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Schuhwerkklopfmaschine mit einer drehbaren Klopfvorrichtung.
Es sind Maschinen zum Klopfen von Schuhwerk bekannt geworden, bei welchen das Klopfwerkzeug aus in einer Zylinderfläche angeordneten Rollen besteht. Bei der Drehung des Rollenträgers klopfen diese Rollen nacheinander auf das Werkstück. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Vorrichtung, bei welcher gleichfalls eine umlaufende Klopfvorrichtung angebracht ist, wobei aber die Klopfglieder durch die Fliehkraft auswärts gehalten werden und daher beim Auftreffen auf das Werkstück vollständig frei einwärts nachgeben können. Die Klopfwerkzeuge können sich daher der Form des Werkstückes mit Le@chtigkeit anpassen.
Beispielsweise können die Klopfwerkzeuge aus losen Ringen bestehen, die mit genügendem Spielraum nebeneinander auf Stangen angeordnet sind, deren Durchmesser geringer ist, als die lichte Weite der Ringe, so dass sie sich frei einstellen können. Zweckmässig wird mit diesen drehbaren auf den Boden des Werkstückes wirkenden Klopfwerkzeug noch ein weiteres Werkzeug in Verbindung
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schlagend auf das Werkstück (\inwirk1.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbcispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist eine
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sucht in Zusammenwirkung mit. den Klopfwerkzeugen 14 das an der Kante des Leistens oder in der Nähe derselben anliegende Oberleder zu gestalten. Die Platte 22 dient auch als Auflager
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teilige Erschütterungen des dargebotenen Schuhes. In der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform wird, die Platte 22 auch in ihrer Längsrichtung hin-und hssTbewegt. Der Teil 26 verbindet die Platte 22 qlit der Kurvenscheibe 28, so dass die Platte 22 in der Längsrichtung der Leistenkante bewegt wird und das dort befindliche Oberledermaterial gestaltet.
Gleichzeitig wird die Platte 22 auch die bereits erwähnten Schwingbewegungen ausführen und eine Schlagwirkung auf den Schuh ausüben. Es ist zu erkennen, dass die Platte 22 etwa vorhandene Falten oder Unebenheiten aus dem Oberleder entfernt.
Ioder in Fig. 11 und 12 dargestellten Ausführungsform besitzt die Platte 22 einen ortsfesten Teil 221 und einen, nachgiebiger Bewegungen fähigen Teil 222. Die nachgiebigen Bewegungen des Teiles 222 finden entgegengesetzt der Spannung der Feder 223 statt, bis der Schaft, der Platte 22 in die Bewegungsbahn des sich rasch drehenden Antriebsgliedes 224 gebracht wird ; das letztere bewirkt, dass der Teil 221 auf die Seite des Schuhes eine Anzahl rasch aufeinanderfolgender Schläge ausübt und während der Erteilung der Schläge beständig mit dem Schuh in Berührung bleibt.
An dem Maschinengestell ist ein Ständer 30 angebracht, welcher ein verstellbares Auflager 34 trägt, auf das der zu bearbeitende Schuh aufgebracht wird (Fig. 2 und 6 oder 4).
Die in Fig. 7 und 8 dargestellten Klopfwerkzeuge 40 sind hantelförmig ausgebildet. Die Klopfwerkzeuge 40 besitzen Halsstücke 44 und an ihren inneren Enden angebrachte Flanschen 45.
Die zwischen den Stangen 12 angeordneten Klopfwerkzeuge 40 (Fig, 8) können während der Drehung ihres Trägers entgegengesetzt der entstandenen Fliehkraft nachgeben und können auch, wenn sie mit dem Schuh zusammentreffen, nach rückwärts zu gekippt werden, so dass sie auch reibend auf den Schuh einwirken.
Der Arbeiter bietet den Schuh der Maschine so dar, dass die zu bearbeitende Fläche mit den durch die Fliehkraft nach auswärts gehaltenen Werkzeugen in Berührung treten kann. Sobald dies der Fall ist, geben die Werkzeuge entgegengesetzt der Richtung der Fliehkraft nach und schwingen oder drehen sich auf den Stangen 12, so dass sie reibend über die Oberfläche des Werkstückes hinweg gleiten. Da die Klopfwerkzeuge unabhängig voneinander nachgeben und Schwing- bewegungen ausführen können, passen sie sich stets dem gerade der Bearbeitung unterzogenen Teil des Werkstückes an.
Während der Bearbeitung des Vorderteiles des Schuhes wird die Seite des Schuhes an die Platte 22 angedrückt, damit das nächst der Leistenkante befindliche Ober-
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erteilt (Fig. 2 und 10), so wird dieselbe durch reibende Einwirkung und Ausübung von Schlägen Jas Blockieren des Schuhes besorgen. Während der Bearbeitung der Seiten und des Bodens des Fersenteiles des Schuhes und auch während der Bearbeitung der Seiten des Vorderteiles des Schuhes kann der Schuh auf das Auflager 34 aufgebracht werden (Fig. 2, 4 und 6). Andere zu bearbeitende Teile des Schuhes werden von dem Arbeiter mit der erforderlichen Kraft für einen genügenden Zeitraum gegen die KIopfvorrichtung angedrückt.
Fig. 1 lässt erkennen, dass die Maschine ausser der Klopfvorriehtung auch noch eine Schmirgelscheibe 50 besitzt, welche dazu dient, das an den Schuhboden befindliche überschüssige Material zu entfernen, z. B. damit der Sohle an der Schuhspitze eine glatte Auflagefläche geboten wird. Die Maschine besitzt auch eine von der Welle 23 aus in Drehung versetzte Beschneidvorriehtung 52 für den Spitzenteil des Schuhes. Eine durch Reibung erhitzte Rolle 54 dient zum Glätten der Seiten des Schuhes. Schliesslich ist an der Maschine auch ein Behälter 5 : ; angebracht, in dem sich ein mit Ö ! oder dergl. getränkter Schwamm befindet, gegen den der Arbeiter den Spitzenteil des Schuhes andrückt, ehe er der Klopfvorrichtung dargeboten wird.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Schuhwerkklopfmaschine mit einer drehbaren Klopfvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Klopfvorrichtung aus einer Anzahl von in einer Zylinderfläche angeordneten Klopfwerkzeugen besteht, welche durch die durch Drehung ihres Trägers hervorgebrachte Fliehkraft nach auswärts gehalten werden und einwärts zu nachgeben können, wenn sie mit dem Schuh in Berührung treten.