<Desc/Clms Page number 1>
Treppenplanrostfeuerung.
Die Erfindung betrifft eine Treppenplanrostfeuerung, welche durch zwei lange, treppenartig übereinander eingebaute, gegen die Feuerbrücke abfallende Planroste und einem zu unterst angeordneten, nach vorne ziehbaren, horizontalen Schlackenrost, an welchen sich rückwärts noch ein gegen die Feuerbrücke ansteigender Schrägrost anschliesst, in drei, von einander vollkommen getrennte Zonen, und zwar die Verkokungs-, Verbrennungs- und Verschlackungszone eingeteilt ist, und besteht darin, dass die drei Zonen, dem steigenden Luftbedarf entsprechend, immer breiter angeordnete Rostspalten aufweisen.
Durch diese Dreizonenteilung der Rostanlage wird dieselbe besonders für stark backende beispielsweise Rossitzer Kohle verwendbar, von der sowohl die schlechteren Sorten, als auch die sich bei der Sortierung und Wäsche ergebenden Abfälle möglichst vorteilhaft verbrannt werden können.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dar.
Die beiden oberen treppenartig angeordneten Roste a und b, bestehend aus gusseisernen, zu Roststabpacketen zusammengenieteten Roststäben mit beispielsweise 5 bzw. 10 ? HMt breiten Längsspalten, während der Schlackenrost c und Schrägrost d aus schmiedeeisernen Roststäben von beispielsweise 15 mm Spaltweite bestehen.
Das Mauerwerk der Feuerbrücke f tritt als Gewölbe über die unteren Roste zurück, um den Sekundärluftstrom, welcher beim Durchströmen durch diese Roste vorgewärmt wird. den noch teilweise unvollständig verbrannten Gasen der oberen Kohlenpartien entgegcnzuführcn.
Die Roste a und b. die gegen die Feuerbrücke f abfallen, ruhen mit ihren vorderen Enden auf gelochten, die Rostträger bildenden schmiedeeisernen Siederohren e, g auf, die durch eingeleiteten Dampf gekühlt werden, während der gegen die Feuerbrücke anwteigende Schrägrost d auf stabartigen Trägern A aufruht. Der Schlackenrost c ist auf einem Trägerrahmen i verschiebbar und kann mittels eines Stellhebels, der mit dem Schlackenrost durch eine Zugstange k gelenkig verbunden ist, nach vorne gezogen werden.
Von den Rosten dient der erste Planrost a vorerst dazu, dieaufgeworfene Kohle vorzuwärmen ; später im Vorrücken erfolgt die Entzündung, das Zusammenbacken und die Verkokung der
Kohle. Ein Schlacken erfolgt nur teilweise, die Rostspalten sind noch eng angeordnet.
In der zweiten Zone, dem tiefer angeordneten zweiten Planroste findet die eigentliche Ver- brennung statt ; die Aschenbestandteile gelangen stärker zur Verschlackung, die Rostspalten sind breiter.
In der dritten Zone, am nach vorne ziehbaren Planroste und dem ansteigenden Schräg- roste, wird dem Brennmaterial genügend Zeit gelassen vollständig auszubrennen und es sammelt sich die Schlacke auf dem Planroste, der zur Reinigung nach vorne gezogen wird. Die Heizgase und Flammen der dritten Zone werden durch die Chamotte gemauerten Vorsprünge (Flammen- wender) den Gasen der zweiten und ersten Zone entgegengeführt. Verstärkt wird diese Wirkung durch den Schrägrost mit den breiten Rostspalten, durch die genügend Luft durchziehen kann.
Da bei der vorliegenden Treppenplanrostfeuerung die vorderen, mehr im Feuer befindlichen
EMI1.1
Ausserdem wirkt der ziemlich feuchte Abdampf auf uic Rnhlackenbildung günstig ein, so dass ein Herunterstossen der Schlacken von den beiden oberen Planrosten auf den nach vorne ziehbaren
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
vermieden.
Während bei den früher üblichen R08nlagen ein Herausreissen von glühenden Kohlenteilen mit der Schlacke beim Reinigen der Roste unvermeidlich war, ist dies bei der vorliegenden Treppenplanrostfeuerung ausgeschlossen. Die Schlacken sammeln sich am nach vorne ziehbaren Planroste, der sehr leicht zugänglich ist.