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Die Erfindung betrifft ein Einsatzgerät, wie im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben, so- wie ein Verfahren zur Verdrängung von kontaminierten Luftmassen, insbesondere von Rauchga- sen, wie im Oberbegriff des Anspruches 24 beschrieben.
Aus der DE 23 06 548 A1 ist ein als Anhänger verfahrbares Feuerlöschgerät für einen mobilen Einsatz bekannt, welches speziell zur Feuerbekämpfung ausgerüstet ist und Tanks für Feuerlösch- mittel aufweist, die einzeln oder in gemischter Form über eine Turbinenanlage direkt an den Brand- herd zur Brandbekämpfung herangeführt werden.
Weiters ist aus der US 5,327,732 A eine Anlage zur Bekämpfung eines Brandherdes bekannt, die auf einem Fahrwerk abgestützte Tanks, insbesondere für flüssigen oder gasförmigen Stickstoff, mit einer Misch- und Steuereinrichtung sowie einer Austragvorrichtung in Art eines Axialgebläses aufweist.
Aus der SU 1 064 013 A ist weiters eine Feuerlöscheinrichtung, aufgebaut auf einem Sattel- schlepper-Anhänger mit Tanks, Mischeinrichtungen und einer Austrageinrichtung, bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einsatzgerät zu schaffen, weiches sowohl mit dem Einsatz- fahrzeug mitgeführt, aber auch von diesem völlig unabhängig und während des Betriebes an den Einsatzort herangebracht werden kann.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 ge- lost. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass die das Einsatzgerät bedienende Einsatzkraft die Tätigkeit mit grösstmöglichem Schutz vor den lebensbedrohenden Einflüssen ausüben kann und damit jederzeit in der Lage ist, entsprechend den sich ändernden Gegebenheiten am Einsatzort entsprechende Massnahmen hinsichtlich Positionierung des Einsatzgerätes zu treffen.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung, wie im Anspruch 2 beschrieben, weil dadurch eine rasche Einbringung von Frischluft zur Verdrängung zusätzlich kontaminierter Luftmassen erreicht wird und die Einsatz- und Umgebungsbedingungen für Einsatzkräfte, aber auch für zu rettende Personen nach Eintritt eines Schadenfalles in einem für die wirksame Hilfeleistung wesentlichen kurzen Zeitraum verbessert werden.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 3, wodurch die Strömungsgeschwin- digkeit der Luftmassen rasch erhöht wird.
Gemäss den vorteilhaften Weiterbildungen, wie in den Ansprüchen 4 und 5 beschrieben, wer- den damit Antriebe erreicht, die technisch ausgereift und auch bei erschwerten Einsatzbedingun- gen zuverlässig sind.
Vorteilhaft ist aber auch eine Ausbildung, wie im Anspruch 6 beschrieben, weil dadurch das Einsatzgerät in einem Selbstfahrbetrieb, also ohne ein Zugfahrzeug zu benötigen, an den Einsatz- ort herangefahren werden kann, wobei eine kostengünstige und damit wirtschaftliche Lösung erreicht wird.
Vorteilhaft sind dabei Ausbildungen nach den Ansprüchen 7 bis 9, wodurch besonders wendige und für den Einsatz bei beengten Platzverhältnissen geeignete Einsatzgeräte erreicht werden.
Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 10, wodurch eine wirtschaftliche Kombi- nation für den Antrieb des Axiallüfters und der Fahrantriebseinrichtung erreicht wird und damit das Einsatzgerät kostengünstig ist und ein geringeres Gewicht aufweist, wodurch die Manipulation erleichtert wird.
Weiters ist eine mögliche Ausbildung im Anspruch 11beschrieben, die eine konstruktiv einfa- che und wirtschaftliche Lösung darstellt.
Durch die mögliche Weiterbildung, wie im Anspruch 12 beschrieben, können mit dem Einsatzgerät für die Erstleistung unmittelbar erforderliche Gerätschaften vor Ort gebracht werden.
Eine Ausrüstung, wie in den Ansprüchen 13 und 14 beschrieben, ermöglicht den Einsatzkräften eine wirkungsvolle Erstanalyse der Umgebungsbedingungen am Einsatzort und stellen damit wesentliche zusätzliche Sicherheitseinrichtungen für die Einsatzkräfte dar, wobei die Anzeige vor Ort oder in einer Einsatzzentrale erfolgen kann.
Durch eine Ausbildung, wie in den Ansprüchen 15 bis 17 beschrieben, ist es möglich, das Ein- satzgerät vor Ort zu bringen, ohne eine Einsatzkraft den gefährlichen Umgebungsbedingungen, wie sie bei Beginn eines Einsatzes noch vorliegen, auszusetzen.
Durch die vorteilhafte Weiterbildung, wie im Anspruch 18 beschrieben, ist das Einsatzgerät universell einsetzbar.
Es sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 19 und 20 vorteilhaft, wodurch ein
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Selbstfahrbetrieb ohne Anwendung eines eigenen Fahrantriebmotors möglich ist.
Schliesslich ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 21 vorteilhaft, wodurch eine erhöhte Ein- satzfähigkeit vorliegt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Figuren gezeigten Aus- führungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Einsatzgerät als Anhänger mit einem darauf angeordneten
Axiallüfter in Ansicht;
Fig. 2 das Einsatzgerät in Stirnansicht;
Fig. 3 eine weitere erfindungsgemässe Ausbildung des Einsatzgerätes in Ansicht;
Fig. 4 eine andere Ausbildung des Einsatzgerätes mit einer Schubumkehranordnung für den
Fahrantrieb, in vereinfachter Darstellung;
Fig. 5 eine weitere Ausbildung des Einsatzgerätes in Ansicht.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z. B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merk- malskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispie- len für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemässe Lösungen darstellen.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Einsatzgerat 1 mit einem auf einem Anhänger 2 angeordneten, über eine eigene Antriebsanordnung 3 betreibbaren Axiallüfter 4 gezeigt. Der Anhänger 2 weist ein Chassis 5 auf, das z. B. durch eine selbsttragende Bodenplatte oder auch durch einen Profilrahmen gebildet sein kann, welches mit einem Achsaggregat 6, wie beispielsweise dargestellt, gebildet aus einer Einzel- oder Tandemachse 7, und entsprechenden Rädern 8 versehen und fahrbar auf einer Aufstandsfläche 9 abgestützt ist. Auf dem Chassis 5 ist über eine Haltevorrichtung 10 der Axiallüf- ter 4 gehaltert, wobei eine Mittelachse 11des Axiallüfters 4 nach einer bevorzugten Ausführung in einer auf die Aufstandsfläche 9 senkrecht verlaufenden Längsmittelebene 12 verläuft, die weiters im Mittel eines quer zur Mittelachse 11 gemessenen Radstandes 13 angeordnet ist.
Weiters ist auf dem Chassis 5 zwischen dem Axiallüfter 4 und einer Kupplungsvorrichtung 14 für eine nicht weiters dargestellte Anhängevorrichtung eines Zugfahrzeuges, z. B. Feuerwehrfahr- zeug, die Antriebsanordnung 3 für den Axiallüfter 4 angeordnet. Zur Erhöhung der Standfestigkeit im von einem Zugfahrzeug abgekuppelten Zustand und zur Erleichterung eines manuellen Trans- portes des Anhängers 2 ist an einer die Kupplungsvorrichtung 14 mit dem Chassis 5 verbindenden Deichsel 15 ein Stützfahrwerk 16 vorgesehen, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine höhenverstellbare Lenkrolle 17 gebildet ist.
Eine weitere Ausstattung des Anhängers 2 besteht in Einrichtungen wie z.B. Rückleuchten 18 und Rückstrahlern 19, wie sie für den Betrieb eines derartigen Anhängers 2 auf öffentlichen Ver- kehrswegen erforderlich und vorgeschrieben sind. Selbstverständlich ist auch der Aufbau und die Ausstattung mit Scheinwerfern 20 zur Beleuchtung eines Einsatzortes möglich, die von einer von der Antriebsanordnung 3 betriebenen Stromquelle mit elektrischer Energie gespeist werden.
Für den Betrieb des Axiallüfters 4 kann als Antriebsanordnung 3 beispielsweise eine Verbren- nungskraftmaschine 21 eingesetzt werden, die wie im gezeigten Ausführungsbeispiel in einer schallgedämpften und belüfteten Motorverkleidung 22 angeordnet ist und die in einem weiten Drehzahl- und Drehmomentenbereich regelbar ist.
Für den vorgesehenen Einsatzzweck, der Verdrängung von bei einem Brand in einem Tunnel auftretenden kontaminierten Luftmassen haben sich Axiallüfter 4 mit einer Förderleistung eines Luftvolumens grosser 8 m3/s als erforderlich herausgestellt, mit denen in einem Tunnel mit in etwa 50 m2 Querschnittsfläche bei einer Schubkraft von grösser 400 N die Luftmassen auf eine Ge- schwindigkeit grösser 5 m/s beschleunigt werden können.
Damit wird in einem kurzen Zeitintervall nach Inbetriebnahme des Einsatzgerätes 1 die konta- minierte Luftmasse aus dem für den Einsatz erforderlichen Tunnelbereich verdrängt und wird zusätzlich durch die Einbringung grosser Mengen an Frischluft eine ganz wesentliche Reduzierung
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der Temperatur am Einsatzort erreicht und damit die Brandbekämpfung erleichtert und darüber hinaus Schäden an der Bausubstanz vermieden.
Selbstverständlich ist als Antriebsanordnung 3 für den Axiallüfter 4 anstelle der direkten Kupp- lung mit der Verbrennungskraftmaschine 21 die Zwischenschaltung einer Hydraulikanlage möglich, bei der die Verbrennungskraftmaschine 21 ein Hydraulikaggregat betreibt und der Antrieb des Axiallüfters 4 über einen mit einem Druckmedium betriebenen Servomotor erfolgt. Dabei ist es auch möglich, die Hydraulikanlage eines Einsatzfahrzeuges für den Betrieb des Servomotors heranzuziehen. Die Motorleistung für den Axiallüfter 4 in dem vorgesehenen Leistungsbereich liegt bei etwa 70 kW oder darüber.
Am Chassis 5 können selbstverständlich noch zusätzliche Einrichtungen zur Mitnahme von am Einsatzort etwaiger erforderlicher Gerätschaften, z. B. Schutzanzüge, Atemschutzeinrichtungen etc., vorgesehen sein. Auch ist es weiters zweckmässig, z.B. höhenverstellbare Stützen 23 vorzu- sehen, um den Anhänger 2 zu stabilisieren und ist selbstverständlich eine entsprechende feststell- bare Bremsvorrichtung 24 zur Aufnahme des durch den Axiallüfter 4 entstehenden Schubes im Bereich von grösser 400 N vorgesehen, die gegebenenfalls auch als sogenannte Auflaufbremse im Anhängerbetrieb wirkt.
Die Anordnung der Verbrennungskraftmaschine 21 am Anhänger 2 wird zweckmässigerweise so gewählt, dass sie von einem Teilluftstrom der vom Axiallüfter 4 angesaugten oder abgegebenen Luft umspült wird, wodurch einerseits Frischluft für den Betrieb der Verbrennungskraftmaschine, aber auch für deren Kühlung zur Verfügung steht. Eine Strömungsrichtung - gemäss Pfeil 25 - des vom Axiallüfter 4 geförderten Luftstromes kann durch entsprechende Anordnung am Anhänger 5 wahlweise in zur Kupplungsvorrichtung 14 entgegengesetzter Richtung oder in Richtung der Kupp- lungsvorrichtung 14 vorgesehen sein.
In der Fig. 3 ist eine andere Ausführung des Einsatzgerätes 1 gezeigt. In nachfolgender Be- schreibung wird auf bereits in den vorhergehenden Figuren gewählte Begriffe und Bezugszahlen für gleiche Teile zurückgegriffen
In diesem Ausführungsbeispiel mit dem auf dem Chassis 5 angeordneten Axiallüfter 4 und der Antriebsanordnung 3 ist das Stützfahrwerk 16 als Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 ausgebildet, wodurch das Einsatzgerät 1 selbstfahrend ausgebildet ist und damit unabhängig von einem Zugfahrzeug durch eine Einsatzkraft 27 zum Einsatzort verfahren werden kann. Die Fahr- steuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 bildet mit dem Chassis 5, auf dem die Antriebsanordnung 3 und der Axiallüfter 4 angeordnet ist und welches das Achsaggregat 6 aufweist, z.
B. eine Einzel- achse 28 über eine in senkrechter Richtung zur Aufstandsfläche 9 verlaufende Schwenkachse 29 ausbildende Drehschemelanordnung 30 ein sogenanntes Knickfahrwerk 31 aus, wobei der Antrieb über ein weiteres Achsaggregat 32 der Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 und einem in dieser vorgesehenen Antriebsmotor 33 erfolgt. Die Antriebskraft des Motors 33 erfolgt direkt auf das Achsaggregat 32, das durch ein einzelnes Laufrad 34 oder einer Doppelradanordnung gebildet sein kann. Eine Lenkeinrichtung 35 der Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 ermöglicht ein Manövrieren des Einsatzgerätes 1 und wirkt z. B. auf die Steuerung des Achsaggregates 32 ein.
Möglich ist aber auch eine Anordnung, bei der die Lenkeinrichtung 35 eine Schwenkbewegung in der Drehschemelanordnung 30 bewirkt, wodurch ebenfalls die Fahrtrichtung exakt steuerbar ist.
Der Motor 33 der Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 kann als akkubetriebener Elektromo- tor, aber auch als Verbrennungskraftmaschine ausgebildet sein. Bei Einsatz eines Elektromotors, der von Akkus gespeist wird, besteht bei Betrieb des Axiallüfters 4 über dessen Antriebsanordnung 3 die Möglichkeit des Nachladens der Akkus über einen von der Antriebsanordnung 3 des Axiallüf- ters 4 betriebenen Generators und entsprechender Ladeeinrichtung.
Zusätzlich weist das Einsatzgerät 1 an einem der Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 entgegengesetzten Stirnende bevorzugt eine verstellbare, verschwenkbare, einfahrbare Deichsel 15 mit der Kupplungsvorrichtung 14 auf, mittels der das Einsatzgerät 1 bedarfsweise an ein Zug- fahrzeug kuppelbar ist.
Mit der in der Fig. 3 beschriebenen Ausführungsvariante ist es möglich, bereits während des Heranfahrens des Einsatzgerätes 1 bzw. des Annäherns an den Einsatzort den Axiallüfter 4 zur Erzeugung des für eine Verdrängung von kontaminierten Luftmassen erforderlichen Luftstromes zur Wirkung zu bringen.
In der Fig. 4 ist schematisch eine weitere Möglichkeit einer Fahrantriebsanordnung 36 für das
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Einsatzgerät 1 gezeigt, bei der der Axiallüfter 4 mit einer Schubumkehreinrichtung 37 ausgestattet ist. Soll das Einsatzfahrzeug 1 in Fahrtrichtung - gemäss Pfeil 38 - bewegt werden, wird während des Betriebes des Axiallüfters 4 eine z. B. durch gekrümmte Leitbleche 39 gebildete Leiteinrichtung vor eine Austrittsöffnung 40 für den Luftstrom - gemäss Pfeil 41 - geschwenkt und damit eine für den Fahrantrieb erforderliche Schubumkehr erreicht und so das Einsatzfahrzeug 1 an den Einsatz- ort herangefahren. Nach dem Freigeben der Austrittsöffnung 40 durch Wegschwenken der - ge- mäss einem Doppelpfeil - verschwenkbaren Leitbleche 39 ist der freie, auf den Einsatzort gerichtete Austritt des Luftstromes aufrecht.
Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung des Einsatzgerätes 1 mit dem Knickfahrwerk 31 (siehe Fig. 3), aber auch des Anhängers 2 mit dem schwenkbaren Stützfahrwerk 16 (siehe Fig. 1 und 2) in Art eines Sattelaufliegers 42 zur Erzielung eines kleinen Wendekreises zwischen drei und sie- ben, bevorzugt vier Meter, was die Einsatzmöglichkeiten des Einsatzgerätes 1 bei beengten Platz- verhältnissen, insbesondere in einem Tunnel, wesentlich erleichtert.
In der Fig. 5 ist eine andere Ausbildung des Einsatzgerätes 1, ausgestattet mit der Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26, gezeigt, wobei das Stützfahrwerk 16, welches an der Deichsel 15 des Anhängers 2 angeordnet ist, als Fahrsteuer- und Fahrantriebseinrichtung 26 ausgebildet ist.
Das Stützfahrwerk 16 bildet dabei eine Lenk- und Antriebseinheit 43, die gemäss einem Doppelpfeil senkrecht zur Aufstandsfläche 9, z.B. über einen Spindeltrieb, verstellbar ist und weist einen mit der gesamten Einheit mitverstellbaren und mit einem in Art einer Reibrolle auf die Aufstandsfläche 9 bei Kontakt einwirkenden Laufrad 44 antriebsverbundenen Motor 45, z. B. einen Elektromotor, auf. Zusätzlich ist die gesamte Lenk- und Antriebseinheit 43 um eine senkrecht zur Aufstandsflä- che 9 verlaufende Schwenkachse 46 mit Hilfe einer Lenkstange 47 um nahezu 360 drehbar.
Wird der Anhänger 2 von einem Zugfahrzeug an den Einsatzort oder nahe an diesen herange- bracht, wird das Laufrad 44 in Kontakt mit der Aufstandsfläche 9 gebracht und der Anhänger 2 vom Zugfahrzeug abgekuppelt. Anschliessend kann durch Inbetriebnahme der Lenk- und Antriebseinheit 43 der Anhänger sehr manövrierfähig unmittelbar an den Einsatzort gebracht und der vom Axiallüf- ter 4 abgegebene Luftstrom durch entsprechende Instellungbringung des Anhängers 2 auf den Einsatzort gerichtet werden.
Selbstverständlich ist auch eine weitere Ausbildung möglich, bei der, wie in strichlierten Linien angedeutet, unmittelbar ein Rad 8 des Achsaggregates 6 von einem Antriebsmotor 48 angetrieben werden kann, wobei in einem solchen Ausbildungsfall das Stützfahrwerk 16, wie bereits in Fig. 1 beschrieben, als einfache Lenkrolle ausgebildet sein kann, die höhenverstellbar an der Deichsel 15 befestigt ist.
Beide Ausführungsvarianten für den Antrieb des Anhängers 2 bilden besonders wirtschaftliche und einfach zu realisierende Lösungen.
Selbstverständlich ist es weiters möglich, das Einsatzgerät 1 mit einer Selbstschutzeinrichtung 49, z. B. einer Kühl- und/oder Spritzeinrichtung, zu versehen und weiters mit Messsensoren 50, z.B. für Temperatur- und Lüftgüte, sowie einer Auswerte- und Anzeigeeinrichtung 51 sowie weiteren Geräten zur Satellitennavigation, Funkübertragung, Fernsteuerung für den Fahrbetrieb, Aufnahme- kameras, insbesondere im Infrarotbereich, etc. auszustatten.
Der Ordnung halber sei abschliessend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Einsatzgerätes dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmassstäblich und/oder vergrössert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Be- schreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1,2; 3 ; 4 ; 5 gezeigten Ausführungen und Massnah- men den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemässen Lösungen bilden. Die diesbezügli- chen, erfindungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
EMI4.1
<tb> 1 <SEP> Einsatzgerät <SEP> 36 <SEP> Fahrantriebsanordnung
<tb>
<tb>
<tb> 2 <SEP> Anhänger <SEP> 37 <SEP> Schubumkehranordnung
<tb>
<tb> 3 <SEP> Antriebsanordnung <SEP> 38 <SEP> Pfeil
<tb>
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EMI5.1
<tb> 4 <SEP> Axiallüfter <SEP> 39 <SEP> Leitblech
<tb> 5 <SEP> Chassis <SEP> 40 <SEP> Austrittsöffnung
<tb>
<tb> 6 <SEP> Achsaggregat <SEP> 41 <SEP> Pfeil
<tb> 7 <SEP> Einzel- <SEP> oder <SEP> Tandemachse <SEP> 42 <SEP> Sattelauflieger
<tb> 8 <SEP> Rad <SEP> 43 <SEP> Lenk- <SEP> und <SEP> Antriebseinheit
<tb> 9 <SEP> Aufstandsfläche <SEP> 44 <SEP> Laufrad
<tb> 10 <SEP> Haltevorrichtung <SEP> 45 <SEP> Motor
<tb>
<tb> 11 <SEP> Mittelachse <SEP> 46 <SEP> Schwenkachse
<tb> 12 <SEP> Längsmittelebene <SEP> 47 <SEP> Lenkstange
<tb> 13 <SEP> Radstand <SEP> 48 <SEP> Antriebsmotor
<tb> 14 <SEP>
Kupplungsvorrichtung <SEP> 49 <SEP> Selbstschutzvorrichtung
<tb> 15 <SEP> Deichsel <SEP> 50 <SEP> Messsensor
<tb>
<tb> 16 <SEP> Stützfahrwerk <SEP> 51 <SEP> Auswerte- <SEP> und <SEP> Anzeigeeinnchtung
<tb> 17 <SEP> Lenkrolle
<tb> 18 <SEP> Rückleuchte
<tb> 19 <SEP> Rückstrahler
<tb> 20 <SEP> Scheinwerfer
<tb>
<tb> 21 <SEP> Verbrennungskraftmaschine
<tb> 22 <SEP> Motorverkleidung
<tb> 23 <SEP> Stütze
<tb> 24 <SEP> Bremsvorrichtung
<tb> 25 <SEP> Pfeil
<tb>
<tb> 26 <SEP> Fahrsteuer- <SEP> und <SEP> Fahrantriebseinrichtung
<tb> 27 <SEP> Einsatzkraft
<tb> 28 <SEP> Einzelachse
<tb> 29 <SEP> Schwenkachse
<tb> 30 <SEP> Drehschemelanordnung
<tb>
<tb> 31 <SEP> Knickfahrwerk
<tb> 32 <SEP> Achsaggregat
<tb> 33 <SEP> Motor
<tb> 34 <SEP> Laufrad
<tb> 35 <SEP> Lenkeinrichtung
<tb>
PATENTANSPRÜCHE : 1.
Einsatzgerät, insbesondere für die Unterstützung von Einsatzkräften bei der Brandbe- kämpfung, bevorzugt für den Einsatz in Tunnels mit einem Fahrwerk und mit einem Chas- sis, mit einer Kupplungsvorrichtung für eine Anhängevorrichtung zur lösbaren Verbindung mit einem Zugfahrzeug und mit einem auf dem Chassis angeordneten, über eine Antriebs- vorrichtung antreibbaren Axiallüfter, dadurch gekennzeichnet, dass der Axiallüfter (4) auf einem Anhänger (2) mit einem durch eine Einzel- oder Tandemachse (7) gebildeten Achs- aggregat (6) und einem Stützfahrwerk (16) oder einem Sattelauflieger (42) mit einem oder mehreren Achsaggregaten (6) angeordnet ist und ein Wendekreis des Anhängers (2) bzw.
Sattelaufliegers (42) zwischen drei und acht Meter, bevorzugt vier Meter, beträgt.