AT398519B - Ausziehführung - Google Patents
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Description
AT 398 519 B
Die Erfindung betrifft eine Ausziehführung mit einer an der Korpuswand eines Möbelstücks befestigbaren Führungsschiene, welche von unten in eine zugehörige, von einem an der Unterseite offenen, im Querschnitt quadratischen oder rechteckigen Hohlprofil gebildete, abnehmbar am ausziehbaren Möbelteil befestigbare Laufschiene eingreift, wobei im Innern der Laufschiene Laufbahnen für in einem langgestreckten Käfig gehalterte Wälzkörper gebildet sind, die auf den Laufbahnen der Führungsschiene einerseits und auf von zugeordneten Bereichen der Innenfläche der Laufschiene gebildeten Laufbahnen andererseits abrollen, und somit die Laufschiene entlang der Führungsschiene verschiebbar gelagert ist, wobei die zur Aufnahme der Gewichtsbelastung dienenden Wälzkörper von einer Reihe von mit horizontaler Achse quer zur Ausziehrichtung hintereinander angeordneten Rollen und die zur seitlichen Führung und Stabilisierung dienenden Wälzkörper von zwei in Höhenrichtung zu den Rollen versetzten, jeweils auf gegenüberliegenden Seiten der Führungsschiene vorgesehenen Reihen von Kugeln gebildet werden.
Ausziehführungen dieser Art (DE-GM 81 23 213) haben aufgrund der Vielzahl von nicht nur in Ausziehrichtung, sondern auch rechtwinklig hierzu räumlich versetzten Wälzkörpern in Form von Kugeln und Rollen neben ihrem leichten Lauf und der hohen Belastbarkeit den zusätzlichen Vorteil, daß sie auch in ganz ausgezogenem Zustand eine verhältnismäßig hohe Querstabilität aufweisen, so daß also eine mit ihnen in einem Schrankkorpus gelagerte Schublade auch in ganz ausgezogenem Zustand in horizontaler Querrichtung kein merkliches Spiel aufweist. Zur Lagerung von Schubladen in hochwertigen Möbelstücken werden deshalb in zunehmendem Maße derartige Ausziehführungen verwendet. Gerade diese Querstabilität kann aber ein Problem darstellen, wenn nämlich eine mit einer derartigen Ausziehführung in einem Schrankkorpus zu lagernde Schublade in den Querabmessungen nicht exakt ins Innere des Schrankkorpus paßt, d.h. quer zur Ausziehrichtung etwas zu schmal oder zu breit ist, oder wenn sich die ursprünglich korrekten Abmessungen der Schublade und/oder des Schrankkorpus durch Umgebungseinflüsse - beispielsweise durch Verzug infolge von Feuchtigkeit od.dgl.- geändert haben.
Das Problem des Ausgleichs von Abweichungen der Querabmessungen von den Sollabmessungen eines auszuziehenden Teils relativ zum zugehörigen Schrankkorpus tritt bei den im Aufbau unterschiedlichen, mit jeweils einer drehbar, aber ortsfest an der Führungs- bzw. Laufschiene gehalterten Rollen arbeitenden Rollen-Ausziehführungen nicht auf, weil bei diesen eine begrenzte Querverschiebung der Umfangsflächen der Rollen auf den zugeordneten Laufbahnen in der Regel ohne Schwierigkeiten möglich ist. Das führt aber dazu, daß mit solchen Rollen-Ausziehführungen in einem Schrankkorpus gehalterte Schubladen in ganz ausgezogenem Zustand in horizontaler Querrichtung labil sind, zumal die an der Führungs- und an der Laufschiene gelagerten Rollen in ganz ausgezogenem Zustand in Ausziehrichtung geringsten Abstand voneinander haben.
Bei einer anderen Rollen-Ausziehführung, bei welcher die Rollen auf an der Schubladen-Seitenwand und der zugehörigen Korpuswand befestigten Achsen drehbar gelagert sind, und auf Laufbahnen einer zwischen der Schubladen-Seitenwand und der Korpuswand angeordneten Teleskop-Zwischenschiene abrollen, ist es bekannt (DE-OS 20 63 445), die Querschnitte der an der Teleskopschiene ausgebildeten Laufbahnen gewölbt auszubilden, wodurch ein Ausgleich von Abweichungen in den Querabmessungen durch Schrägstellung der Teieskop-Zwischenschiene in gewissem Umfange möglich ist. Eine Anregung zur Ausbildung der Abrollbahnen von Wälzkörper-Ausziehführungen der hier in Frage stehenden Art gibt diese bekannte Rollen-Ausziehführung aber schon aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Anordnung der um an der Schubladen-Seitenwand bzw. der Korpuswand festen Achsen drehbaren Rollen einerseits und der beim Ausziehvorgang relativ zur Schubladen-Seitenwand und zur Korpuswand sich in Längsrichtung verschiebenden Wälzkörpern nicht. Ähnliches gilt für eine bekannte, als Teleskop-Ausziehführung ausgebildete Rollen-Ausziehführung (DEOS 23 54 669), bei welcher die Rollen nicht ortsfest an der Schubladen-Seitenwand und an der Korpuswand, sondern an einem Teleskopwagen angeordnet sind. Bei dieser bekannten Ausziehführung wird aufgrund ihrer seitlichen Labilität vorgeschlagen, die Rollen wenigstens einer Seite mit im Querschnitt konkaven umlaufenden Nuten bzw. konvex vorgewölbten Vorsprüngen zu versehen und in komplementär ausgerundeten Vertiefungen bzw. Vorsprüngen der Führungs- bzw. Laufschiene abrolien zu lassen, wodurch eine in Querrichtung formschlüssige Halterung der Schienen relativ zu den Rollen erreicht wird, welche eine Anpassung an veränderliche Querschnitts-Abmessungen nicht zuläßt.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die bekannten Ausziehführungen der eingangs erwähnten Art so weiterzubilden, daß sie einen Ausgleich von zumindest geringen Abweichungen der Querabmessungen von den Sollabmessungen eines auszuziehenden Teils relativ zum zugehörigen Schrankkorpus gestatten, ohne daß dies bei ausgezogener Schublade zu einer Labilität in Querrichtung führt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die an der Führungsschiene vorgesehene Laufbahn für die Rollen, wie an sich bekannt, einen konvex gekrümmten Querschnitt hat, und daß die an 2
AT 398 519 B der Führungsschiene vorgesehenen Laufbahnen für die Kugeln einen konkaven Querschnitt haben, dessen Radius größer als der Radius der zugehörigen Kugeln ist. Die Laufschiene kann sich durch diese Ausgestaltung relativ zu dem in ihrem eng anliegenden, mit den Abrollbahnen der Führungsschiene versehenen Teil der Führungsschiene etwas verdrehen, wobei die konvexe Querwölbung der Abrollbahn der Führungsschiene eine Veränderung der Höhenlage des ausziehbaren Teils verhindert. Da Änderungen in den relativen Querabmessungen von Schublade und Korpus durch elastische Aufbiegung der Laufschiene und eine federnde Verbiegung des Tragschenkels der Führungsschiene ermöglicht werden, tritt ein merkliches Spiel der ausgezogenen Schublade nicht auf.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind die die Lauffläche bildenden Umfangsflächen der Rollen nur über einen Teil ihrer in Richtung der Rollen-Mittelachse gemessenen Längserstreckung zylindrisch ausgebildet, wobei die Rollen in einen mittleren Bereich einen entsprechend dem konvexen Querschnitt der Führungsschienen-Laufbahn im wesentlichen entsprechend konkav gekrümmten Umfangs-flächen-Querschnitt haben. Gegenüber einer Übertragung des Gewichts der Schublade auf die Abrollbahn der Führungsschiene über eine punktförmige Auflage der zylindrischen Rollen wird auf diese Weise eine linienförmige Abstützung erhalten, wodurch die Tragfähigkeit der Ausziehführung erhöht wird.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt bzw. zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausziehführung, wobei in der Darstellung Teile der Lauf- und der Führungsschiene weggeschnitten sind; Fig. 2a, b und c Schnittansichten durch die Ausziehführung gemäß Fig. 1 quer zur Ausziehrichtung, wobei in Fig. 2a die Soll-Einbaulage und in den Figuren 2b bzw. 2c die Einbaulage bei von den Sollabmessungen abweichenden Abmessungen des auszuziehenden Teils relativ zur lichten Innenbreite des Schrankkorpus gezeigt ist; und Fig. 3 eine Ansicht einer in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Ausziehführung mit Vorteil verwendbaren Rolle.
In Figur 1 ist eine in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Ausziehführung für Schubladen der hier in Frage stehenden Art gezeigt, welche eine an einer - nicht gezeigten - Seitenwand eines Schrankkorpus anzubringende Führungsschiene 12 und eine längsverschieblich auf der Führungsschiene 12 angeordnete, an einer - ebenfalls nicht dargestellten - Schublade befestigte Laufschiene 14 aufweist. Die Führungsschiene 12 ist im dargestellten Fall ein aus Metallblech umgeformtes Profil mit U-Querschnitt, dessen einer U-Schenkel eine mit Bohrungen 16 für Befestigungsschrauben versehene Anlageplatte 18 bildet, welche auf der Innenseite der Korpus-Seitenwand aufschraubbar ist, während der zweite U-Schenkel im Bereich seines freien Endes so umgeformt ist, daß er innerhalb der nachstehend noch näher beschriebenen Laufschiene 14 parallel zu und mit Abstand von der Anlageplatte 18 verlaufende Laufbahnen 30; 32 für Wälzkörper in Form von auf einer oberen Laufbahn 30 abrollenden - im dargestellten Fall - zylindrischen Rollen 20 und zwei horizontal beabstandeten ausgekehlten Laufbahnen 32 abrollende Reihen von Kugeln 22 aufweist. Die Rollen 20 und die Kugeln 22 sind in ihrer gegenseitigen Zuordnung und Ausrichtung durch einen geeignet geformten Käfig 24 (Fig. 2a bis 2c) aus Kunststoff gehalten. Die Laufschiene 14 ihrerseits ist als an der Unterseite „für den Durchtritt des mit den Laufbahnen 30; 32 versehenen U-Schenkels der Führungsschiene 12 mit einem Durchlaßschlitz versehenes Hohlprofil ausgebildet, welches im Querschnitt so geformt ist, daß die Rollen 20 und die Kugeln 22 passend umgriffen werden, so daß also die Innenflächen der Laufschiene 14 ebenfalls als Laufbahnen dienen.
Die Befestigung der Laufschiene 14 an der Schublade erfolgt in bekannter Weise unterhalb des Schubladen-Bodens und neben der Innenfläche der über den Schubladen-Boden nach unten vortretenden Schubladen-Seitenwand, wofür im vorderen Bereich eine (nicht gezeigte) in den Zwischenraum zwischen der Laufschiene 14 und der Anlageplatte 18 der Führungsschiene 12 vorstehende Lasche mit einem nach oben vortretenden Zapfen vorgesehen ist, der in eine zugeordnete Bohrung in der nach unten weisenden Stirnfläche der Schubladen-Seitenwand eindrückbar ist. Am rückwärtigen, d.h. korpusinneren Ende erstreckt sich die Laufschiene 14 noch ein Stück über die Rückwand der zugeordneten Schublade hinaus ins Korpusinnere und weist dort einen Befestigungshaken 26 auf, welcher sich aus einem zunächst senkrecht von der oberen horizontalen Wand der Laufschiene 14 nach oben vortretenden Schenkel und einem am freien Ende dieses Schenkels angesetzten rechtwinklig nach vorn, d.h. in Richtung aus dem Korpusinneren heraus, umgekanteten horizontalen Schenkel zusammensetzt. Der horizontale Schenkel des Hakens 26 wird normalerweise in eine Bohrung in der Rückwand der zugehörigen Schublade eingeschoben.
Im bisher beschriebenen Umfang ist die Schubladen-Ausziehführung 10 bekannt und es ist nachvollziehbar, daß Ausziehführungen der beschriebenen Art infolge der dreireihig räumlich versetzten Anordnung der die Laufschiene 14 auf der Führungsschiene 12 verschieblich halternden Wälzkörper, nämlich der Rollen 20 und der Kugeln 22, neben leichtem Lauf und hoher Belastbarkeit auch in ganz ausgezogener Stellung eine hohe Querstabilität aufweisen, so daß also mit einem Paar solcher Ausziehführungen 10 in einem Schrankkorpus gelagerte Schubladen auch in ganz ausgezogenem Zustand kein merkliches horizon- 3
AT 398 519 B tales Spiel aufweisen.
Wenn aber die Ausziehführungen 10 kein Spiel aufweisen und vorausgesetzt wird, daß die Führungsschiene 12 fest mit der Korpus-Seitenwand verschraubt und die Laufschiene 14 mittels des erwähnten Zapfens und des Hakens 26 ebenfalls möglichst starr an der Schublade befestigt wird, ergibt sich hieraus zwangsläufig die Forderung, einer relativ genauen Abstimmung der horizontalen Querabmessungen der Schublade auf die zwischen den Innenflächen der Seitenwände gemessene lichte horizontale Breite des Schrankkorpus, weil bei einer nicht genau passenden Abstimmung die Ausziehführung 10 nicht oder zumindest nicht ohne Zuhilfenahme von den Abmessungsfehler ausgleichenden Zwischen- oder Distanzstücken montierbar wäre. Leichte Abweichungen von den Soll-Abmessungen können aber einerseits aufgrund von Fabrikationsungenauigkeiten und andererseits aber auch infolge von Veränderungen der ursprünglich korrekten Abmessungen durch Arbeiten des Materials des Schrankkorpus bzw. der Schublade beim Austrocknen oder der Aufnahme von Luftfeuchtigkeit auftreten. Die Ausziehführung 10 ist deshalb gegenüber den bekannten Ausziehführungen der hier in Frage stehenden Art so abgewandelt, daß sich die Laufschiene 14 aus der in Fig. 2a dargestellten Normalstellung relativ zur Führungsschiene 12 in der in den Fig. 2b und 2c veranschaulichten Weise versetzen kann, ohne daß dabei eine Verringerung der Querstabilität in der ganz ausgezogenen Stellung resultiert. Zu diesem Zweck ist der innerhalb der Laufschiene 14 liegende, durch Umformung des freien Randes des zweiten U-Schenkels der Führungsschiene 12 mit den räumlich versetzten Laufbahnen 30; 32 versehene profilierte Randbereich 28 der Führungsschiene 12 so geformt, daß die die Reihen von Rollen 20 abstützende obere Laufbahn 30 im Querschnitt nicht ebenflächig ist, sondern die in den Figuren 2a bis 2c erkennbare konvexe Wölbung hat, wodurch die in den Figuren 2b und 2c veranschaulichte Verschwenkung bzw. Verkippung der Laufschiene 14 relativ zur Führungsschiene 12 möglich ist. Die unterhalb der Laufbahn 30 im Randbereich 28 beidseitig gebildeten Laufbahnen 32 für die Kugeln 22 haben einen ausgekehlten oder konkaven Querschnitt, wobei jedoch der Radius der Auskehlung zumindest in den bei Normalausrichtung von Lauf- und Führungsschiene seitlich an den von den Kugeln 22 überlaufenden Laufbahnbereich anschließenden Bereichen größer als der Radius der Kugeln 22 ist. Deshalb ist es möglich, daß die Kugeln 22 bei der erwähnten und in den Zeichnungsfiguren veranschaulichten Verkippung der Laufschiene 14 relativ zur Führungsschiene 12 sich aus der in Fig. 2a gezeigte Normalausrichtung zu ihren Laufbahnen 32 in die seitlich anschließenden Bereiche verschieben können. Weiter ist aus den Zeichnungsfiguren 2 auch erkennbar, daß sich der das eine Ende der Laufschiene 14 an der Schublade fixierende Haken 26 entsprechend der Kippbewegung der Laufschiene seitlich versetzt, so daß also insofern eine veränderte Lage der Laufschiene 14 in bezug auf die den Haken 26 aufnehmende Bohrung in der Schublade resultiert, wenn die Laufschiene 14 eine der veranschaulichten verkippten Stellungen annimmt. Wenn nun noch dafür gesorgt wird, daß auch die vordere Befestigung der Laufschiene 14 an der Schublade eine ähnliche Versetzung der Laufschiene 14 relativ zur eigentlichen Befestigungsstelle an der Schublade bei ihrer Verkippung erfährt, ist klar, daß horizontale Unterschiede der Querabmessungen der Schublade und der Korpuswand durch Verkippen der Laufschiene 14 auf dem Randbereich ,28 der Führungsschiene 12 ausgleichbar sind. Die oben geschilderte Befestigung des vorderen Bereichs der Laufschiene 14 an der Schublade mittels einer seitlich vortretenden und einen nach oben vorstehenden Zapfen aufweisenden Lasche ermöglicht ebenfalls eine Verkippung der Laufschiene 14, wenn die Lasche hinreichend elastisch ausgebildet wird.
In dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel der Ausziehführung 10 sind die das Gewicht der Schublade von der Laufschiene 14 auf die Führungsschiene 12 übertragenden Rollen 20 als Rollen mit zylindrischer Umfangsfläche ausgebildet. Da die zugeordnete Laufbahn 30 - im Gegensatz zu der ebenflächigen Abrollbahn der bekannten Ausziehführungen - in Querrichtung konvex gewölbt ist, stützen sich die Rollen 20 an der Laufbahn 30 nicht mehr in einem über ihre gesamte Länge verlaufenden linienförmigen Bereich, sondern in einem auf den mittleren Bereich konzentrierten punktförmigen Bereich ab, was zwangsläufig eine Erhöhung der aus der Gewichtsübertragung resultierenden Beanspruchungen zwischen den Umfangsflächen der Rollen 20 und der Laufbahn 30 zur Folge hat. Um eine hieraus resultierende verringerte Tragfähigkeit oder Lebensdauer der Ausziehführung 10 zu vermeiden, können entweder höher belastbare Materialien für die Rollen 20 und/oder die Führungsschiene 12 vorgesehen bzw. die aufeinander abrollenden Flächen in ihrer Beanspruchbarkeit - beispielsweise durch Härtung - erhöht werden. Auch eine Vergrößerung der Zahl der vorgesehenen Rollen 20 ist möglich.
In Figur 3 ist eine abgewandelte Rolle 20'mit gegenüber den Rollen 20 mit zylindrischer Umfangsfläche verbesserter Tragfähigkeit gezeigt. Die Umfangsfläche dieser Rolle 20' ist in drei aufeinanderfolgende Bereiche unterteilt, von denen die beiden äußeren Umfangsflächen-Bereiche 36 wiederum zylindrische Form haben, während der mittlere Bereich einen dem konvex gekrümmten Querschnitt der Laufbahn 30 komplementär konkav gekrümmten Querschnitt hat, so daß der Auflagebereich der Rolle 20' auf der Laufbahn 30 also - unter entsprechender Verringerung der übertragenen Beanspruchungen - auf die Breite 4
Claims (2)
- AT 398 519 B des Bereichs 38 vergrößert ist. Die Abstützung der Rolle 20' an der zugehörigen Laufbahn 30 der Laufschiene 14 erfolgt demgegenüber im Bereich der äußeren zylindrischen Umfangsflächen-Bereiche 36, d.h. ebenfalls mit linienförmiger Berührung. Durch eine Optimierung der Breitenabmessungen der Bereiche 36 und 38 kann die Tragfähigkeit der Rolle 20' gegenüber der Tragfähigkeit der rein zylindrischen Rollen 20 deutlich erhöht werden, wobei die Möglichkeit der Verschwenkung bzw. Verkippung der Laufschiene 14 auf der Führungsschiene 12 erhalten bleibt. Patentansprüche 1. Ausziehführung mit einer an der Korpuswand eines Möbelstücks befestigbaren Führungsschiene, welche von unten in eine zugehörige, von einem an der Unterseite offenen, im Querschnitt quadratischen oder rechteckigen Hohlprofil gebildete, abnehmbar am ausziehbaren Möbelteil befestigbare Laufschiene eingreift, wobei im Innern der Laufschiene Laufbahnen für in einem langgestreckten Käfig gehalterte Wälzkörper gebildet sind, die auf den Laufbahnen der Führungsschiene einerseits und auf von zugeordneten Bereichen der Innenfläche der Laufschiene gebildeten Laufbahnen andererseits abrollen, und somit die Laufschiene entlang der Führungsschiene verschiebbar gelagert ist, wobei die zur Aufnahme der Gewichtsbeiastung dienenden Wälzkörper von einer Reihe von mit horizontaler Achse quer zur Ausziehrichtung hintereinander angeordneten Rollen und die zur seitlichen Führung und Stabilisierung dienenden Wälzkörper von zwei in Höhenrichtung zu den Rollen versetzten, jeweils auf gegenüberliegenden Seiten der Führungsschiene vorgesehenen Reihen von Kugeln gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Führungsschiene (12) vorgesehene Laufbahn (30) für die Rollen (20; 20'), wie an sich bekannt, einen konvex gekrümmten Querschnitt hat, und daß die an der Führungsschiene (12) vorgesehenen Laufbahnen (32) für die Kugeln (22) einen konkaven Querschnitt haben, dessen Radius größer als der Radius der zugehörigen Kugeln (22) ist.
- 2. Ausziehführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lauffläche bildenden Umfangsflächen der Rollen (20') nur über einen Teil ihrer in Richtung der Rollen-Mittelachse gemessenen Längserstreckung zylindrisch ausgebildet sind, wobei die Rollen (20') in einem mittleren Bereich (38) einen entsprechend dem konvexen Querschnitt der Führungsschienen-Laufbahn (30) im wesentlichen entsprechend konkav gekrümmten Umfangsflächen-Querschnitt haben. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 5
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