AT398288B - Schalung für plattenförmige betonfertigteile - Google Patents
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Description
AT 398 288 B
Die Erfindung betrifft eine Schalung für Betonfertigteile mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Eine derartige Schalung ist aus der DE-AS 28 32 295 bekannt. Dort hintergreifen die Querwände mit ihren den Längswänden zugewandten Stirnflächen den trapezförmigen Vorsprung jeweils einer Längswand an deren der Grundplatte der Schalung zugewandter Flanke. In der Gießstellung der Schalung sind daher die Querwände in zur Grundplatte vertikaler Richtung nicht nach oben lösbar. Eine Entnahme der Querwände von der Schalung ist erst mit dem Entschalen möglich, bei welchem die Längswände aus ihrer Anlagestellung an dem gegossenen Betonfertigteil weggeschwenkt werden, so daß ihre Vorsprünge außer Eingriff mit den Querwänden gelangen. Wegen der erst mit dem Entschalen des Betonfertigteils erfolgenden Freigabe der Querwände wird in der Massenfertigung eine große Anzahl solcher Querwände benötigt, was eine erhebliche Kapitalbindung bedeutet. Außerdem ist die Reinigung der in der Regel vom mittlerweile erhärteten Beton stark verschmutzten Querwand sehr zeit- und lohnaufwendig.
Aus der US-PS 3 605 219 ist eine weitere Schalung zum Gießen von Betonfertigteilen bekannt. Die Wandung dieser Schalung weist schwenkbar gelagerte Längswände auf. Der Schwenkmechanismus ist kompliziert, konstruktiv aufwendig und somit auch störanfällig. Außerdem werden dadurch die Fertigungskosten der Betonfertigteile unnötig erhöht. Querwände zur vertikalen Entnahme sind dort nicht offenbart.
Ausgehend von den geschilderten Nachteilen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schalung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Querwände ohne Beeinträchtigung der Qualität der Betonfertigteile bereits vor dem Abbinden des Betons, insbesondere sofort nach dem Betoniervorgang, entnommen werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf der Erkenntnis, daß die bei der aus DE-AS 28 32 295 bekannten Schalung erfolgende Fixierung der Querwände gegen vertikale Entnahme durch dort vorgesehenen Formschlußeingriff nicht notwendig ist, weil während des Betoniervorganges die Lagefixierung in dieser Richtung durch die die Querwände durchsetzenden Kernrohre in ausreichendem Maße-gewährleistet ist. Ein versehentliches vertikales Abheben der Querwände aus ihrer Gießstellung heraus ist nicht möglich. Die Kernrohre dienen der Form- und Lagestabilität des Betonfertigteiies.
Die Sicherung der Querwände in grundplattenparalleler Richtung erfolgt durch den Formschlußeingriff zwischen den Längswänden und der Querwand.
Nach dem Betoniervorgang werden die Kernrohre aus den Betonfertigteilen herausgezogen. Danach werden die Schalung und die gegossene Fertigplatte dynamisch nicht mehr beansprucht. Der durch das mit dem Betoniervorgang einhergehende Rütteln verdichtete Beton ist bereits so formbeständig, daß ein Verbleiben der Querwände bis zum Abbinden des Betons nicht erforderlich ist. Es reicht aus, wenn die Längswände in ihrer Gießstellung verbleiben und dem frischen Fertigteil den erforderlichen Halt bis zum endgültigen Abbinden geben. Nach dem vertikalen Abziehen der Querwände von der Schalung können auch die Zwickelstücke leicht aus dem Raum unterhalb des Vorsprungs der Längswand entnommen und gereinigt werden, so daß auch sie sofort einem neuen Formvorgang zugeführt werden können.
Die konstruktive Anpassung des Zwickelstücks an die nach unten schauende Abschrägung der Querwand unterstützt weiterhin einen glatten Übergang zwischen Zwickelstück und Querwand.
Mit der Überführung der Querwände in ihre Gießstellung, d.h. mit ihrer Absenkung in die Auflagestellung auf der Grundplatte, wird eine in Längsrichtung der Querwand wirksame Druckkomponente in Richtung auf die beiden mit der Querwand korrespondierenden Zwickelstücke ausgeübt. Diese Druckkomponente bewirkt eine satte Anlagestellung des Zwickelstücks an der Längswand unterhalb des Vorsprunges. Die satte Formschlußanlage der Zwickelstücke gewährleistet die Betriebssicherheit der Schalung.
Nach Anspruch 2 erfolgt die Lagefixierung der Zwickelstücke gegenüber der Grundplatte und der Längswand durch die Überführung der Querwand in ihre Gießstellung, d.h. in ihre Auflagestellung auf der Grundplatte. Daraufhin sind die Zwickelstücke mit ihrem Verankerungsteii an der Querwand unbeweglich verankert. Diese Lagefixierung der Zwickelstücke wird mit dem vertikalen Entnehmen der Querwände von der Schalung automatisch aufgehoben.
Die gleichen Querschnittsbreiten von Querwand und Zwickelstück gemäß Anspruch 2 gewährleisten einen ebenen Übergang zwischen beiden Teilen.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Verbindungsstoß zwischen einer Längswand und einer Querwand einer erfindungsgemäß ausgebildeten Schalung.
Fig. 2 eine Darstellung der Einzelteile des Verbindungsstoßes gemäß Fig. 1 bei aus ihrer Gießstellung herausgehobener Querwand.
Fig. 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Endes einer Querwand und des zugehörigen 2
AT 398 288 B
Zwickelstückes in Pfeilrichtung III in Fig. 2.
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Zwickelstückes.
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Endes der Längswand.
Fig. 6 eine perspektivische Gesamtansicht der Schalung.
Die Schalung besteht im wesentlichen aus der Grundplatte 1, jeweils zwei an den beiden Seiten der Grundplatte 1 gelenkig gelagerten, zueinander parallelen Längswänden 2 und den Zwischenraum zwischen den Längswänden 2 überbrückenden Querwänden 3. Die Längswände 2 sind in Pfeilrichtung 4, d.h. in Richtung ihrer Außenseite 5, von der Grundplatte 1 wegschwenkbar. Auf ihrer Innenseite 6 weist jede Längswand 2 in Längsrichtung 7 verlaufend und etwa mittig angeordnet einen Vorsprung 8 auf. Der Vorsprung 8 dient zur Einformung jeweils einer Vergießnut in die Längsseitenfläche einer Betonfertigplatte. Die einander gegenüberliegenden Vergießnuten zweier auf dem Bau aneinanderliegend verlegter Betonfertigplatten werden mit Beton ausgegossen, wodurch eine feste Verbindung hergestellt wird.
Die Querwände 3 sind etwa gleichhoch wie die Längswände 2. Sie sind mit Durchgangsöffnungen 9 für die Kernrohre für die Längsausnehmungen in den Betonfertigplatten versehen. Die Kernrohre sind nicht dargestellt. Sie werden in Längsrichtung 7 durch die Durchgangsöffnungen 9 hindurch in ihre Gießstellung geschoben. Die Querwände 3 liegen in Gießstellung mit ihren Stirnflächen 10 in lagefixierender Formschlußverbindung an den Innenseiten 6 der einwärts entgegen der Pfeilrichtung 4 geschwenkten Längswände 2 an. Diese Formschlußverbindung zwischen Querwänden 3 und Längswänden 2 ist lediglich in zur Ebene der Grundplatte 1 parallelen Richtungen 7,11 lagefixierend wirksam.
In der Gießstellung wird die Hinterschneidung 12 zwischen dem Vorsprung 8 einer Längswand 2 und der Grundplatte 1 von einem von der Querwand 3 getrennt ausgebildeten Zwickelstück 13 ausgefüllt, der von der angrenzenden Querwand 3 unverrückbar in seiner Auflage auf der Grundplatte 1 und in seiner Anlage an der Längswand 2 gehalten wird. In der Gießstellung (Fig. 1,6) umgibt die Querwand 3 einen aus der Hinterschneidung 12 vorstehenden Teil 14 des Zwickelstückes 13 haubenartig lagefixierend. Der Teil 14 ist eine nach oben aus dem Zwickelstück 13 herausstehende Rippe in Form z.B. eines Bandeisens, die in den Zwischenraum der im Querschnitt U-förmig ausgebildeten Querwand 3 hineinragt. Dabei liegen die Seitenränder 15 der Rippe (Teil 14) an den Innenseiten der beiden U-Schenkel 16 an. Damit ist eine Lagefixierung des Zwickelstückes 13 in Pfeilrichtung 7 durch die Querwand 3 gewährleistet. Die U-Schenkel 16 bilden einen Teil der Formflächen 17 der Querwand 3.
Das Zwickelstück 13 hat zwei Formwände 18, die mit je einer Keilfläche 19 versehen sind. Die Querwand 3 weist jeweils mit diesen Keilflächen 19 korrespondierende Abschrägungen 20 auf, die als Stirnflächen der U-Schenkel 16 ausgebildet sind. Der die Keilflächen 19 tragende Teil des Zwickelstückes 13 liegt außerhalb der Hinterschneidung 12 und hat ebenfalls U-förmigen Querschnitt, wobei die Keilflächen 19 Teil der U-Schenkel dieses Körpers sind.
Die Längswände 2 sind mit vorzugsweise in einem Rastermaß 21 gleichmäßig voneinander in Längsrichtung beabstandeten, kopfartigen Formvorsprüngen 22 versehen. Die Querwände 3 weisen im Bereich ihrer Stirnflächen 10 zur Grundplatte 1 hin offene Vertikalnuten 23 auf, die in Gießstellung zwei benachbarte Formvorsprünge 22 übergreifen und dadurch die Lagefixierung der Querwand in horizontaler Pfeilrichtung 7 gegenüber der Längswand 2 gewährleisten. Die Vertikainuten 23 sind so ausgebiidet, daß sie die vertikale Aushebebewegung der Querwand 3 in Pfeilrichtung 24 nicht behindern. Die Lagefixierung der Querwand 3 in horizontaler Pfeilrichtung 11 wird durch die Formschlußeinlage zwischen zwei zueinander parallellaufenden Längswänden 3 gewährleistet (Fig.6), wenn sich die Querwand 3 in abgesenkter Gießstellung befindet (Fig.1).
Das Arbeiten mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Schalung wird wie folgt vorgenommen: Die Querwände 3 werden mit endseitig eingesetzten Zwickelstücken 13 entsprechend der gewünschten Länge der herzustellenden Betonfertigplatte auf die Grundplatte 1 aufgelegt. Sodann werden die auswärtsgeschwenkt stehenden Längswände-2 entgegen der Pfeilrichtung 4 nach innen in ihre Gießstellung (Fig.1,6) geschwenkt, wobei sie sich formschlüssig an die Stirnflächen 10 der Querwand 3 sowie die Rückwände 25 des Zwickelstückes 13 anlegen. Dabei greifen die Formvorsprünge 22 der Längswände 2 in die Vertikalnuten 23 der Querwände 3 ein. Vor dem Betonieren werden die nicht dargestellten Kernrohre der Rohrziehmaschine durch die Durchgangsöffnungen 9 der Querwände 3 in Pfeilrichtung 7 hindurchgeschoben. Diese dienen beim Betonieren nicht nur zur Formung der Längsausnehmungen in den Betonfertigplatten. Vielmehr verhindern sie erfindungsgemäß während des Betonierens ein Abwandern bzw. Ausweichen der Querwände 3 in Pfeilrichtung 24 nach oben, während die Lagefixierung in den Horizontalrichtungen 7,11 durch die Längswände 2 bzw. den Formschlußeingriff ihrer Formvorsprünge 22 in die Vertikalnuten 23 der Querwände 3 erreicht wird.
Nach beendetem Betoniervorgang, bei welchem der eingefüllte Beton durch Rütteln verdichtet wird, werden die Kernrohre aus den noch nicht abgebundenen Betonfertigplatten sowie den Durchgangsöffnun- 3
Claims (3)
- AT 398 288 B gen 9 der Querwände 3 herausgezogen. Damit ist die Vertikalbewegung der Querwände 3 nach oben in Pfeilrichtung 24 freigegeben. Die Querwände 3 werden mit Hilfe z.B. eines Haftmagneten nach oben von —..der Grundplatte abgezogen. Damit werden die Zwickelstücke 13 frei, die sich daraufhin leicht manuell entfernen lassen. Die Querwände 3 und die Zwickelstücke 13 können nunmehr durch einfaches Abspritzen 5 mit Wasser von anhaftendem, noch nicht abgebundenen Beton gereinigt und einer erneuten Verwendung zur Formung der nächsten Betonfertigplatte herangezogen werden. Patentansprüche io 1. Schalung für plattenförmige Betonfertigteile mit einer Grundplatte und einer aus mehreren Längs- und Querwänden bestehenden Wandung, wobei die Längswände der Wandung einen sich in Längsrichtung erstreckenden einwärts gerichteten, im Querschnitt gesehen trapezförmigen Vorsprung aufweisen, an den die Stirnflächen der mit Durchtrittsöffnungen für Kernrohre zur Bildung von Längsausnehmungen in den Betonfertigteilen versehenen Querwände der Wandung angepaßt sind, iS dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen der Querwand (3) und den anschließenden Längswänden (2) der Wandung ein eigenes Zwickelstück (13) angeordnet ist, das dem Raum unterhalb des Vorsprungs (8) der Längswand (2) der Grundplatte (1) und einer nach unten schauenden Abschrägung (20) der Stirnfläche (10) entspricht und in der Gießstellung an der Querwand (3) unverrückbar festgelegt ist. 20
- 2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils das Zwickelstück (13) wenigstens einen aufwärtsragenden Verankerungsteil (14) besitzt, für den eine untere Öffnung im Endbereich der Querwand (3) der Wandung vorgesehen ist, wobei die 25 Querschnittsbreite der Querwand (3) und die Abmessung des Zwickelstückes (13) in Längswandrichtung (7) gleich groß sind. Hiezu
- 3 Blatt Zeichnungen 4
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