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Automatisch wirkende S) analvorrichtung für Exerziertorpedos.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Signalvorrichtung für Exerziertorpedos, die am Ende des von dem Torpedo zurückgelegten Weges automatisch in Wirkung tritt md dadurch anzeigt, wo sich der Torpedo jeweils befindet, so dass der Torped) nicht verloren 6hen kann. Die Torpedos besitzen nämlich eine geringe Schwimmfähigkeit, so dass ihr Körper kaum aus dem Wasser emportaucht und daher von einer gewissen Entfernung nicht mehr wahrgenommen werden können.
Man hat schon versucht auf den kostbaren Exerziertorpedos in einer Büchse eine bei der Berührung mit Wasser entflammende Substanz anzubringen, um dadurch die Bahn des Torpedos anzuzeigen, doch hat sich diese Methode nicht bewährt, da die Flamme bei Tageslicht nicht bemerkbar ist. Die Signalisiervorrichtung gemäss der Ernndung hat demgegenüber den Vorteil, lass sie auch bei Tageslicht von grösseren Entfernungen bemerkt und beobachtet werden kann ; de wirkt ausserdem automatisch, ist von sehr einfacher Konstruktion und kann beim Lancieren sowohl ober als auch unter dem Wasserspiegel angewendet werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, gemäss welcher eine Flagge als Merkzeichen in Anwendung kommt, und zwar zeigen :
Fig. 1 die Anordnungsweise der Signalvorrichtung an einem Torpedo in schematischer Darstellung,
Fig. 2, 3 und 4 eine Ausführungsform der Vorrichtung für Torpedos, die aus Überwasserrohren geschossen werden, in Seitenansicht und Oberansicht, bezw. im Schnitt,
Fig. 5 die entfaltete Flagge, in- Seitenansicht,
Fig. 6, 7 und 8 eine andere Ausführungsform, die bei aus Unterwasserrohren lancierten Torpedos in Anwendung kommen soll, in Schnitt, Seiten-und Oberansicht,
Fig. 9, 10, 11,12 und 13 sind Einzelheiten.
Am Hinterteil des Torpedos 1 (Fig. 1) wird die Platte 4 mittels Kopfschraube befestigt.
Diese Platte ist vorne mit Augen 5, 6 versehen, in denen die Rinne 8 um die Achse 7 drehbar gelagert ist. Um diese Achse ist eine Feder 9 gewunden, die sich mit ihrem einen Ende 10 auf die Platte 4, und mit dem anderen Ende 11 auf die Rinne 8 stützt und demnach bestrebt ist, letztere um ihre Achse 7 zu verdrehen und dadurch die Vorrichtung in geöffnete Stellung zu bringen. An der Rinne 8 ist eine Achse 12 angeordnet, die ein Gelenkstück 13 trägt. An dieses Gelenkstück ist eine Stange 14 befestigt, die in ein Auge 15 endet. Die um die Achse 12 gewundene Feder 76'drückt mit ihren Enden 17 und 18 gegen die Rinne 8 bzw. die Rückseite des Gelenk- stückes 7J und trachtet diese voneinander zu entfernen.
An 13 ist ferner ein Auge 19 und an der Rinne 8 das Auge 21 angeordnet, an welchen die Stangen 20 und 22 angelenkt sind (Fig. 4 uni ! 5).
Die Rinne 8 besitzt weiters ein Auge 23, an dem das eine Ende der Schnur 24 angebunden wird. Diese Schnur wird über die Enden der Stangen 20 und 22 geführt, mit seinem anderen Ende bei 15 befestigt und trägt im Vereine mit diesen Stangen, der Rinne 8 und der Stange 14 die Flagge 25.
Am hinteren Ende der Platte 4 ist die Kammer 26 angeordnet, in welcher vor dem Lancieren ein Stück irgend einer im Wasser löslichen Substanz (z. B. Zucker) untergebracht wird. Gegen diese lösliche Substanz stützt sich der hintere Arm des als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Hemm- vorrichtung bezw. Schlossplatte 27, die mittels der Augen 28 auf der Achse 29 drehbar befestigt ist. Der vordere Arm 30 der Hemmvorrichtung 27 stützt sich bei geschlossener Lage der Flagge auf die Rückseite der Rinne 8 (Fig. 4). Behufs Einsetzung der löslichen Stütze in die Kammer 26 wird nach Herausziehen der Achse 29 die Schlossplatte 27 entfernt und nach erfolgter Einsetzung wieder eingesetzt und durch Hineinschieben der Achse festgelegt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende :
Die Signalvolrichtung wird in geschlossener bezw. niedergeklappter Lage durch den Arm 30 der Schlossplatte entgegen der Wirkung der Federn 9 und 16 in der Höhlung der Rinne niedergehalten (Fig. 2,3, 4). In dieser Stellung befinden sich das Gelenkstück 13, die Stangen 20, 22, die Schnur 24 und die Flagge 2J zusammengelegt im Innenraume der Rinne.
Nach Abschiessen des Torpedos dringt das Seewasser durch die Öffnung 31 in die Kammer ein (Fig. 2 und 4), wodurch die Stütze allmählich aufgelöst wird, so dass nach einem bestimmten Zeiträume die Schlossplatte die Rinne 8 ireigibt. Unter der Wirkung der Feder 9 klappt die Rinne 8 auf, wobei gleichzeitig auch die Feder 16 in Tätigkeit tritt, so dass die Stange 14 sowie auch die Stangen 20 und 22 in die auf der Zeichnung (Fig. 5) ersichtliche Lage gelangen und somit die
Flagge entfaltet wird. Die Bestandteile 8, 13 und 14 bilden demnach den Mast der Flagge.
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Damit die entfaltete Flagge am geneigten Hinterteil des Torpedos eine möglichst vertikale Stellung einnehmen kann, wird für den Öffnungswinkel der Linie a a mit der Unterlagsplatte 4 etwa 950 angenommen (Fig. 5).
Die in den Fig. 6-8 für Unterwasserrohre bestimmte usführungsfornl unterscheidet sich von der beschriebenen in der besonderen Einrichtung der Kammer 26, zum Zwecke, die lösliche Stütze der Einwirkung des Seewassers nicht früher als vom Zeitpunkte der Lancierung an auszusetzen.
Die lösliche Stütze wird in diesem Falle vorzugsweise in Ölpapier, Kautschuk oder dergl. derart verpackt, dass bloss deren der Einwirkung des Wassers auszusetzende obere Seite freiliegt und in der gänzlich verschlossenen Kammer 26 untergebracht. Diese Kammer ist bei Einschaltung der Dichtungsplatte 32 (Fig. 11). mittels eines Deckels 34 (Fig. 10) verschlossen, in dessen Mitte eine Öffnung 35 vorgesehen ist, die mit einer ebensolchen Öffnung der Dichtungsplatte korrespondiert. Auf den Deckel 34 ist das keilförmig abgeschrägte Ende eines Riemens 36 gelegt, welches auf demselben durch eine Platte 38 niedergehalten wird. Letztere wird ihrerseits von den Schrauben 41 ; 44 festgehalten (Fig. 7), die auf an der Platte 4 befestigten Schraubenbolzen 42, 43 sitzen (Fig. 9).
Die unteren Schrauben 41 stützen sich unmittelbar auf den Deckel 34 und bewirken eine gute Dichtung. Die Platte 38 schmiegt sich mit ihrem schief ausgestanzten mittleren Teil der Keilform des Riemenendes 36 an und ist in ihrer Mitte gleich dem darunter befindlichen Deckel 34 und der Dichtungsplatte 32 durchbrochen (Fig. 13 und 13). Das am anderen Ende des Riemens befestigte Seil 37 dient zum Herausziehen des keilförmigen Riemenendes und hiemit zur Ermöglichung des Eintrittes des Wassers in die Lösekammer.
Die in der Kammer 26 untergebrachte lösliche Stütze liegt auf der Schloss platte 45 auf, die um eine durch die Kammerwände geführte Achse 46 drehbar ist, deren winkelförmig abgebogene Ende 47 unter den an der Rinne 8 angelöteten Ansatz 48 greifend, die Rinne niederhält. Der vertikale Bolzen 19 verhindert ein seitliches Ausweichen des Ansatzes 48.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist folgende :
In geschlossener Stellung der Signalvorrichtung wird die Rinne 8 samt der zusammen- gefalteten Flagge vermittels des Ansatzes 48 von dem Winkelarm 47 dadurch niedergehalten, dass die in der Kammer befindliche Stütze die Drehung der Platte 45 verhindert und den Winkelarm festhält. Beim Lancieren des Torpedos wird vorerst die Schnur 37 an irgendeiner Stelle des Schiffes angebunden, so dass die Schnur den Riemen 36 zurückhält und demzufolge die Öffnungen der
Kammer frei werden und die lösliche Stütze dem Seewasser zugänglich gemacht wird.
Das Auf- lösen der Stütze erfolgt nun wie zuvor in einem voraus bestimmten Zeiträume, worauf die Platte 45 sich verdreht und dessen Arm den Ansatz 48 sowie die unter Federwirkung stehende Rinne 8 freigibt, und die Flagge in der obenbeschriebenen Weise entfaltet wird.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Automatisch wirkende Signal Vorrichtung für Exerziertorpedos, gekennzeichnet durch eine am hinteren Teil des Torpedos angeordnete. unter Federwirkung durch eine Hemmvor- richtung in zusammengefaltetem Zustande gehaltene Flagge, die gegen Ende des Torpedo- laufes zufolge automatischer Auslösung der Hemmvorrichtung durch Federwirkung entfaltet wird und als Signal dient.