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Die Erfindung betrifft ein Griffstück für Pistolen, dessen gesamter Griffbereich Im wesentlichen vollständig aufgerauht und mit anatomischen Ausformungen am Griff-Vorder- und Rückenteil, mit muldenartigen Ausformungen im oberen Bereich der Griff-Seitenflächen und an deren Unterkannten sowie im wesentlichen Im Bereich oberhalb der Abzugseinrichtung versehen ist.
Bei den bisher bekannten anatomischen Ausformungen im Griffbereich, ist kein ausreichender Halt für die Finger der Schuss- bzw. Unterstützungshand gegeben. Weiters reichen die stellenweisen Aufrauhungen im Griffbereich bei weitem nicht aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen bzw. sind diese deplaziert angeordnet oder nur mangelhaft ausgeformt.
Hiezu wird stichwortartig zusammengefasst : GR ! FFSTÜCKE ohne anatomische Ausformungen, keine Aufrauhungen im Griffbereich,
Aufrauhungen nur an der Vorder-und Rückseite des Griffs, keine Daumenauflagemöglichkeit,
2 wallartige Erhebungen an der Griff-Voderseite, jedoch keine Aufrauhung in diesem
Bereich,
1 wallartige Erhebung (10mm) an der Griff-Vorderseite,
Die Patentschrift - US 3, 758, 978 A (PARIS), weist aufgerauhte Griffschalen für die Griffs-Seitenflächen auf, nicht jedoch für die Vorder-und Rückseite sowie den Bereich an den Kanten zwischen Griff-Vorderseite und Griff-Seitenfläche. Der Haltekomfort der Waffe ist ungenügend und beeinträchtigt negativ das Rückstossverhalten der Waffe und vermindert die Trefferwahrscheinlichkeit.
Der beschriebene Aufsatz am Magazinboden kommt, wenn überhaupt sinnvoll, nur für Taschenpistolen in Betracht, um eine verlängerte Fingerauflagemöglichkeit zu schaffen. Die Auflage für den kleinen Finger erbringt keine Verbesserung des Haltekomfort, da die Waffe im wesentlichen nur vom Daumen, Mittelfinger und Ringfinger der Schusshand gehalten wird ; der kleine Finger übt keine Haltefunktion aus. Die Verlängerung des Magazinbodens kann nur als Auflagefläche für den kleinen Finger angesehen werden, jedoch ist die beschriebene Ausführung ungeeignet, da sie geradlinig nach hinten verläuft und der kleine Finger bei einer Schussabgabe, bedingt durch den Rückstoss, vom Aufsatz rutscht.
Die Patentschrift - F 2 386 011 A (BRESSON), weist ein Griffstück aus, dass für das sportliche Schiessen ausgerichtet und nur sinnvoll ist, wenn es genau nach der Hand eines Schützen geformt ist. Für einen täglichen praxisgerechten Einsatz, insbesondere bei einem Deutschuss oder instinktiv abzugebenden Schuss ist diese Griffgestaltung ungeeignet. Insbesondere sollten die Griff-Vorderseite und die Griff-Rückseite im wesentlichen parallel verlaufen, um einen gleichbleibenden Griffwinkel zu erreichen. Die Ausformung an der Griff-Vorderseite oberhalb des Sporns bewirkt durch seine im wesentlichen geradlinig abwärts verlaufende Form, dass der Mittelfinger der Schusshand abwärts gedrückt wird, was eine negative Beeinträchtigung des Haltekomforts und des Rückstossverhaltens der Waffe hervorruft.
Es gilt der Grundsatz, je höher eine Waffe erfasst werden kann, umso tiefer liegt sie in der Hand, wodurch der Rückstoss der Waffe besser kontrollierbar wird.
Die Ausformung eine Sporns an der Griff-Vorderseite ist für einen praxisgerechten schnellen Zugriff, bedingt durch die Spitze, hinderlich ; auch ist die Grösse der Ausformung des Sporns in der Praxis und im täglichen Gebrauch nicht ztetführend.
Die Patentschrift-DE 3609177 A 1 - (RUGER), weist auf der linken Hälfte der Griffschale eines Revolvers eine muldenartige Vertiefung auf, die in das einwandfreie Ausstossen der Hülsen aus der Trommel ermöglicht. Als Daumenauflage für die Schusshand ist diese muldenartige Ausformung nicht geignet, da der Daumen zu extrem abgewinkelt werden müsste, was zu Verspannungen in der Schiesshand und damit verbunden zu schlechten Trefferergebnissen führt.
Die Patentschntt - DE 30 00 017 A1 - (PACHMAYR), weist aufgerauhte Griffschalen auf, die das Griffstück nur auf den Griff-Seitenflächen und der Griff-Rückseite umschliessen ; ein ausreichender Waffenhalt wird damit nicht erzielt.
Die Patentschrift - US 4,998,367 A zeigt und beschreibt einen Revolverhandgriff, dessen vorder Kante 46 eine Fingerabstützung 48 aufweist. Diese Fingerabstützung besteht aus mehreren konkaven Einbuchtungen 50, deren jede mit Gummi oder Neopren ausgefüllt ist (Spalte 3, Zeilen 5-54). Da die Einbuchtungen 50 ausgefüllt sind, sind keine Einbuchtungen und keine wallartigen Erhebungen vorhanden.
Ziel der Erfindung ist es daher, das Griffstück als Ganzes und insbesondere den Griffbereich, anatomisch günstiger, mit gutem Haltekomfort, mit besserer Beherrschung des Waffenrückstosses wie auch mit besserer Bedienbarkeit unter Beibehaltung einer gefälligen Form, die sich auch für den täglichen praxisgerechten Gebrauch eignet, zu gestalten.
Der Griffbereich kann auch mit Überzügen oder Schalen aus festen oder elastischen Materialien, gestaltet werden, welche die erfindungsgemässen anatomischen Ausformungen enthalten.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass im wesentlichen der gesamte Griffbereich aufgerauht ist, wodurch der Waffenhalt allgemein entscheident optimiert wird, im oberen Griffbereich auf der GriffRückseite eine Vertiefung von ca. einer halben Finger-Breite zur Abstützung des Daumenbailens der Schusshand angeordnet und im oberen Griffbereich beidseitig ca. eine daumenbreite und ca. daumenlange Vertiefung zur Aufnahme des Daumens der Schiesshand angeordnet ist, deren untere, bis zu einer halben Finger-Breite erhöhte wallartige Begrenzung kurvenförmig von der Griff-Vorderseite und Griff-Rückseite bis ca. in die Mitte der Griff-Seitenflächen verlaufen und dort spitzartig in Richtung Griff-Unterseite aufeinander treffen, an der Griff-Vorderseite ca.
eine Mittelfinger-Breite vom Abzugschutz in Richtung Gnff-Unterseite entfernt, wie schon bekannt, eine bis zu einer halben Finger-Breite angeordnete wallartige Erhebung das Abstützen des Mittelfingers der Schusshand gewährleistet und an den Unterkannten der beiden GriffSeitenflächen, wie schon bekannt, je eine ca. Daumennagel grosse Vertiefung zur einfachen Entnahme des Magazins, insbesondere bei Funktionsstörungen der Waffe, angebracht ist, der Magazinboden beidseitig Riffelungen aufweist und im Zusammenwirken mit den ca.
Daumennagel grossen Vertiefungen an den Unterkannten der beiden Griff-Seitenflächen, die Magazinentnahme in den vorerwähnten Fällen zusätzlich erleichtert, der beidseitig zu betätigende Magazirihalteknopf im Bereich der Griff-Seitenflächen im wesentlichen auf der Höhe der Mitte des Abzugs von wallartigen Begrenzungen umrandet ist, um hintanzuhalten, dass der Magazinhalteknopf nicht durch den Mittelfinger oder Daumen der Schusshand unbeabsichtigt ausgelöst werden kann, beidseitig der Abzugseinrichtung, die Seite, die der Griff-Vorderseite näherliegt und beidseitig oberhalb der gesamten Abzugseinrichtung muldenartig abfallende Vertiefungen angeordnet sind und in diesem Bereich beidseitig je ein Vorsprung hervortritt, der einen Teil der Abzugssicherungseinheit darstellt,
die einerseits ein rascheres Eingreifen des Zeigefingers in den Abzugsbereich und andererseits ein rasches Betätigen der Abzugssicherungseinheit ermöglichen, der Abzugschutz, wie schon bekannt, einen kurvenförmigen Umriss aufweist, der im der Laufmündung näherliegenden Bereich eine aufgerauhte Fläche, zur allfälligen Auflage des Zeigefingers der Unterstützungshand, aufweist, beidseitig im vorderen Bereich des Griffstücks, wie schon bekannt, kerbenartige Befestigungsvorrichtungen für Zubehör, wie z. B.
Taschenlampe, Laser usw., angeordnet sind, der Verschlussfanghebel in einer muldenartigen, länglichen Vertiefung liegt und damit zum besseren Handling der Pistole beiträgt und auf Länge der Fingerauflage des Verschlussfanghebels eine wallartig erhöhte Abgrenzung zum oberen Rand der Daumenauflage angeordnet ist, wodurch das unbeabsichtigte aufwärts Betätigen der Fingerauflage des Verschlussfanghebels und damit verbunden das Arretieren des Verschlusses, verhindert wird.
In der bevorzugten Ausführungsform sind die anatomischen Ausformungen und Gestaltungen direkt am Gnffstück angebracht.
Bei einer Variante der bevorzugten Ausführungsform sind am Griffstück im Griffbereich Überzüge oder Schalen aus festen oder elastischen Materialien angebracht, welche die erfindungsgemässen anatomischen Ausformungen und Gestaltungen enthalten.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird nachstehend an Hand der Zeichnung beschreiben, deren Fig.
1 schematisch im Massstab 1 : 1 ein erfindungsgemässes Griffstück zeigt.
Die Fingerhaltung der Schusshand ist in der Skizze der Fig. 2 schematisch im Massstab 1 : 1 dargestellt.
Die dargestellte Erfindung besteht Im wesentlichen aus einem aufgerauhten Griff --1--, einer ca. halben Finger-Breiten Vertiefung (22) im oberen Bereich der Griff-Rückseite (3). einer im oberen Griffbereich beidseitig angeordneten, ca. eine daumenbreite und ca. eine daumenlange Vertiefung--4--, einer bis zu einer halben Finger-Breite erhöhte wallartige Begrenzung--5--, die kurvenförmig von der Griff-Vorderseite
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Richtung Griff-Unterseite aufeinander treffen, einem an der Griff-Vorderseite --2-- ca. eine Mittelfinger-Breite vom Abzugschutz --14-- in Richtung Griff-Unterseite angeordneten, bis zu einer halben Finger-Breiten wallartigen Erhebung--6--und einer ca.
Daumennagel grossen Vertiefung --7-- auf beiden Unterkannten der Griff-Seitenflächen. einem beidseitig geriffelten Magazinboden--8--, einem, Im Bereich der Griff-Seitenflächen im wesentlichen auf der Höhe der Mitte des Abzugs --9-- von wallartigen Begrenzungen --5-- und --11-- umrandeten, beidseitig zu betätigenden Magazinhalteknopf --10--, einer, beidseitig der Abzugseinrichtung --19--, die Seite, die der Griff-Vorderseite --2--näherliegt und beidseitig oberhalb der gesamten Abzugseinrichtung --19--, muldenartig abfallende Vertiefung --12--, aus der beidseitig je ein Vorsprung --13-- der AbzugsicherungseInheit hervortritt (Patentanmeldung vom 13. 12. 1995, ZI.
A 2014/95), einem Abzugschutz--14--, der, wie schon bekannt, einen kurvenförmigen Umriss und im der Laufmündung
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näherliegenden Bereich, eine aufgerauhte Fläche --15-- aufweist einer beidseitig im vorderen Bereich des Griffstücks, wie schon bekannt, kerbenartige Befestigungsvorrichtungen--16--, einer muldenartigen, länglichen Vertiefung --17-- im Bereich des Verschlussfanghebels --20-- und einer wallartig erhöhten Abgrenzung --18--, auf Länge der Fingerauflage des Verschlussfanghebels --21--, zum oberen Rand der Daumenauflage - -4--.