AT39626B - Flugmaschine. - Google Patents

Flugmaschine.

Info

Publication number
AT39626B
AT39626B AT39626DA AT39626B AT 39626 B AT39626 B AT 39626B AT 39626D A AT39626D A AT 39626DA AT 39626 B AT39626 B AT 39626B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rudder
support disks
flying machine
machine
machine according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Zizka
Original Assignee
Emil Zizka
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emil Zizka filed Critical Emil Zizka
Application granted granted Critical
Publication of AT39626B publication Critical patent/AT39626B/de

Links

Landscapes

  • Toys (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Flugmaschine. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Flugmaschine, welche sich von anderen ähnlichen Aeroplanen dadurch unterscheidet, dass die kreisenden Tragscheiben senkrecht oder   nahezu   recht zur Bewegungsrichtung des Fahrzeuges frei schwingen können. 



   Dadurch wird erzielt, dass durch die Einwirkung einer   äusseren   Kraft auf die Maschine, z. B. eines Windstosses, das Ausschwenken der Flugmaschine in der Längsrichtung bedeutend kleiner ist und langsamer erfolgt, als bei einem Aeroplan mit festen Tragflächen und dass statt diesem Ausschwenken nur das Schwingen der kreisenden Tragscheiben erfolgt. Infolge dieser Eigenschaft lässt sich die Flugmaschine durch das Steuerruder bequem und langsam in die Normallage bringen. 



   Die Flugmaschine ist auf der Zeichnung in den Fig. 1-3 dargestellt. Sie besitzt zwei vom Motor 6 angetriebene Tragscheiben   1,   deren Ebene mit der Achse des Propellers 9 einen kleinen Winkel a zur Erzielung des Auftriebes   einschliesst. Die Tragscheibon   sind an ihren   Rändern   mässig nach abwärts gekrümmt, um deren Tragfähigkeit zu erhöhen und werden vom Motor 6 in eine kreisende, zu einander entgegengesetzte Bewegung versetzt, wie die Pfeile andeuten. 



   Die Tragscheiben sind mit dem Maschinenkörper 4 vermittels Trägerarm 3 verbunden. welche letzteren um Zapfen   5   drehbar sind, so dass die l'ragscheiben mit ihren Lagern 2   und   
 EMI1.1 
 scheiben mit ihren Lagern. Ausserdem sind die schwingenden Teile mit dem übrigen Maschinen-   gestell mittels Spiralfedern ?' (Fig.   3,4) und hydraulischer   Bremsen   8 verbunden. Diese Federn werden bei den Schwingungen der Tragscheiben gespannt und sichern die normale Lage der letzteren. Die hydraulische Bremse   8   hat den Zweck die raschen   Schwingungen   der Tragscheiben zu dämpfen. Der Zylinder der Bremse kann am festen Teile der Maschine angebracht werden, während die Kolbenstange mit dem schwingenden Teile verbunden wird.

   Der Motor 6 ist auf dem mittleren Träger 4 angebracht und die Scheiben werden mittels zweckmässiger Transmissionen oder elektrisch angetrieben. Der Propeller 9, dessen Achse in den   Lagern 11, 12 geführt wird.   besorgt die Vorwärtsbewegung der Flugmaschine. 



   Das Steuerruder 13 ist rückwärts auf dem mittleren Träger angebracht und besteht aus mehreren horizontalen Flächenelementen 14, mit elastischen, nach rückwärts fächerartig verlaufenden Rippen   22,   welche nach oben oder   unten   geneigt bzw. verbogen werden können. Die Elemente der rechten Hälfte des   Steuerruders können gemeinsam von   der rechten Hand und die linke Hälfte des Steuerruders von der linken Hand des   Steuermanns   beherrscht   werden.   



   Der   Steuermann   sitzt hinter dem Motor auf dem am mittleren Träger   befestigten Sattel 73   
 EMI1.2 
 unteren Enden dieser Hebel führen   Schnüre 17 zu   der bezüglichen Seite des Steuerruders, so dass durch   Verdrehen   des Hebels die bezügliche   Steuerruderhälfte mehr oder weniger verbogen   werden kann. 



   Bei der Normallage ist die Fläche des Steuerruders ein wenig nach unten abgebogen, wodurch das Steuerruder zugleich eine   Tragfläche   bildet ; der Steuermann fühlt dabei den normalen Druck in den Händen. Beim Nachlassen des Druckes auf die Hebel 16 verdreht sich das Steuerruder durch eigene Elastizität nach oben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Statt mit zwei einfachen kreisenden Tragacheiben 1 kann die Maschine mit je zwei übereinander auf einer gemeinsamen Achse befestigten Tragscheiben versehen werden und für grosse Maschinen wird eine entsprechende   Anzahl von Ttagscheiben   verwendet. Bei derartigen grossen Maschinen mit mehreren   querschwihgenden Tragscheiben Jf (Fig. 5),   bei welchen die Beherrschung 
 EMI2.1 
 beim Schwingen der Tragscheibe das bezügliche Element des   Steuerruders   sich neigt und die Maschine in die ursprüngliche Lage einführt. 



   Die Flugmaschine ist auf Rädern montiert ; das rückwärtige Räderpaar 19 ist mit einem   LuftpuSer 20, 21 ausgestattet.   



   Beim Aufliegen fährt die Maschine durch die Wirkung des Propellers zuerst auf ihren Rädern. Infolge des Luftwiderstandes, welcher die Maschine nach rückwärts umzukippen strebt und von unten auf die Tragscheiben wirkt, heben sich diese. Nach Erreichung einer gewissen Geschwindigkeit drückt der Steuermann plötzlich das Steuerruder nach unten. Darauf folgt unmittelbar als   sekundäre   Bewegung das rasche Senken der Tragscheiben, welchen sich ein grosser Luftwiderstand entgegensetzt, so dass diese Bewegung nur teilweise erfolgt und anstatt derselben der mittlere Träger der Maschine von der Erde sich hebt, wonach die Maschine in die Luft gelangt. 



   Wenn auf die fliegende Maschine ein plötzlicher Luftstoss von vorne einwirkt, so neigt sich die Maschine nur mässig nach   rückwärts,   weil die Tragscheiben infolge ihrer Kreiselwirkung nach oben ausschwingen und die dadurch entstandene Reaktion das weitere Neigen des Maschinenkörpers verhindert. Das Heben   u*     zinken   der Arme 3 geschieht so langsam, dass es durch das Steuerruder mittels der   Menschenkr : 1 ! t wusgeglichen   werden kann, was bei einer anderen Maschine, wegen der grossen Schnelligkeit der   Bp, wegungsänderungen   kaum möglich wäre.

   Ein Windstoss schief von unten oder oben hebt die Arme nach oben bzw. drückt sie nieder, weil infolge des Beharrungszustandes die schwersten Massen (Motor,   Luftschiffer,   Gestell) in ihren Lagen noch verbleiben, was eine Neigung des Gestelles mit dem Vorderende nach unten bzw. nach oben zur Folge hat. Bloss dann, wenn der Windstoss auf eine Scheibe wirkt, neigt sich die ganze Maschine seitlich, in welchem Falle muss der Luftschiffer mittels des Steuerruders die Maschine in die frühere Lage bringen muss. Kurze augenblickliche Windstösse haben überhaupt keinen   Einfluss   auf die Lage der Scheiben. Nur ein dauernder Luftstrom kann die Gleichgewichtslage stören. Eine stetige Wirkung des Luftstromes bloss auf eine Scheibe oder auf eine Scheibe von unten auf die andere von oben kann gar nicht vorkommen. 



   Bei dieser Flugmaschine sind also alle Bewegungen, welche durch jedwede Einwirkung, z. B. durch Luftstoss, Steuerruder oder Änderung des Schwerpunktes entstehen, sehr klein und vollziehen sich so langsam, dass dem Steuermann genügend Zeit geboten wird die Flugmaschine in Normallage zu bringen und sie jederzeit zu beherrschen bezw. lenken. 



   Will man die Maschine bei einer gewissen Vorwärtsgeschwindigkeit nach rechts umdrehen, so verdreht   man   die beiden Steuerruderhebel nach   aufwärts,   wodurch sich auch die beiden Arme sammt den Tragscheiben heben. Dann drückt man den linken   Steuerruderhebel   nach unten und das dadurch entstandene Kräftepaar erteilt der Maschine eine Drehung nach rechts. Die linke Tragscheibe, welche dabei die grössere Bahn umschreibt, hebt sich und die ganze Maschine   erhält dann eine   schiefe Lage in ähnlicher Weise wie die Lokomotive in Krümmung auf ihrem
Geleise. 



   Beim Herabfliegen fliegt die Maschine in einem mässig schiefen Winkel zur Erde. Unweit von der Erde hebt der   Steuermann   plötzlich das Steuerruder nach oben und rückt den Propeller 
 EMI2.2 
 den   entstandenen Luftwiderstand   die Bewegungsenergie fast aufgebraucht wird. Der Rest der letzteren, welcher noch den Stoss verursachen könnte, wird von der Luftbremse der Hinterräder aufgenommen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Flugmaschine mit   entgegengesetzt zueinander rotierenden Tragscheiben, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Tragscheiben mit dem Fahrzeug derart verbunden sind, dass   14it'bloss senkrecht   oder nahezu senkrecht zur Bewegungsrichtung, nicht aber in der Bewegungrichtung des Fahrzeuges frei schwingen können. 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Flugmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerruder (13) aus mehreren Flächenelementen' (14) mit elastischen, nach rückwärts fächerartig endigenden Rippen (22) zusammengesetzt ist, die bei der Normalstellung mässig nach abwärts verbogen sind, damit sie zugleich eine Tragnäche bilden, wobei die Hälften des Steuerruders durch Schnüre (17) mit Hebeln (16) verbunden sind, durch deren Verdrehung die Steuerruderhälften beliebig viel sich verbiegen, während beim Nachlassen der Hebel das Steuerruder durch eigene Elastizität in die oberste Lage zu gelangen trachtet.
    4. Ausführungsform der Flugmaachine nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragscheiben an den Rändern nach unten gekrümmt sind, zum Zwecke, die Tragkraft der Scheiben zu erhöhen.
    5. Ausführungsform der Flugmaschine nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die schwingenden Arme (3) oder Achsen der kreisenden Tragscheiben (1) mit den Steuerruderelementen (14) verbunden werden können, derart, dass sich diese Steuerruderelemente beim Schwingen der Tragscheiben zweckmässig verbiegen und die Maschine in die Normallage automatisch bringen.
    6. Ausführungsart der Flugmaschine nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus mehreren Paaren von querschwingenden Tragscheiben (1) (Fig. 5) und ausserdem aus einigen in der Längsrichtung schwingenden Tragscheiben (18) : zusammengesetzt ist.
AT39626D 1907-05-07 1907-05-07 Flugmaschine. AT39626B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT39626T 1907-05-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT39626B true AT39626B (de) 1909-11-10

Family

ID=3557773

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT39626D AT39626B (de) 1907-05-07 1907-05-07 Flugmaschine.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT39626B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69534767T2 (de) Hauptrotor system für hubschrauber
DE102007020609B4 (de) Flugobjekt mit Tandemrotoren
DE610434C (de) Quer- und Hoehensteuerung fuer Flugzeuge mit kreisenden Tragflaechen
AT39626B (de) Flugmaschine.
DE1958404C2 (de) Karussell
DE703522C (de) Deckenfaecher
DE102015107596B3 (de) Hubschrauber mit Einrichtungen zum Vermeiden des Mast Bumping
DE567584C (de) Hubschrauber
DE2001401C3 (de) Schleifbügelbefestigung auf einem Stromabnehmer
AT67548B (de) Schraubbenflieger.
DE262409C (de)
DE808334C (de) Mittels mehrerer Luft-Schrauben sich etwa senkrecht erhebendes Spielzeug
DE523753C (de) Flugzeug mit frei umlaufenden Tragfluegeln
US1635892A (en) Flying machine
DE648814C (de) Tragschrauber mit auf durchlaufenden Holmen befestigten Fluegeln
DE412318C (de) Landungsfuss fuer Luftschiffe
DE649016C (de) Tandemflugzeug
DE369288C (de) Flugzeug, bei welchem von einer pendelnd aufgehaengten und durch Federn nachgiebig mit dem Flugzeug verbundenen Gondel aus die seitlichen Stabilisierungsflaechen mittels Seilzuege selbsttaetig verstellt werden
AT40820B (de) Schwingenflieger.
AT61384B (de) Vorrichtung zur Steuerung von Flugzeugen.
DE473631C (de) Flugzeug mit frei umlaufenden, durch den Winddruck angetriebenen Tragflaechen
AT30944B (de) Drachenflieger.
DE694977C (de) Einrichtung zur Vermeidung des Flatterns
AT24933B (de) Regelungsvorrichtung zur selbsttätigen Einstellung des Aëroplans von Luftschiffen.
DE530784C (de) Hubschrauber mit um radiale Achsen frei schwenkbaren Haupttragfluegeln