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Schiebersterung für den Servomotor einer indirekt wirkenden Rege1nngsvorricl1tung.
Es sind Schiebersteuerungen mit entlastetem Schieber für den Servomotor einer indirekt wirkenden Regelungsvorriehtung bekanntgeworden. Diese Schieber sind zwar von den statischen Drucken entlastet, doch lassen sich unerwünschte dynamische Rückwirkungen der strömenden Druckflüssigkeit auf den Schieber und die damit verbundenen nachteiligen Folgen nicht vermeiden.
Dieser Mangel wird gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Fliissigkeit zwischen ihren Ein-und Ausströmöffnungen im Schieber derart geführt wird, dass sich keine ungewollte Kraftkomponente der Reaktionsdrücke der Flüssigkeit in der Richtung der Schieberbewegung ergibt. In einzelnen Fällen ist es wünschenswert, rückwirkende Kräfte bestimmter Grösse im Sinne oder entgegen dem Sinne der
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durch entsprechende Führung der Kanäle im Schieberinnern ohne weiteres erreichen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in drei Ausführungsformen beispielsweise schematisch ver- anschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine indirekt wirkende Regelungsvorrichtung in Verbindung mit einem Überströmventil, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach
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Linie P-Q der Fig. 1, Fig. 6 eine zweite Ausführungsform einer Regelungsvorrichtung gemäss der Erfindung mit einem Reduzierventil ; Fig. 7 einen Schnitt nach Linie G-H der Fig. 6. Fig. 8 einen Schnitt nach Linie J-K der Fig. 6, Fig. 9 einedritte Ausführungsform der Erfindung, Fig. 10 einen Schnitt nach Linie L-J1f. der Fig. 9, Fig. 11 einen Schnitt nach Linie N -0 der Fig. 9.
In den drei Ausführungsbeispielen ist 1 das zu regelnde Ventil, vor welchem (Überströmventil) oder hinter welchem (Reduzierventil) eine zu der Membrankammer- führende Rohrleitung 2 an die Hauptrohrleitung angeschlossen ist. Die Membran 4 stellt sich also entsprechend dem jeweils an der Ent- nahmestelle herrschenden Drucke ein und verstellt mittels einer Stelze 5 den Pendelhebel 6. Die Steuerung der Druckflüssigkeit zu dem Servomotorzylinder 7 erfolgt in bekannter Weise bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-8 durch einen Steuerkolben 8 und durch eine Rückführungshülse 9, bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9-11 ohne Steuerkolben, jedoch mit RÜckführung 39.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende besondere Ausgestaltung des Steuerschiebers ist bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1-5 in der Weise gelöst, dass der an dem Pendelhebel 6 aufgehängte Pendelschieber 10 mit einem einfachen durchgehenden, zur Bewegungsrichtung senkrechten Schlitz 11 versehen ist. Die Zuführungs-und Abführungskanäle für die Druckflüssigkeit sind in dem Gehäuse 12 angeordnet, in dem sich der Schieber in seiner Pendelrichtung frei bewegen kann.
Die Zuführung der Druckflüssigkeit erfolgt durch das gegabelte Rohr 13, dessen Gabelungen durch einen in der Bewegungsrichtung des Schiebers verlaufenden Längsschlitz. 14 in die Innen-
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rechte Schlitz 11 des Schiebers auf der ganzen Hublänge des Schiebers mit diesen Schlitzen 14 in Verbindung steht, d. h. dass in jeder Stellung des Schiebers dem Schlitz 11 dauernd Druckflüssigkeit zugeführt wird.
Die zu den beiden Seiten des zum Antrieb des Steuerkolbens 8 dienenden, in dem Zylinder 21
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Zeichnung dargestellt, die Druckflüssigkeit aus den Schlitzen 14 durch den Schlitz 11 des Schiebers hindurch in die zu den Kanälen 17 führenden Eintrittsöffnungen 19 geleitet wird, während in der rechten Endstellung des Schiebers entsprechend die Zuleitung der Druekflüssigkeit zu den Kanälen 18 durch die Einströmöffnungen 20 erfolgt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, finden irgendwelche dynamischen Rückwirkungen auf den Schieber in Richtung der Schieberbewegung nicht statt, so dass derselbe völlig unbeeinflusst in der durch den Druck in der Membrankammer 3 gegebenen Lage verbleibt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6-8 werden nicht nur die Zuläufe, sondern auch die Abläufe für das Druckmittel durch den Schieber gesteuert, der hier gabelförmig die Kanäle umfasst.
Das die genannten Kanäle aufnehmende Gehäuse 23 I dient unmittelbar als Antriebskolben für den Steuerkolben 8. Die Druckflüssigkeit strömt durch das Rohr 24 zu und tritt seitlich durch Schlitze 25, die entsprechend den Schlitzen 14 nach den Fig. 1-5 ausgestaltet sind, in zur Bewegungsrichtung senkrechte Überströmsehlitze 26 ein, die lotrecht in den beiden Gabelhälften 22 des Schiebers angeordnet sind. Von hier aus gelangt sie durch die Kanäle 27 und 28 in den Raum 29 hinter dem kolbenartig ausgebildeten Gehäuse 23 und bewegt dieses mit dem Steuerkolben 8 in der Zeichnung nach links. Die auf der andem Seite des Gehäuses 23 im Raum 30 vorhandene Flüssigkeit kann durch die Kanäle : frei in den Raum 32 überströmen, den sie durch Rohre 35 verlässt.
Bei der Bewegung des Steuerschiebers in der Zeichnung nach rechts kehren sich die Verhältnisse sinngemäss um, d. h. die bisherigen Ausströmkanäle 31 werden durch den Schieber abgedeckt und die Kanäle 33 durch die Überströmkanäle 26 mit Druekflüssigkeit versorgt, so dass diese nunmehr in den Raum 30 eintritt. Gleichzeitig werden die Ausströmkanäle 34 freigegeben, so dass die Flüssigkeit aus dem Raum 29 nunmehr frei in den Raum 32 überströmen kann.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine völlige Entlastung des Schiebers von in seiner Bewegungsrichtung liegenden Reaktionskräften der strömenden Flüssigkeit gegeben.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9-11 wird eine geringe, in diesem Falle gewünschte Reaktionskraft in der jeweiligen Bewegungsrichtung des Schiebers dadurch erreicht, dass der Überströmkanal 36 des S : hiebers 37, der ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-5 ausgebildet ist, hier etwas von der zur Bewegungsrichtung senkrechten Lage abweichend angeordnet ist. Die Flüssigkeitszuführung erfolgt durch Schlitze 38. Auch ist die sonstige Wirkungsweise des Pendelschiebers entsprechend der des Schiebers nach den Fig. 1-5.
Abweichend wirken jedoch in diesem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9-11 die von dem Schieber gesteuerten Flüssigkeitsströme ohne zwischengesehalteten Steuerkolben unmittelbar auf den im Gehäuse'7 beweglichen Servomotorkolben, wobei die Rückführung auf den Teil 39 einwirkt, in welchem die Zuführungsschlitze 3. S liegen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schieberstererting für den Servomotor einer indirekt wirkenden Regelungsvorriehtung mit einem die Druckmittelzuflüsse steuernden entlasteten Pendelschieber, dadurch gekennzeichnet, dass der S : hieber mit einem oder mehreren zur Bewegungsrichtung senkrecht stehenden Steuerschlitzen versehen ist, durch welche die Umlenkung und Steuerung des den Schieber beiderseits nach zwei ent- gegenge3etzten Richtungen durchströmenden Druckmittels jeweils in einer zur Bewegungsrichtung senkrecht stehenden Ebene erfolgt, so dass sich keine ungewollten Kraftkomponenten der Reaktionskräfte des strömenden Druckmittels in Richtung der Schieberbewegung ergeben.