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Elektrische Regelungssteuerung zur genauen Einstellung des Fahrstuhles bei Aufzügen mit Druckknopfsteuerung.
Die grossen Vorteile, welche die Druckknopfsteuenmg in Bezug auf die Einfachheit der Bedienung, selbsttätiges Abstellen und dergl. bietet, veranlasste die Aufzugtechniker, diese Steuerung auch bei Aufzügen in Krankenhäusern in Anwendung zu bringen.
So lange der betreffende Aufzug nur Personen befordert, werden kleine. unvermeidliche Ungenauigkeiten beim selbsttätigen Abstellen des Fahrstuhles gerne in Kauf genommen.
Anders jedoch gestalten sich die berechtigten Ansprüche, wenn mit dem Aufzuge auf Wagen gebettete Kranke befordert werden sollen. In solchen Fällen muss das Abstellen des Zuges stets genau erfolgen, d. h. es darf zwischen Stockwerk und Fahrstuhl kein Höhenunterschied vorkommen, da sonst der Krankenwagen beim Fahren in den oder aus dem Fahrstuhle Stossen ausgesetzt ist, welche von den Kranken mitunter höchst unangenehm empfunden werden.
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die Beseitigung des vorgenannten Fbelstandes. indem mittels derselben nach dem durch die Druckknopfsteuerung selbsttätig herbeigeführten Anhalten des Fahrstuhles in irgend einem
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Die Zeichnung stellt das Schema einer mit der Regelungssteuerung versehenen Druck- knopfsteucrung dar. Hiebei zeigen die dünnen Linien den Verlauf des Steuerstromes innerhalb
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Die geneigt gezeichneten, die Verbindung zum Fahrstuhle herstellenden Leiterteilc sind in Wirk- lichkeit in bekannter Weise zu einem biegsamen Kabel vereinigt.
Der Einfachheit halber wurde nur ein Druckknopf D im Fahrstuhl bezw. ein Stockwerks-
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Fussbodenkontaktc und und die hier nichet in Betracht kommen, weggelassen.
Der Vorgang der gewöhnlichen Druckknopfsteuerung ist foigender : Beim Drücken des
Knopfes D geht der Strom vom + Pol durch den Halteknopf Ii, die Tiirkontakte T, über D nach dem Relais R. weiters je nach dpr Htdlung des Stockwerksschalters St zum Magnet fl t oder des selbsttätigen Umschalters und von da zum--Pol ; der Motor wird somit in der der #Auf-" oder #Abfahrt" entspreckhenden Drehrichtung in Gang gesetzt.
Beim stromdurchgang zieht das Stockwerksrelais R seinen Anker an und schliesst einen hinter den Türkontakten abzweigenden Nebenschluss, in welchem ebenfalls die Relaisspule liegt.
Der Druckknopf D kann demnach nach erfolgtem Drücken in bekannter Weise geöffnet werden, ohne dass der Gang des Motors unterbrochen wird. Die Abstellung erfolgt in ebenfalls bekannter
Weise durch den vom Fahrstuhl oder von der Winde zu betätigenden Stockwerksschalter St.
Je nachdem nun der Fahrstuhl mehr oder weniger belastet ist, erfolgt bekanntlich das
Anhalten in den einzelnen Stockwerken entweder etwas zu hoch oder zu niedrig. Das genaue
Einstellen, das heisst also das nach Bedarf geringe und genau abzugrenzende Nachheben oder
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wie die dick ausgezogenen Linien des Schaltschemas zeigen, im Wesentlichen aus einer Neben- schlussleitung, welche unter Umgehung der Stockwerksrelais und unabhängig von der Stellung der Stockwerksschalter, also unter Umgehung aller Zwischenapparate der Druckknopfsteuerung, eine direkte Einleitung des Steuerstromes in die Umschalter ermöglicht. Die Abzweigung dieses Nebenschlusses erfolgt mit Vorteil hinter dem Haltekopf und den Türkontakten, um diese Sicherungen auch während der Benutzung der Regelungssteuerung nicht aufzuheben.
Ist nun beim Anhalten der Fahrstuhl z. B. in einer etwas zu niedrigen Endstellung zur Ruhe gekommen, dann wird der Regelungsknopf Ru gedrückt. Jetzt fliesst der Steuerstrom vom + Pol zum Haltkontakt, den Türkontakten, von hier aus durch die dick gezeichnete Leitung über einen das Relais ersetzenden Vorschaltwiderstand V W zum Druckknopf Rl, weiters zum Umschaltemagnet U1 und zurück zum-Pol.
Es wird somit die Fahrtrichtung,, auf" unter Umgehung des Stockwerkrelais, unabhängig von der Stellung des Stockwerksschalters, eingeschaltet, und zwar solange der Druck auf den Knopf dauert. Hört der Druck bei genauer Erreichung der Stockwerkshöhe auf, so schnellt der Kopf ri durch Federdruck in die Ausschaltstellung zurück, wodurch der Aufzug sofort zur Ruhe kommt.
Der gleichartige Vorgang spielt sich bei zu hoher Abstellung des Fahrstuhls beim Drücken des Druckknopfes R2 ab. Hiebei wird die Fahrtrichtung #ab" eingeschaltet und demgemäss der Fahrstuhl um das gewünschte Mass genau abgesenkt.
Die Dauer der Bewegung des Aufzuges hängt somit jedes Mal genau von der Dauer des Druckes auf den betreffenden Knopf der Regelungssteuerung ab und demnach auch der Weg, welchen der Aufzug beschreibt.
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Steuerstrom ausschalten, um ein Anbrennen der Kontakte zu verhindern, vorteilhaft mit Kohlenkontakten versehen.
Auch kann die Regelungssteuerung, um ein Herausspringen des in den Motorhauptstromkreis immer eingeschalteten Notausschalters beim Überfahren der obersten oder untersten Haltestelle zu verhindern, mit den Endausschaltern Ei und E2 ausgestattet werden, welche die be- tressende Fahrtrichtung sicher unterbrechen, bevor der bekannte Notausschalter in Tätigkeit tritt.