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Hydropneumatische, asynchrone Zeitübertragung auf eine beliebige Anzahl von pneumatischen Uhren.
Die Erfindung bezweckt mittels einer hydropneumatischen isosynchronen Einrichtung und einer Luftkanalisation die Zeit von einer Hauptuhr (Regulator) auf eine beliebige Zahl von, an die Luftkanalisation angeschlossenen, Nebenuhren (Empfänger) zu übermitteln.
Diese Übertragung geschieht mittels eines Luftstosses, der in einem oder mehreren Luftbehältern durch den plötzlichen Eintritt einer gewissen Menge Wassers erzeugt wird, wobei sich diese Stösse unter dem Einfluss des Regulators in bestimmten Zeiträumen (alle 60 Sekunden im dargestellten Beispiele) wiederholen. Unter diesem Luftstosse blähen sich die Blasebälge der Nebenuhren auf und bewirken die Verschiebung der Uhrzeiger um eine Teilung (je 1 Minute).
Die Einrichtung weist folgende Eigentümlichkeiten auf :
Der mehr oder minder grosse Druck des von aussen kommenden Wassers und selbst das Fehlen des Zuflusses während 24 Stunden üben keinerlei Einfluss auf die Funktion der Einrichtung aus, indem zwei Behälter angeordnet sind, deren grösserer seinen Inhalt an den kleineren abgibt. wobei Zufluss und Abfluss so bemessen werden, dass der Wasserstand stets derselbe bleibt.
Die Verteilung des Wassers in den oder die Luftkompressoren geschieht ohne Hähne und ohne andere Kraft als die des Regulators. Das Aufziehen des Uhr-und Verteilungswerkes des Regulators erfolgt absolut automatisch.
Die Wasserzufuhr in den Luftbehältern dauert so lange, bis der Druck der Luft s"gesteigert ist, dass die Empfänger sicher funktionieren. Sobald dieser Druck erreicht ist. hört derWasser- zufluss automatisch auf, und das Wasser fliesst durch einen Ablauf ab, ohne jemals in die Luftkanalisation zu gelangen.
Derselbe plötzliche Wasserzunuss in den oder die Luftbehälter bewirkt nicht nur die Verschiebung der Zeiger sämtlicher Empfänger um eine Minute und das automatische Aufziehen des Regulators, sondern er bewirkt auch die Zurückführung sämtlicher Einrichtungen in die ursprüngliche Lage.
Der Luftst,) wird den Empfängern durch eine Vorrichtung übertragen, welche das Fest- stellen der Zeiger genau nach der Teilung der betreffenden Zifferblätter sichert, ohne dass Unter- brechungen und Voreilungen im Gange der Zeiger eintreten können.
Die anliegenden Zeichnungen stellen die Übertragungsvorrichtungen beispielsweise dar.
Fig. 1 stellt fine Ansicht des Regulatorwerkes dar. Fig. : 3 zeigt eine Ansicht von der linken
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Empfängers oder Nebenuhr.
Die Gesamteinrichtung umfasst : ein Regulatorwerk mit automatischem Aufzug, eine Wasserverteilung, eine doppelte hydropneumatische Übertragung und eine Anzahl von Empfängern oder Nebenuhren. Das Regulatorwerk besteht aus zwei verschiedenen Gruppen von Organen, welche zusammenwirken, um den Isosynchronismus der Übertragung der Bewegungen der Regulator-oder Hauptuhr auf die Nebenuhren zu sichern, während sie gesondert, der Eine auf das Minutenwerk des Regulators und der Andere auf die Verteilung des hier als treibende Kraft benutzten Wassers einwirken.
Die auf das Minutenwerk des Regulators einwirkende Gruppe von Organen besteht aus einem Räderwerk, welches einesteils von der treibenden Kraft einer Spiralfeder 1 und anderenteils von der regulierenden Wirkung der Hemmung 2 und eines Pendels 3 beeinflusst, wird.
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Das eine Zwischenrad 14 des Regulatorwerkes dreht ein schneckenförmiges Daumenrad 15, welches in bestimmten Zeiträunien von z. B. je, einer, Minute eine Umdrehung vollführt.. Mit dem Daumenrad 15 wirkt der wagrechte Arm eines rechtwinkligen Doppelhebels 75 zusammen, der sich auf eine Stellschraube 76 auflegt und dessen nach unten gerichteter senkrechter Arm eine Nase 77 besitzt, auf welche sich ein Arm eines anderen rechtwinkligen Doppelhebels 78
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den Hebel 75 entweder auf die Stellschraube 76 oder auf das Daumenrad 15 zu drücken.
Der andere Arm des Hebels 78 ist nach oben gerichtet und trägt einen Stift 79, der derartig angeordnet ist, dass er gegen die hohe Kante des senkrechten Armes eines dritten Hebels 80 stösst. der von einem Gegengewicht 81 beeinflusst und gegen eine Stellschraube gedrückt wird. Am oberen Ende trägt der senkrechte Arm des Hebels 80 eine Knagge 84, auf welche sich ein Stift 83 eines Schwengels 86 stützt. Eine Verbindungsstange 90 geht vom Schwengel 86 nach dem'I'auchrohr 43, welches in seinen schwingenden Bewegungen durch ein Gegengewicht 45 ausbalanziert ist und die Bestrebung hat, in das Wasser zu tauchen.
Die Auslösung des Schwengels M, weiche das Tauchrohr 43 veranlasst, in das Wasser zu tauchen, Figur 4, wird durch das Zusammenwirken des Daumenrades 15 des Winkelhebels 75 und des Doppelhebels 78 bewirkt, indem der Stift 79 beim Abfallen des Hebels 78 von der Nase 77 des Hebels 75 an die hohe Kante des Hebelarmes 80 schlägt.
Wenn die Auslösung erfolgt, wird der Schwengel < ? vom Gewicht des Tauchrohres 4. 3 niedergedrückt, und sein Stift 83 legt sich seitlich vom Arm 80 an den unteren Teil der geneigten
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welche der Stift 79 des Armes 78 stösst, so dass der Stift 83 beim Niedergange des Schwengels 86
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Wenn der Hebel 78 mit der Nase 77 in'Eingriff kommt, befindet sich das Daumenrad 15 in einer Stellung, in der sich der Hebel 75 auf die Stellschraube 76 auflegen kann. Die verschiedenen Organe sind dann bereit, von Neuem in Tätigkeit zu treten, was eintritt, sobald der Daumen des Rades J ! den Hebel 75 genügend gehoben hat, um den Hebel 78 auszulösen. Die Schraube 76 gestattet eine derartige Einstellung des Beginnens des Hochhebens des Hebels 75, dass dieses Hochheben kurz vor dem Augenblick beendet ist, in dem der Daumen des Rades 15 den Hebel 75 freigibt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hydropneumatische, isosynchrone Übertragung der Bewegungen einer Hauptuhr (Regulators) auf eine beliebige Anzahl von Nebenuhren (Empfängern), bei welcher der plötzliche, in regelmässigen Zeitabschnitten erfolgende Eintritt einer bestimmten Wassermenge in einen oder mehrere Luftbehälter die darin enthaltene Luft in eine Kanalisation drückt, mit der die
Blasebälge sämtlicher Nebenuhren in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu- und Ableitungen des Wassers durch zwei übereinander angeordnete Behälter (48, 44) geregelt werden, in deren unteren (44) das Niveau immer konstant gehalten wird, und dass ein aus- balanziertes und gestütztes Tauchrohr (43) so im unteren Wasserbehälter angeordnet ist, dass
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oder Ventilen u. s. w. nach den Luftbehältern (53) zu leiten.