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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung zum Regeln der Abflussmengen aus Wasserbecken mit veränderlichem Stauspiegel besteht aus einer Stauanlage, aus welcher mehrere durch selbsttätig wirkende Abschlussorgane beeinflusste Abflüsse zum Unterwasser führen. Zur Erzielung angenähert gleichbleibender Abflussmengen sind die Abschlussorgane der Wasserabflüsse derartig eingerichtet, dass sie diese bei steigendem Wasserspiegel und damit ver-
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der stets offenbleibenden Wasserwege selbsttätig schliessen und bei fallendem Wasserspiegel und damit verbundener verringerter Ausnussgeschwindigkeit des Wassers entsprechend der Reihe nach öffnen.
Auf diese Weise sind bei höchstem Wasserstande die mit Abschlussorganen ver- sehenen Wasserwege sämtlich geschlossen, so dass ein gewünschtes Quantum Wasser in der Zeiteinheit nur durch die stets offenen Wasserwege mit erhöhter Geschwindigkeit hindurchfliesst, während bei niedrigstem Wasserstande sämtliche Wasserwege geöffnet sind. durch welche das gleiche Quantum Wasser in der Zeiteinheit mit geringerer Geschwindigkeit hindurchfliesst.
Bei dem in der Zeichnung gewählten Ausführungsbeispiele finden als Abschlussorgane Rohrschieber Verwendung.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Einrichtung im Längsschnitt nach Linie A-B der Fig. 3.
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie der Fig. 3, Fig. 3 die allgemeine Anordnung in einem Litgeplan und Fig. 4 einen Grundriss der Rohrschieberführung.
In Fig. 2 ist gegen die lotrechte Abzisse y : - Y eine leicht zu berechnende Kurve X-X gezeichnet, deren wagerechte Ordinaten für jede Wasserstandshöhe angeben, wie gross für den
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Bei absinkendem Wasserspiegel tritt der umgekehrte Vorgang ein. Erreicht beispielsweise der fallende Wasserstand den oberen Rand des Schützes IV, so läuft kein Wasser mehr von oben
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der Art gewährleistet, dass ein gleichmässiger Abfluss einer bestimmt gewollten Wassermenge in das Unterwasser stattfindet.
In vorigem war hiebei vorausgesetzt, dass der Abfluss ein gleichmässiger sei. Selbstverständlich kann man die Kurve X-X auch so berechnen, dass beispielsweise der Abfluss bei höheren Wasserständen stärker wird als bei niedrigen. Ist es für gewerbliche Betriebe zulässig, dass bei grösserem Wasserzulauf das Abflusswasser in erheblicher Weise, z. B. auf das Doppelte gesteigert werden kann, so empfiehlt es sich, eine zweite Schützenkammer anzulegen und mit der ersten in Verbindung zu setzen.
Das Verbindungsschütz kann auch so eingestellt werden, dass die zweite Kammer nur ein geringes Mehr abfliessen lässt, da die Zylinderschützen in ihr sich auch dann schliessen, wenn das Niedrigwasser NW unter den gewöhnlichen Stand sinkt, weil dann die Zylinderschützen nicht mehr schwimmen und sich ihrem Gewichte entsprechend erst nach und nach bei steigendem Wasser wieder in die Schwimmstellung heben. Aussergewöhnliche Hochwasser muss man natürlich, wie auch sonst durch besondere Freiarchen, Niederlegen des Stauwerkes usw. ablassen.
In den vorstehenden Ausführungen ist als Verschlusskörper das Zylinderschütz zu Grunde gelegt worden. weil es für die genannten Zwecke am geeignetsten ist, da es keinerlei seitliche Kräfte aufzunehmen hat, also sehr leicht an einfachen seitlichen Rollen ohne besondere maschinelle Vorrichtung geführt werden kann und daher sehr geringe Bewegungswiderstände enthält.
Vorteilhaft ist dabei auch die geringe Hubhöhe des Zylinderschützes. Natürlich kann man auch andere Verschlusskörper, z. B. das bekannte Gleit-oder Rollschütz, in gleicher Weise als Schwimmkasten ausbilden. Der Auftrieb hat dann aber auch die durch den wagerechten Druck des Wassers verursachte Reibung zu überwinden, wobei zu beachten ist. dass auch die Hubhöhe viel grösser ist als beim Zylinderschütz. Ebenso kann man die Schützen durch schwimmende Gegengewichte bewegen, die in verschiedenen, den Wasserständen angepassten Höhen aufgehängt sind. Dann hat man aber, wie erwähnt, besondere Kettenzüge mit Rollen und die zu ihrer Unterstützung dienenden Gerüste nötig und muss auch mit der Mehrbelastung durch das Gegengewicht und die grösseren Reibungswiderstände rechnen.
Soll das an der Regulierungsanlage verfügbare Gefälle durch eine Turbine oder eine andere Kraftmaschine ausgenutzt werden, so kann man die Regulierungsvorrichtungauch unmittelbar in das Unterwasser der Turbine stellen.