AT402838B - Dichtungsvorrichtung, insbesondere für türflügel - Google Patents
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Description
AT 402 838 B
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung, insbesondere für Türflügel, mit einer nach unten offenen Schiene mit einem U-förmigen Querschnitt, gebildet aus einem horizontalen Steg und zwei nach unten abstehenden Schenkein; mit einer in der Schiene quer zu deren Längserstreckung zwischen den Schenkeln verschiebbaren Dichtleiste; mit einer in der Schiene längsverschiebbar gelagerten Betätigungsstange, die einseitig über ein erstes Stirnende der Schiene vorsteht; und mit mindestens zwei als Blattfedern ausgebildeten Federn, die an ihrem vom ersten Stirnende der Schiene abgewandten ersten Ende an einer ersten Befestigungsstelle benachbart dem Steg an der Schiene, annähernd in ihrer Mitte an einer zweiten Befestigungsstelle an der Dichtleiste, und an ihrem zweiten Ende an einer dritten Befestigungsstelle an der Betätigungsstange befestigt sind, wobei die Federn zwischen den Befestigungsstellen geneigt zur Längserstreckung der Schiene verlaufen, und wobei beide Federn die Leiste in ihre angehobene Stellung vorbelasten.
Aus der US 4 947 584 A ist eine Dichtungsvorrichtung bekannt, die eine nach unten offene Schiene mit U-förmigem Querschnitt, gebildet aus einem oberen Steg und zwei nach unten abstehenden Schenkein, aufweist. Zwischen den Schenkeln ist eine Dichtleiste vertikal verschiebbar. In der Schiene ist eine Betätigungsstange längsverschiebbar, auf die eine längliche Mutter aufgeschraubt ist, weiche die Schiene auf der Scharnierseite der Tür überragt. Das innere Ende der Betätigungsstange trägt einen quaderförmigen Gleitblock, der in der Schiene längsverschiebbar ist. Benachbart dem gegenüberliegenden Ende ist ein weiterer Block festgeschraubt. Zwischen den beiden Blöcken erstreckt sich eine nach unten gebogene Blattfeder, welche in ihrer Mitte mittels eines Stiftes an der Dichtleiste befestigt ist. An beiden Enden der Dichtleiste und der Schiene sind zusammenwirkende Permanentmagnete befestigt. Das Magnetpaar bei der Betätigungsstange ist gleichpolig, am gegenüberliegenden Ende gegenpolig orientiert. Dadurch wird erreicht, daß beim Schließen der Tür, bei welchem die Betätigungsstange eingedrückt wird, zunächst das dem Türscharnier benachbarte Ende der Dichtleiste und erst bei der letzten Schließbewegung das gegenüberliegende Ende abgesenkt wird. Diese Vorrichtung eignet sich vor allem für schmale Türen, sie ist jedoch relativ aufwendig in der Herstellung.
Eine gattungsgemäße Dichtungsvorrichtung ist ferner in der EP 509 961 A geoffenbart. Dabei ist eine Dichtleiste in eine nach unten offene U-Profilschiene vertikal verschiebbar eingesetzt, wobei die Dichtleiste durch zwei Blattfedern nach oben vorbelastet wird. Die Federn sind am einen Ende mit einem Blindniet an der Schiene, in der Mitte mit einem weiteren Blindniet mit zwischengeschalteter Feder an der Leiste befestigt und an ihrem dritten Ende mit einem Innengewinde in einem abgekröpften Teil auf einer runden Betätigungsstange aufgeschraubt. Zwischen den Befestigungsstellen sind die Federn geneigt zur Schiene. Die Stange durchdringt Längsschlitze der einen Feder. Durch Kniehebelwirkung wird beim Eindrücken der Stange die Leiste abgesenkt. Diese Vorrichtung hat sich bewährt. Allerdings ist sie etwas aufwendig in der Montage.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtungsvorrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß sie preiswert herstellbar und einfach zu montieren ist und daß sie sich auch für breite Türen eignet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Betätigungsstange als flacher Schieber mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist, der in je einer Nut in den beiden Schenkeln benachbart dem Steg verschiebbar geführt ist. Durch die Führung der als flacher Schieber ausgebildeten Betätigungsstange in ihrer gesamten Länge in Längsnuten kann dieser Schieber ohne Knickgefahr sehr dünn ausgebildet werden, so daß eine niedrige Bauhöhe erreicht wird. Überdies wird eine preiswerte Herstellung und rasche Montage ermöglicht.
Eine baulich vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die zweiten Befestigungsstellen durch je einen an der betreffenden Feder befestigten Körper mit einem in Bohrungen der Dichtleiste ragenden Stift gebildet sind. Hierdurch wird eine einfache platzsparende Kopplung zwischen der Dichtleiste und der entsprechenden Feder erzielt.
Des weiteren ist von Vorteil, wenn bei einer der zweiten Befestigungsstellen die Feder in Längsrichtung der Dichtleiste unverschiebbar mit dieser verbunden ist und bei allen übrigen zweiten Befestigungsstellen die Feder gegenüber der Dichtleiste längsverschiebbar ist; hierbei wird eine Anpassung der Dichtleiste an eine etwaige Neigung des Bodens ermöglicht.
Es hat sich ferner im Hinblick auf eine einfache Verbindung der Dichtleiste mit der Feder als günstig erwiesen, wenn der Körper ein mit einer rechteckigen Durchgangsöffnung auf die Feder aufgeschobener Kunststoffkörper ist.
Eine besonders einfache Montage bzw. Befestigung einer die Dichtleiste abschließenden Dichtung ergibt sich dadurch, daß die Dichtleiste unten seitlich je eine hinterschnittene Nut hat, in welche je ein Wulst eines bandförmigen, elastomeren Dichtungsprofils eingeschnappt ist.
Zur flexiblen Verbindung des Federendes mit der Schiene ist mit Vorteil vorgesehen, daß die erste Befestigungsstelle durch einen auf die Feder aufgesteckten Kunststoffkörper mit zwei Gabelzinken gebildet 2
AT 402 838 B ist, von denen seitlich je ein in Bohrungen der Schenkel eingeschnappter Zapfen absteht, so daß die erste Befestigungsstelle eine Gelenkverbindung ist.
Zur einfachen Kopplung der Feder mit dem Schieber ist es auch günstig, wenn bei der dritten Befestigungsstelle der Schieber L-förmige Lappen hat. in welche die Feder eingesteckt ist. s Auch hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Schieber aus Metall, insbesondere aus Federstahl, oder aus Kunststoff besteht.
Um einerseits eine geringe Reibung und andererseits eine gute Dichtwirkung zwischen der Dichtleiste und der Schiene zu erzielen, ist es weiters von Vorteil, wenn die Dichtleiste beidseits eine textile Beschichtung vorzugsweise nach Art eines kurzfaserigen Kunstfaser-Velourbandes hat. 10 Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigen: die Figuren 1a und 1b eine Dichtungsvorrichtung in der unbetätigten Grundstellung; die Figuren 2a und 2b die Vorrichtung nach den Figuren 1a, 1b in der betätigten, abgesenkten Stellung; die Figuren 3, 4 und 6 Schnitte längs den Linien lll-lll, IV-IV und Vl-Vl in Figur 1a: und Figur 5 eine vergrößerte Darstellung des Details V in Figur 1 b. i5 In einer nach unten offenen U-Profilschiene 1 mit einem Steg 2 und zwei seitlichen Schenkeln 3 ist eine ebenfalls ais U-Profilschiene ausgebildete, nach oben offene Dichtleiste 4 verschiebbar geführt. Die Dichtleiste 4 hat an der Aussenseite ihrer Schenkel 5 aufgeklebte, textile Beläge 6 in der Art von kurzfaserigen Kunstfaser-Velourbändern, welche auf der Innenseite der Schenkel 3 gleiten. Damit wird eine gute Abdichtung bei geringer Reibung erreicht. Unten hat die Dichtleiste 4 seitlich je eine hinterschnittene 20 Nut 7. In die Nuten 7 sind Randwulste 8 eines bandförmigen, elastomeren Dichtungsprofils 9 eingeschnappt.
Die Schiene 1 hat anschliessend an den Steg 2 in den Schenkeln 3 je eine Nut 12 mit rechteckigem Querschnitt. In den Nuten 12 ist ein flacher Schieber 13 mit rechteckigem Querschnitt z.B. aus Federstahl oder einem andern Metall oder aus Kunststoff verschiebbar geführt. An einem Stirnende ist am Schieber 13 25 ein Gewindebolzen 14 befestigt. Auf diesen ist ein Betätigungsknopf 15 einstellbar aufgeschraubt. In der Grundstellung (Figur 1a, 1b) überragt der Knopf 15 das Stirnende 16 der Schiene 1.
Zum Betätigen der Dichtleiste 4 dienen mindestens zwei Blattfedern 20. die an ihrem vom Stirnende 16 abgewandten Ende schwenkbar an der Schiene 1 angelenkt sind. Dazu ist auf das Stimende der Federn 20 ein Kunststoffkörper 21 mit zwei Gabelzinken 22 aufgesteckt. Die Zinken 22 haben seitlich abstehende 30 zylindrische Zapfen 23, die in Bohrungen 24 in den Schenkeln 3 eingeschnappt sind. Dadurch wird eine rasche und einfache Montage erzielt. Die gelenkige Verbindung kann jedoch auch mittels eines Nietes oder eines Stiftes erzielt werden.
Etwa in der Mitte ist auf die Blattfedern 20 ein weiterer Kunststoffkörper 25 aufgesteckt. Der eine dieser Körper 25 hat eine zylindrische Querbohrung 26, während der andere oder alle übrigen Körper 25 ein sich os in Längsrichtung der Schiene 1 erstreckendes Langloch 27 hat bzw. haben. Durch die Bohrung 26 und das Langloch 27 sind Stifte 28 durchgesteckt, welche in Bohrungen 29 der Schenkel 5 der Dichtleiste 4 eingepresst sind. An dem dem Ende 16 zugewandten Ende der Federn 20 sind diese am Schieber 13 befestigt. Dazu hat der Schieber 13 zwei gestanzte und geprägte oder angeschweisste L-förmige Lappen 33. in welche die Feder 20 eingesteckt ist. Falls der Schieber 13 aus Kunststoff besteht, können die Lappen 40 33 angespritzt sein. Beidseits der mittleren Befestigungsstelle 28, 29 sind die Federn 20 leicht nach oben gekrümmt. Sie sind in die Grundstellung nach Figuren 1a. 1b vorgespannt.
Wird die Türe geschlossen, drückt der Knopf 15 gegen den Türrahmen an und wird in die Stellung nach Figuren 2a, 2b eingedrückt. Dadurch wird der Schieber 13 verschoben und die Federn 20 werden gespannt, sodass sich die Dichtleiste 4 absenkt. 45 Wegen des Langlochs 27 können dabei die beiden Federn 20 unterschiedlich durchgebogen werden, sodass sich die Dichtleiste 4 der Neigung des Bodens automatisch anpasst. Es sind dazu keine Einstellungen erforderlich. Dadurch können bis 2 cm Höhenunterschied ausgeglichen werden. Kleinere Wellen im Boden gleicht das Dichtungsprofil 9 aus.
Die beschriebene Dichtungsvorrichtung ermöglicht eine rasche und einfache Montage und erfordert nur so eine geringe Bauhöhe. Bei breiten Türen können auch mehr als zwei Federn 20 eingesetzt werden.
Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel kann die mittlere Befestigungsstelle analog der Ausbildung nach Figur 6 einschnappbar ausgebildet werden, indem am Körper 25 zwei nach unten ragende, federnde Zinken angeformt sind, welche nach aussen ragende Zapfen haben. Diese sind in die Bohrungen 29 eingeschnappt. Dabei sind die Langlöcher 27 in den Schenkeln 5 der Dichtleiste 4 gebohrt. 3 55
Claims (9)
- AT 402 838 B Patentansprüche 1. Dichtungsvorrichtung, insbesondere für Türflügel, mit einer nach unten offenen Schiene (1) mit einem U-förmigen Querschnitt, gebildet aus einem horizontalen Steg (2) und zwei nach unten abstehenden Schenkeln (3); mit einer in der Schiene (1) quer zu deren Längserstreckung zwischen den Schenkeln (3) verschiebbaren Dichtleiste (4); mit einer in der Schiene (1) längsverschiebbar gelagerten Betätigungsstange, die einseitig über ein erstes Stirnende (16) der Schiene (1) vorsteht; und mit mindestens zwei als Blattfedern ausgebildeten Federn (20), die an ihrem vom ersten Stirnende (16) der Schiene (1) abgewandten ersten Ende an einer ersten Befestigungsstelle benachbart dem Steg (2) an der Schiene (1), annähernd in ihrer Mitte an einer zweiten Befestigungsstelle an der Dichtleiste (5), und an ihrem zweiten Ende an einer dritten Befestigungsstelle an der Betätigungsstange befestigt sind, wobei die Federn (20) zwischen den Befestigungsstellen geneigt zur Längserstreckung der Schiene (1) verlaufen, und wobei beide Federn die Leiste (4) in ihre angehobene Stellung vorbelasten, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange als flacher Schieber (13) mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist, der in je einer Nut (12) in den beiden Schenkeln (3) benachbart dem Steg (2) verschiebbar geführt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Befestigungsstellen durch je einen an der betreffenden Feder (20) befestigten Körper (25) mit einem in Bohrungen (29) der Dichtleiste (4) ragenden Stift (28) gebildet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer der zweiten Befestigungsstellen die Feder (20) in Längsrichtung der Dichtleiste (4) unverschiebbar mit dieser verbunden ist und bei allen übrigen zweiten Befestigungsstellen die Feder (20) gegenüber der Dichtleiste (4) längsverschiebbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (25) ein mit einer rechteckigen Durchgangsöffnung auf die Feder (20) aufgeschobener Kunststoffkörper ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtleiste (4) unten seitlich je eine hinterschnittene Nut (7) hat, in weiche je ein Wulst (8) eines bandförmigen, elastomeren Dichtungsprofils (9) eingeschnappt ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Befestigungsstelle durch einen auf die Feder (20) aufgesteckten Kunststoffkörper (21) mit zwei Gabelzinken (22) gebildet ist, von denen seitlich je ein in Bohrungen (24) der Schenkel (3) eingeschnappter Zapfen (23) absteht, so daß die erste Befestigungsstelle eine Gelenkverbindung ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der dritten Befestigungsstelle der Schieber (13) L-förmige Lappen (33) hat, in welche die Feder (20) eingesteckt ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (13) aus Metall, insbesondere aus Federstahl, oder aus Kunststoff besteht.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtleiste (4) beidseits eine textile Beschichtung (6), vorzugsweise nach Art eines kurzfaserigen Kunstfaser-Velourbandes hat. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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| EIH | Change in the person of patent owner | ||
| MK07 | Expiry |
Effective date: 20150518 |