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Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat, insbesondere zum Registrieren der Zeit, bei welchem ein über Rollen gewundener Streifen für die Markierung durch die Einschreiböffnung des Gehäuses freigelegt und durch Betätigung einer verschwenkbareren Achse verschoben und durch von einem Uhrwerk angetriebene Typenräder bedruckt wird, und hat besonders die Einrichtung zum Gegenstand, dass das Farbe-rissen auf einem verstellbaren, federbetätigten Arme
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Fig. 1 und 2 zeigt dieselbe in Draufsicht bezw. Draufsicht bei abgenommenem Gehäusedeckel, Fig. 3 und 4 in zwei Seitenansichten und Fig. 5 in Vorderansicht ; Fig. 6,7 und 8 stellen Einzelheiten dar.
Der mit einem Uhrwerk beliebiger Art ausgerüstete Apparat besteht aus einer Scheibe 1, der Minutenscheibe, welche mit einem Ring von Zifferntypen 0-59 an der unteren Seite und von entsprechenden Ziffern auf der Oberseite ausgestattet ist. Diese Scheibe wird von der Minutenwelle eines Uhrwerkes 2 mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben. Eine zweite Scheibe. 3, die Stundenscheibe, die in zwölf oder vierundzwanzig Teile geteilt ist, wird bei jeder Umdrehung der Minutenscheibe um eine Teilung vorgeschoben. Der die Aufzeichnungen aufnehmende Streifen ist über Walzen 4 und 5 gewunden und unter zwei nebeneinander gelegene Zifferntypen der beiden Scheiben geführt.
Der Streifen wird mittels eines Handhebels6 vorgeschoben, bei dessen Betätigung auch ein Farbenk ssenträger 7 über die Typen streift. Dur Rtiotierstreifen ist an jener Stelle, wo er markiert werden soll, durch einen Schieber 8 abgedeckt. Der Schieber 8 und weiters ein Schlagarm , der den Streifen von unten gegen die Typen andrückt. werden ebenfalls durch den Handgriff 6 betätigt. Die Welle 10 des Uhrwerkes, von welchem bloss das Gehäuse 2 dargestellt ist, trägt ein Kegelrad 11, welches in ein zweites Kegelrad 12 von derselben Zähnezahl eingreift,
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Enden in ein Fusslager 14 bezw. einen Arm 15 eingesetzt, der durch eine Säule 16 abgestützt ist, welche in einem Ansatz 17 einer der beiden Rahmenplatten 18, 19 befestigt ist.
Die Druck- typen 20 der Minutenscheihe 1 (Fig. 8), sind längs des Randes und die Ziffern 21 auf der Ober- seite der Scheibe in einem kleineren Kreis angeordnet (Fig. 2). Die Scheibe 1 trägt einen Finger 22 (Fig. 2, 5,8), durch welchen die Stundenscheibe. 3 um eine Teilung am Ende jeder ganzen Um- drehung der Minutenscheibe vorgeschoben wird. Die Scheibe 3 ist auf einem mit dem Rahmen 19 verbundenen Arm M angeordnet und überdeckt mit einem kleinen Teil die Minutenscheibe.
An der Unterseite der Stundenscheibe ist ein Sperrad 24 mit 12 Sperrzähnen (Fig. 2,7) be- festigt, in welche eine an dem Arm 23 bei 26 drehbar gelagerte und unter Wirkung einer Feder 27 stehende Sperrklinke 25 eingreift. Das Sperrad bildet so eine Hemmung und verhindert eine unbeabsichtigte Rückverstellung der Scheibe. Die Typen 28 der Stundenscheibe 23 liegen in derselben Ebene wie die der Minutenscheibe.
Der auf zwei Walzen 4 und 5 aufgewundene Papierstreifen 29 ist über Stangen 30 und 31 unterhalb der Scheiben 3 und 1 geführt. Unterhalb des Streifens ist ein als Unterlage zum Beschreiben des Streifens dienendes Brett 32 (Fig. 2 und 5) vorgesehen. Die Walze 4 ist ausnehmbar
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in offene Lager 33 des Rahmens 18, 19 eingesetzt, während die Walze 5 lose auf einer durch öffnungen des Rahmens 18 und 19 durchragenden Achse 34 angeordnet ist. Diese Achse ist mit einem Handhebel 6 versehen, welcher mittels eines Armes 38 mit einer an dem Gehäuseboden 37 befestigten Feder 36 verbunden ist, durch welche er in der in Fig. 3 veranschaulichten Normalstellung gehalten wird.
Die Walze 5 ist behufs Aufwindens des Papierstreifens mit einem Schaltrad. 39 versehen (Fig. 4), in welches eine Klinke 40 eingreift, welche auf einem an der Achse 34 befestigten Arm 41 angeordnet ist. Ein Sperrhaken 42 wird durch eine Feder 42a in Eingriff mit den Zähnen des Rades 39 gehalten.
Unterhalb des Papierstreifens, gerade unter den Typen der Stunden-und Minutenscheibe, ist eine Schlagvorrichtung vorgesehen, um das Papier in Berührung mit den Typen zu bringen.
Diese Vorrichtung besteht aus einem auf der Führungsstange 30 drehbar angeordneten Arm 9, dessen Kopf 35 (Fig. 2,4, 5, 7) mit Leder, Gummi od. dgl. überzogen ist. Der Arm ist an seinem abwärts gebogenen Ende mit einem Anschlag 43 ausgestattet, gegen den sich ein gewichtsbelasteter Hebel 46 anlegt. Der Kopf 35 legt sich in der Ruhestellung knapp unter dem Streifen auf eine Feder 44 auf, welche, die Achse 31 umgebend, mit dem freien Ende an dem Rahmen befestigt ist und durph einen Anschlag 45 an dem Aufwärtsschwingen verhindert wird.
Die Antriebsachse 34 trägt einen Finger 47 (Fig. 4), der bei deren Drehung auf das Ende 48 des Hebels 46 auftrifft und den Arm 9 entgegen der Feder 44 niederdrückt, bis er schliesslich den Hebel 46 wieder freigibt. In diesem Augenblick wird der Schlagarm 9 durch die Wirkung der Feder 44 aufwärtsgeschnellt und drückt den Streifen gegen die darüber befindlichen Typen der Stundenscheibe und der Minutenscheibe, während der Hebel 46 infolge des Eigengewichtes wieder in seine normale Stellung zurückkehrt.
Die Vorrichtung zur Farbenzuführung besteht aus einem federnden Arm 7, der ein Farbkissen 49, eine Farbrolle od. dgl. trägt und auf einer vertikalen in Lager 50 eingesetzten Achse 54 befestigt ist (Fig. 3, 7). Der Arm 7 wird in der in Fig. 2 veranschaulichten Normalstellung durch eine Feder 53 gehalten und ist mit einem radialen Arm51 ausgestattet, mit dem ein auf der Antriebsachse 34 angeordneter Daumen 52 zusammenarbeiten kann. Der Schieber 8, welcher für gewöhnlich den zu beschreibenden Teil des Papierstreifens überdeckt, ist frei auf der Achse 54 gelagert und legt sich in seiner Normalstellung mit einem Anschlag 55 gegen den Arm 7. Ein auf dem Schieber 8 vorgesehener Gegenanschlag 56 gestattet dem Arm 7 eine gewisse freie Bewegung.
Um zu verhindern, dass der Schieber 8 ohne Betätigung des Hebels 6 verstellt wird, ist eine Sperrklinke 57 (Fig. 2,3 und 6) bei 58 an den Rahmen 18 angelenkt, welche sich mit einem hakenförmigen Absatz 60 gegen den Rand des Schiebers 8 legt. Die Klinke 57 ist am Ende mit einer Verstärkung 61 ausgestattet, welche mit dem Stirnende des Armes 7 bei dessen Verstellung bezw. Betätigung des Hebels 6 in Berührung kommt und dadurch aus dem Eingriff mit dem Schieber 8 ausgelöst wird.
Bei Drehung der Achse 54 und des Armes 7 wird eine Feder 63 (Fig. 2), welche an einem Ende mit der Achse 54 und am anderen Ende mit dem Schieber verbunden ist, gespannt, da der Schieber infolge der Hemmung durch die Klinke 57 der Drehung nicht folgen kann, bis letztere durch den Arm 7 ausgelÖst wird. Dies geschieht zweckmässig erst, nachdem das Farbkissen die Typen gefärbt hat und zur Zeit, wo der Hammer 37 die Typen abdruck.
In diesem Augenblick fliegt dann der Schieber infolge der Wirkung der Feder 63 nach vorn und legt die Papierstreifen zur Einschreibung frei. Jede Manipulation mit dem Papierstreifen oder eine Einschreibung ohne Zeitabdruck wird dadurch verhindert.
Bei Rückgang des Armes 7 nimmt er den Schieber mittels des Stiftes 55 in seine Ruhelage zurück, und die Klinke 57 fällt wieder ein.
Eine gegen den Umfang der Papierrolle federnd angelegte Platte 64 ruft die zum Abziehen des Streifens und glatten Aufliegens auf der Schreibunterlage 42 erforderliche Spannung hervor.
Das Gehäuse 65 ist zweckmässig abnehmbar an der Grundplatte 37 befestigt, wobei die Be- festigungsvorrichtungen an der Innenseite des Gehäuses vorgesehen sein können, damit sie von der Aussenseite nicht gelost werden können. Das Gehäuse besitzt einen Deckel 66, welcher zweckmässig an der einen Seite durch ein Scharnier mit dem Gehäuse verbunden und auf der anderen
Seite mit einer Schliessvorrichtung ausgestattet ist. In dem Deckel ist ein den Hebel 6 durch- lassender Schlitz 67 vorgesehen, der zweckmässig mit einer Schieberplatte 68 (Fig. 1) versehen ist, welche mit Schlitzen 69 an den Enden durch Bolzen 70 verschiebbar geführt ist.
Die Schieber- platte wird durch eine an dem Gehäusedeokel bei 72 befestigte Feder 71 in der Normalstellung über den Schlitz gehalten und ist an dem einen Ende mit einer Einschrägung versehen, wodurch sie beim Rückstellen des Hebels 6 seitlich verschoben wird. In dem Gehäusedeckel 66 ist oberhalb des Schiebers 8 eine Öffnung 47 vorgesehen, die so gross ist, dass der Registrant sein Signum od. dgl. einschreiben kann. Diese öffnung ist zweckmässig auf einer schräg abwärts reichenden Lippe 75 vorgesehen (Fig. 1 und 3), so dass dieser Teil des Deckels 66 möglichst dicht an dem Papier an- liegen kann.
Zwei mit Glas od. dgl. abgedeckte Öffnungen 76 und 77 sind oberhalb der Scheiben 1 und 3 vorgesehen, um die Ziffern, welche die Zeit anzeigen, ablesen zu können.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Der Hebel 6 wird zweckmässig mit der linken Hand aus der Normalstellung nach rechts gestossen, wodurch mittels des auf den Arm 51 auftreffenden Daumens 52 der Kissenträger 7 oberhalb der Papierfläche über die auf der Unterseite der Scheiben vorgesehenen Typen hinwegstreift. Der Arm 7 kommt in Berührung mit der Verstärkung 62 der Klinke 57 und hebt diese von dem Schieber 8 ab, so dass der letztere infolge der Wirkung der Feder 63 dem Arm 7 nun weiter folgen kann. Der Arm hebt die Klinke 42 an und verdreht den Arm 47, bis dieser auf das Ende 48 des Hebels 46 auftrifft, wodurch der Schlagarm 9 niedergedrückt wird.
Dieser wird nach dem Vorübergehen des Armes 47, wie erwähnt, frer und drückt infolge der Wirkung der Feder 44 den Streifen mit einer gewissen Stärke gegen die Drucktypen an der Unterseite der Scheiben, wodurch die Zeit. z. B. 3h 50. registriert wird. Unmittelbar hierauf kehrt der Arm 6 zurück, wodurch die Schaltklinke 40 das Rad 39 um einen Zahn vorschiebt und somit die Rolle 5 bezw. den Papierstreifen vorbewegt, der mit einem unbeschriebene Teil für eine neuerliche Registrierung bereit ist. Wenn bei der Betätigung des Hebels der Streifen freigelegt wird, so kann der Registrant unter Anhalten des Hebels mit der freien (rechten) Hand auf das Papier sein Signum od. dgl. einzeichnen. Wird der Hebel 6 losgelassen, so nehmen alle Teile ihre Normalstellung ein.
PATENT ANSPRÜCHE : 1. Registrierapparat, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbkissen (49) auf einem verstellbaren, unter Wirkung einer Feder (53) oder dergl. stehenden Arme (7) angeordnet ist, der durch
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geführt wird.