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Zu den Explosivis gehören b, d, g, p, t, k, zu den durch eine längere Einwirkung entstehenden gehören alle übrigen. Selbstverständlich sind hier jene Laute, bezw. Konsonanten, die nur in der gebräuchlichen Orthographie bestehen, wie z. B. die kombinierten Laute q (kw), y (i), x (ka) etc., nicht aufgenommen.
Entstehung der einzelnen Konsonanten : l. Explosiva : b und p entstehen durch Pressen der Lippen aufeinander und Sprengung dieses Verschlusses, g und k durch Pressen des Hintergaumens und des Zungenrückens und Sprengung dieses Verschlusses und d und t durch Pressen der Zungenspitzen gegen die obere Zahnreihe und Sprengung dieses Verschlusses. Das Gemeinsame aller dieser Laute ist eine Pressung und eine Sprengung. Praktisch verwertet wird gemäss vorliegender Erfindung die Pressung, indem an den Pressstellen ein elektrischer Strom geschlossen (oder auch unterbrochen) wird, der einen Elektromagneten in Tätigkeit versetzt, welcher seinerseits den entsprechenden Typenhebel einer beliebigen Schreibmaschine betätigt. (Fig. 2 der Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Erzeugung eines Explosivlautes, z.
B. eines b oder p. 1, 1 sind die Kontakte, die beim Pressen der Lippen geschlossen werden, 2 ist eine Batterie, 3 ein Elektromagnet, 4 dessen Anker, 5 ein Ubertragungshebel und 6 der Typenhebel einer Schreibmaschine.)
2. Alle anderen Konsonanten werden durch konstante Pressung gewisser Sprechwerkzeuge gegeneinander erzeugt. Diese Laute können ebenfalls durch Schliessung (oder Öffnung) elektrischer Kontakte mit der Schreibmaschine fixiert werden. Es handelt sich dabei immer nur darum, die Stelle der Sprechwerkzeuge zu bestimmen, an welcher der betreffende Kontakt anzubringen ist.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht aus einem Sprechapparat, einem Verbindungsapparat und einer beliebigen Tastenschreibmaschine.
Der Sprechapparat (Fig. 3) besteht aus einen dem Oberkiefer, einem dem Unterkiefer und einem der Unterlippe sich anschmiegenden Teile, ferner aus einem Berührungskontakt mit der dazu gehörigen Kontaktplatte für a und h ausserhalb des Mundes. Die Befestigung des Apparates im Munde geschieht auf beliebige Weise, wie z. B. bei Gebissen, Brillen etc.
Durch blossen Druck auf die Kontakte wird ein bestimmter elektrischer Strom geschlossen, welcher im Verbindungsapparat (2, 3, 4, 5 der Fig. 2) ein Anziehen des betreffenden Ankers 4
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nicht etwa stimmhaft und stimmlos betätigt werden könnten, wie dies bei a-h, b-p, d-t, g-k, i-j (letzteres stimmlos), w-f (v) etc. möglich ist.
Diese letzteren Laute werden, genau betrachtet, voneinander hauptsächlich durch die Mitwirkung des Kehlkopftones unterschieden. Um sie auf der Maschine praktisch unterschiedlich
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kanntlich betätigt, wenn der Kehlkopfton erschallt. Gemäss der Erfindung werden nun von den zweideutigen Buchstalwnpan. ren a-h, b-p, d-t, g-k, i-j, m, w-f (v) die stimmhaften gesperrt, wenn
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Zu diesem Zwecke ist für diese Buchstabenpaare ein Hemmungskörper (Fig. 4) vorgesehen, welcher beispielsweise aus einem Schieber 7 mit VorsprÜngen 8 besteht, die so angeordnet sind,
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wenn durch Erschallen des Kehlkopftonos der zugehörige Stromkreis geschlossen wird. Dadurch werden die Anker für die stimmlosen Laute sofort gesperrt und es können durch den Kontakt nunmehr nur die stimmhaften Laute auf der Schreibmaschine angeschlagen werden.
In Fig. 5 der Zeichnung sind der Reihe nach die Schemata der Kontakte für das Alphabet
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In der folgenden Tabelle bedeutet,, (+ X)"plus Kehlkopfsignal, d. i. Stromschluss für die Betätigung des Hemmungskörpers 7, hervorgerufen durch Mitschwingung des Kehlkopfes unter Benützung eines bekannten Kehlkopfapparates.
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platten und in Seitenansicht die Kontaktstellen an der Unterlippe. Die Schaltung kann in einer geeigneten Weise vorgenommen werden. Praktisch wird auch eine einzige Batterie für sämtliche Elektromagnete genügen. Die Zeilenverschiebung kann gleichfalls in geeigneter Weise durch einen
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Spatien und dergl. durch entsprechenden Zungendruck und geeignet angebrachte Kontakte hervorgebracht werden.
Die Vorteile der Erfindung sind folgende : 1. Ausserordentlich schnelle Arbeit, da ebenso-
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da der Schreibapparat von dem Sprechapparat räumlich getrennt sein kann. 3. Ermöglicht das Schreiben jedermann, der bloss richtig sprechen kann. also auch Gelähmten, Leuten ohne Hände, Kranken im Bett, Analphabeten usw. 4. Das Schreiben braucht nicht erlernt werden : es genugt. wenn richtig gesprochen wird. 5. Macht Hilfskraft entbehrlich. 6. Kann bei alleu bestehenden Typenhebelschreibmaschinen angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Betätigung der Tasten einer Schreibmaschine durch Sprechen, dadurch gekennzeichnet, dass an entsprechenden Stellen der menschlichen Sprechwerkzeuge Kontakte
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