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Einrichtungen zur Erzielung gleicher Ausfluss- oder Einflussmengen bei zwei Reservoiren, bezw. gleicher Durchflussmengen bei zwei Gerinnen.
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unterhalb derselben befindlichen Gegenbehälter bewirken soll, dass die im unteren Gerinne ab- fliessende Wassermenge in der Zeiteinheit jeden Augenblick gleich ist der oberhalb des oberen BehälterszufliessendenWassermenge.
Die Zeichnung stellt in Fig. l die allgemeine Anordnung der Anlage nach dem Stamm- patente und in den Fig. 2-5 schematisch verschiedene beispielsweise Ausführungsformen der Regelungseinrichtungdar.
Es handelt, sich darum, bei einer Kraftanlage T nach Fig. 1 durch eine Einrichtung dafür zu sorgen, dass die sekundlich abfliessende Wassermenge im Unterlauf-Gerinne hinter dem Gegen-
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oder eine Strecke (Fig. 2 rechte Seite oben) eingebaut und ebenso im Unterlauf, nämlich in dem Gerinne unterhalb des Gegenbeckens Cu (bei m2, Fig. 1), eine gleiche Strecke (Fig. 2 linke Seite) angeordnet. Diese beiden MeHahschnitte oder Strecken sind einander vollkommen gleich aus-
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geraden Stück a1', bezw, a2' unterhalb des Überfalles.
Sowohl die Längen als die Breiten, überhaupt die ganze Ausführung von a1 und a2, sowie a1' und a2' und ebenso die Hohen und Breiten und b1
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der Wasserhöhen oberhalb des freien Überfalles gemacht werden, in beiden Strecken infolge absolut kongruenter Ausführung auch für die peinlichsten Messungen und bei Vermeidung der
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in beiden Gerinnen die gleicle ist, so muss auch die sekundlich durchfliessende Wassermenge gleich sein.
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ausschaltet.
Sobald nun der Schwimmer d2 im Unterlauf tiefer oder höher steht als der Schwimmer d1
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'Fig. 3 zeigt die Anwendung der beschriebenen Regulierungseinrichtung bei Benützung der im Stammpatente beschriebenen siphonartigen Strecken. Hiebei werden von den bei den gleichen und völlig gleich angeordneten hydrometrischen Flügeln n1 und n2 kleine Dynamos betrieben, die den Strom zur Betätigung des Relais j erzeugen.
Da sich der Wasserspiegel, mithin auch der Druck, bezw. die Wasser-Geschwindigkeit bei der Ausflussöffnung aus dem Gegenbehälter Cu bei dem im Stammpatent angegebenen BetriebsSystem fortwährend ändert, ist es-damit das Regulierorgan (z. B. Schieber) der Ausfluss- öffnung bei sonst gleichbleibendem Zufluss im Oberlauf nicht fortwährend pendeln musswünschenswert, die Grösse der Ausflussöffnung aus dem Gegenbehälter von dieser Druckänderung unabhängig zu machen, damit einer jeden bestimmten sekundlichen Zuflussmenge im Oberlauf (bei ni, Fig. 1) eine bestimmte Grösse der Ausflussöffnung (oder Stellung des Schiebers Mt) bei k entspreche.
Hiezu kann irgend eine Einrichtung vorgesehen sein, mittels welcher der Ausfluss aus dem Gegenbehälter von den Änderungen der Höhe des Wasserspiegels im Gegenbehältcr
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Richtung verschiebt und mittels Zahnstange und Kolben durch den Elektromotor ! angetrieben wird. Die Ausflussöffnung k wird aber noch mit Hilfe eines zweiten, sich vertikal bewegenden Hilfsschiebers in'selbsttätig vergrössert oder verkleinert, und zwar in dem Masse, als der Wasser-
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konstruiert ist. Es entspricht also beispielsweise die Öffnungshöhe h' dem tiefsten, die Öffnungs- höhe h'' dem höchsten Wasserspiegel im Behälter Cu.
Die Betätigung des Hilfssehiebers durch den Schwimmer p kann-unter Benützung einer geeigneten Übersetzung und der Leitlinie q- anstatt, wie eben beschrieben, mechanisch, z. B. auch elektrisch durch Dazwischenschalten eines den Hilfsschieber m' betätigenden Elektromotors und eines Relais geschehen.
Bei der beschriebenen Anordnung wird somit der Einfluss des sich ändernden Druckes in der Ausströmöffnung durch den Hilfsschieber m' eliminiert und es entspricht daher jedem be- stimmten sekundlichen Zufluss im Oberlauf-ganz unabhängig von der Waascrspiegelhöhe im
Becken Cu-eine ganz bestimmte Stellung des Schiebers m.
Ist durch Anordnung eines Reglers für den Ausfluss aus dem Gegenbehälter der Einnuss der Druckvariation auf die Ausströmöffnung aufgehoben, so kann die Einstellung der AusstrÖI1\- öffnung k aus dem Behälter Cu auf eine bestimmte Grösse, bezw. auf eine bestimmte sekundlielw (dem oberen Leitgerinne entsprechende) Ausflussmenge auch dadurch erfolgen, dass z. B. - anstatt der REgulierung der Ausströmöffnung durch einen Schieber-die Tauchtiefe des Schwimmers oder die relative Lage (Vertikallage) des Schwimmers zu den von ihm gesteuerten Hilfsorganen verschieden eingestellt wird.
Ist auf diese Weise die Ausströmöffnung - dem oberen Leitzufluss entsprechend-jeweils einmal eingestellt, so macht im übrigen der Schwimmer dann wieder die Variation des Wasserspiegels im Behälter gleichförmig mit, bezw. die einmal eingestellte Aus- strömöffnung bleibt immer unter gleichem Druck. Diese Einstellung kann durch die verschiedensten
Mittel geschehen. Es kann z. B. der Elektromotor !, anstatt zur Bewegung des Schiebers 1/t, welcher hier entbehrlich wird, verwendet zu werden, das Gewicht des Schwimmers verändern (z. B. durch Wasserpumpen, durch Abheben von Gewichten etc.) oder die relative (Vertikal-)
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@ (z. B. in Fig. 4 durch Verkürzung oder Verlängerung der Länge der Führungsstange des Hilfs- schiebers).
Infolge der Anordnung eines derartigen den Einfluss der Druckvariation auf die Ausfluss-
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im Oberkanal abhängig gemacht, bezw. von der von ihr abhängigen Einrichtung aus eingestellt werden.
Die direkte Einstellung der Ausflussöffnung von der durch die Durchflussmenge in der oberen
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statt desselben der hydraulische oder pneumatische Motor, bezw. ein Gewicht) welcher die Schiebereinstellung oder die Tauchung verändert, bei jeder Änderung der Durchflussmenge in der oberen Strecke eine bestimmte, durch Aichung genau abgemessene Bewegung vollführt, z. B. indem der Elektromotor eine bestimmte, der Bewegung einer Widerstandsabstufung in der oberen Strecke entsprechende Anzahl Umdrehungen macht (entsprechend einer bestimmten Öffnung, bezw. Schliessung der Schütze) oder indem z.
B. der hydraulische Motor einen bestimmten, einer Widerstandabstufung entsprechenden (etwa durch das Vorwärtsschreiten eines Sperrades um einen Zahn regulierten) Weg zurücklegt und hiebei eine bestimmte Verschiebung der Schütze erzielt etc.
Eine andere Anordnung ist beispielsweise in Fig. 4 dargestellt. Anstatt die sekundliche Wassermenge bei der unteren Strecke (z. B. mit Hilfe des Schwimmers d2 in Fig. 2 durch 12' (, ), in Gegenüberstellung zur sekundlichen Wassermenge bei dar oberen Strecke zur Regulierung der Ausströmöffnung zu verwenden, wird hier z. B. der Stand des Schiebers m (welcher die Grösse der Ausflussöffnung k aus dem Gegenbehälter regelt) direkt benützt. Mit dem Schieber bewegt
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worden ist, dass die Ausflussöffnung k stets der jeweiligen sekundlichen Zuflussmenge im Obcrkanal entspricht.
Während bei den bisher vorgeführten Ausführungsbeispielen der Schieber m durch einen Elektromotor betätigt wird, dient bei dem durch die Fig. 5 im Rahmen der abgeänderten Partie veranschaulichten Ausführungsbeispiel ein durch Presswasser oder Pressluft betriebener Motor zur Bewegung des Schiebers m. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist auf der Stange ein Kolben K angeordnet, der in einem Zylinder KI beweglich ist. Das Druckmittel (Presswasser oder Pressluft) tritt von links zu und fliesst rechts ab.
Die Hähne HI und werden von den Elektromagneten J'und/1 aus mittels irgend einer geeigneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Übertragungsvorrichtung gesteuert, und zwar immer beide Hähne gleichzeitig in der Weise, dass, wenn H'' den Zutritt des Pressmittels über oder unter den Kolben K freigibt, H' gleichzeitig den Austritt des Pressmittels von der unter oder über dem Kolben liegenden Zylinderseite freigibt. Die Kolbenstange t1 ist am oberen Ende auf zwei Seiten als Zahnstange ausgebildet und steht mit Zahnrädern in Eingriff, die mit Sperrädern v1, v2 verbunden sind.
Die Klinke v'des Sperrades vs kann durch den Elektromagnet j ausgelöst werden und die Klinke v'' des Sperr-
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Pressluft betriebener Motor könnte in jedem der Ausführungsbeispiele an Stelle des Elektromotors l angeordnet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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bezw, gleicher Durchflussmengen bei zwei Gerinnen nach Patent Nr. 41615, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtungen in den beiden Messabschnitten mit den Stromkreisen von zwei Elektromagneten (j) verbunden sind, deren Anker die Schaltvorrichtung für den Motor der Stell- vorrichtung (l) des den Durchfluss durch den Unterlauf regelnden Organes (Schiebers moder dergl.) bildet oder betätigt, so dass dieses Organ bei auftretenden Änderungen der Durchflussmengen in den beiden Gerinnen durch die infolge der Änderung bewirkte Verstellung des Ankers bewegt wird, bis die Durchflussl1Iengen wieder gleich geworden sind.