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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufnehmen eines Monitors, einer Eingabetas atur und eines Diskettenlaufwerkes, insbesondere für einen Schulunterrichtsraum. Im Schulunte icht und insbesondere im naturwissenschaftlichen Unterricht werden heute verstärkt moderne Ko munikationssysteme eingesetzt, beispielsweise Computersimulationen, um den Unterricht zu er änzen. Dabei wird vorgesehen, dass die Einrichtungen wie Monitor, Eingabetastatur und Diske enlaufwerk jeweils einem Gruppenarbeitstisch zugeordnet werden, dem eine Gruppe von Sch' lern zugeordnet wird. Die Einrichtungen werden teilweise auf dem Arbeitstisch oder neben dem Arb its- tisch oder unter dem Arbeitstisch oder auch auf Beistelltischen untergebracht.
Aus der DE 40 22 240 A1 ist ein Computer-Möbel, insbesondere zur Aufnahme eines Mess m- puters bekannt, das vor allem in Versuchslabors und Werkstätten eingesetzt werden soll Das Computermöbel ist ein nach Kippen auf Rollen aufstellbares und dann verfahrbares Gesamtgerat, mit einem Computer, einer Tastatur und einem Monitor. Das Computermöbel weist in Boden ähe einen Stellboden mit einer Befestigungseinrichtung für den Computer, darüber einen ausziehbaren Tastaturwagen und darüber einen Boden auf, auf welchem der Monitor befestigt ist. Es ist w der beabsichtigt, noch möglich, dieses Gesamtgerät in Verbindung mit einem Gruppenarbeitstisch einzusetzen, insbesondere weil der Tastaturwagen mit der Tastatur in einer nicht geeigneten Höhe angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine geordnete und raumsparende Aufnahme und Anordnung der Einrichtunger ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein wandartiger Korpus vorgesehen ist, von weichem im Bereich seines unteren Endes ein Fussteil mit einer Abstellplatte für das Diskettenlaufwerk und im Bereich seines oberen Endes eine im wesentlichen der Grösse des Monitors entsprechende Tischplatte für den Monitor abragen, unter welcher ein Aufnahmefach für die Eingabetastatur vorgesehen ist, wobei die Unterseite des Aufnahmefaches in einem Abstand von wenigstens Etwa 800 mm über dem Boden angeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht einerseits eine geordnete Aufnahme der beispielsweise für eine Computersimulation oder ähnliche Unterrichtsarbeiten benötigten Einrich un- gen, während andererseits der dafür benötigte Raum nur gering ist. Die Vorrichtung ermög icht darüber hinaus eine unmittelbare Anordnung an dem Arbeitstisch, ohne dass dieser hiefür einen Ausschnitt benötigt, da die Tischplatte mit dem Monitor und dem Aufnahmefach für die Eingabe astatur oberhalb der Tischplatte des Arbeitstisches angeordnet werden. Der Verkehrsraum zwischen ähnlichen Tischen innerhalb eines Schulunterrichtsraumes wird dadurch kaum eingeschränkt.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass der wandartige Korpus mit Kabelfüh ungen versehen ist. Dadurch ist es möglich, die zwischen dem Monitor und dem Diskettenlau erk sowie zur Eingabestation geordnet zu verlegen, so dass sie die Bewegungsfreiheit insbesoncere eines Lehrers nicht behindern und ausserdem gegen Manipulationen geschützt sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Seitenwände des Aufnah efaches als Armaturenzargen gestaltet sind. Dadurch lassen sich im Bereich des Arbeitstisc es Elektro- und/oder Gasanschlüsse vorsehen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass das Aufnahmefach ein aus der Stirnseite ausziehbares Schubfach enthält. Dadurch ist es moglich, die Eingabetastatur in den Bereich der Tischfläche des Arbeitstisches zu bringen, ohne dass sie auf der Tischfläche abgestellt werden muss.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Tischplatte um eine vertikale Achse verdrehbar gehalten ist Dadurch ist es möglich, den Monitor für sich zu verdrehen, dass entweder gute Sichtverhältnisse herrschen und/oder Blendwirkungen aufgrund einfallenden Lic tes ausgeschlossen werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass wenigstens ein Teil der Abs ellplatte nach oben aufklappbar ist. Es ist zweckmässig, Bodeninstallationen vorzusehen, an die die einzelnen Einrichtungen und/oder Armaturen angeschlossen werden. Mit der aufklappbaren Abstellplatte ist es möglich, die Bodeninstallationen unterhalb des Fussteils anzuordnen und denn @ch gut zugänglich zu machen Die von den Bodenanschlüssen ausgehenden Leitungen können dünn ohne weiteres innerhalb des Fussteils um den Korpus verlegt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass das Fussteil mit Laufrollen ve se-
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hen ist. Dadurch ist die gesamte Vorrichtung, nach Lösen von Bodenanschlüssen, verfahrbar, so dass sie einem anderen Arbeitstisch zugestellt werden kann. Darüber hinaus ist es möglich, die verfahrbare Vorrichtung mitsamt den von ihr aufgenommenen Einrichtungen in einen Abstellraum oder einen Abstellschrank zu verfahren und dort aufzubewahren.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass an der Rückseite des wandartigen Korpus ein Wasserbecken und eine Wasserarmatur angeordnet sind. Eine derartige Vorrichtung ist insbesondere im Chemie- oder Biologieunterricht vorteilhaft.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III der Vorrichtung der Fig. 1, Fig. 4 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 4 und Fig. 6 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VI der Vorrichtung der Fig. 4.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung zum Aufnehmen eines Monitors (10), einer Eingabetastatur (11) und eines turmförmigen Diskettenlaufwerkes (12) besitzt einen Korpus (13), der die Gestalt einer flachen, hohlen Wand aufweist. Von dem oberen Ende des Korpus (13) ragt eine Tischplatte (14) ab, auf welcher der Monitor (10) abgestellt ist. Unter der Tischplatte (14) ist ein Aufnahmefach (15) vorgesehen, das zur Aufnahme der Eingabetastatur (11) dient.
Im Bereich des unteren Endes des Korpus (13) ist ein Fussteil (16) vorgesehen, das in gleicher Richtung wie die Tischplatte (14) und das Aufnahmefach (15) von dem Korpus (13) abragt, so dass die gesamte Vorrichtung in der Seitenansicht (Fig. 1) eine U-förmige Gestalt aufweist, wobei der Korpus (13) eine Tiefe aufweist, die in etwa der Höhe der Tischplatte (14) mit dem Aufnahmefach (15) und des Fussteils (16) entspricht. Auf dem Fussteil (16) ist eine Abstellplatte (17) angeordnet, auf welchem die Diskettenstation (12) abgestellt ist. Die Abstellplatte (17) ist geteilt und um ein horizontales Scharnier teilweise nach oben abklappbar, so dass der Fussboden im Bereich des Fussteils (16) freigelegt werden kann. Dadurch werden Bodenanschlüsse zugänglich, über denen das Fussteil (16) gebracht wird.
Die von Bodenanschlüssen ausgehenden Kabel werden innerhalb des Fussteils (16) und des hohlen Korpus (13) verlegt. Wie insbesondere aus Fig. 2 und 3 zu ersehen ist, ist der hohle Korpus (13) mit Kabelführungen (18) versehen, durch die Kabel zwischen dem Monitor (10) und der Diskettenstation (12) verlaufen, sowie die von Bodenanschlüssen kommenden Zuführkabel. Die Seitenwände des Aufnahmefaches (15) für die Eingabetastatur (11) sind als Aufnahmezargen gestaltet, die beispielsweise Steckdosen (19) für Elektroanschlüsse aufweisen. Die Tischplatte (14) ist auf ihrer Rückseite mit einem Schutzschirm (20) versehen, der beispielsweise als ein Lochblech ausgebildet ist.
Wie insbesondere aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist die Unterseite des Aufnahmefaches (15) in einer Höhe zu dem Boden angeordnet, die grösser als die Höhe einer Tischplatte (21) eines Arbeitstisches (22) ist. Ein Arbeitstisch (22) hat üblicherweise eine Tischplattenhöhe von 800 mm, so dass die Unterseite des Aufnahmefaches (15) in einer Höhe von etwas mehr als 800 mm angeordnet wird. Dadurch ist es möglich, den Arbeitstisch (22) so anzuordnen, dass seine Tischplatte bis dicht an den Korpus (13) heranreicht, so dass die Tischplatte (14) der Vorrichtung mit dem Monitor (10) über die Tischplatte (21) des Arbeitstisches ragt. Die Eingabetastatur (11) kann dann aus dem Aufnahmefach (15) herausgenommen und auf der Tischplatte (21) des Arbeitstisches (22) abgestellt werden.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, besitzt der wandartige Korpus (13) nur eine relativ geringe Erstreckung in Richtung zu dem Arbeitstisch (22), die nur etwa 1/6 der Erstreckung der Tischplatte (14) in dieser Richtung beträgt. Dadurch behindert die Vorrichtung die Verkehrswege zwischen einzelnen Arbeitstischen (22) kaum.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, besitzt der mit drei Beinen (23) versehene Arbeitstisch (22), der als Gruppenarbeitstisch ausgebildet ist, in der Draufsicht eine im wesentlichen dreieckförmige Tischplatte (21),deren Tischkanten leicht nach aussen gewölbt sind.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform wird vorgesehen, dass die Tischplatte (14) der Vorrichtung um eine vertikale Achse verdrehbar ist, die beispielsweise im Bereich des wandartigen Korpus (13) angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, die Tischplatte (14) mit dem Monitor (10) relativ zu dem Korpus (13) zu verdrehen, um gegebenenfalls die Einsichtmöglichkeiten zu verbessern.
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Bei einer weiteren abgewandelten Ausführungsform wird vorgesehen, dass das Aufnahm ach (15) ein ausziehbares Schubfach enthält, auf dem die Eingabetastatur (11) angeordnet ist. Um die Eingabetastatur (11) zugänglich zu machen, wird dann das Schubfach ausgezogen, ohne dass dann die Eingabetastatur auf der Tischplatte (21) des Arbeitstisches (22) abgestellt wird
Bei einer weiteren Ausführungsform wird vorgesehen, dass das Aufnahmefach (15) mit ei em um den Bereich seiner Unterseite oder seiner Oberseite angeordnete, horizontale Achse aufschwenkbaren Verschlussklappe versehen ist. Diese Verschlussklappe wird mit einem Schloss v rse- hen, so dass die in dem Aufnahmefach (15) befindliche Eingabetastatur dann vor unbefugten Manipulationen geschützt ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform wird anstelle eines Gruppenarbeitstisches (23) mit iner dreieckförmigen Tischplatte (21) ein Gruppenarbeitstisch mit einer halbrunden Tischplatte vorg sehen. In diesem Fall wird dann die Vorrichtung vorzugsweise der geradlinigen Tischkante zugestellt.
Wie aus Fig 1 und 3 zu ersehen ist, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung das Fu teil (16) mit Laufrollen (24) versehen, von denen ein Paar zweckmässigerweise als um vertikale Act sen verschwenkbar gelagerte Lenkrollen ausgebildet sind. Dadurch ist es möglich, die gesamte orrichtung (nach Lösen von Bodenanschlüssen) zu verfahren. Sie ist dann zusammen mit dem Monitor (10), der Eingabetastatur (11) und dem Diskettenlaufwerk (12) beispielsweise in einen Ab tellraum oder in einen Schrankraum verfahrbar und so vor unbefugtem Zugriff schützbar.
Die in Fig. 4 bis 6 dargestellte Vorrichtung entspricht in ihrem Grundaufbau der Vorrich ung nach Fig. 1 bis 3, so dass auf die dortige Beschreibung verwiesen wird. Ergänzend ist bei der Vorrichtung nach Fig. 4 bis 6 vorgesehen, dass auf der Rückseite des Korpus (13), d. h. der der Tischplatte (14) und dem Aufnahmefach (15) abgewandten Seite, ein Wasserbecken (25) mit einer Wasserarmatur (26) angeordnet sind. Das Wasserbecken (25) ist mit einer Blende (27) umgeben, die sich bis zu dem Korpus (13) und zu dem Boden erstreckt. Die Blende (27) ist lösbar, beisp els- weise aushängbar, um unterhalb des Wasserbeckens (25) vorhandene Bodenanschlüsse oder ergleichen zugänglich zu machen.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zum Aufnehmen und Bereitstellen eines Monitors, einer Eingabetastatur und eines Diskettenlaufwerkes, insbesondere für einen Schulunterrichtsraum, dadurch gek nn- zeichnet, dass ein wandartiger Korpus (13) vorgesehen ist, von welchem im Bereich seines unteren Endes ein Fussteil (16) mit einer Abstellplatte (17) für das Diskettenlaufwerk 12) und im Bereich seines oberen Endes eine im wesentlichen der Grösse des Monitors ent- sprechende Tischplatte (14) für den Monitor (10) abragen, unter welcher ein Aufnah e- fach (15) für die Eingabetastatur (11) vorgesehen ist, wobei die Unterseite des Aufnah me- faches (15) in einem Abstand von wenigstens etwa 800 mm über dem Boden angeor net ist.