessen Eigengewicht durch das Gegengewicht 41 ausgeglichen wird, bei stärkerem Zuflusse von Flüssigkeit desto tiefer sinkt, weil das Gewicht der eingeströmten Flüssigkeit durch ein senkrecht unter der Welle 39 angeordnetes, der Einfachheit halber nicht veranschaulichtes Gegengewicht mit veränderlicher Länge des Hebelarmes von der bekannten
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befindet. Im Beharrungszustand ist die durch die Rohre 42 abfliessende Flüssigkeitsmenge gleich der zufliessenden Menge.
Die Lage des Behälters 38 bedingt nun einen zugehörigen Stand dei Exzenter 47, der Bügel 48 und 49 und somit eine bestimmte Lage der Stangenenden 51 und 53. Das während der Füllung sich langsam nach der Mitte bezw. den Zapfen 2 zu drehende Gefäss 8 bezw. 9 wird nun gehemmt, indem die Anschläge 54 bzw. 3. 5 sic gegen die unteren Enden der Stangen 53 hezw. 51 legen. Die Ausflussöffnungen 10 der Gefässe 8 und 9 stellen sich also niedriger bezw höher je nachdem mehr bezw. weniger Flüssigkeit dem Apparat zugeführt wird.
Bei gleichem Inhalt der gefüllten Gefässe 8 bezw. 9 strömt die Flüssigkeit schnell in den Füllkasten 24 über, wenn die Flüssigkeit sich schnell im Gefäss 8 entleert, weil dabei eine niedrige
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Flüssigkeit in die Gefässe 8 bezw. 9 der Spiegel in denselben höher steigen kann als bei langsamem Einfliessen der Flüssigkeit, durch welche Anordnung erreicht wird, dass der Füllkasten sich stets
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und die Flüssigkeit durch das Rohr 43 direkt im Behälter 13 geleitet wird. Ferner werden die Gefässe 8 und 9 fest in der Kipprichtung angeordnet, bezw. das Kippgefäss einfach zweiteilig gemacht.
Der Vorgang des Kippens erfolgt übrigens bei diesem vereinfachten Apparat genau in der vorbeschriebenen Weise,
Mit dem neuen Ftüsaigkeitamesser wird ein sehr genaues Abmessen erreicht, indem das Umkippen indirekt von der Schwerpunktverlegung, direkt aber nur von dem Füllen des Füll- kastens 24 abhängig ist, welches Füllen immer allmählich erfolgt, während das Umlegen der Klinke 18 immer bei einer gleich grossen Flüssigkeitsmenge in dem Füllkasten 24 24 stattfindet. Die durch Kippung eines Gefässes 8 oder 9 abgemessene Flüssigkeitsmenge setzt sich also zusammen aus dem Inhalt dieses Gefässes und dem Inhalt des Füllkastens 24 und ist immer dieselbe.
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Selbsttätiger Flüssigkeitsmesser, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippvorrichtung (1) beim Füllen durch eine, für jede Abteilung derselben angeordnete Klinke (18) gehalten wird. welche durch Hebelübertragung (19, 22) mit einem den Boden eines beweglichen Füllkastens (24) schliessenden Ventile (25) in Verbindung steht, derart, dass das Gewicht des aus der Kipp-
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Stifte an den Haken (21) die Ventilstange (22) abwärts bewegt.