AT44045B - Verfahren zur Herstellung von schwefelsauren Tonerdeverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwefelsauren Tonerdeverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von schwefelsauren Tonerdeverbindungen. 



   Das vorliegende Verfahren bezweckt die Herstellung von Aluminiumsulfat und Alanen. 



  Es wird in der Weise ausgeführt, dass tonerdehaltigc Materialien, insbesondere Ton und Bauxit, ohne vorheriges Glühen mit einem Überschuss von Schwefelsäure gekocht werden. Die Menge der   Schwefelsäure   wird am besten so gewählt, dass auf je ein Atom Aluminium und Eisen zwei 
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 sulfatlösung wird heiss von dem ungelösten Rückstande nach einer der üblichen Methoden getrennt. 



  Beim Erkalten scheidet sich das Aluminiumsulfat mit nur noch 0'03% Fe ab. Um das Eisen noch weiter zu entfernen, löst man abermals in heisser Schwefelsäure   von 35-t50 Bé und   lässt wieder erkalten. Es scheidet sich nunmehr ein   eisenfreies   Aluminiumsulfat aus, während das Eisen in der   überschüssigen   Schwefelsäure gelöst bleibt. Einfaches Umkristallisieren von eisenhaltigem Aluminiumsulfat in Wasser führt bekanntlich nicht   zum Ziele.   



   Zur Herstellung von Kalialaun versetzt man die klare, heisse, saure   Aluminiumsulfatlösung   mit Kaliumsulfat. Beim Erkalten kristallisiert der Kalialaun mit nur   noch 0#01% Fe aus. Dieser   Alaun kann durch Umkristallisieren aus Wasser oder   dünner Schwefelsäure   in ein eisenfreies Produkt verwandelt werden. 
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 man es schon der Aufschlusssäure zusetzen. 



   Die nach dem Ausfallen des   Aluminiull1sulfates   bezw. des Alauns restierende Säure kann je nach dem Eisengehalte des Rohmateriales 4-6mal wiederbenutzt werden. Alsdann hat sich das Eisen so sehr angereichert, dass man bei weiterer Benutzung zu stark eisenhaltige Produkte erhält. Die Säure lässt sich aber nun auf sehr einfache Weise von dem Eisen befreien. Wenn man sie nämlich auf mindestens   500 Be.   konzentriert, so fällt der weitaus grösste Teil des gelösten Eisensulfates aus und die Säure kann nun wieder zu neuen Aufschlüssen benützt werden. 



   Die Ausführung des Verfahrens sei an zwei Beispielen näher erläutert. 



   1. Darstellung von Aluminiumsulfat : 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der auskristallisierte Alaun wird in derselben Weise wie das Aluminiumsulfat unter I weiter behandelt. 



   Die Vorteile des Verfahrens sind   folgende : Eisenfreies Aluminiumsulfat   wurde bisher 
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 Aluminiumsulfat direkt aus Ton gewonnen, aber man wandte keinen   Überschuss   an Schwefelsäure zum Aufschluss an. In diesem Falle erhält man nicht nur ein sehr unreines Produkt, sondern man muss auch den Ton vorher einem Glühprozess unterwerfen, was unnötig ist, wenn der Auf-   schluss   mit einem Überschüsse an Schwefelsäure vorgenommen wird. Hierin liegt der zweite grosse Vorteil des vorliegenden Verfahrens. 



    PATENT. ANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung von schwefelsauren   Tonerde Verbindungen, dadurch   gekennzeichnet, dass Ton oder tonerdehältige Rohmaterialien mit einem   Überschuss   von Schwefelsäure aufgeschlossen werden, wobei der   Überschuss   derart bemessen wird, dass auf ein Atom Aluminium und Eisen zwei Moleküle   JSO in   Form von   35-45grädiger   Säure kommen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Darstellung von Alaun, dadurch gekennzeichnet, dass man die nach Anspruch 1 erhaltenen heissen, sauren Aluminiumsulfatlösungen mit Kaliumsulfat oder anderen Sulfaten versetzt.
    3. Eine Ausführuugsform dea Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, derzufolge die nach 1 bezw. 2 erhaltenen Produkte zwecks weiterer Reinigung in heisser Schwefelsäure gelöst werden.
    4. eine Ausführugnsform, der zufolge die bei dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bezw. 2 resultierende, eisenhaltige Säure durch Konzentrieren wieder gereinigt wird.
AT44045D 1908-05-26 1909-03-13 Verfahren zur Herstellung von schwefelsauren Tonerdeverbindungen. AT44045B (de)

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