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Stromzuteitungsdrähte für Metallfadenglühlampen.
Bei Metallfadenlampen mit Fadenbügeln werden die freien Enden der Bügel an Drähte angekittet oder angelötet, die mittels einer Glaslinse an der Mittelstütze befestigt sind und nicht nur dazu dienen, die freien Enden der Fadenbügel festzuhalten, sondern auch dazu, den Strom von einem Fadenbügel zum nächsten zu leiten. Diese Zuleitungsdrähte bestanden bisher aus V-förmig gebogenem Runddraht, der mit der Biegung in die Linse eingeschmolzen wurde.
Bei Lampen für grössere Lichtstärken (100 bis 1000 Kerzen), die zumeist auch eine grössere Anzahl von Fadcnbügeln enthalten, entstehen dadurch erhebliche Schwierigkeiten, da die Zuleitungdrähte so stark sein müssen, dass sie durch den Betriebsstrom nicht zu sehr erhitzt werden und b (im Einschmelzen einer grösseren Zahl solcher starker V-förmiger Drähte in eine Linse viel Bruch entsteht, weil die Metallmasse im Vergleich zur Glasmasse zu gross wird.
Ein weiterer Mangel dieser Konstruktion ist der, dass die im Glas eingebetteten Teile der Zuleitungsdräbte gleichfalls vom Strom durchflossen werden und sich natürlich erwärmen, was angesichts der verhältnismässig geringen Glasmasse der Linse sehr leicht zu einer Lockerung und selbst zum Bruch der Linse führen kann, namentlich im Falle von zufälligen Spannungssteigerungen, welche die Glühfäden selbst ohne Schaden vertragen könnten.
Diesen Mängeln wird nach der Erfindung dadurch begegnet, dass man die Stromzuleitungsdrähte aus einem Stücke Rund-, Oval- oder Vierkantdraht oder endlich aus Blechstreifen, die
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getrennten Drahtteile auseinander biegt und an sie die Glühfäden anlötet oder ankittet und das andere zweckmässig verjüngte Ende des Drahtes in die Linse einschmilzt. wobei der Schlitz nicht
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In der Zeichnung zeigen Fig. 1 bis 4 verschiedene Ausführungsformen der Erfindung. In Fig. 1 besteht der Stromzuleitungsdraht aus einem Stücke Runddraht a, der auf einen Teil seiner Länge bei geschlitzt ist. Die zu beiden Seiten des Schlitzes liegenden Teile c. d des Drahtes
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zuleitungsdrähte auf einmal herstellt, indem man das an beiden Enden geschützte Stück in der Mitte schräg durchschneidet. Dies gestattet, Stromzuführungadrähte nach der Erfindung mit dem geringstmöglichen Matcrialaufwande ohne jedweden Abfall zu erzeugen.
Das Auseinanderbiegen der zu beiden Seiten des Schlitzes liegenden Teile des Stromzuleitungsdrahtes kann in beliebiger Weise erfolgen ; auch können die auseinander gebogenen Teile beliebig gekrümmt und verdreht werden und selbst verschiedene Länge haben, wie es eben die Anordnung der Glühfäden in der Lampe und das bequeme Anlöten oder Ankitten der Fadenenden an die Stromzuführungsdrähte erfordert.
Wird der Stromzuleitungsdraht aus einem Blechstreifen hergestellt, so empfiehlt es sich, ihn hochkantig in die Linse einzuschmelzen, um die letztere möglichst klein halten zu können.
Die geringe Masse und geringe Oberfläche der Stromzuleitungadräbte nach der Erfindung trägt auch zur Verbesserung der Lampe insofern bei, als damit die Menge des in die Lampe ein- geführten Fremdmateriales und die oxydierbare Oberfläche verringert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stromzuleitungsdrähte für Metallfadenglühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem in der Längsrichtung geschlitzten Drahtstücke oder Blechstreifen bestehen, dessen zu beiden Seiten des Schlitzes liegende Teile auseinander gebogen sind und beliebig gekrümmt und verdreht sein können, wobei der Schlitz nicht bis an das zweckmässig verjüngte, in die Linse einzuschmelzende Ende des Drahtes oder Blechstreifens reicht.