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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum berührungslosen Messen des Normalabstandes eines Messpunktes von einer Geraden mit wenigstens einem den Messpunkt erzeugenden Laserstrahlgerät, das auf einer die Gerade bildenden Schiene verschiebar angeordnet ist, wobei der Laserstrahl In einem spitzen Winkel zur Schiene geneigt ist und wobei eine Anzeige für den Normalabstand vorgesehen ist. der sich aus dem Neigungswinkel des Laserstrahles und dem Abstand des Laserstrahlgerätes von der Normalen ergibt.
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche beispielsweise über Laserstrahlen berührungslos den Abstand des Laserstrahimessgerätes von einem festen Körper, beispielsweise einer Wand ermitteln. Derartige Laserstrahimessgeräte sind jedoch wegen ihres hohen technischen Aufwandes kompliziert und somit teuer.
Eine gattungsgemässe Vorrichtung ist aus der US-PS 4 856 894 bekannt. Diese Vorrichtung ist jedoch technisch aufwendig und durch ihre Konstruktion insbesondere bei grösseren Abständen ungenau, wenn sie nicht sehr genau gefertigt und eingestellt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemässe Vorrichtung anzugeben, mit der das Messen des Normalabstandes eines Messpunktes von einer Geraden mit geringem technischem Aufwand schnell und sicher möglich ist.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass an der Schiene ein Schenkel im rechten Winkel angeordnet ist und dass der Schenkel an dem Ende der Schiene angeordnet ist, zu welchem der Laserstrahl geneigt ist, und zum Messpunkt hin ausgerichtet ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann beispielsweise so verwendet werden, dass die Schiene im rechten Winkel an einer Wand angefertigt wird, indem sie mit dem Schenkel an die Wand angelegt wird, wodurch sie automatisch im rechten Winkel zu dieser ausgerichtet ist. Da der Laserstrahl In einem spitzen Winkel zur Schiene und somit auch zur Wand geneigt ist. wird vom Laserstrah ! gerät ein Punkt an der Wand erzeugt, dessen Normalabstand bei vorgegebenem Neigungswinkel des Laserstrahles von der Schiene proportional zum Abstand eines definierten Punktes am Laserstrah ! gerät von der Wand ist.
Der Abstand des definierten Punktes am Laserstrahlgerät von der Wand kann auf einfache Weise bestimmt werden und somit kann auch der Abstand des Messpunktes an der Wand von der Schiene genau bestimmt werden.
Es ist ersichtlich, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung technisch sehr einfach ausgeführt 1St. da nur ein einfaches und billiges Laserstrahlgerät sowie eine Schiene, auf der letzteres verschiebbar angeordnet ist, benötigt wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anzeige eine analoge Anzeige ist. wobei die Erfindung In diesem Fall bevorzugt dadurch weitergebildet sein kann, dass die Anzeige ein auf der Schiene angeordnetes Messlineal ist, dem ein Zeiger am Laserstrahlgerät zugeordnet ist. Auf diese Weise kann der Normalabstand des Messpunktes von der Schiene auf einfache Welse abgelesen werden.
Gemäss einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anzeige eine Digitalanzeige ist, wobei das Mass der Verschiebung des Laserstrahlgerätes an der Schiene bevorzugt auf induktivem Wege ermittelt wird.
Um die erfindungsgemässe Vorrichtung an die Jeweiligen Gegebenheiten besser anpassen zu können, kann vorgesehen sein, dass der Winkel des Laserstrahlgerätes verstellbar ist. Dadurch Ist es möglich, den Winkel zwischen dem Laserstrahigerät bzw. dem von diesem erzeugten Laserstrahl und der Schiene bei grossen Normalabständen des Messpunktes von der Schiene grösser einzustellen als bel einem geringeren Normalabstand, wodurch sich einerseits bel geringen Normalabständen die Messgenauigkeit erhöhen lässt und anderseits der Messbereich auf grössere Längen erweitert werden kann.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung, In der eine erfindungsgemässe Vomchtung dargestellt ist.
In der Zeichnung ist eine erfindungsgemässe Vorrichtung dargestellt, welche ein Laserstrahigerät 1 aufweist, das über ein Gelenk 3 mit einem Schlitten 2 verbunden ist. Über das Gelenk 3 lässt sich der Winkel des vom Laserstrahlgerät 1 erzeugten Laserstrahles 14 zur Schiene 4 beispielsweise In vorgegebenen Abstufungen einstellen Um das Einstellen zu erleichtern, können dabei rastartige Elnnchtungen vorgesehen sein, die ein schnelles Einstellen auf verschiedene Winkel ermöglichen.
Der Schlitten 2 ist auf einer Schiene 4 verschiebbar gelagert und kann auf dieser über eine Etnnchtung 5 feststellbar sein. Diese Einrichtung 5 kann beispielsweise eine Klemmschraube oder ein federbelastetes Klemmelement sein, die zwischen dem Schlitten 2 und der Schiene 4 wirken.
Auf der Schiene 4 Ist ein Messlineal 7 befestigt, das entsprechend den möglichen Winkeleinstellungen des Laserstrahlgerätes 1 eine entsprechende Anzahl von Massstäben aufweist. Am Schlitten 2 des Laser- strahlgerätes 1 Ist ein Zeiger 6 angeordnet, der In Verbindung mit dem Messlineal 7 die Entfernung anzeigt. die ein vom Laserstrahl 14 z. B auf einer Wand 8 erzeugter Messpunkt 9 von der Basis 10 der Schiene 4 aufweist. Die Basis 10 der Schiene 4 Ist die dem Laserstrahlgerät 1 gegenüberliegende Seite der Schiene
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4.
Die Schiene 4 weist einen Schenkel 11 auf, der zur Basis 10 der Schiene 4 im rechten Winkel angeordnet und etwa in Richtung des Laserstrahles 14 ausgenchtet ist. Mit dem Schenkel 11 kann die erfindungsgemässe Vorrichtung z. B. an eine Wand 8 angesetzt werden, und der Abstand zwischen dem Punkt 12 an der Basis 10 der Schiene 4 und dem Messpunkt 9 bestimmt werden.
Wie bereits erwähnt, kann bei geringen Abständen zwischen den Punkten 9 und 12 der Neigungswinkel des Laserstrahles 14 zur Schiene 4 kleiner eingestellt werden, um die Messgenauigkeit zu erhöhen, da der Winkel zwischen dem Laserstrahl 14 und der Wand 8 grösser wird. Wenn eine Digitalanzeige vorgesehen Ist, kann der eingestellte Neigungswinkel des Laserstrahles 14 zur Schiene 4 automatisch berücksichtigt werden, wenn die Bewegung des Laserstrahigerätes 1 an der Schiene 4 beispielsweise über eine induktive Messeinrichtung ermittelt und der Normalabstand über einen Mikroprozessor ausgewertet und an der Anzeige dargestellt wird.
Auf der Aussenfläche, d. h. der z. B. an einer Wand 8 anzulegenden Fläche des Schenkels 11 können z. B. noppenartige Vorsprünge, vorzugsweise drei solcher Vorsprünge vorgesehen sein um ein wackelfreies Anlegen der Vorrichtung an der Wand 8 zu erlauben.
Um die Genauigkeit des Messvorganges zu erhöhen, kann dem Schenkel 11 ein weiteres Laserstrahige- rät 15 zugeordnet sein, das einen an der Wand 8 entlang gerichteten und zu dieser parallelen Laserstrahl 16 (in der Zeichnung der Übersichtlichkeit wegen im Abstand von der Wand 8 gezeichnet) erzeugt. So wird der Punkt 9 besser erkennbar. Sowohl das Laserstrahigerät 1 als auch das Laserstrahigerät 15 können sogenannte "rotlichtunterstützte" Geräte sein. Um die Form der Laserstrahl zu beeinflussen, können optische Einrichtungen (z. B. Linsen, Prismen od. dgl.) im Weg der Laserstrahlen vorgesehen sein, um zu erreichen, dass diese Linien- oder streifenartige quer zur Messrichtung ausgerichtete Lichtflecke erzeugen.
Zusammenfassend kann die Erfindung beispielsweise wie folgt dargestellt werden :
Mit der Vorrichtung kann der Normalabstand eines Messpunktes von einer Geraden mit einem den Messpunkt erzeugenden Laserstrahlgerät berührungslos gemessen werden. Das Laserstrahlgerät 1 ist auf einer die Gerade bildenden Schiene 4 verschiebar angeordnet, wobei der Laserstrahl 14 in einem spitzen Winkel zur Schiene 4 geneigt ist. Mit einer Anzeige 7, beispielsweise einem auf der Schiene angeordneten Messlineal, dem ein Zeiger 8 am Laserstrah ! gerät 1 zugeordnet ist, wird der sich aus dem Neigungswinkel des Laserstrahles 14 und dem Abstand des Laserstrahlgerätes 1 von der Normalen ergebenden Normalabstand angezeigt.