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Maschinen-Regulator für Dampfschiffe.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Reglereinrichtung für die Maschinen von Seedampfsehiffen, durch welche bei schwerer See die Drosselklappe der Schinsmaschine entsprechend
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geschlossen wird, um bei der Aufwärtsbewegung dos Schiffes auf einen Wellenberg mehr Dampf zur Maschine einzulassen, beim Herabgleiten von einem Wellenberg dagegen den Dampf abzusperren.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist parallel zur Längsschiffebene ein Quecksilberumschalter
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Wicklung eines Elektromagneten oder der Spule eines Solenoides in Verbindung gesetzt und die Anker bezw. Kerne der letzteren sind in fester Verbindung mit der Stellstange der Drosselklappe.
Je nach der Stampfbewegung des Schinskörpers kommen die Kontaktstifte in dem zugehörigen Napfe zum Eintauchen und erregen die zugehörige Elektromagnet- oder Solenoidwicklung, deren Anker oder Kern zufolge seiner Anziehung die Stellstange verschiebt und die Verstetmng der Drosselklappe im entsprechenden Sinne (Öffnen oder Schliessen) bewirkt.
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Dieselbe besteht aus zwei auf einer Fundamentplatte angebrachten Ständern a, von welchen der eine zwecks Einstellens der Einrichtung gehoben oder gesenkt werden kann.
In diesen Ständern ist vermittels zweier in Kugellagern k drehbarer Achszapfen ein rechteckiger Rahmen b schwingbar gelagert, der bei zur Längsschiffebene paralleler Stellung der durch die Achszapfen gelegt gedachten Drehachse in der Richtung der Rollbewegung des Schiffes ausschwingen kann.
Quer zur Längsachse des Rahmens b ruht auf diesem in seiner Mitte ein zweiter Rahmen c
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und dessen Pendelbewegung durch zwei Luftbremsen h begrenzt wird, befinden sich zwei voneinander unabhängige Widerstände w und wl, deren Windungen serienweise durch Drähte mit in den Rahmenarmen ei isoliert eingesetzten Kontaktstift. en 9 bezw. gl von der Reihe nach zunehmender Länge verbunden sind. Diese Widerstände w, w1 sind andererseits an die bezüglichen Wicklungen s, s1 zweier im Maschinenraum angebrachter Elektromagnete oder Solenoide an-
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sind, die ihrerseits wieder an der die Drosselklappe verstellenden Zugstange M befestigt sind.
Die die Vorrichtung mit Strom versehende Gleichstromdvnamo ist mit ihrem einen Pole an die beiden Quecksilbernäpfe d angeschlossen, während ihr anderer Pol mit den Wicklungen beider Elektromagnete oder Solenoide in Verbindung steht.
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fähig zu haben-und bei weiterer Drehung von der Lamelle weg den Strom gänzlich unterbricht.
Beginnt der Dampfer infolge schweren Seeganges zu rollen und zu stampfen, so wird der Maschinenregulator durch Einstellen des Schalterarmes auf die Lamelle 1, was im Maschinenraum oder mit Hilfe einer Umschaltieitung auch von der Kommandobrücke aus geschehen kann, eingeschaltet.
Infolge der kardanischen Aufhängung wird die ganze Vorrichtung entgegengesetzt der Rollbewegung schwingen, die Quecksilbernäpfe d und der mit den Widerständen w, tri versehene Rahmen c jedoch werden entsprechend der Stampfbewegung pendeln, wobei durch die Luftbremsen h die Pendelbewegung des, Rahmens c gemildert wird. Infolgedessen werden die Kontaktstifte in das Quecksilber des zugehörigen Napfes mehr oder weniger tief eintauchen und dadurch unter Einschaltung der entsprechenden Anzahl Widerstände der bezüglichen Gruppe w oder Wl der zugehörige Elektromagnet (oder Solenoid) mit Strom gespeist, so dass der Anker oder Kern in die Wicklung oder Spule hineingezogen und somit die Zugstange im Sinne des Offnens oder Schliessens der Drosselklappe verstellt wird.
Bei der Aufwärtsbewegung des Schiffes auf einen Wellenberg tritt Kontaktschluss für jenen Elektromagnet ein, welcher das Öffnen der Drosselklappe veranlasst, bei der Abwärtsbewegung in ein Wellental Kontaktschluss für den anderen das Schliessen der Drosselklappe bewirkenden Elektromagneten, wobei zu bemerken ist, dass dieses Schliessen bereits vor sich geht, ehe noch das Schiff in die wagrechte Lage am Gipfel des Wellenberges gelangt und in die abwärts geneigte Lage übergeht.
Die richtige Einstellung des Maschinenregulators durch Heben oder Senken des einen seiner beiden Ständer ist erreicht, wenn im Ruhezustand der erste Kontaktstift des Widerstandes für den Schliessungsmagneten in den einen Quecksilbernapf eintaucht bezw. durch diesen Kontaktschluss die Drosselklappe schliesst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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den Stampfbewegungen entsprechend selbsttätig öffnet und schliesst, gekennzeichnet durch einen parallel zur Längsschiffebene angeordneten Quecksilberumschalter in kardanischer Auf- hängung, der aus einem gegen Rollbewegungen des Schiffes schwingend gelagerten Rahmen (b) mit zwei an diesem pendelnd hängenden Quecksilbernäpfen (d) und aus einem zweiten an diesem Rahmen schwingend gelagerten, abgebremsten Rahmen (c) besteht, welch letzterer an zwei Armen Kontaktstifte oberhalb der Näpfe hält und zwei Gruppen von Widerständen trägt, die je mit einem von die Zugstange der Drosselklappe in entgegengesetztem Sinne beeinflussenden Elektromagneten oder Solenoiden in Verbindung sind,
wobei durch die Stampfbewegung jeweils die entsprechend gelegenen Kontakte zum Eintauchen in das Quecksilber gebracht werden und der Stromschluss in dem betreffenden Elektromagnet (oder Solenoid) bewirkt wird.