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Selbsttätige Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen.
Bei den bekannten elektrischen Kraftübertragungen mit Ward Leonard-Schaltung, bei welchen die Geschwindigkeit des Motors durch Änderung der Erregung des Stromerzeugers geregelt wird, wirkt der Umstand auf die Regelmässigkeit und Sicherheit des Betriebes störend, dass die Geschwindigkeit des Motors nicht eindeutig von der Lage des Steuerhebels abhängt.
Dies macht sich insbesondere bei grossen Förderanlagen mit selbsttätiger Anlass-und Retardier- vorrichtung und Belastungsausgleich durch Schwungmassen fühlabr. Die Ursache dieser Störungen liegt einerseits darin, dass der Arbeitsmotor selbst bei konstanter zugeführter Spannung mit zunehmender Belastung infolge innerer Verluste und der Ankerrückwirkung einen gewissen Tourenabfall erleidet, andererseits darin, dass die ihm zugeführte, von der Anlassmaschine abgegebene Spannung mit zunehmender Stromstärke infolge der inneren Verluste und der Ankerrückwirkung der Anlassmaschine und gegebenenfalls auch infolge eines Tourenabfalles der letzteren
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weit ausgelegt werden muss, bevor sich der F@rderkorb in Bewegung setzt.
Ferner dass bei vor- handenem Tourenabfal ! während der Zeit, da der Steuerhebel ganz ausgelegt ist. die F@rder-
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durch welche fis nicht bloss ermoglicht wird, die Spannung der Anlassmaschine von der Stromstärke unabhängig zu machen, sondern sie so zu erh@hen, dass die Geschwindigkeit des Arbeitsmotors möglichst unabhängig von der Stellung des Steuerhebels wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel. Hierin bedeutet 1 den Förder- oder sonstigen Arbeitsmotor, 3 eine mit seinem Anker in Reihe geschaltete Kompensations- oder Hilfspolwicklung, 3 seine fremderregte Feldwicklung, 4 die Anlassmaschine,. 5 deren Kompensations-oder Hilfspolwicklung, 6 ihre fremderregte Feldwicklung, 7 die Erregermaschine und 8 deren Feldwicklung mit dem Regulierwiderstand 9, 10 ist der Steuerschalter für die fremderregte Feldwicklung 6 der Anlassmaschine, durch welchen die Spannung der Anlassmaschine eingestellt und umgekehrt werden kann, wodurch die Geschwindigkeit und der Drehsinn des Fördermotors bestimmt wird.
Die Anlassmaschine besitzt noch eine zweite fremderregte Feldwicklung 12, welche von einer Hilfsmaschine 11 gespeist wird, deren Feldwicklung 13 parallel zu einem Widerstand 17 im Hauptstromkreis liegt. Diese zweite Feldwicklung ist gemäss der Erfindung so geschaltet, dass sie die Feldwicklung 6 der als Stromerzeuger arbeitenden Anlassmaschine unterstützt, so dass mit zunehmender Stromstärke im Hauptstromkreis die Erregung der Hilfsmaschine 11 und dadurch die Stromstärke in der Feldwicklung 7J steigt. Bei passender Wahl der Verhältnisse lässt sich hierdurch erreichen, dass die Spannung der Anlassmaschine in solchem Masse wächst, dass die Umdrehungszahl des Fördermotors unabhängig von seiner Belastung konstant bleibt.
Wenn die Anlassmaschine sehr wenig gesättigt wäre, liesse sich dies durch die bisher beschriebene Ein-
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wirkt jedoch die zusätzliche Erregung auf den niederen Geschwindigkeitsstufen verhältnismässig stärker als auf den höherliegenden Geschwmdigkeitaatufen. Um diesen Mangel zu beseitigen, i8t gemäss der Erfindung noch ein Regeinngswiderstand 15 vorgesehen, welcher mit dem Steuerschalter 10 verbunden ist und beim Auslegen des letzteren stufenweise verringert wird. Der Widerstand 15 liegt entweder-wie gezeichnet-im Stromkreis der Hilfsmaschine 11 und Feldwicklung 12 oder im Stromkreis der Erregerwicklung 13 der Hilfsmaschine. Erstere Schaltung ist
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Geschwindigkeitsstufen weniger geltend machen kann.
Die beschriebene Wirkungsweise tritt dann ein, wenn die Anlassmaschine 4 als Stromerzeuger auf den Fördermotor 1 arbeitet. Wenn aber umgekehrt letzterer als Stromerzeuger auf die Anlassmaschine arbeitet, was beim Einhängen von Lasten oder beim Retardieren eintreten kann, so kehrt sich die von der Hilfsmaschine erzeugte Spannung um, und die Feldwicklung 12 wirkt auf die Erregung der Anlassmaschine nicht verstärkend, sondern schwächend, wie für diesen Fall erforderlich ist. Beim Reversieren der Anlassmaschine durch den Steuerschalter kehrt sich auch der Strom in der Feldwicklung 12 um, so dass sie wieder mit der Feldwicklung 6 richtig zusammenwirkt. Die Hilfsmaschine 11 wird zweckmässigerweise auf die Welle der Anlassmaschine gesetzt, kann jedoch auch getrennt angetrieben werden.
In jenen Fällen, in welchen die Anlassmaschine keine oder nur geringe Tourenschwankungen erleidet, reicht die beschriebene Einrichtung in praktisch vollkommener Weise aus, um die Förder-
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Abhängigkeit von der Stellung des Steuerhebels zu bringen. Wenn dagegen grössere Touren- schwankungen auftreten, so sind zur Beseitigung dieses störenden Einflusses noch weitere Mittel erforderlich.