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Maschine zum Pulverisieren von vulkanisiertem Kautschuk.
Bisher hat man vulkanisierten Kautschuk zu Pulver zerkleinert, indem man ihn mittels Rollen, die sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegten, einer Mahlwirkung aussetzte ; diese Rollen verlangten für ihren Antrieb eine grosse Kraft und ermöglichten es auch nicht, den Kautschuk zu einem feinen Pulver zu mahlen, wie es für manchen Zweck von Vorteil und auch mitunter erforderlich ist. Durch die erzeugte Reibung und die dadurch entstehende Hitze kommt es leicht vor, dass der Kautschuk schlechter wird ; ebenso ist es möglich, dass die sich unter dem alten Kautschuk befindlichen Metallstücke die erwähnten Rollen beschädigen oder einen Bruch in der Maschine verursachen.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese Ubelatände vollkommen vermieden und besteht das Neue darin, dass die zu zerkleinernden Kautschukstücke lose in einen Behälter eingelegt werden, dessen Wände Reibflächen aufweisen und relativ zueinander beweglich sind ; in diesem Behälter können die Kautschukstücke frei umherrollen, so dass sie ihre Lage fortwährend ändern und ein Heisswerden des Kautschuks und der sich drehenden Wände vermieden wird.
Auf der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im Schnitt dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Behälter, der Öffnungen und raspel-oder reibeisenartige Vorsprünge
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welche den gemahlenen Kautschuk von dem Behälter nach unten in das Gehäuse fallen lässt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Maschine ist der Zylinder a an einer mit öffnungen versehenen Scheibe A befestigt, die sich um eine vertikale Achse d dreht. Die Achse d wird von dem Spurzapfenlager i getragen ; an ihrem oberen Ende ist ein innerer Zylinder k befestigt, der, ebenso
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Bei den beiden Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und 2 kann auf die Kautschukstiickf ein Gewicht l'aufgelegt werden.
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@ raspel- oder reibeisenartige Vorsprünge besitzt und horizontal in dem Gehäuse c angeordnet ist.
An beiden Enden sind mit Öffnungen versehene Scheiben f vorgesehen, welche auf ihrer
Innenseite mit Scheiben b bekleidet sind, die Öffnungen und raspel- oder reibeisenartige Vor- spriinge besitzen. Die Scheiben/sind auf den Enden von horizontalen Achsen d befestigt, dn'
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und w werden durch einen offenen bzw. gekreuzten Riemen angetrieben, so dass sich die beiden Zylinder a und k in entgegengesetzter Richtung drehen. Die Scheibe u hat eine Einlassöflnung 2, an welche ein an dem Gehäuse c befestigter Trichter r angeschlossen ist, der dazu dient, die zu zerkleinernden Kautschukstücke in den Raum zwischen den beiden Zylindern a, k einzufüllen.
Durch die Drehung der Scheiben und Zylinder werden die Kautschukstücke infolge ihrer losen Lagerung in dem Behälter umhergeworfen, so dass sie alle mit den gerauhten Flächen in
Berührung kommen und allmählich zu einem feinen Pulver zermahlen werden, ohne dass sie sich irgendwie erhitzen oder verbrennen. Die elastischen Eigenschaften des Kautschuks bleiben auf diese Weise vollständig erhalten.
Der untere Teil des Gehäuses c ist bei allen Ausführungsbeispielen durch eine Röhre 3 mit einem Gebläse verbunden, das den gemahlenen Kautschuk absaugt und zu gleicher Zeit die
Reibflächen kühl hält, wodurch diese viel länger scharf bleiben.
Die mit Öffnungen und raspel-oder reibeisenartigen Vorsprüngen versehenen Scheiben und Zylinder werden zweckmässig aus Stahl hergestellt und die Öffnungen derart durchgestanzt, dass sie an der mit dem zu mahlenden Kautschuk in Berührung kommenden Fläche dreieckige oder runde Vorsprünge besitzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Pulverisieren von vulkanisiertem Kautschuk, gekennzeichnet durch einen
Behälter mit mindestens zwei Reibflächen aufweisenden, relativ zueinander beweglichen Wänden, zwischen welche der Kautschuk lose eingefüllt wird, zum Zweck, die Schädigung des Kautschuks infolge Warmwerdens durch einen Anpressungsdruck zu vermeiden und an Antriebskraft zu sparen.