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Druck- oder Ab8tempelmaschlne für Briefe, Schriftstücke oder dergl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, mit welcher die verschiedenst gestalteten
Briefe, Drucksachen etz. abgestempelt bezw. in beliebiger Weise markiert werden. Obwohl die Maschine hauptsächlich für das Abstempeln der auf die zu expedierenden Poststücke aufgeklebten Marken geeignet ist, kann sie aber ebenso gut für das Indossieren von Rchecks und dergl., zum
Aufdrucken eines Schriftsatzes auf Papierstreifen etz. verwendet werden.
Die Maschine nach vorliegender Erfindung zeichnet sich durch äusserst geringen Kraft-und
Platzbedarf und einfache Handhabung und weiters dadurch aus, dass die Betätigungämechanismen für die vom Schriftstück zu passierenden Vorrichtungen in einem abnehmbaren Gehäuse mit einer gleichfalls abnehmbaren Bodenschale eingeschlossen sind. Ein wesentlicher Teil der
Maschine ist eine sich selbst einstellende Vorrichtung, > um ein gleichzeitiges Zuführen zweier oder mehrerer abzustempelnder Stücke zu verhindern.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt und zwar ist : Fig. 1 ein Aufriss der ganzen Maschine, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. ein Aufriss eines
Teiles derselben und teilweiser Schnitt. Fig. 4 ein Horizontalschnitt in vergrössertem Massstabe.
Fig. 5 ebenfalls ein Horizontalschnitt, knapp unterhalb des Maschinentisches, Fig. 6 ein Kreuz- riss, Fig. 7 ein Kreuzriss, in welchem ein Teil der Zuführungs-bezw. Einlegevorrichtung für die einzelnen zu behandelnden Schriftstücke in Ansicht dargestellt ist. Fig. 8 ein Horizontalschnitt nach der Linie 8 der Fig. 7 und zeigt die Bauart des Einlegers mit seiner Kautschukzunge und
Fig. 9 endlich zeigt in Draufsicht die auf die Ständer der Maschine angeschraubte Konsole tür das
Lager des Motors.
Die verschiedenen Einzelmechanismen der Maschine, sind auf dem Tische 20 derselben gelagert, der von Ständern 27 der Basis 22 getragen wird. Der Tisch 20 besitzt bei der Brief- zuführungsseite eine Platte 23 und einen Behälter 25, in welchem die zu markierenden bezw. ab- zustempelnden Briefschaften in geeigneter Lage angesammelt sind, während bei der Abgabestelle der Maschine ein rostartiger Tisch 24 angeordnet ist, auf welchen die markierten Stücke abgelegt und gesammelt werden.
Die Zuführungsvorrichtung 26 arbeitet mit einem Einleger 27 zusammen, der stets nur einen der in einem Stapel eingebrachten Briefe oder dergleichen, die mit einer Längskante auf der Platte 23 ruhen, die Walze 26 passieren lässt und hiedurch nacheinander die einzelnen Briefe zum Durchgange durch die Maschine zwingt. Die Fördervorrichtung besteht aus den Walzen 28, 29 und einem von den durchgehenden Briefen betätigten Finger 2, welcher den, aus der Schrift- walze 30 und der Fundanientwalze 31 bestehenden eigentlichen Druckapparat in Wirksamkeit versetzt. Eine Walze 32 mit der auf ihr laufenden Walze 33, und ein mit Haken ausgestattetes
Sternrad 34 dienen zum Abfiihren und Sammeln der abgestempelten Briefschaften auf dem Tische 34.
Die Zuführungsvorrichtung 26 besteht aus einer rotierenden, mit einer Gummilage um- gebenen Walze, der eine zweite, ebenso ausgestattete Walze beigegeben werden kann, welch letztere die Bewegung jedes der Stücke auf der Platte 23 einleiten soll.
Damit stets nur ein einzelner Brief zugeführt wird, legt sich an die Walze 26 das freie Ende
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Streifen aus Kautschuk oder aus einem ähnlichen adhärierenden Material besteht. Dieser Halter liegt der Walze 26 gegeniiber und besitzt eine geneigte Auflagerfl che 3 (Fig. 8) für einen Teil der Zunge 27, wodurch ein gegen die Zuhrl1ngswalze und das Zungenende zu sich verengender Eingang gebildet wird, sodass bei Betätigung der Walze die abzustempelnden Schriftstiicke sich selbsttätig in der, in Fig. 4 bei A dargestellten Lage ordnen.
Die Zunge 27 besitzt in ihrer Mitte eine Durchbrechung, in welche der aus der geneigten Fläche 3 des Halters vorspringende Stift 1 ragt, kann daher bei Abnützung eines ihrer Enden um 1800 gedreht und neuerdings wieder eingesetzt werden. Der unwirksame Teil der Zunge liegt in einer Klammer, die von dem geneigten Teile des Halters 35 und dem umgebogenen Ende eines gewöhnlichen, unter rechtem Winkel zu 35 stehenden Bleches 36 gebildet wird, sodass hiedurch ein Auftreffen der Briefkanten auf diesen Teil der Kautschukzunge vermieden wird.
Der Halter ist an dem oberen Ende eines den Maschinentisch durchsetzenden Zapfens 37 befestigt, der an dem Arm 38 einer unterhalb der Tischebene befindlichen Drehachse 39' (Fig. 5 und 7) sitzt, sodass der Halter und die Zunge gegen die Wirkung einer Druckfeder 40 von der Walze entfernt werden können, damit Briefe von verschiedener Dicke die Walze passieren können.
Das freie Ende der Zunge kann zufolge seiner Elastizität und einer eventuell angeordneten, letztere unterstützenden Feder unabhängig von der Bewegung des Halters nachgeben, um sich den Ungleichheiten der Walzenoberfläche, bezw. des passierenden Schriftstückes anzupassen. Der Halter 35 trägt weiters einen Ansatz 41, der sich knapp bei dem freien Zungenende befindet und leicht gegen die Walze drückt und so die Förderwirkung dieser Walze unterstützt, sobald das vordere Ende des Briefes über die die Förderung etwas verzögernde Zunge hinaus gelangt ist.
Nach Passieren der Zuführungswalze und der Zunge gelangt jeder Brief zwischen die Förderwalzen 28, 29, deren erste in fixen Lagern, deren zweite (29) jedoch in einem schwenkbaren Arm 42 (Fig. 5) gelagert ist, der auf einem Drehzapfen 43 unterhalb des Tisches sitzt, sodass die Walze 29 entsprechend der Dicke der passierenden Poststücke seitlich unter Überwindung der Federwirkung 44 ausweichen kann. Die Förderwalze 28 besteht aus zwei voneinander etwas abstehenden Teilen auf einer gemeinsamen Spindel (Fig. 1 und 3), zwischen welchen der Finger 2 liegt, der hiedurch in den Weg der abzustempelnden Briefe tritt.
Der obere Walzenteil kann leicht von der
Spindel abgezogen werden, damit der Finger 2 und sein Träger 45 (Fig. 2) entfernbar sind, wenn die unterhalb liegenden Teile gereinigt werden sollen. Die gegenüber liegende Walze 29 ist mit einer Nut versehen, in welche der Finger 2 ragt.
Der Finger 2 mit seinen Bestandteilen, wie seinem Gelenkarm 13 (Fig. 4), dem Druck- walzen-Hemmhebel 4 und der Führung 5, wird von seinem Träger 45 gehalten, der mittels einer Flügelschraube 46 auf dem Tragständer 47 befestigt ist ; in dem Träger 45 ist auch das eine Lager für die Achse der Druckwalze 30 angeordnet.
Letztere ist bloss durch Reibung mit ihrer Achse 19 gekuppelt und besitzt einen Stift 6, der mit dem sternförmigen Rade des Hemmhebels 4 in Eingriff steht, damit die Druckwalze ruhig bleibt, wenn auch ihre Achse 19 rotiert. Wenn nun das vordere Ende eines Briefes oder dergl. zwischen die Förderwalzen 28. 29 gelangt, trifft es auf den Finger 2 und schwenkt ihn um seinen Drehzapfen im Arme 13 unter Überwindung der Kraft der Feder 8, wodurch auch der Hemmhebel 4 verschwenkt, und dessen Rad vom Stift 6 der Druckwalze abgezogen wird, so dass letztere von ihrer rotierenden Achse zufolge der Reibung mitgenommen v ird, und ihren Stempel oder den Schriftsatz auf den zwischen ihr und der Fundamentwalze 31 passierenden Brief aufdrückt.
Während des Durchganges des Briefes wird der Finger gegen seine Normallage rückverachwenkt. was zufolge der Nachgiebigkeit der Feder 7 durch Verdrängung des Drehpunktes des Fingers geschehen kann, bis der Brief das Fingerende passiert hat, worauf der Finger wieder in die Bahn der Briefe vorschnellt und durch das nächstkommende Stück von neuem betätigt wird. Bevor die Druckwalze 30 Zeit zu einer ganzen Umdrehung mit ihrer Achse gehabt hat, ist der Hemmhebel 4 unter der Wirkung der Feder 8 mit seinem Sternrad wieder in die Bahn des Stiftes 6 gelangt und verhindert hiedurch ein weiteres Rotieren der Druckwalze solange, bis der Finger neuerdings geschwenkt wird..
Die Achse 18 der Fundamentwalze 31 ist in einem unterhalb des Tisches um 71 schwenkbaren Arm 70 gelagert, um ein seitliches Nachgeben der Walze bei verschiedener Dicke der passierenden Schriftstücke entgegen der Wirkung einer Feder 72 zu ermöglichen ; die innerste
Lage der Walze wird durch eine verstellbare Hemmschraube 73 des schwenkbaren Armes geregelt, die auf einen Anschlag des Tisches auftrifft.
Nach dem Verlassen der Walze 30, 31, gelangt der abgestempelte Brief zwischen die Ab- nehmerwalze 32 (die ebenfalls eine Gununiumhüllung besitzt) und ihre mitlaufenden Walzen 33 ; hierauf wird der Brief über die feste Führung 48 und über das aus letzterer vorrangende Rad 34 hinweg bis zu dem einstellbaren Anschlag 74 vorgeschoben. Die stetige Drehung des Rades 34 bewirkt nun ein Verschieben der anfänglich bis zum Rade vorgeschobenen Winkelplatte 49 je um den Betrag der Dicke des Briefes, der zwischen die Führung 48 und der Platte 49 gelangt ist.
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Die Haken oder Buckel des Rades.
M bewirken, dass zwischen den bereits an 49 anliegenden und aufgestapelten Briefen und der eigentlichen Fläche des Rades stets ein Raum frei bleibt, in welchen der ankommende Brief leicht einzutreten vermag, der hierauf durch den nächsten Haken samt der Platte wieder verschoben wird und so weiter.
Die Walze 88 lagert in einem Arm , der um den Zapfen 65 drehbar ist, welcher unterhalb des Maschinentisches noch einen Arm 56 trägt, der an einer Flachfeder 57 anliegt, wodurch die Walze elastisch auf die Abnehmerwalze angedrückt wird und auch der Arm 54 geschwungen werden kann (in Fig. 4 in punktierten Linien dargestellt), um für das Auswechseln der Typen an der Druckwalze 80 Raum zu schaffen.
Die Achsen sämtlicher eben beschriebenen Teile der Maschine, mit Ausnahme der Achsen der Zuführungswalzen 29 und der Druckwalze 31, reichen durch den Tisch nach abwärts und sind in einer Platte 50 gelagert, die mit dem Tisch 20 durch Distanzbolzen 51 verbunden ist. Die Achsen der Walzen 29 und 31, die von den schwingenden Armen 42 und 70 getragen werden, sind je mit einer Universalgelenkverbindung 52 an Treibwellen angeschlossen, die ihre Lager in der Platte 50 und in einem von dieser getragenen Rahmen 53 (Fig. 5 und 6) haben.
Die zur Kraftübertragung und Geschwindigkeitserteilung für die rotierenden Teile nötigen Getriebe sind oberhalb der Lagerplatte 50 angeordnet, wie aus den Figuren 3,6 und 5 ersichtlich, in welch letzterer die Teilkreise der Zahnräder eingezeichnet sind. Der Antrieb der Zahnräder erfolgt von einer rotierenden horizontalen Welle 54 unter Vermittlung von Kegelrädern 17 aus, deren eines auf der Ablegerradachse 34 (Fig. 5) sitzt.
Die Teile unterhalb des Maschinentisches sind gänzlich von einem Gehäuse 58 eingeschlossen, dessen obere Kante sich an eine an der Unterseite des Tisches befindliche Rippe 59 anlegt (Fig. 6) und dessen Unterkante in eine Schale 60 einpasst, die mittels einer durch eine Büchse 62 der Schale reichenden und in den Rahmen 53 einschraubbaren Handschraube 61 dicht angeschlossen werden kann, so dass ein Eindringen von Staub verhindert und die Zahnräder stets in dem Ole, das in die Schale eingebracht wird, laufen und allfällige Reparaturen vorgenommen werden können, ohne den Antrieb der Maschine auslösen zu müssen. Obwohl die Maschine auch von Hand aus betrieben werden kann, z. B. mittels einer auf der Walzenachse 26 sitzenden Kurbel, wird vorzugsweise ein elektrischer Motor hiezu verwendet.
Dieser Motor 62 (Fig. 1) lagert auf einer an den Ständern 21 befestigten Brücke 63, sodass der Treibriemen 64 direkt über eine Riemenscheibe 65 auf der horizontalen Welle 54 laufen kann.
Auf diese Weise kann die Maschine samt dem Motor beliebig verstellt werden. Damit der Treibriemen 64 die richtige Spannung erhalten könne, ist der Motorträger 63 mit paarweisen horizontalen
Querarmen 66 ausgestattet, die mittels einer Flügetschraube 67 zwecks Klemmens der Ständer verschiebbar sind.
Es ist klar, dass die konstruktive Ausführung des Erfindungsgedankens in mannigfache
Weise abgeändert werden könnte, ohne dass hiedurch der Rahmen der Erfindung überschritten würden
PATENT-AN SPRÜCHE :
1. Druck-oder Abstempelmaschine für Briefe, Schriftstücke oder dergl., bei welcher die vom Schriftstücke zu passierenden Vorrichtungen oberhalb und die Betätigungsmechanismen für dieselben unterhalb eines Tisches liegen, dadurch gekennzeichnet, dass letztere in einem ab- nehmbaren Gehäuse (58) mit einer auch abnehmbaren Bodenschale (60) eingeschlossen sind.